Archiv für Oktober 2003

Herbsterschrecken

Sonntag, 26. Oktober 2003

Mir selbst wäre es gar nicht aufgefallen, dass der erste liegenbleibende Schnee bereits im Oktober gefallen ist. Aber die Bäume um meine Münchner Wohnung sind offensichtlich ganz furchtbar erschrocken. „Was? Wie? Schnee? Frost? Wir haben doch die Blätter noch nicht mal umgefärbt?!“

Auf meinem gestrigen Einkaufsrundgang lagen vor allem unter Ahornbäumen ganze Berge grüner Blätter. In einer Seitenstraße war ein dunkelblauer Golf schier begraben darunter. Es war also keineswegs ein energischer Herbstwind, der die Blätter vom Baum geholt hatte – die verschreckten Ahorne hatten sie einfach auf einen Schlag fallen lassen (ich argwöhne, dass bei genauem Hinhören ein „Huch!“ zu vernehmen war).

Andere Arten, zum Beispiel Platanen und Linden, kamen nicht mal mehr zum Erschrecken. Ihre immer noch grünen Blätter tragen den Schnee-Puder stoisch und warten darauf, dass ein Herbstwind die Gesamtoptik wieder in Ordnung bringt.

Things men should know about women (3)

Samstag, 25. Oktober 2003

1. While yes sometimes means no, no always means no, as does
her ordering the garlicky pesto sauce, twirling her hair around her
finger while gazing absently into space, and getting up from the table
to go to the ladies’ room and never returning.
2. Women, much like men, are human, and thus appreciate it when you
ask them questions about themselves.
3. Never ask a woman why she’s mad at you, as she will only get madder
at your not knowing.
by Esquire

Star struck

Freitag, 24. Oktober 2003

Gestern auf Vox Anna and the King wiedergesehen. Seinerzeit bin ich eigentlich nur wegen Jodie Foster ins Kino gegangen, habe sie aber schier vor lauter Chow Yun-Fat nicht gesehen. Ging mir gestern wieder so.

chow1_small (39k image)
via IMDB

Bei aller gesunden Schwärmerei für Filmschauspieler weiß ich mittlerweile, dass ich für fast jeden meiner Lieblinge nur in einer bestimmten Rolle schwärme. Zum Beispiel:
Daniel Day-Lewis in The unbearable lightness of being
Denzel Washington in Much ado about nothing
George Clooney in Out of sight
oder eben Chow Yun-Fat in Anna and the King
und viele mehr.

Da ich festgestellt habe, dass Frau Gröner und ich uns da wohl nie in die Quere kommen werden (Viggo Mortensen?????!!!!), bekommen die werten Leser sicher noch jeden der obigen um die Augen geschlagen.

Things men should know about women (2)

Freitag, 24. Oktober 2003

1. Should you hit it off with a woman, perhaps think you are soul mates,
and fall into bed in an unclothed, heavy-breathing, romance-novel tangle,
and, in the heat of it all, she moans, “Daddy,” do not even attempt to put
your pants on until you are in the car.
2. The idea of love at first sight, though attractive to women in theory,
terrifies them in practice.
3. The quirky perfect gift that shows you’ve been listening is worth twice
the value of anything you can find at Tiffany’s.
Of course, it doesn’t hurt if the quirky perfect gift happens to be from Tiffany’s.
Gifts that may be quirky but never perfect: a blender, a beater, a vacuum
cleaner, or a waffle iron.
by Esquire

Heimatlos

Donnerstag, 23. Oktober 2003

Thirtysomethings.
Cyber Generation.
Generation Golf.

Ich glaube, dass es bei uns eine Generation von Menschen gibt, die ein wenig haltlos durch unsere Gesellschaft taumelt.
Beruflich sind sie erfolgreich, Nutznießer unserer Meritokratie. Denn sie sind zu ihrem Erfolg durch Begabung, Fleiß und Charisma gekommen – nicht über die Beziehungen oder das Vermögen ihrer Eltern.

Diese Generation ist gebildet. Ein wenig wurzellos gebildet. Hat über Plato diskutiert, sich mit den Augustinischen Gottesbeweisen beschäftigt, Lazarillo de Tormes und Proust zumindest sekundär beschnuppert. Ist aber eben nicht mit Eltern aufgewachsen, die sich in mehr als einer Sprache unterhalten konnten. Oder die studiert hatten. Oder auch nur eine Tageszeitung abonnierten.

Wenn sie auf Abkömmlinge echten Großbürgertums treffen, wird ihnen ein bisschen kühl. Es ist nicht etwa Neid, der sich einstellt, wenn diese über den Onkel Professor lästern, die Jahrhunderte alte Familiengeschichte fast schon wegwerfend erwähnen. Es ist Fremdheit. Die Fremdheit, die sie auch in den erstklassigen Hotels empfinden, in denen sie sich geschäftlich scheinbar so sicher bewegen.

Sie interessieren sich für feine Küche. Aber aufgewachsen sind sie damit nicht. Sie arbeiten weiter an ihrer Bildung. Aber werden nie mit jemandem verwandt sein, der mit Adorno studiert hat. Manchmal schrecken sie ein klein wenig auf und fühlen sich wie Hochstapler.

Gleichzeitig gehören sie schon lange nicht mehr zu der Welt, aus der sie kommen. In der sich Eltern ehrlich und selbstlos wünschten, ihre Kinder mögen es besser haben als sie. Und die in Kauf nahmen, dass sie ihre Kinder dadurch zu Fremden machten.

Sie versuchen, sich selbst zu verwurzeln. Schaffen es manchmal durch eine eigene Familie. Durch das eigene Unternehmen. Oft aber schaffen sie es einfach nicht. Und taumeln weiter, lassen sich treiben zur nächstschöneren Wohnung, in den nächstweiteren Urlaub, zum nächstinteressanten Job.

Things men should know about women (1)

Donnerstag, 23. Oktober 2003

Ausgerechnet bei Esquire findet sich eine brauchbare Liste. Ich beginne also hiermit einen kleinen Kurs. Jeden Tag drei “things”.
Gültig für alle Frauen überall.
Solange sie als „die Kaltmamsell“ unter www. vorspeisenplatte.de bloggen.

1. A good woman is as excited about a gift that costs nothing
as she is about a gift that costs a lot.
2. No matter how furtive or quick the glance, a woman always knows
when you’re looking at her breasts.
3. Contrary to popular belief, an out-of-shape man is just as unappealing
to a woman as an out-of-shape woman is to a man.

Ärzte und Computer-Admins…

Mittwoch, 22. Oktober 2003

… haben etwas gemeinsam. Ich möchte von ihnen niemals hören:
“Sowas hab’ ich ja noch NIE gesehen!”