Kurzsicht
Dienstag, 27. April 2004 um 17:04Die Herren Angestellte und Arbeiter, die fürs Fernsehen vor Werktoren interviewt werden, wenn es um unbezahlte Mehrarbeit geht. Und die dann brav schimpfen, dass das ja wohl unmöglich ist und ein Rückschritt und Sozialabbau und immer auf die Kleinen und die da oben kriegen den Hals nicht voll.
Und dann die Herren Kleinaktionäre, die fürs Fernsehen vor den Türen der Hauptversammlungen interviewt werden, wenn es um die Ergebnisse des Vorstands geht. Und die dann brav schimpfen, dass sie sich übers Ohr gehauen fühlen und es schließlich ihr Geld ist, das sie da eingesetzt haben und für das sie ja schließlich auch was bekommen wollen und da muss der Vorstand bessere Arbeit machen und Gewinne bringen.
Dass die exakt dieselben zu sein scheinen, liegt das an meiner brillenbedürftigen Kurzsichtigkeit?
die Kaltmamsell



28. April 2004 um 9:09
Sie haben einen kleinen, aber feinen Unterschied vergessen: Diese Personen sind wahrscheinlich Mitarbeiter beim Unternehmen "S" und Kleinaktionäre beim Unternehmen "T" und sehen zwischen beidem einfach keinen Zusammenhang :-)
28. April 2004 um 14:58
Ohne Sklaven
kein Wohlstand für alle.
29. April 2004 um 12:18
Nicht umsonst will Gewerkschaft, dass Arbeitnehmer keine Aktien halten. Ist einfach schlecht für´s Geschäft und die Leute könnten ja irgendwann mal verstehen.
29. April 2004 um 7:29
Die Gewerkschaften wissen immer ganz genau, was sie nicht wollen :-) — Denken wir kurz vor dem ersten Mai auch mal an die Gewerkschaften in der Rolle des Arbeitgebers und an die Gewerkschafts-Angestellten. Denen geht es nämlich im Vergleich zu normalen Angestellten oder öffentlich Bediensteten ziemlich mies.
29. April 2004 um 19:04
Inwiefern? Und was sind "normale Angestellte"?
29. April 2004 um 19:09
Wir sind gewerkschaftsfrei!
http://www.stylepolice.de/
29. April 2004 um 22:28
@Saunabiber: Ein (seriöser) Beitrag von vielen:
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=133
Und es gibt wirklich genug weitere Informationen.