Archiv für Juni 2004
Schwärmerei, nachgeholt
Mittwoch, 2. Juni 2004Manchmal ist man einfach zu spät dran mit der Schwärmerei für Filmschauspieler. Bei Ikonen wie Carry Grant (vor allem in Arsenic and Old Lace) ist das zu verwinden – mit ihm verbinde ich keine persönlichen Erinnerungen, der gehört zu einer anderen Welt. Aber es gibt dann doch jemanden, bei dem ich mich um ein rechtzeitiges Schwärmen gebracht sehe, weil meine Eltern meinen jugendlichen Fernsehkonsum allzu sehr einschränkten.
Schlagt mich, aber ich steh auf Tom Selleck.
Vielleicht musste aber auch erst der richtige Augenblick kommen. In Three Men and a Baby hatte er keine Spuren hinterlassen; zum ersten Mal aufmerksam wurde ich auf den Herrn in In & Out. Erst nachdem ich Tom Selleck mal ohne Schnauzer gesehen hatte, verknallte ich mich in sein Oberlippengestrüpp.
Bei Friends hat’s mich dann endgültig erwischt: Tom Selleck in der Rolle des Richard. Er konnte es sich sogar leisten, in Unterwäsche und weißen Socken rumzustehen, ohne lächerlich zu wirken (lustig ja, aber nicht lächerlich).
Jetzt erst hole ich den feuchten Mädchentraum der 80er nach: Magnum. Aber vielleicht funktioniert auch das nur mit zeitlichem Abstand. Windige Turnschuhe, bunte Leibchen, ein wenig heldenhafter Held. Dazu kommt das erschütternde Styling der Damens, das mir zur Illusion verhilft, DIE hätte ich locker ausgestochen.
So, jetzt isses raus.

Abc*
Dienstag, 1. Juni 2004Do, a deer, a female deer, re, a drop of golden sun… Hoppla, falsches Musical…
A – Age: Laut Ausweis 36, gefühlt 45.
B – Band listening to right now: Keine. Die letzte Musik, die ich gehört habe, war Samstag beim Bügeln der Soundtrack von O brother, where art thou.
C – Career future: Professorin für Englische Literaturwissenschaft.
D – Dad’s name: Jesús.
E – Easiest person to talk to: Mitbewohner, weil ich mich in seiner Gegenwart sogar laut fragen kann, warum Wasser eigentlich auch dann verdunstet, wenn es gar nicht heiß genug für’s Verdampfen ist.
F – Favorite song: Keiner, ich hab’s nicht so mit Musik.
G – Gummy Bears or Gummy Worms: Dicke Schlangen, weil die weicher sind als die Bärchen von Haribo.
H – Hometown: München, zur Zeit.
I – Instruments: Gelernt habe ich Blockflöte und Querflöte, mehr als Weihnachtslieder traue ich mir aber nicht mehr zu.
J – Job: „Content Manager“ steht in meinem Arbeitsvertrag.
K – Kids: Niemals.
L – Longest car ride ever: Die 2000 Kilometer von Bayern nach Madrid in einem Stück, mehrfach als Familienurlaub. Typisches Schicksal von Gastarbeiterkindern.
M – Mom’s name: Irena.
N – Number of people you slept with: Wenige, trotzdem musste ich nachzählen. Was gilt denn alles als „slept with“? Nur Penetration? Auch wenn’s unerfreulich war?
O – Obsession(s): Das mit dem Leben.
P – Phobia(s): Keine.
Q – Quote: Je nach Situation, was halt den größten Lacher bringt.
R – Reason to smile: Dass ich in zwei Wochen endlich, endlich von meinem Auto befreit sein könnte.
S – Song you sang last: “Down to the river to pray” aus dem Soundtrack von O brother, where art thou.
T – Time you wake up: Zwischen 5.30 Uhr (heute) und 8 Uhr (Samstag).
U – Unknown fact about me: Tut mir leid, nichts zu holen; ich bin der Typ WYSIWYG.
V – Vegetable you hate: Rhabarber. Hasse ich so, dass es als Gemüse durchgehen muss.
W – Worst habit: Schlamperei.
X – X-rays you’ve had: Lunge, Knie, Zähne, Lendenwirbelsäule (oft).
Y – Yummy food: Schokolade.
Z – Zodiac sign: Löwe.
via Anke
*Sprach-Hygiene: Abc ist das Alphabet. ABC geschrieben handelt es sich um die Abkürzung Atomare, Biologische, Chemische (Waffen)




