Turniertanz-Filme

Donnerstag, 18. November 2004 um 11:10

Samba!

So, jetzt sind es drei, hiermit führe ich das Genre der Turniertanz-Filme ein:
- Strictly Ballroom (Australien 1992)
- Shall We Dansu (Japan 1996)
- Shall We Dance (USA 2004)

Strictly Ballroom

Strictly Ballroom sah ich seinerzeit in der Begleitung eines Dates. Ich erkannte so viele böse Anspielungen auf den Wahnwitz der Tanzturnier-Szene, dass ich Tränen lachte – als einzige im halb leeren Kino. Das Date hatte anschließend keine Lust auf ein gemeinsames Bier und ging gleich heim.
An Strictly Ballroom mochte ich zwischen Farce und all dem Konfetti die kleinen realistischen Details, zum Beispiel dass Hauptdarstellerin Tara Morice (Topos: die Anfängerin, die für den Profi einspringt) ganz offensichtlich keine geschulte Tänzerin war.

Shall We Dansu

Shall We Dansu mit Untertiteln war herzzerreißend und so schön fremd. Gleichzeitig konnte ich wieder den Anblick der Standardtänzer genießen – und wie die äußere Haltung die innere verändert.

Über die Tatsache einer US-Neuverfilmung wunderte ich mich zunächst, denn der japanische Film basiert ja auf der Verwerflichkeit, die diese Art von Tanzen durch ihren intensiven Körperkontakt in der japanischen Kultur hat. Außerdem war Richard Gere in der Rolle eines unauffälligen Büroheinis angekündigt. Ahaha, haha, hahahahahahahaha….. Aber dann fand ich heraus, dass Peter Chelsom Regie geführt hatte, und der hat in meiner persönlichen Filmhistorie durch Hear My Song und Funny Bones so dicke Meilensteine gesetzt, dass ich ihm The Mighty nicht übel nehmen will und in Serendipity lediglich die unausweichliche Hollywoodisierung sah.

Shall We Dance

Die Ergebnis: Kann man machen. Der Film ist schön erzählt und enthält einige wunderbare Tanzszenen. Die Prämisse, dass ein Testaments-Anwalt Ende 40 sich über sein Interesse an Turniertanz schämt, funktioniert mit Ach und Krach. Aber dass jemand einen langsamen Walzer einmal von Könnern vorgetanzt bekommt und das daraufhin unbedingt auch können möchte – das glaube ich dem Film. Außerdem spielt die wunderbare Susan Sarandon mit.

die Kaltmamsell

7 mal Beifall zu “Turniertanz-Filme”

  1. elle meint:

    Warte sehnsüchtig auf weitere Einträge zu diversen Tanzgenres. Aus persönlichem Interesse dachte ich da an:
    Latino-Tanz-Filme
    Bollywood-Tanz-Filme
    und
    Amerikanische Musicals

  2. Lisa Neun meint:

    Ich denk da mehr an “Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss”.

  3. Jeremin meint:

    Ooookay…werd´ ich also morgen meinen Status ausnutzen und mich gemütlich um halb drei Uhr nachmittags ins leere Kino hocken. ;-)

  4. Claus meint:

    Funny Bones ist wirklich ein wunderbarer Film.

  5. choupiie meint:

    also ich seh das so ähnlich. susan sarandon war der grund mir den film anzusehen. ich fand schon vorab die tatsache, dass jlo da mitmacht sehr abtörnend. das hat sich letztendlich auch bestätigt :-(
    (ok, sie hat schon ne ziemlich geile kiste, aber hallo? in dieser rolle kommt sie leider nicht über die erotische ausstrahlung eines bahnschrankens)
    gere. ja ich mag ihn, ich fand ihn immer schon gut, aber ehrlich gesagt fand ich ihn in der rolle nur bedingt überzeugend. zu brav…zu flach…zu “lieb” einfach.
    aber, und da stimme ich überein: der film schaffte es mir zu vermitteln, dass solches tanzen doch was sehr schönes und befreiendes haben muss.

  6. alexa meint:

    Hallo Ihr Tanzratten, der beste Tanzfilm ist immer noch SALSA. Gruss alexa.,

  7. die Kaltmamsell meint:

    In Salsa geht es um Turniertanz?

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