Archiv für Februar 2005

Aus aktuellem Anlass: Kommentare

Montag, 14. Februar 2005

Darf ein Blog-Autor Kommentare in seinem Blog zensieren?

1. Das Blog und seine Kommentarmöglichkeit sind öffentlich. (Müssten sie ja nicht sein: Es gibt genug technische Möglichkeiten, den Zugriff auf einen definierten Kreis zu beschränken oder keine Kommentare zuzulassen.)
2. Das Hausrecht steht nicht über der Verfassung.
3. Man darf mit seinem Privateigentum nicht machen, was man will (siehe Denkmalschutz, Naturschutz etc.).
4. Ein öffentliches Blog ist an das Recht der freien Meinungsäußerung gebunden.
5. Es braucht zur Löschung von Kommentaren einen schwerer wiegenden Grund als den des eigenen Gutdünkens.
6. Strafrechtlich relevante Inhalte müssen gelöscht werden, darunter Rechtsradikales, Verfassungsfeindliches, die Persönlichkeit Dritter Verletzendes.
7. Wie Zeitgenossen es so treffend formulierte: „Unhöflichkeiten sind aber nicht rechtswidrig.“

(basierend auf der Diskussion bei Zeitgenossen)

Auch die Feststellung einer geistigen Störung und die resultierende vorübergehende Aberkennung von Bürgerrechten (z.B. das der freien Meinungsäußerung) sind rechtlich geregelt und liegen nicht in der Hand der Blog-Autorin.

Schlussfolgerung:
Kommentare sind innerhalb der rechtlich definierten Grenzen zu ertragen oder gar nicht erst zuzulassen.

Anteil nehmen

Sonntag, 13. Februar 2005

Wie liegt die Stadt so wüst
Text: Aus den Klageliedern Jeremiae
Gesungen von meinem früheren Chor (2,3 MB).

Wie liegt die Stadt so wüst, die voll Volks war.
Alle ihre Tore stehen öde.
Wie liegen die Steine des Heiligtums
vorn auf allen Gassen zerstreut.
Er hat ein Feuer aus der Höhe
in meine Gebeine gesandt und es lassen walten.

Ist das die Stadt, von der man sagt,
sie sei die allerschönste, der sich
das ganze Land freuet.

Sie hätte nicht gedacht,
dass es ihr zuletzt so gehen würde;
sie ist ja zu greulich heruntergestoßen
und hat dazu niemand, der sie tröstet.

Darum ist unser Herz betrübt
und unsere Augen sind finster geworden:
Warum willst du unser so gar vergessen
und uns lebenslang so gar verlassen!

Bringe uns, Herr, wieder zu dir,
dass wir wieder heimkommen!
Erneue unsere Tage wie vor alters.
Herr, siehe an mein Elend!

Rudolf Mauersberger, 1945, nach der Zerstörung Dresdens

Hier gibt’s die Noten.

Dieser innerdeutsche Musikwettbewerb 8

Samstag, 12. Februar 2005

Ich will bitte (alle Stücke zum ersten Mal gehört, mit Ausnahme von zweien auch die Kapellen überhaupt):
1. Fettes Brot
2. Juli
3. Apokalyptica (die Celli!)
4. Klee
Den Rest fand ich auf verschiedene Weise vergessenswert. Die Deichkinder waren allerding sogar noch schlimmer als die Randfichten.

Dieser innerdeutsche Musikwettbewerb 7

Samstag, 12. Februar 2005

Ich dachte, das Spiel heißt Cluedo. Schon wieder Streicher auf der Bühne. Diesmal sind dann wohl die Mitabiturienten.

Der Mann mit der eisernen Maske? Hatte Moshammer DOCH einen Sohn? Der ihn vom Thron stoßen wollte und den er deshalb verschwinden lassen musste? Auch starke Mutterbezug weist darauf hin.

Dieser innerdeutsche Musikwettbewerb 6

Samstag, 12. Februar 2005

Die zeitgenössische Rockerbraut trägt also Caprihosen.
Die Stachel von den bösen, bösen, ganz bösen Cellisten müssen Sonderanfertigungen sein: Stehgeiger kenne ich – aber Stehcellisten? Originell. Und diese Bogenführung bei gleichzeitigem Haarschütteln: Respekt.

Dieser innerdeutsche Musikwettbewerb 5

Samstag, 12. Februar 2005

Ist das diese Mia-Frau? Oder hat es die von den Humpe-Schwestern geprägte Singsprechweise inzwischen zum Standard für deutsch singende Frauen gebracht? Warum lässt man diese Mia nur zwei Noten singen?

Dieser innerdeutsche Musikwettbewerb 4

Samstag, 12. Februar 2005

Meine Güte, Fettes Brot kenne ich sogar! Müssen die alt sein. Die kommen doch aus einer Zeit, als “Independent” noch eine Musikrichtung war.
Hey, das Stück gefällt mir sogar!