Birdwatching
Mittwoch, 29. Juni 2005 um 8:57
Dieser Vogel (oder seine Geschwister) begegnen mir regelmäßig in einer städtischen Parkanlage mit altem Bach in meiner süddeutschen Arbeitsstadt. Er ist so groß wie eine Amsel. In meinen beiden schmalen Vogelbüchern finde ich ihn nicht, deshalb: Kennt den jemand?
die Kaltmamsell



29. Juni 2005 um 14:09
Hallo,
ich würde sagen es handelt sich um eine Wacholderdrossel. Sie sind in Parkanlagen,Gärten, Feldern und Wiesen recht häufig zu finden.
Viele Grüsse Mirjam
29. Juni 2005 um 15:24
Hm… der Färbung nach tippe ich eher auf Eichelhäher.
29. Juni 2005 um 16:16
Nee, Herr Himmel, das Blaue ist die kamera, nicht der Vogel. Eichelhäher habe ich letztes Jahr im Garten meiner Eltern kennen gelernt: Die sind größer, blauer und längerbeschwanzt.
Und dann habe ich nachgeschaut: Wacholderdrossel, jawoll! Vielen Dank, Mirjam!
30. Juni 2005 um 9:31
Ich folge dem Link und sehe mit Schrecken, dass dieser Vogel auch Krammetsvogel genannt wird – was mir aus der Literatur als Delikatesse bekannt ist. Unsere Vorfahren haben diese Voegel gegessen! Jetzt muss ich nur noch drauf kommen, wo ich das gelesen habe…
30. Juni 2005 um 9:44
Die sind bestimmt sehr schmackhaft. Mit einem leichten Hauch von Wacholder. Anders als die eher penetrante Schnapsdrossel, die in aller Regel nicht eßbar ist.
30. Juni 2005 um 11:48
Ein Spassvogel…
30. Juni 2005 um 11:57
…am besten mit Brombeeren und viel Zucker in Doppelkorn einlegen!
- Ornithologenregierung.:-)
30. Juni 2005 um 15:07
Finger weg! In der Jagd gilt: Wer den Vogel zuerst gesehen hat, darf als erster schießen!
1. Juli 2005 um 12:57
Fundstück:
“Es gefällt mir, wenn ich nach einer Nacht bei Sandra frühmorgens nach Hause gehe. Jedes Mal habe ich das Gefühl, ich sei lange weg gewesen und kehre nach glücklich überstandenen Abenteuern zurück. Ich habe eine starke Empfindung von Freiheit, die wegen ihrer Heftigkeit ein bisschen lächerlich ist. In den Grünanlagen schaue ich nach Wacholderdrosseln. Ich suche nicht wirklich, ich will nur das Wort Wacholderdrossel ein paarmal denken. Statt dessen sehe ich schönen Klatschmohn auf einem Geröllhaufen.”
Wilhelm Genazino: Die Liebesblödigkeit, S. 16