Mode marginal: Lästern

Samstag, 30. Juli 2005 um 18:42

Nein, Lästern macht mir keinen richtigen Spaß. Den Läster-Impuls habe ich als deutliches Zeichen zu erkennen gelernt, dass ich mich selbst nicht wohl fühle. Wenn ich über den explodierten und blondierten Pony der Kollegin nicht schmunzle, wenn ich beim Schlurfschwapf der Flipflops nicht mit den Schultern zucke, wenn über die sorgfältig hergerichteten Babypunks vor dem Augsburger Bahnhof nicht sentimental werde, sondern eine gehässige Bemerkung in mir aufsteigt, dann weiß ich, dass irgendwas nicht stimmt.

Auf Englisch ertrage ich nachvollziehbares Styling-Lästern allerdings hin und wieder, deshalb sei hiermit das Blog Go Fug Yourself empfohlen. Aktueller Anlass: Ich habe da eine Empfehlung aus Deutschland.

picture by dpa

No, this lady on her way to this year’s Wagner festival is not somebody special. She is just the long-time wife (then again, this might make her special) to the host of the biggest German Saturday evening TV show. She always looked a little bit like this, even 25 years ago, but never more so. On the other hand: Mrs Thea has now reached an age that fits this sort of excentricity. Very Zsa Zsa Gabor.
(And this is not a transvestite, honest.)

die Kaltmamsell

7 mal Beifall zu “Mode marginal: Lästern”

  1. Buster meint:

    Very Zsa Zsa!

  2. Lila meint:

    Nennt man das nicht einen Ansatz, was die beiden auf dem Kopf haben? (Hab ne Freundin, die ist Friseurin).

  3. Der Langweiler meint:

    Good catch.

    Aber wenn sie sich mit diesem Beitrag als Gastauthorin bei gofugyourself bewerben wollten, dann hätten sie dem Drang zum Lästern schon nachgeben müssen.

    Ansatzpunkte gibt es ja genug. Die Strähnchen. Diese Federboa-Applikationen um die Ohren.

    Das Wurstpellenwaschbrett des Bauches wäre ungnädigerweise wohl auch nicht unerwähnt geblieben.

    Aber das ist vollkommen harmlos, wenn man etwas länger über die Farbe des Smokingjackets ihres Manns nachdenkt.

    Hell-Petrol-Moosgrün? Über hellblauem Hemd mit weisser Knopfleiste?

    Mit schwarzer Hose und Fliege?

    Am hellichten Tag?

  4. Connie meint:

    das ist nun mal so, wenn man in die Jahre kommt, wird der Busen größer

  5. Stefan meint:

    Aber das Bild, das sich hinter “And this is not a transvestite” verbirgt, ist noch grausamer. Wenn sie es selbst nicht sieht, sollte sie sich doch beraten lassen …

  6. die Kaltmamsell meint:

    Ja, die gute Frau Werner sieht aber gleich so schlimm aus, dass mich heftiges Mitleid übermannte.

  7. Buster meint:

    @Langweiler … ich stimme bedenkenlos zu: Die Verrkleidung von Frau Thea ist nur vordergründig die hässliche und der Geschmack von Herrn Thomas steht seiner Gattin in nichts nach. Hier haben sich offensichtlich zwei gefunden …

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