Archiv für Dezember 2007

Heilig Abend 2007

Montag, 24. Dezember 2007

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Ich hoffe, Sie sind schön am Feiern und machen das auch weiter so. Frohes Fest!

Luxusprobleme zu Lichtkatzen

Sonntag, 23. Dezember 2007

Des Mitbewohners Eltern haben uns mehrere Tütchen voll Safran mitgebracht – nicht Safrantütchen, sondern die Größe, in der man normalerweise Thymian oder Kreuzkümmel kauft. Somit stehen wir vor dem wahrlich dekadenten Problem, möglichst viele Rezepte für safranhaltige Gerichte zu finden.

Hauptsächlich deshalb bin ich an dem Rezept für schwedische Lussekatter bei Esskultur hängen geblieben: Frau Seiser kalkuliert „3-5 Päckchen“ Safran dafür ein. Das Ergebnis ist meine Backentdeckung des Jahres: fluffig luftiges, weiches Hefegebäck in dunklem Safrangelb.

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Sehen Sie: Wenn ich durch Mitlesen ein Foodblog als kundig identifiziert habe, vertraue ich den Rezepten blind. Der Teig für die Lussekatter zum Beispiel war erheblich weicher als alles, was ich für Hefekleinteile kenne. Hätte Frau Seiser nicht extra geschrieben „nicht schrecken, teig ist weich!“, hätte ich automatisch mehr Mehl eingeknetet und damit vermutlich das Ergebnis verdorben. Doch wer versichert, ein Rezept sei „die essenz von einem dutzend, die ich über die jahre ausprobiert habe“, die weiß, was sie schreibt. Dicke Empfehlung!

Babys heute

Sonntag, 23. Dezember 2007

Filmchen zum morgendlichen Amüsemang: Der Kampf um babyweiche Haut – wörtlich genommen.
(Ich liebe es, wenn Werber komplett ausflippen dürfen.)

Isarlauf mir Raureif

Samstag, 22. Dezember 2007

Hach, war das heute schön. Die neuen Laufschuhe wurden Nebensache, denn ich hatte so viel zu Schauen.

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Von der Thalkirchner Brücke…

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… über das Wehr an der Floßlände…

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… über die Großhesseloher Brücke (hier der Blick Richtung Stadt im kalten Nebel) und noch viel weiter.

Die Grenzen der PR

Samstag, 22. Dezember 2007

Unternehmens-PR hat die Aufgabe, das Unternehmen in der Öffentlichkeit darzustellen, in erster Linie über die Medien. Klar soll das im Sinne des Unternehmens geschehen, aber wenn Darstellung und das tatsächliche Unternehmen dahinter zu weit auseinander klaffen, geht das eh nicht lange gut. Nur: Auch bei aller Transparenz und Offenheit, bei allem überlegten, strategisch wie taktisch sauberem Vorgehen können wir PRler nie jede Darstellung in den Medien begleiten oder auch nur vorhersagen.

Derzeit erlebt die Tagesschau die Grenzen der PR: Erst geht es darum, dass die Tagesthemen laut den veröffentlichten Quoten Marktanteile gewonnen hat. Die Medien schreiben aber etwas Anderes, nämlich, wie Kai Gniffke angefressen bemerkt, dass ARD und ZDF Quote verlören.
Dann geht es um eine Umfrage, laut der die Tagesthemen sehr gut ankommen. Doch auf den Medienseiten steht das Gegenteil, wie Thomas Hinrichs entdeckt.

Ich beobachte mit einer gewissen Rührung, wie sich die Chefredakteure darüber ärgern. Die Kollegen, so schimpft Hinrichs, mögen doch bitte erst mal die Umfrageergebnisse lesen. Ach, Herr Hinrichs, lassen Sie sich von einer altgedienten PR-Schickse sagen: Da können Sie sich auf den Kopf stellen; die Kollegen machen die Geschichte, die ihnen am spannendsten / verkäuflichsten / aktuellsten / besondersten oder sogar richtigsten erscheint. Solche Erlebnisse haben wir vom Fach immer wieder (auch wenn das, das muss unbedingt betont werden, die Ausnahme ist): Dass wir Fakten über uns veröffentlichen und völlig andere, wenn nicht sogar gegenteilige in den Medien erscheinen. Ein ganz winziges Bisschen mischt sich Erheiterung unter meine Rührung, weil in diesem konkreten Fall zur Abwechslung eine Journalistenkrähe der anderen das Auge aushackt.

Und dann fällt mein Blick auf die heutige Titelseite der SZ: „8000 BMW-Mitarbeiter verlieren ihre Jobs“. Holla die Waldfee! BMW schmeißt 8000 Leute raus? Das ist wirklich eine Sensation.
Da ich aber mit ähnlichen Inhalten schon mal auf der Vermelderseite saß, bin ich misstrauisch. Zu Recht, denn was lese ich im Vorspann: „Der Autohersteller BMW will 8000 Arbeitsplätze streichen.“ Das, meine Damen und Herren, ist etwas völlig Anderes als die Überschrift aussagt. „Arbeitsplätze streichen“ bedeutet zum einen, wenn jemand in Rente geht oder kündigt, die Stellen nicht neu zu besetzen, zum anderen Mitarbeiter dazu zu bringen, vorzeitig in Ruhestand zu gehen oder gegen eine Abfindung ihren Arbeitsvertrag zu lösen. Und drei Sätze weiter heißt es dann schon im Vorspann: „Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“
Im Kleingedruckten steht sogar, BMW bestätige die Zahl 8000 nicht, selbst „Informationen aus Unternehmenskreisen“ sprächen nur von 1000 festen Mitarbeitern, deren Stellen auf dem Spiel stehen. Was immer noch eine Menge Kündigungen wäre, aber siehe oben.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie vielen Münchnern der SZ-Aufmacher das Weihnachtsfest gründlich verdorben hat: Ich gehe davon aus, dass auch bei BMW zwischen gestern und 2. Januar kaum jemand in der Arbeit ist; die interne Kommunikation hat also keine Chance, irgendwas direkt mit den Mitarbeitern zu klären. Aber so weit ich an den öffentlichen Zeitungskästen gesehen habe, hat die Süddeutsche mit der Titelmeldung einen Exklusivschlag gelandet, das kann sich kein Blatt entgehen lassen.

Vielleicht, so meine naive Hoffnung, macht ein Tagesschau-Redakteur sowas nicht so schnell, wenn er die Medienarbeit auch mal von der Opferseite erlebt hat.

(PS: Gleichzeitig sehe ich beim momentanen Fachkräftmangel einige Personaler von Münchner Industrie-Unternehmen am 2. Januar vor dem BMW-Personalbüro Schlange stehen: “Gebt sie uns! Gebt sie uns!”)

Elternschaft heute

Freitag, 21. Dezember 2007

So gruslig es mir beim Lesen der heutigen SZ-Magazin-Titelgeschichte auch wird: Vermutlich hat eine Frau schon ab weit unter 40 keine andere Chance, zu einem Baby zu kommen, als es ihrem eigenen Körper abzutrotzen. Bei einem Adoptionsantrag würde sie wegen zu alt aussortiert.
200 Arztbesuche für eine einzige Schwangerschaft? Elternschaft im Rentenalter? Jedem sein Hobby. Nein wirklich. Geborenwerden ist nie selbstbestimmt, sondern immer Fremdverschulden; Kinderwunsch ist nie altruistisch auf das Kind gerichtet. Und wenn das der größte Wunsch ist: Warum nicht alles nur Mögliche auf die Erfüllung setzen?

Büroleben

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Ob es wohl mittlerweile Car Talk auch für Computer gibt? Also eine Radiosendung statt mit zwei italienischen Automechaniker-Brüdern, die bei Autoproblemen helfen, mit zwei – sagen wir mal – schottischen ITler-Geschwistern, die sich der Computerprobleme von Anrufern annehmen?

Bedarf wäre sicher da. Eben bekam ich mit, wie ein passierender IT-Hotline-Mitarbeiter von einer Kollegin angesprochen wurde, weil ihr Computer so komische Geräusche mache. Und dann entspann sich ein Anamnese-Dialog, wie ich ihn aus Car Talk kenne, also inklusive Imitation des „komischen Geräusches“.


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