Journal 4. März 2010

Freitag, 5. März 2010 um 6:32

Das war aber eine kurze Frühlingsahnung: Morgens ist es wieder frostig, fürs Wochende sind Minusgrade und Schnee angekündigt. Abgrundtiefer Seufzer.

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Aus Gründen recherchierte ich auf den Websites zahlreicher Großunternehmen. Es ist ganz erstaunlich, was sich hier in letzter Zeit getan hat: Mit wenigen Ausnahmen sind die Sites übersichtlich und nutzerfreundlich geworden. Mal sehen, was mit meinen Anfragen passiert.

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Wieder jemanden im Unternehmen entdeckt, ziemlich weit weg von meinem Arbeitsbereich, der mit Fachkompetenz, Mitdenken, Freundlichkeit und Leidenschaft für die Sache mein Herz erfreut. Diese Erlebnisse lassen mich sofort Knüppel zwischen den Beinen und profilneurotische Widerstände von anderen Seiten vergessen.

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Gründliches Heben in der Muckibude, das werden wir ja wohl mal sehen.

die Kaltmamsell

5 mal Beifall zu “Journal 4. März 2010”

  1. Marthe meint:

    Beim Lesen des letzten grimmigen Satzes hoffe ich, es geht Ihnen besser. Es klingt leider nicht so, diese Kampfansage an Gewichte.
    Zu Ihrer Rücken/Beckengeschichte gebe ich Ihnen einfach mal eine Adresse weiter, vielleicht interessiert es Sie. Das Training der innersten Schicht der Rumpfmuskulatur kommt üblicherweise zu kurz, und sie ist bei Schmerzen oder Störungen regelmässig geschwächt. Diese Muskulatur wird grundsätzlich anders trainiert und anders getestet als die gut sichtbaren Muckis. http://www.cantienica.com/

  2. Stefan meint:

    Das Heben, Stemmen, Ziehen (…) in der gesundheitsorientierten Kräftigungsbude hilft leider auch nicht gegen den Winter. Wenigstens kommt man gesünder durch diese Zeit. Auch von mir ein abgrundtiefer Seufzer.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Vielen Dank für den Hinweis, Marthe – ich habe ja selbst das geheime Lebensziel, dass auch nach mir mal eine Sportart oder Trainingsmethode benannt wird. (“Du, mach einfach ein bisschen Kaltmamsell, meine Nachbarin hat ihre Knieprobleme damit losbekommen und schwört drauf.”)
    Der Maschinenpark der medizinischen Muckibude ist auch auf die tiefe Muskulatur spezialisiert, da müsste alles dabei sein.

  4. Marthe meint:

    “.ich habe ja selbst das geheime Lebensziel, dass auch nach mir mal eine Sportart oder Trainingsmethode benannt wird. (“Du, mach einfach ein bisschen Kaltmamsell, meine Nachbarin hat ihre Knieprobleme damit losbekommen und schwört drauf.”)
    Ja da sind noch Möglichkeiten !”
    Ja da wird vermarktet, aber eine medizinische Muckibude die damit wirbt: ein starker Rücken kenne keinen Schmerz ist für mich nicht ernstzunehmen und diese Werbung und Verdummung ärgert mich richtig. Ich kenne zahlreiche muskelbepackte Rückenbesitzer mit starken Schmerzen. Aber die zitierte, stolze und vollmundige Methodenbenamserin ist nahe dran an evidensbasierten Methoden, Dazu noch eine kanadische Physiotherapeutin die zum
    Thema und im Rahmen des regelmässigen world congress on low back and pelvic pain (ja den gibt es und es gibt evidensbasierte Therapien) veröffentlicht http://dianelee.ca/articles/articles.php Da gibt es gute Infos zu den Zusammenhängen für Patienten.
    Mit meinen Worten und dann schweige ich für immer zu diesem Thema:
    Diese Muskulatur lässt sich nicht mit Maschinen trainieren. Bei Schmerzzuständen und “Störungen” ist sie regelmässig nicht rechtzeitig “zur Stelle”. Rechtzeitg heißt vor den “dicken” Muckis, denn die Aufgabe deises Muskelverbundes ist die Stabilisierung der Wirbelsäule. Dieser Verbund besteht aus dem Beckenboden, im Rücken aus den m.multifidíi und der innersten Schicht der Bauchmuskulatur. Das Training dieses Verbundes hat zum Ziel, daßer innerhalb der Choreografie der
    unwillkürlichen Steuerung wieder an seinem ersten Platz intergriert ist.
    Erst muss sie aufgefunden , wahrgenommen werden, das ist zu Beginn oft sehr mühsam und braucht Geduld( leider,leider) meist auch Anleitung. Es ist nicht mit hauruck zu bewerkstelligen. Wenn sie dann auftrainiert ist, kann die Steigerung kommen: diese Muskelgruppen + Bewegung( d. h. Alltagsbeanspruchung) und danach diese Muskelgruppe + Gewichte, da wäre dann der Platz für die Maschinen.
    Wie auch immer ich wünsche Ihnen, daß die Schmerzen sich zurückziehen und sich Wohligkeit ausbreiten kann – und ein schönes Restwochenende

  5. Stefan meint:

    Ich würde gern Frau Marthe fragen, ob sie jemals einen Kieser-Betrieb von innen gesehen hat und ob sie jemals ein Gerät benutzt hat. Ich war gestern dort und habe mich zufällig auf die Muskeln im Bauch und im Rücken konzentriert. Die tiefen Bauchmuskeln werden sehr intensiv trainiert, wenn man die entsprechenden Übungen schön langsam ausführt. Allerdings habe ich auch eine Weile gebraucht, bis ich soweit war. Nebenbei: es gibt auch Geräte bei Kieser, die Einfluss auf die Beckenbodenmuskulatur haben.

    Natürlich hat Marthe recht: es gibt Menschen mit ganz dicken Muckis und trotzdem kaputtem Rücken. Man kann sich den Rücken mit Arbeit kaputtmachen, man kann sich den Rücken mit Sport ruinieren und es gibt sicher noch ein paar andere Möglichkeiten. Aber aus sachgemäßem gesundheitsorientierten Krafttraining dürften normalerweise keine Rückenschmerzen entstehen.

    Es ist doch nicht überraschend, dass ein Mann wie Herr Kieser mit seinen Aussagen polarisiert: den einen sind sie zu hart, den anderen zu einfach — und dann wagt er es auch noch, aus dem Training ein Geschäft zu machen!

    In diesem Blog hat vor längerer Zeit mal eine Kommentatorin sinngemäß gesagt, Kieser-Training sei Mist, weil man dabei nur »geführte Bewegungen« ausführe. Was ist denn gegen geführte Bewegungen einzuwenden, solange sie auf 90 Minuten in der Woche beschränkt sind? Wenn ich freie Bewegungen haben will, dann laufe ich bei Winterwetter 15 Kilometer, da schult jeder Schritt die Koordination …

    Kieser kann also immer nur eine Ergänzung des Lebens sein. Und selbstverständlich könnte man ähnliche Trainingsmöglichkeiten auch bei andere seriösen Anbietern nutzen.

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