Archiv für April 2011

Journal Donnerstag / Freitag, 28. / 29. April 2011, Brighton-Ausgabe

Samstag, 30. April 2011

Zwei Tage Faulenzen.

(Unser Ferienappartment war ungefähr die vierte Türe von links.)

Kaffeetrinken, ein bisschen Einkaufen (u.a. Schuhe für den Begleiter), viel Lesen mit Meerblick, Eisessen (Geschmacksrichtung Mojito war am interessantesten – bin mir aber nicht sicher, ob Minzblätter in Speiseeis gehören), mit noch mehr Lesen, mit gutem Essen – und mit dem Offensichtlichen auf dem Palace Pier.

Freitagabend der erste und einzige Regenschauer der Woche.

Journal Mittwoch, 27. April 2011, Brighton-Ausgabe

Donnerstag, 28. April 2011

Hier sollte eigentlich die Geschichte stehen, wie ich endlich zum ersten Mal Blut spendete. Denn Sie erinnern sich vielleicht: Ich darf in Deutschland kein Blut oder Knochenmark spenden, weil ich zur falschen Zeit ein Jahr in Wales studiert habe.

Wie sehr freute es mich also, als ich auf einem Plakat entdeckte, dass der National Health Service (NHS) für Mittwoch, 27. April, in Brighton zum Blutspenden aufforderte – die mobilen Blutspendestationen stünden am Race Course bereit. Ich hätte es mir nie verziehen, diese Gelegenheit verstreichen zu lassen.

Aber.

Dabei war ich SO kurz davor: Saß bereits im Blutspendemobil, hatte bereits vorschriftsgemäß die Informationen gelesen und ein Formular ausgefüllt, das mir und meinen Daten für die nächsten 30 Jahre einen Platz in der Blutspendedatei des NHS sichern würde, hatte zudem einen großen Becher Wasser getrunken, wie man mir geraten hatte. Da stellte sich heraus, dass ich einen festen Wohnsitz im Einzugsgebiet des NHS brauche, um Blut spenden zu dürfen. Denn, so erklärte man mir und dem Begleiter (der aus denselben Gründen in Deutschland kein Blut spenden darf), sollte es irgendwas an unserem Blut zu beanstanden geben, müssten wir im United Kingdom erreichbar sein. Nein, eine E-Mail-Adresse reiche nicht.

Ich war furchtbar enttäuscht: Nirgendwo auf der Welt will man mein Blut haben. Dabei lebt die echte Medizin doch vom System freiwilliger Blut- und Organspenden! Die NHS-Angestellte versuchte mich damit zu trösten, dass vielleicht auch in Deutschland die Blutspenden bald auf CJD (Creutzfeldt-Jakob Disease) getestet werden können. Nee, widersprach ich mutlos, es ist sicher billiger, einfach weiterhin die bisherigen Risikogruppe von Blut- und Knochenmarkspenden auszuschließen.

Zefix.

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In jeder freien Minute, die ich nicht mit Gegend gucken verbringe, lese ich sehr gefesselt Steinbecks East of Eden. These: Es hat gute Gründe, wenn ein Roman zum Klassiker der Weltliteratur wird.

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Mittags Dim Sum, dabei zum ersten Mal Entenzungen gegessen. No ja, brauche ich nicht unbedingt nochmal.

Einkaufsliste abgehakt (u.a. Redroaster Kaffeebohnen, Pimm’s und M&S-Strümpfe für Mutter), durch North Laine gebummelt. Als ich auf ein schönes Jacket im Schaufenster deutete, verschwand der Begleiter für lange Zeit in dem kleinen Laden mit Herrenbekleidung (ich verbrachte sie an die Hauswand gelehnt mit Lesen). Heraus kam er mit dem Jacket und zwei Hemden sowie spannenden Geschichten über den Ladenbesitzer Luigi.

Journal Dienstag, 26. April 2011, Brighton-Ausgabe

Mittwoch, 27. April 2011

Ein Tag in London.

Mittagessen im St. James Bread and Wine: Spargel mit Butter zum Eintunken, Ochsenherz, BeuscherlBries, faggott (Bällchen aus druchgedrehten Innereien) mit Kartoffelpü – alles in Portionen, die eher wie spanische raciones zum gemeinsamen Essen gedacht waren, weniger als klassische Gänge. Zum Nachtisch Brotpudding mit Butterscotch und Clotted Cream / Eccles Cake mit Käse. Alles ganz hervorragend.

Wir spazierten durch Spitalfields Market, denn querstadtein über den Regent’s Canal nach Islington.

Dieser kleine Einblick machte mir große Lust, mal eine Tageswanderung durch London entlang der Kanäle zu machen – nicht nur wegen all der Gänse, Enten und des jungen Kormorans, den der Begleiter entdeckte.

In Islington kauften wir bei Ottolenghi Abendbrot ein, das wir in Brighton / Hove nach einem weiteren ausgiebigen Spaziergang durch noch unbekannte Ecken der Stadt spät und mit Blick aufs Meer verzehrten.

Journal Ostermontag, 25. April 2011, Brighton-Ausgabe

Dienstag, 26. April 2011

Wir Kulturreisende lieben Märkte in fremden Ländern: Guck mal, die Fische! Oh, das wunderbare Brot! Was mögen das nur für Früchte sein? Ah, traditionelle Handwerkskunst! Brighton ist dafür genau das richtige Pflaster, steckt es doch voller gut betuchter Hippies, die in Deutschland allesamt Manufactum-Stammkunden wären und selbstverständlich genau wissen, was ursprünglich und authentisch ist und was nicht.

Nur – es muss doch auch andere Brightoner geben? Die ohne Geld, vielleicht auch ohne poshe Bildung? Die eigentlichen Nachfahren der Menschen in Graham Greenes Brighton Rock? Die möglicherweise tatsächlich authentischen Bewohner Brightons?

Die haben wir gestern auf einem Markt angetroffen, der nicht weiter von dem entfernt sein könnte, was die Manufactumer zu authentisch und ursprünglich erklärt haben: Brighton Market, der viermal im Jahr auf dem Pferderennplatz hoch über der Stadt stattfindet (die Rennbahn, die ja in Brighton Rock eine große Rolle spielt).

Hier einige Impressionen:

Ja, das sind Grabsteine, meine Damen und Herren.

Wirklich beeindruckend fand ich den billigen Fleischjakob.

Zwei riesige Stände schlugen Fleisch der in Europa gängigsten Speisetiere (Huhn, Schwein, Rind) per Marktschreierei los, wie ich es auf süddeutschen Dulten an großem Pflanzenwagen kenne und im Norden vom Fischmarkt. Eine Schweinshaxe, fünf Koteletts dazu – a tenner! Kommen Sie, wer kann da schon Nein sagen? (Ich leiste hiermit den deutschen Lebensmittelkäufern Abbitte, von denen ich immer behauptet hatte, nur ihnen sei es völlig egal, woher Fleisch kommt und wie das Tier gelebt hat – Hauptsache billig. Solch eine Show kann ich mir in Deutschland nicht vorstellen.) UND! Wir waren ganz sicher die einzigen Touristen auf dem Markt – ein echter Geheimtipp.

Auch die angebotenen Speisen waren extrem fleischbetont: Hamburger, Bratwurst, Schweinsbratenscheiben im Brot, Kebab. Die vegetarische Option: Chips.

Doch dann gab es da zum Glück noch den Stand mit Riesengebäck: Ich holte mir einen Jumbo Choc.

Hefeteig, mit süßer Sahne gefüllt und mit kakaohaltiger Glasur überzogen. Gar nicht schlecht, verhältnismäßig.

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang auf dem Undercliff Walk nach Rottingdean – in etwas, was man eigentlich nur Hitze nennen kann. Sie wären nie auf die Idee gekommen, ihren frühsommerlichen Badeurlaub in Südengland zu planen? Denken Sie nochmal nach.

Nach Erholung im schattigen Pub und einem Spaziergang durch Kipling’s Gardens und Umgebung kehrten wir im wundervollen Garten der Old Vicarage (heute The Grange) auf einen Cream Tea ein.

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Da war dieser kleine russische Zirkus auf Tour durch Südengland, dem vor Brighton das Zelt abbrannte und der dadurch alles verlor. Welch ein Zufall, dass der turkmenische Wirt eines zentral gelegenen Restaurants gerade das Handtuch warf und dringend einen Nachpächter für sein Lokal suchte. Die Zirkusleute ergriffen die Gelegenheit. Dass niemand von ihnen gastronomische Erfahrung hatte, erschien ihnen nebensächlich – wie schwer konnte es schon sein, ein paar Gäste zu versorgen? Allein die Lage des Lokals machte es doch zu einer hunderprozentigen Goldgrube.

So oder ähnlich erkläre ich mir die Erlebnisse des gestrigen Abends. Wir wollten in einem Lokal zu Abend essen, in dem wir in den vergangenen Jahren anständige, leicht orientalisch angehauchte Küche bekommen hatten. Zwar hatten der Name (von Atlas Lounge zu Bank) und der Pächter gewechselt, aber etwas zu essen würden wir doch bekommen. Nun ja.

Die sehr junge, sehr freundliche Bedienung war nicht ganz sprachsicher, aber ein Deuten auf den Posten „Mojito“ auf dem schwarz-weiß kopierten Zettel, der als Cocktailkarte fungierte, brachte sie zu begeistertem Kopfnicken. Anschließend beobachteten wir mit Rührung, wie sie etwa 15 Minuten lang hinter der Theke die offensichtlich ersten Mojitos ihres Lebens bereitete: wie sie Minzblätter bis zu Brei stößelte, in einem Buch nachschlug, Dinge mit einer Scheibe Limette tat, ein wenig Zucker darüber streute, wieder im Buch nachsah, in einem Barfach wühlte, anscheinend Eis-ähnliches fand, das Glas füllte, wie sie diesen Vorgang bei einer zweiten Portion wiederholte. Das Ergebnis schmeckte nach gekühltem braunen Rum, sonst nichts.

Auch die Speisenbestellung war nicht einfach. Eine weitere, deutlich ältere Bedienung, war bei jedem Posten (die Karte versuchte italienisch zu sein) auf die Nummer am Rand angewiesen, kam nach Aufnehmen der Bestellung zweimal zum Nachfragen. Dann trat der grauhaarige Koch an den Tisch, um uns radebrechend zu informieren, dass des Begleiters Pizza nicht herzustellen sei: „Oven is broken.“ Der Begleiter wagte die Bestellung eines Risotto. Dieser sowie meine Spaghetti Carbonara (mit Schinken und Sahne, Sie wissen schon) brauchten nicht ganz so lange wie die Mojitos, mein gemischter Salat zur Beilage war allerdings komplett trocken. Spätestens an dieser Stelle waren wir sehr erheitert. Ich bat die junge, begeistert strahlende Bedienung um Dressing. Ich bekam: Senf, Ketchup, Tartar- sowie Meerrettichsauce. Mit drei kleinen Löffelchen. Auf meine Bitte um Öl und Essig stellte sie ein Fläschchen Malzessig dazu. Strahlend. Nun, Dressing ist ja bekanntlich die versteckte Kalorienbombe Nummer Eins, vor der Frauenzeitschriften ganz besonders warnen. Die Nudeln und der Reis waren essbar, unser Hunger gestillt. Auf dem Heimweg musste ich allerdings im Supermarkt dringend einen möglichst verworfenen Nachtisch holen, zum seelischen Ausgleich (Toffee-Cheesecake, sehr gut).

Journal Ostersonntag, 24. April 2011 – Brighton-Ausgabe

Montag, 25. April 2011

Morgenlauf über die noch menschenleere Seafront. Das erste Stück des Undercliff Walks ist leider immer noch wegen Restaurierung gesperrt.

Morgenkaffee im Red Roasters – immer noch der verlässlich beste Cappuccino der Stadt, immer noch mit dem verlässlich geruhsamsten, wenn auch sehenswertesten Personal der Stadt, wobei auch die Gäste immer einen Blick wert sind.

Sunday Roast in der Farm Tavern. Ausführlicher Spaziergang durch St. Ann’s Park (ilse hat ganz recht: In Hove ist es entspannter und angenehmer als in Brighton selbst – deshalb sind wir auch dieses Jahr dort untergekommen.)

Schon auf unserem ersten Weg zum Ferienappartement am Samstag hatten wir Flyer in die Hand gedrückt bekommen: Brightoner Christen spielten am Ostersonntag die Legende ihres Religionsgründers nach und nannten es Passion of Christ. Als gebürtige Bayrin bin ich natürlich mit dem Phänomen Passionsspiele und Oberammergau vertraut, wunderte mich dennoch: In England wird Religiosität eigentlich nicht so zur Schau gestellt wird.
Einen Blick wollte ich doch darauf werfen: Als wir gegen 16.30 Uhr vorbeikamen, wurde gerade die Geschichte von der Heilung des Besessenen gegeben. Die enorme Action auf der Bühne, verbunden mit viel Gekreische, erinnerte mich an weihnachtliche Pantos. Aber solange ich zuguckte, rief niemand im Publikum: „He’s behind you!“

Zwar hätte mich sehr interessiert, ob bei der Kreuzigungsszene wirklich kein Umstehender „Always look on the bright side“ anstimmt, dann wieder nicht genug, dass ich den Kinobesuch deswegen hätte verpassen wollen.

Wir hatten uns Source Code ausgesucht – zwar hatten weder der Begleiter noch ich von den Film gehört, doch das Set-up las sich gut. Und siehe da: Source Code stellte sich als ausgesprochen sehenswert heraus.
Ein US-Soldat kommt in einem Zug nach Chicago zu sich und wird von der hübschen Frau gegenüber mit dem Namen eines anderen angesprochen. Er stellt fest, dass er in den Körper eines Mannes geschickt wurde, der kurz darauf bei einem Bombenanschlag auf diesen Zug ums Leben kommt. Er soll den Attentäter finden – indem er immer wieder die letzten acht Minuten vor dem Attentat erlebt.
Der Film wird als „Action Thriller“ verkauft, hat aber das Format eines Kammerspiels: Schauplätze sind nur der Zug, eine Kommandokapsel und das Büro der Auftraggeber des Soldaten – darunter Vera Farmiga, die wir seit Up in the air verehren. Der Soldat wird von Jake Gyllenhaal gespielt, der seine Sache ganz ausgezeichnet macht. Deutschlandstart ist Anfang Juni, ich empfehle schon jetzt.

Abendessen im Lieblingsvegetarier Food for Friends.

Journal Karsamstag, 23. April 2011

Sonntag, 24. April 2011

Brighton empfing uns mit Sommerwetter – so voll habe ich die Seafront noch nie gesehen.

Gelernt: Möwenscheiße stinkt ganz außerordentlich und resultiert auf weißen Jeansjacken in schwer zu entfernenden Flecken.

Nachtmahl beim Chinesen China China:

Von unten im Uhrzeigersinn: Reis-Porridge mit gebratener Entenbrust, frittierte Auberginen mit Chili und Knoblauch (ganz besonders gut), frittierte Rindfleischstreifen, Schweinefleisch mit Auberginen süß-sauer.

Journal Karfreitag, 22. April 2011

Samstag, 23. April 2011

Fröhlich und glücklich aufgewacht: Mir war ein künftiger Berufsweg eingefallen. Ich könnte ein paar Monate im Jahr als Urlaubsvertretung in der Provinzzeitung arbeiten, zudem an der Uni unterrichten, freiberuflich Artikel schreiben und an meinem Buchprojekt arbeiten, für das ich über meine Internetkontakte der letzten Jahre sicher einen Verlag finden würde. Dabei würde mir zugute kommen, dass ich meine geliebte Augsburger Wohnung noch hatte, zudem ja eine in München. Es sollte kein Problem sein, davon auch langfristig leben zu können.
Als ich ganz wach war, fiel mir ein, dass ich mich bereits mitten auf einem Berufsweg befand, der nichts von dem Obigen enthielt. Dass ich mich im heutigen Redaktions- und Layoutsystem der Zeitung nicht mehr zurecht finden würde, dass mich an der Uni niemand mehr kannte und dass ich meine geliebte Ein-Personen-Wohnung in Augsburg vor 14 Jahren aufgegeben hatte, um mit dem Mitbewohner zusammenzuziehen.
Doch ich habe einen Verdacht: Hätte ich vor 13 Jahren schon all diese Internetleute gekannt, wären grundsätzliche berufliche Entscheidungen anders ausgegangen.

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Vor dem Urlaub die Fingernägel wieder ratzekurz geschnitten (die Kunst besteht darin, sie nicht zu stark zu kürzen, weil sonst aua) – wobei „schneiden“ nicht ganz korrekt ist: Ich verwende dazu einen Nagelknipser. Das hat mir mein Vater, selbst ein Knipskürzer, so beigebracht, und zwar mit seinem wunderschönen Nagelknipser, an dem ein Michelin-Figürchen hing. Mit anderem Gerät kann ich das nicht. (Anschließend feile ich allerdings glatt.)

Der Mitbewohner war, als er mich näher kennenlernte, darüber sehr verwundert. Er selbst benutzt eine Nagelschere – wofür ich ihn durchaus bewundere, denn ein Versuch, die Fingernägel meiner rechten Hand mit einer Schere zu kürzen, würde bei mir Rechtshänderin in einem blutigen Gemetzel enden. Seit einigen Jahren nun behauptet der Mitbewohner, nur Frauen schnitten sich die Fingernägel mit einem Nagelknipser, er kenne keinen einzigen Mann, der dieses Werkzeug verwendet. Ich widerspreche natürlich, schließlich hat mir die Technik ein Mann beigebracht.

Die großartigen technischen Möglichkeiten der Gegenwart sollen uns helfen, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Dazu benötige ich allerdings Ihre Hilfe, liebe Leserinnen und Leser: Wären Sie so nett, sich an der Umfrage unten zu beteiligen? Das Resultat veröffentliche ich in einer Woche.

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Leider weist alles darauf hin, dass der Film Thor ein Höhepunkt an Peinlichkeit wird – und Regisseur Kenneth Branagh hat ja bereits mit Frankenstein bewiesen, wie gut er peinlich kann. Aber an der spitzenklasse Marketingmaschinerie drumrum wird das sicher nicht liegen.

via frischkopps Getwitter

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Die besten Schwiegereltern kamen extra vorbei, um uns unsere Osternester zu bringen – ich hatte schon befürchtet, dass wir keine mehr bekommen, da es jetzt auch in dieser Familie Enkel gibt. So gibt es wenigstens einen kleinen Hinweis auf die Jahreszeit in unserer Wohnung.

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Isarlauf in überwältigend schönem Wetter, perfekt für Dauerlauf: sonnig (die Bäume tragen bereits genug Laub, um Schatten zu spenden), mild, leichter Wind. Dennoch bereitet mir das Wetter bei allem Genuss auch Unbehagen: Das ist kein April, das ist ein Juni. Ich fürchte halt, dass der Preis wieder ein verregneter kalendarischer Sommer ist.

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Gelassener Tag trotz Urlaubsvorbereitungen (inklusive Präparieren der Wohnung für den Aufenthalt meiner Mutter, die unsere Abwesenheit wieder für Münchenurlaub nutzt). Sehr erheiternde Lektüre von Strübel & Passig: Auch wenn diese taz-Kolumnen übers Internet um die zehn Jahre alt sind, genoss ich die Beobachtungen und die Schlüsse, die die beiden Autorinnen daraus zogen.

Die Hamburger Diskussion „Expedition ins Ungewisse“ von News aktuell nachgeholt – mit Genuss und Belehrung. Habe mich vergangene Woche bereits für die Münchner Ausgabe dieser Veranstaltung im Mai angemeldet. (Sind wir uns einig, dass man mindestens so groß sein muss wie Katharina Borchert, um in diesen Sesseln gut auszusehen? Die Herren um sie herum versanken darin aufs Unschmeichelhafteste.)

Zum Nachtmahl Grie Soß – köstlich.