Ohne Krankenversicherung in Deutschland?

Dienstag, 29. November 2011 um 9:55

Anscheinend nehmen einige Leute an, in Deutschland sei es unmöglich, nicht krankenversichert zu sein. Das ist ein Irrtum.

Fangen wir vorne an, beim Gesetzestext der Versicherungspflicht:
§5 SGB 5
Zusammengefasst: Gesetzlich pflichversichert sind in erster Linie Angestellte und Empfänger von Arbeitslosengeld.

Und so erklärt es auch der MDR:

Laut dem deutschen Gesetz muss jeder Bürger krankenversichert sein. Wenn also jemand nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung sein kann, bspw. aufgrund eines zu geringen Verdienstes, sind die privaten Krankenkassen dazu verpflichtet, ihn zum Basistarif zu versichern.

Der Haken: Manche Menschen können diesen Basistarif nicht aufbringen.

Das Blog einer Versicherungsmaklerei schildert, wie es dazu kommen kann.

…auch im Jahr 2011 [gibt es] nach wie vor eine nicht bekannte Anzahl Deutscher, die nicht krankenversichert sind. Schätzungen sprechen von einer Größenordnung von etwa 20.000 Betroffenen. Hierbei handelt es sich vermutlich hauptsächlich um Selbständige und Freiberufler, die irgendwann einmal ihre Krankenversicherung gekündigt haben, oder ihren Versicherungsschutz wegen Nichtzahlung der Prämien oder aus anderen Gründen (Statuswechsel) einst verloren haben.

Ein weiteres Krankenversicherungsblog meldet:

Immer Bürger in Deutschland besitzen keine Krankenversicherung. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Zahnmobil, das für das Jahr 2010 Bilanz zog: Das Zahnmobil ist eine gemeinschaftliche Institution von Colgate und Caritas, die sich in Hamburg seit 2008 für sozial benachteiligte Menschen und ihre zahnärztliche Versorgung einsetzt.
(…)
Gerade Selbständige und Freiberufler, die nicht Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind, haben in Zeiten finanzieller Engpässe Probleme, sich richtig zu versichern.

Das ist die Personengruppe, die ich in den Medien am häufigsten als nicht mehr krankenversichert und deshalb in Not sehe: Selbständige und Freiberufler, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, die Beiträge nicht mehr zahlen konnten und denen ihre Krankenversicherung deshalb gekündigt hat. Und es mehren sich die Hinweise, dass ihre Zahl steigt.

die Kaltmamsell

29 mal Beifall zu “Ohne Krankenversicherung in Deutschland?”

  1. Anne meint:

    Wusste ich “leider” schon, weil wir selbst schon mal fast in der Situation waren, dass mein Mann seine private Krankenversicherung nicht mehr zahlen konnte. Wir haben’s dann irgendwie noch hingekriegt, mit Selbstbeteiligung und so weiter einen bezahlbaren Betrag zu vereinbaren.

    Aber spätestens zu so einem Zeitpunkt lernt man eben, dass man hier sehr wohl – und sogar recht einfach – durch das ein oder andere Loch der propagierten sozialen Hängematte fallen kann. Im Zweifelsfall reicht es, einfach Pech zu haben.

  2. Herr Melnick meint:

    Ein Grund mehr, die Stimme zu erheben, wenn wieder mal das Konzept der solidarischen Versicherung schlecht gemacht wird und man stattdessen das Heil der Privatversorge propagiert.

  3. Sanníe meint:

    Vor der Krankenversicherungspflicht waren es noch viel mehr. Und das lag vor allem daran, daß die gesetzlichen Krankenkassen für eine freiwillige Weiterversicherung ein Mindesteinkommen von ca. 1800 Euro voraussetzten. Leider auch bei tatsächlichen Einnahmen, die gerade mal die Miete deckten oder nicht einmal das. Da ist schnell klar, woran man – nur vorübergehend natürlich – spart.

  4. Scholli meint:

    Dem möchte ich noch eine Gruppe hinzufügen: Studenten über 30, die sich den Basistarif der Krankenkassen für die private studentische Krankenversicherung nicht leisten können.

  5. Hande meint:

    Ja das gibt es. öfter als viele denken. Ein Freund, der seiner Zeit so gut verdiente, dass er beim privaten war und dann während der arbeitslosigkeit es sich nicht mehr leisten konnte, wurde einmal gerettet durch sein Auslandskrankenversicherung (8 euro im Jahr): Als er in München sein Bein brach (in der ruine wo er hauste), hat er sich in den Zug nach Österreich gesetzt. Leider haben wir Freunde von der ganzen Situation erst ganz am Ende, als er wieder Arbeit fand, erfahren und seine Familie, die im Norden wohnten, nie.

  6. florian meint:

    Hande, Frau Kaltmamsell schreibt oben “Gesetzlich pflichtversichert sind […] Empfänger von Arbeitslosengeld.”
    Traf das auf Deinen Freund nicht zu? Oder hat sich da die Rechtslage geändert, seit der von Sannie erwähnten Krankenversicherungspflicht?

  7. kelef meint:

    hier in österreich ist das nicht anders.

    abgesehen von freiberuflern, selbständigen und anderen mindestverdienern, oft auch personen die im ausland gearbeitet haben und denen keiner gesagt hat wie das mit der freiwilligen weiterversicherung funktioniert, und dass sie das selber machen müssen.

    dazu kommt eine dunkelziffer von personen, die eigentlich so gar nicht existent sind.

    die sache mit dem mindesteinkommen und den sozialleistungen und den staffelungen führt nämlich dazu dass jemand, der arbeitslos ist, zu arbeiten beginnt, den job verliert, nicht lange genug gearbeitet hat innerhalb einer bestimmten zeit (ich ich kenne fälle, in denen es da um ein oder zwei TAGE geht), dann irgendwie durch den raster fällt.

    soll heissen: das einkommen des lebensgefährten/der lebensgefährtin (oh political correctness!) liegt um 50 cent über der grenze. dann bekommt der arbeitslose ganz genau ebendiese 50 cent sozialhilfe. die muss monatlich beantragt werden mit genauen unterlagen über das einkommmen des partners (der die entsprechenden vordrucke vom arbeitgeber ausfüllen lassen muss), die höhe der miete die der partner zahlt (was vom vermieter auf dem entsprechenden vordruck …), nebenspesen wie strom, gas, telefon etc.. termine werden gerne zweimal monatlich vergeben, kommt man hin, ist der referent krank:” rufen sie an und machen sie einen neuen termin aus!”. dazu braucht man ein telefon, o-ton: “wos, se hom net amoi a hände? sowos hot doch heit jeda trottl!”. auf dem amt verbringt man gerne ein paar stunden zwischen individuell sehr verschiedenen personen.

    sozialhilfe wird monatlich überwiesen – auf ein konto, dessen spesen logischerweise höher wären und das betroffene logischerweise also auch nicht haben. kriegen sie die 50 cent eben mit der post. muss man auf die post abholen gehen, dauert (ich war dabei) eine stunde, drei zetteln ausgefüllt, gewartet, 50 cent bekommen, der postler posaunte auch noch laut: na, von dera sozialhüf kennans ihna jo net amoi a wuaschtsemme kaufen, de kost scho des doppelte.

    schon das dabeisein hat mich aggressiv und depressiv, die reihenfolge kann man sich aussuchen, gemacht.

    o-ton:
    “wird scho nix passiern, und wonn, donn geh i zu de barmherzigen briada. de behondln soiche wia mi umasunst, wonns wichtig is, de behondlung, a brochana haxn oda so, blinddoam hob i eh kan mehr.”

    wahlweise aber auch:
    “das kann ich nicht noch einmal. da sterb ich lieber.” hätte auch fast geklappt.

    wer das alles nicht glaubt, kann sich ja einmal einen halben tag zeit nehmen und sich das alles bunt und in farbe ansehen. been there, done that; didn’t buy a t-shirt.

  8. Hande meint:

    florian, erstens hat sich seit dem die Gesetzeslage geändert, zweitens bezog er damals kein Arbeitslosengeld (aus von mir momentan nicht mehr re-konstriuerbaren Gründen, ich glaube, bin aber nicht sicher, dass er eine Wohnung als investment hatte, der ihm in Endeffekt kein Geld brachte, den er nicht verkaufen konnte, aber von den Behörden als Vermögen eingestuft wurde)

  9. barbara meint:

    Nur zu wahr, was Sie da schreiben Frau Kaltmamsell.
    Bei allen Problemen rund um dieses Thema bitte die Seite “Krankenkassenforum” googlen. Entweder man wird für sein persönliches Thema sofort fündig oder kann einen neuen Thread eröffnen. Es sind Krankenkassenmitarbeiter die sich der Themen annehmen und helfend beantworten (in ihrer Freizeit).
    Ich kann nur raten, unter allen Umständen in der GKV zu bleiben, auch wenn man als jüngerer Gutverdiener Höchstbeiträge zahlt ohne die gleiche Leistung wie in der PKV zu bekommen. Wobei sich da gerade einiges ändert, da die Versicherungen nicht mehr auf die eigentlich notwendigen 100 000 Neuversicherten pro Jahr kommen und zum anderen die Investitionen an den Finanzmärkten nicht genügend Rendite einfahren.
    Bisher erbrachte Leistungen der PKV bröckeln bereits.
    Unter anderem hätten uns die Monatsbeiträge für die PKV mit die Genicke gebrochen.
    Durch einen Umstand kam es dann dazu, daß mein Mann (auch Freiberufler) mit 72 noch zurück in die GKV konnte. Dafür habe ich einiges gerödelt, u.a. eine Kasse ohne Altersbeschränkung zu finden.

  10. alph meint:

    So wie Hande das beschreibt bin auch ich lange ohne rumgeeiert. Kein Job, ALG I ausgelaufen, immer noch kein Job, kein Anspruch auf ALGII (=HartzIV) da in einer Beziehung lebend – batsch: keine Krankenversicherung. Jetzt zum Glück wenigstens 400-€-Job, “freiwillig” in der GKV versichert (140.-€/Monat, haha, da bleibt von den 400 wenig übrig) und die Nachzahlung für die nicht versicherte Zeit an der Backe. Wobei ich betonen möchte, daß meine KV sich außerordentlich kulant gzeigt hat bei den Rückzahlungen und die Sachbearbeiter sich sehr, sehr nett und hilfsbereit und engagiert um mich gekümmert haben und noch kümmern. Dafür auch mal ein Danke!

  11. kid37 meint:

    @alph: Rückzahlung? Für Behandlungskosten oder für Beiträge? Ich ging davon aus, daß es eine Rückzahlungspflicht für nicht gezahlte eiträge an die GKV nicht gibt?

    Was es auch gibt: Ich war einmal unwissentlich drei Monate nicht krankenversichert, weil ich plötzlich knapp über der Bemessunggrenze lag und mein Arbeitgeber mich nicht informiert hatte, daß ich mich selbst um eine Kasse kümmern müsse. Kurz, es wurde verschlafen, und meine Kasse hatte mich von ihrer Liste gestrichen. Glücklicherweise ist in diesen drei Monaten nichts passiert.

  12. Su meint:

    @kid37: Also meine Freundin musste auch Versicherungsbeiträge nachzahlen, obwohl sie in der nichtversicherten Zeit keine medizinischen Leistungen in Anspruch genommen hat. Das summiert sich, wenn man auch noch vier Kinder hat. Das ging soweit, dass sie einen Winter lang ohne Heizung auskommen mussten, weil die Forderungen der Krankenkassen unbedingt zu zahlen waren, das Geld für eine Heizungsreparatur dann aber wieder fehlte. Dass die Kinder in jenem Winter öfter krank waren, war dann auch wieder klar.

    Und wie kommt man in so eine Situation? Der Arbeitgeber ihres Mannes hatte einfach die Beiträge nicht gezahlt, da er eben selbstständig war, das Geld nicht hatte, und nicht mit diesen Auswirkungen rechnete. Da der Typ ein Freund der Familie war, verklagt man ihn eben nicht. Irgendwie natürlich auch ein bisschen selbst schuld und naiv. Aber ich kann es verstehen. Ich hasse diesen Papierkram auch, der unweigerlich auf einen zu kommt, wenn man mehrere Kinder und wenig Geld hat. Da hat man irgendwann keine Lust mehr, sich mit noch einer “Behörden”baustelle auseinanderzusetzen.

  13. iv meint:

    Am meisten schreit zum Himmel, dass es einerseits am unteren Einkommensrand dieses von Sannie schon genannte fiktive Mindesteinkommen von 1800 Euro gibt – da kann es passieren, dass man in manchen schlechten Monaten alles, was man als Freischaffender so erwirtschaftet, direkt an die KK weiterüberweist. Andererseits gibt es aber dann für Gutverdiener die Beitragsbemessungsgrenze, ab der der Beitrag nicht mehr steigt. Da ich innerhalb weniger Jahre beide Grenzen kennen gelernt habe, kann ich sagen: An der unteren Grenze geht es manchmal um jeden Zehner im Monat, an der oberen Grenze würden 100 Euro hin oder her den wenigsten weh tun.
    Das Krankenkassenforum hilft m.E. vor allem in Standardfällen. Wenden Sie sich da mal z.B. mit einer Stipendienkonstellation hin (Künstler, Schriftsteller, Nachwuchswissenschaftler). Dann können Sie auch mal zu hören bekommen, so etwas gäbe es eigentlich gar nicht, da könne man wahrscheinlich überhaupt nicht gesetzlich versichert werden. Und wenn doch, dann zählt natürlich das gesamte Stipendium als Einkommen, inklusive Bücher- /Materialgeld oder dergl., und weil es keinen Arbeitgeber gibt, löhnt man kräftige 14-15 Prozent davon allein an die Kasse. Anderswo, z.B. bei der Inanspruchnahme von Elterngeld etc. gilt das Stipendium dann aber natürlich wieder nicht als anrechnungsfähiges Einkommen. Das Durchschauen solcher Mechanismen führt dann zur direkten Entlarvung der Mähr vom erwünschten Bildungsaufstieg und von der Kulturförderung. Das gilt nur, so lange Menschen und ihre soziale Absicherung nichts kosten.

  14. Rob meint:

    Das Drama geht ja noch weiter. Es gibt jede Menge Leute, die einen ordentlichen Haufen für ihre gesetzliche Krankenversicherung bezahlen, diese aber nicht nutzen können. Weil sie die 10 Euro für die Praxisgebühr nicht übrig haben. Oder für die Zuzahlung für ihre Medikamente.

    Was ich bei dem Thema nicht begreife: warum sind die Themen Krankenversicherung und Arbeit immer noch verknüpft? Das ist so entstanden, ich weiß. Wenn aber gerade ein gutes Drittel aller Leute regulär sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, scheint mir das kein sinnvolles Kriterium. Sollte eine Krankenversicherung nicht bedingungslos zur Verfügung stehen? Über das “wie” einer solidarischen Finanzierung kann man sich dann gerne unterhalten.

  15. barbara meint:

    Rob, es gibt die Möglichkeit, bei der GKV eine Zuzahlungsbefreiung zu beantragen, wenn diese 2% des Einkommens übersteigen, bei Chronikern 1%.
    Natürlich hat man erst einmal wieder Formulare auszufüllen und Bescheinigungen beizubringen, aber das ist es wert.
    Wenn die monatlichen Beiträge zu hoch sind, gibt es die Möglichkeit einer anderen Einstufung der Tätigkeit durch die Kasse. Aber das Sozialgesetzbuch ist für Laien ein schwer zu durchdringender Dschungel. Deswegen rate ich doch nochmal zum Krankenkassenforum, auch wenn iv sich da nicht gut beraten fühlte.
    Es sind hier doch auch sicher einige, die über die Künstlersozialkasse versichert werden können. Da wurden aufgrund von Klagen neue Berufe in die Liste mitaufgenommen.
    Es IST lästige Arbeit, aber man muß dran-und hartnäckig bleiben.
    Es gibt fast immer eine Lösung!

  16. Novemberregen meint:

    Recht viele Kinder sind leider auch nicht krankenversichert, und zwar dann, wenn – grob vereinfacht dargestellt – die Familien aus neuen EU-Staaten (z.B. Bulgarien und Rumänien) im Rahmen des Freizügigkeitsgesetzes eingereist sind, aber aufgrund von Übergangsbestimmungen bis 2014 keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben. An Mademoiselles Grundschule sind es derzeit ca. 3% der Kinder, für die damit keinerlei medizinische Versorgung (damit z.B. auch keine Schutzimpfungen) gegeben ist.

  17. Rob meint:

    @barbara: es nützt wenig, wenn wir das wissen. Es nützt noch weniger den Leuten, die die Zuzahlungsgrenze nicht erreichen, weil sie durch Verzicht auf den Arztbesuch schon die erste Zahlung gar nicht leisten. Von mühsamem Belegsammeln ganz zu schweigen.

    Ich rede auch nicht von Leuten mit Einstufungsmöglichkeiten, bei einem Lohn von 1500 Euro für eine ganz normale Arbeit gibt es wenig einzustufen. Da werden ca. 20% Sozialversicherung fällig, 300 Euro. Meine Frau, Zeit ihres Lebens gesetzlich versichert, bezahlt dank Beitragsbemessungsgrenzen weit unter 10%. Das soll ein solidarisches System sein?

  18. creezy meint:

    Danke! Das ist ein sehr sehr guter Artikel,

    Ihr habt keine Ahnung, wie froh ich bin, wieder normal krankenversichert zu sein seit einem Monat und wie wertvoll mir diese Versichertenkarte ist. ,-(

  19. Sina meint:

    Und wieso zahlen soviele die Beiträge nicht?

  20. die Kaltmamsell meint:

    Wenn Sie das Posting und die Kommentare lesen, Sina, finden Sie einige Antworten.

  21. Bruderherz meint:

    Hallo,
    Ich war etwa 4 Jahre nicht krankenversichert! Von 2007-2011. Die letzte Krankenkasse hat sich nie bei mir gemeldet(BKK)! Bin nun auf alg2 gerutscht und wählte problemlos eine andere Kasse! Ich machte Angaben zur Zeit davor: nicht selbständig und der Absatz 5a Sgb5 trifft nicht zu. So einfach ist das. Warum soll ich mich bei der Kasse melden, die sich Nie für mich interessiert hat ? Warum sollte ich nachzahlen? Wofür ? Da fehlt mir trotz Versicherungspflicht jegliches Verstaendnis.

  22. Jacky meint:

    Hallo,

    zu Barbara, können Sie mir da eventuell Tipps geben, wie Ihr Mann auch mit 72 Jahren in die GKV aufgenommen wurde?

  23. Photon meint:

    Diese Versicherungspflicht gibt es nur, um noch mehr Geld aus den Bewohnern des Verwaltungsgebietes (siehe Grundgesetz) ab zu saugen.
    Bei mir kam es doppelt dick: war Selbständig und aus Kostengründen nicht versichert. Ende 2007 erfuhr ich übers Netz das eine Versicherungspflicht besteht, hab mich bei einer BKK angemeldet, die forderte Nachzahlung von ca. 2000€, das war nicht möglich. Parallel dazu entwickelte sich bei mir eine ausgewachsene Quecksilbervergiftung durch Amalgam. Die Ärzte -die ich selbst bezahlte- waren nur daran interessiert mich an Kliniken (mit Rheumadiagnose) zu überweisen, weil sie dafür Prämien von den Kliniken bekommen, aber geholfen hat mir von denen keiner (es waren 7 Ärzte in unterschiedlichen Praxen, da kann man nicht mehr von einem Zufall reden). Nach der Nummer war für mich klar, dass die GKV keinen Cent von mir bekommt. Nun besucht mich alle 3 Jahre ein Gerichtsvollzieher um fest zu stellen: nicht Zahlungsfähig.
    Die Quecksilbervergiftung hab ich, nach mehr als 2jähriger Suche, 2009 selbst diagnostiziert, Amalgam raus, Körper entgiftet, Rheumasymptome weg, wieder fit. Und keinen Druck im Nacken jeden Monat 300€ extra auf zu reissen.

  24. die Kaltmamsell meint:

    Die selbst diagnostizierte “Quecksilbervergiftung”, Photon, mag ich nicht stehen lassen:
    http://news.georgiahealth.edu/archives/1858

  25. Photon meint:

    Schon komisch, dass nach dem Entfernen der Amalgamfüllungen und der Metallkronen und dem anschliessendem Entgiften es mir wieder besser ging und geht.
    Wenn Du Dich im Netz mal ein bisschen umschaust (Dr. Mutter, Dr Daunderer), wirst Du feststellen, dass Quecksilber ein Teufelszeug ist. Es ist das giftigste nicht radioaktive Element, 4 mal giftiger als Arsen. Eine Amalgamfüllung gibt so lange sie im Mund ist (giftiges Element im Verdauungssystem) Quecksilber ab, besonders bei Wärme (Kaffee, Tee), sauren Speisen und Reibung (kauen). Finde heraus wer Studien, wie in dem von Dir eingestellten Link bezahlt. Die Pharma- und Chemische Industrie hat kein interesse daran die Menschen Gesund zu machen. Kranke Menschen brauchen Medikamente und daran verdienen die prächtig, gesunde Menschen bringen kein Geld.
    Schau doch auch mal auf den Netzseiten der MCS, CFS, MS oder FMS geschädigten vorbei. Wenn Du Dich da ein bisschen einliesst, wirst Du sehen, dass da Amalgam neben anderen Umweltgiften wie Pflanzenschutz-, Holzschutzmittel und Abgasen, eine grosse Rolle spielt.
    Hätte ich auf die Ärzte gehört, wäre ich als Versuchskaninchen in einer Rheumaklinik gelandet und wäre jetzt ganz sicher (100%) nicht mehr am Leben. Ende 2009 war ich schon kurz vor Rollstuhl, konnte kaum noch aufstehen und laufen. Jetzt sind meine Gelenke wieder normal und ich kann mich normal bewegen.
    Woher kommt wohl der Begriff Quacksalber? Amalgam war übrigens bis 1840 in den USA verboten, weil dessen giftigkeit bekannt ist.
    Könnte diese Aufzählung noch ein paar Seiten lang fortsetzen, doch sind das Informationen aus zweiter, dritter Hand. Selber lesen macht schlau.
    Liebe Grüsse Photon

  26. die Kaltmamsell meint:

    Subjektives Gefühl, Photon, ersetzt keinen wissenschaftlichen Nachweis. Wurde die Quecksilberbelastung Ihres Bluts vor und nach dem Entfernen des Amalgams gemessen? (Wenn Sie mit “selbst diagnostiziert” meinten, dass sie aus eigener Tasche eine Blutuntersuchung gezahlt haben, ist Ihre Behauptung natürlich valide). Wenn Sie den verlinkten Artikel gelesen hätten, wüssten Sie bereits, dass die Quecksilbermenge, die man täglich über Nahrung und Luft aufnimmt, sechsmal höher ist als die tägliche Belastung durch Amalgamfüllungen.
    Von der Amalgamhysterie profitiert die medizinische Industrie deutlich mehr als von Amalgam: Keramik ist erheblich teurer, das Austauschen vorhandener Amalgamfüllungen ohne medizinische Indikation ein blendendes Geschäft.

    Dennoch freut es mich, dass Sie sich besser fühlen. Ich wünsche Ihnen, dass das so bleibt und Sie auch weiterhin das deutsche Gesundheitswesen nicht in Anspruch nehmen müssen.

  27. Photon meint:

    Habe den verlinkten Artikel gelesen und viele andere Artikel der Befürworter, liebe Kaltmamsell.

    >dass die Quecksilbermenge, die man täglich über Nahrung und Luft aufnimmt, sechsmal höher ist als die tägliche Belastung durch Amalgamfüllungen.

    das ist glatt gelogen, nachweisbar. Die Gründe: siehe oben.

    Blutuntersuchung habe ich machen lassen, war nicht billig.
    Der Nachweis ist erbracht schwarz auf weiss und kein subjektives Gefühl.

    Es muss nicht immer Keramik sein für Füllungen.
    Es sind die Folgeerkrankungen einer chronischen Quecksilbervergiftung die der Pharma das viele Geld einbringen, nicht die Keramikfüllungen oder -kronen.

    Ich will und muss niemanden von irgendetwas überzeugen.
    Das was ich an eigenem Leibe erfahren habe, lässt sich nicht weg diskutieren.

    Liebe Grüsse Photon

  28. Friedrich Hofmann meint:

    Sehr gut geschrieben.
    Wer immer noch an die Hilfe der Pharmaindustrie glaubt ist einfach nur blauäugig.
    Es gibt inzwischen auch obektive Fernsehberichte, die der Pharmaindustrie Mafiamethoden vorwerfen und meiner Meinung nach zurecht.
    Denn Sie schulen inzwischen schon Kindergärtnerinnen, damit diese Krankeitssysmptome nach Ihren Wünscvhen erkennen und Ihre Medikamente empfehlen.

  29. die Kaltmamsell meint:

    Wer immer noch an die Hilfe der Para-Medizin glaubt, Friedrich Hofmann, ist einfach nur blauäugig. Es gibt seit vielen Jahren faktische Belege, dass die sogenannte “Alternativmedizin” mit exakt denselben Methoden arbeitet wie jeder andere Wirtschaftszweig auf. Neben Politikern gehören dabei Hebammen zur Zielgruppe Nummer 1. Darüber habe ich unter anderem hier geschrieben:
    http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2012/11/uber-die-weite-verbreitung-von-geschutteltem-wasser-und-von-starkekugeln.htm

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