Archiv für Februar 2012

Journal Dienstag, 28. Februar 2012 – nochmal Twitterlieblinge

Mittwoch, 29. Februar 2012

(Bisschen klein geratene Screenshots – habe mich noch nicht auf das neue Twitter-Layout eingestellt.)

Journal Montag, 27. Februar 2012 – freier Tag

Dienstag, 28. Februar 2012

Statt Ihrer Aufzeichnung der Oscar-Verleihung können Sie übrigens gradsogut diesen Trailer von Movie – the Movie ansehen:

via @ankegroener

Apropos: Anke hat die Oscarnacht ebenfalls mitgebloggt, dicke Leseempfehlung.
(Und hier die Erklärung, warum Heinz Asbach respektive Jean Dujardin “I love this country” sagte.)

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Tatsächlich konnte ich nach den Academy Awards nochmal einschlafen, wachte kurz nach acht auf. Und kurz bevor sich der Schlüssel des Putzmanns im Schloss der Wohnungstür drehte – ich war gerade beim Zähneputzen. Er kommt also nicht, wie ich angenommen hatte, erst um neun.

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Nochmal ins Dantebad zum Schwimmen, bevor die Außentemperaturen zu hoch fürs Schwimmen in so warmem Wasser werden.

Zu meiner Überraschung war das Becken deutlich voller als am Wochenende. Auf der Schwimmerbahn fast ausschließlich Schwimmflügerl- und Rückenschwimmer, die ein gedankenverlorenes Spazierenschwimmen unmöglich machten. Zum ersten Mal in dieser Kombination traf ich an: Eine Frau mit knallorangem Lippenstift, barbusig, mit Schwimmflügerl in Form von Hand- und Fußflossen (abwechselnd eingesetzt), rückenschwimmend. Überforderte mich ein bisschen.

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Forum-Frühstück, auch nach dem Umbau des Lokals empfehlenswert.

Gemüsesticks, die einen dicken Klops Kräuterfrischkäse verdecken, Joghurt mit Honig und Nüssen, Ziegenkäse, Nougat-Croissant, Rhabarbersaft.

Treffen mit Freundin im Café Lotti, das mir letzten Sommer beim mehrfachen Vorbeiradeln aufgefallen war.
Sehr schön, gute Getränke, appetitliche Kuchen, aufmerksamer Service – aber der Hammer war die Bestell-App, die unsere Bedienung (die Wirtin?) auf ihrem iphone hatte: Auf meine neugierige Nachfrage zeigte sie mir, dass sie darin die Tischnummer auswählte, dann unter vier Kategorien die Bestellungen eingab. Deshalb konnte sie auf meinen Wunsch zu zahlen auch mit einem Tipp die Gesamtsumme nennen. Technik ist toll. (Freie Tage aber auch.)

Academy Awards aka Oscars 2012

Montag, 27. Februar 2012

Guten Morgen, meine Damen und Herren, da bin ich. Der Wecker hat mich von einem eher unangenehmen Traum erlöst (eine nächtlich nasse Stadt, in der keine Wohnung sicher war – war wohl keine ideale Idee, vor dem Einschlafen noch den Showdown von Fool on the Hill zu lesen), der erste Blick auf den Fernsehschirm zeigte Penélope Cruz in wundervollem Eisblau mit Betonfrisur.

Unbedingt zu den Academy Awards gehören übrigens die vorbereitenden Artikel auf Go Fug Yourself, von einer Übersicht über aktuelle Abendroben bis zum Tippspiel, in welcher Kategorie welche Nominierte wohl was tragen wird: Best Actress, Best Supporting Actress. (Erwähnte ich, wie sehr ich die bodenlose Irrelevanz von Blogs liebe? Möglicherweise sträflich lange nicht mehr.)

George Clooney behauptet, er habe die kreischenden Fans auf der Tribüne gegenüber dem roten Teppich gezahlt – sehr charmant.

Und: Welche Werbung wird uns heute Nacht in den Wahnsinn treiben? Ah, Zalando – dagegen haben uns ja die Omnipräsenz und die Omninervanz im Web ein wenig abgehärtet.

Morgan Freeman vor Billy Crystal? Klar, Billy Crystal taucht ja erst mal in allen nominierten Filmen auf. Jetzt in Echt – zum neunten Mal im “Chapter Eleven Theatre”. Art-Deco-Bühnendeko als Rahmen für seine kleine Musicalnummer, in der er die nominierten Filme besingt.

Tom Hanks begrüßt den seat filler, der seit 59 Jahren dort sitzt, von wo gerade eine Berühmtheiten wegmusste, um hinter die Bühne zu gehen.
Der erste Oscar geht für Kamera an Hugo. Der Kamermann hat sich bereits für seine Rolle als Abraham Lincoln vorbereitet, wunderschöne weiße Mähne. Sehr gefasste Dankesworte.

Nun Art Direction: Nochmal Hugo – nu ja, war wirklich sehr aufwendig mit liebevollen Details. Ich kann nur hoffen, dass die Dame auf der Bühne ebenfalls set-designt ist, sieht gruslig aus: “This is for Marty and for Italy.” Erm, right.

Ah, auch Frau affecionista ist irritiert über das Gesicht von Billy Crystal, das ein bisschen wirkt, als wäre er bereits für das eigene Begräbnis balsamiert.

Jenifer Lopez und Cameron Diaz beide in ein bisschen zu engen Kleidern. Sie verleihen den Oscar für Costume Design: The Artist. Wieder ein sehr routinierter Dank – da hat jemand wirklich von Kindheit an vor dem Spiegel geübt.

Next up: Make up. Popovergleich der Presenterinnen (not bad!) – dann an The Iron Lady. Ah, anscheinend, laut der Dankesrede, bringt Meryl Streep die beide immer wieder mit.

Frische Tasse Tee in der Werbepause. Und! Auftritt Negerküsse.

Sandra Bullock in einer Leigabe ihrer (deutschen!) Oma. Auf deutsch! (Behauptet aber, dass es Chinesisch sei.) Ausländischer Film geht in den Iran – der Film wurde ja schon auf der Berlinale 2011 bejubelt. Dankesrede ist ein Appell an Toleranz und Respekt für alle Kulturen.

Christian Bale – kann ja auch einfach sympathisch lächeln! Präsentiert Best Supporting Actress (von den Filmen habe ich nur einen gesehen) – Octavia Spencer für The Help. Den will ich unbedingt nachholen. Erste Tränen auf der Bühne, aber trotzdem ein kleiner Scherz (“Thank you for putting me up with the hottest guy in the room.”).

Wenn in den Test Screenings wirklich auf die Zuschauer gehört würde – ein Einspieler macht sich über den möglichen Ausgang von Wizard of Oz lustig (“Get rid of the rainbow song.”).

Oscar für Schnitt (von Thelma Schoonmaker habe selbst ich gehört): Girl with the Dragon Tatoo. Die Preisträger sind überfordert und hören nach ein bisschen Rumgestopsel einfach auf und gehen.
Sound Editing geht an Hugo: “Hugo.” “No, Hu Go.” Sehr viel routinierter.
Sound Mixing (was war nochmal der Unterschied zu Sound Editing? ich vergesse es jedes Jahr wieder): Hugo, jetzt klar vorne.

Die Werbung ist immer zwei Punkte auf meiner TV-Skala lauter als die eigentlich Sendung, bedeutet ständiges Angeln nach der Fernbedienung, leiser, danach wieder lauter. Zum Kotzen.

So wirklich sensationell ist die Show ja nicht. Routiniert halt.

Muppets! Und Cirque du Soleil tanzen Kinoerlebnisse zu Musik von Danny Elfman (das Orchester haben sie dieses Jahr über die Balkone vertielt – muss doch ein Alptraum für die Musiker sein) – großartige und dichte Nummer. Crystal: “We are a pony away from Bar Mizwa!” Böse Witze über die Altersstruktur der Academy.

Robert Downey Jr. wird angekündigt, aber erst mal kommt nur Gwyneth Paltrow, beide versuchen das Thema Documentary einzuführen – sehr angestrengt. Undefeatet bekommt den Oscar, Pina geht leider leer aus. Sechs Leute auf der Bühne, erster Runterspieler, weil sie nicht aufhören.

Chris Rock präsentiert Animated Feature Film (wo jeder alles spielen kann – Weiße können arabische Prinzen werden, Schwarze sogar Esel oder Zebras…): Rango.

Ben Stiller und Emma Stone, wieder mit banter (Thema: es ist ihr erstes Mal als Oscar-Presenter) – sie ist gut! Und ich wusste, dass Herr Stiller wirklich nicht groß ist, aber so nicht? Visual Effects geht ebenfalls an Hugo – das waren aber wirklich gute Effekte. “I didn’t expect this.” – höre ich heute das zweite Mal.

Melissa Leo präsentiert Best Supporting Actor – ah, die hat mich letztes Jahr so erstaunt mit der Tatsache, dass sie in Echt so anders aussah als im Film. Kenneth Branagh wird leider immer schleimiger. Den Oscar kriegt Christopher Plummer (für mich wird er ewig “Edelweiß” singen). Er macht klar, dass es wirklich Zeit wurde. Täusche ich mich oder darf Herr Plummer ein bisschen länger danken?

Billy Crystal war schon mal leichtfüßiger – die Idee, die Gedanken des Publikums zu lesen, ist ganz nett, just lacking edge.

Academy Officialschnarchhhhhhhhh

Best Original Score präsentiert von der wunderschönen Penélope Cruz und von Owen Wilson, geht an The Artist, hm. Was sagt der Franzose? Ah, “Academy” habe ich verstanden.

Will Ferrell kenne ich, wer ist der andere? Best Original Song – gibt’s ja nicht mehr so viel, nur drei Nominierungen. “Man or Muppet”, hm. Komponist dankt unter anderem: “My parents for never telling me to get a real job.”

Angelina Jolie für Adapted Screenplay auf der Bühne – oh, sie kann sich also auch richtig genussvoll und ohne Entschuldigungshaltung hinstellen, wie schön. Da bin ich jetzt echt gespannt, waren großartige Drehbücher dabei. The Descendants, passt. Der rechte der drei Drehbuchautoren stellt sich in Angelina Jolies Pose neben’s Mikro, hihi.
Best Original Screenplay – Woody Allen. Der natürlich nicht da ist, weil Prinzip.

Milla Jovovich durfte zur Technikoscarverleihung – ein weiterer für Arri (in deren Foyer ist es eh schon so voll).

Die Bridesmaids kommen gleich alle zum Präsentieren. Melissa McCarthy wurde leider ausgerechnet heute von ihrem sonst zu hervorragendem Abendrobengeschmack verlassen, der rosa Sack ist auch nicht durch den Glitzer zu retten. Live Action Short geht an The Shore – aha, die Produzentin macht das mit der Abendgarderobe vor, ein nachtblauer Traum.
Best Documentary Short: Saving Face. Noch eine großartig gekleidete Gewinnerin.
Best Animated Short Film: Fantastic Flying Books.

Michael Douglas präsentiert den Regie-Oscar. Hm, Hugo war vielleicht doch besser als ich im Kino dachte. Den Oscar bekommt The Artist, tja. Michel Hazanavicius macht Scherze über den mitspielenden Hund, süß.

Meryl Streep in einer Isofolie vom ADAC, ich weiß ja nicht.

Nachruf – waren das sonst nicht Filmschnipsel statt nur Bilder? Mit “Marketing Research” schafft man es auch in die Reihe?

Werbepausen ohne Werbung werden viel interessanter, wenn Trailer zu nominierten Filmen gezeigt werden – gute Idee, Pro7!

Diese Zwischenstücke, in denen Schauspieler und Schauspielerinnen von ihrer Beziehung zum Filmmachen erzählen, sind sehr schön.

Nathalie Portman diesmal mit Baby draußen präsentiert den Hauptdarstelleroscar. Die Nominierten kommen inzwischen besser damit klar, einzeln gelobt zu werden. Jean Dujardin – der Mann mit einem einzigen, grusligen Grinsen bekommt den Oscar für The Artist. Echt? Nun ja. Darauf einen Dujar… (SCR)

Colin Firth darf die Hauptdarstellerinnen vorstellen. Glen Close sieht übigens wundervoll aus, jedes Jahr besser. Firth macht das ganz ausgezeichnet, bleibt mein präferierter Moderationstipp für die nächste Oscarvereihung. Meryl Streep, olé. Sie ist halt die beste. Und ist sich bewusst, dass halb Amerika (deswegen?) mit den Augen rollen wird: “Her… Again…” Atmet tief durch: “Whatever.” Richtig, whatever.

Best Picture wird vom Kruse Tom präsentiert – war kein schlechtes Kinojahr. The Artist, nu. Aber: Man hat mir für diesen Fall den Hund auf der Bühne versprochen, und ich habe ihn bekommen. Regisseur dankt “Billy Wilder, Billy Wilder and Billy Wilder” (Sie kennen Wilders Lehrsatz, was man für einen guten Film braucht?).

So, war nett, aber nichts Umwerfendes. Dann wiederum habe ich das über die meisten Filme gedacht, die ich in den vergangenen Wochen gesehen habe – und über die ich jetzt doch nachdenke.
Ich schlafe jetzt noch das eine oder andere Stündchen, wenn ich kann. Um Tipp- und Schreibfehler kümmere ich mich danach.

Journal Sonntag, 26. Februar 2012 – Elternessen

Sonntag, 26. Februar 2012

Am selben Tag veröffentlicht, um nicht mit dem Livebloggen von der Oscarverleihung durcheinander zu kommen.

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Morgens weiter am Weinbrot gearbeitet, das unterm Strich ein weiteres fast misslungenes Brot wurde (statt großporig wurde es eher kompakt) – dabei hatte ich den Fluch der letzten Brote damit brechen wollen, dass ich eben keinen Sauterteig verwendete. Komisch.

Weiteres Unglück des Vormittags in der Küche: Mir entglitt der Glasdeckel unseres besten Bräters und er zerbrach küchenweit.

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Eltern und Schwiegereltern zu Gast.

Als Vorspeisen drei Gerichte von Ottolenghi:
Buschbohnen und Mangetout mit Haselnüssen und Orange
Gegrillter Brokkoli mit Chili und Knoblauch
– Auberginen mit Safranjoghurt und Granatapfelkernen (köstlich, aber noch unverbloggt)

Als Hauptgericht gab es einen englischen Lammeintopf nach Jamie Oliver, zum Nachtisch einen weiteren Versuch Pistazien-Crème brûlée – deutlich zu flüssig, ich gebe die Versuchsreihe hiermit auf.

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Weitere neue Details aus der Kindheit meines Vaters erfahren (er scheint sich alterstypisch an immer mehr zu erinnern). Wir kamen auf das Trinken aus einem porrón. Mein Vater erzählte, dass er das von klein auf beherrschte und bis heute davon profitiert, gleichzeitig schlucken und atmen zu können. (Da war wohl dieser Kellner in Ungarn, der mit dieser Trinkweise angab und meinem Vater nicht glauben wollte, dass er das für keine Kunst hielt – klar gehe der so getrunkene Wein aufs Haus. Er lachte nicht lang.) Tío Demetrio, einer der Onkel, zu denen mein Vater in den 50ern als Bub in den Sommermonaten aufs Land geschickt wurde, damit diese ihn gegen Arbeit auf dem Hof durchfütterten, dieser tío Demetrio habe einen porrón mit ganz kleinem Loch am Mittagstisch verwendet, aus dem ein elend dünner Strahl geflossen sei. Teller habe es keine gegeben, der Topf mit dem Essen sei in die Mitte des Tisches gestellt worden, um den sich jedes Jahr ein weiteres Kind drängte. Satt wurde nur, wer sich ran hielt. Wenn man also gerade den porrón in Händen hatte, stand man vor der Wahl: Eine Minute Ministrahl, um wenigstens einen Mund voll Wein zu erwischen, oder nur ein bisschen Wein, dafür aber einen größeren Anteil am Mittagessen erwischen. Teuflisch.

Journal Samstag, 25. Februar 2012 – Geschichte in Märchenkulissen

Sonntag, 26. Februar 2012

Ah, endlich muss ich meinen hübschen kleinen Kopf nicht mehr mit anstrengenden Details wie Jahrgang, Herkunft, komplexem Geschmack belasten! Finally Some Wine the Ladies can Enjoy

It’s enough to make you want to gag, in the most girly way possible, of course.

via @ankegroener

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Unter grauem Himmel raus in die Isar zum Dauerlauf. Meine aufmüpfigen LWS-Bandscheiben melden sich immer noch drohend, und als es nach einer Stunde zur regnen begann, machte das Laufen keinen rechten Spaß mehr. Es wird Sie freuen zu lesen, dass ich es dann einfach sein ließ. Ohne mich der Trägheit zu bezichtigen, der Bequemlichkeit immer den einfachsten Weg zu wählen, der Disziplinlosigkeit (vielleicht kriege ich die inneren früheren Eltern irgendwann noch klein; letzthin blitzte sogar der Gedanke auf: Und wenn ich tatsächlich faul und schlampig wäre – was wäre daran so schlimm?).

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Hugo angesehen, um noch einen der Oscar-nominierten Filme abzuhaken. Nett, aber eine vertane Chance für so richtig nicht-realistisches Erzählen. Zwar wurden Realität und vor allem Zufälle bis an die äußerste Grenze des Wahrscheinlichen ausgereizt, aber das ist schlicht Hollywoodismus. Wenn es schon um einen Filmpionier ging, der das neue Medium vor allem für Fantasien und Träume nutzte, hätte ich mir wilde Verstöße gegen Naturgesetze gewünscht. Oder hatten wir das einfach schon in The Imaginarium of Doctor Parnassus? Was mich allerdings irritierte, war der brutalstbritische Akzent der Schauspieler, am stärksten bei den beiden Kindern – wir sind doch in Paris, hätte es da nicht neutrales Englisch getan?
Sehr schön, wenn auch erwartbar stereotyp (merke: Nie, nienieNIE einen amerikanschen Film machen, der in Paris spielt, ohne Akkordeon einzusetzen) fand ich die Musik von Howard Shore.

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Vorbereitende Küchentätigkeiten: Am Sonntagmittag kommen meine Eltern und meine Schwiegereltern zum Essen, das Menü steht schon lange (ich mache Vor- und Nachspeise, der Mitbewohner das Hauptgericht), passende Weine waren mir im Lauf der vergangenen Woche eingefallen.

Und weil ich gerade so im Schwung war, habe zur Abwechslung mal ich das Nachtmahl zubereitet: Pasta mit gebratenem Chorizo und reifer Avcado. Gute Kombination, mache ich wieder.

Journal Freitag, 24. Februar 2012 – ein durchschlenderter freier Tag

Samstag, 25. Februar 2012

Ein freier Freitag, und mir wurden schönster Sonnenschein sowie milde Winde geboten – herrlich. Ich nutzte die Gelegenheit (dahinter steckt ja dieser leise Zwang: nutzennutzennutzen, wenn ich schon mal, sonst kann ich ja nie etc. etc.), die freitagvormittägliche Stepaerobicstunde meines Vorturnfavoriten zu besuchen und hatte viel Spaß.

Schlendern in der wundervollen Luft, die halb München umgehend ins Eisessen ausbrechen ließ.

Blick von der Wittelsbacher Brücke auf noch winterlich lange Mittagsschatten und sich eilig verwässernde Schneeflecken.

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Wollte die Gelegenheit nutzen (da, schon wieder), mir die von Herrn Padrone so gerühmten Weißwürste der Metzgerei Bauch zu holen und spazierte hinaus ins Schlachthofviertel. Um dort vor verschlossenen Türen zu stehen: Die Metzgerei ist nur bis 13 Uhr geöffnet, am Samstag sogar nur bis 9.30 Uhr.

Nun war ich aber schon auf Weißwürste eingestellt, daheim kühlte bereits ein Weizen dazu vor sich hin. Also ließ ich mich mit dem Bus bis kurz vor die Haustür am Sendlinger Tor fahren, wo ich welche in der Metzgerei Weiß besorgte – wenn die Metzgerei schon so heißt. Waren auch ganz in Ordnung.

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„Wir, die Netzkinder“ – dieser Artikel auf Zeit online wurde vielfach durch meine Ecke des Internets gereicht. Und auch wenn ich 14 Jahre älter bin als der Autor, identifiziere ich mich mit allem. Na – vielleicht nicht ganz mit allem. Zwar kenne ich das:

Wir sind es gewohnt, dass unsere Rechnungen automatisch bezahlt werden, solange unser Kontostand es erlaubt. Wir wissen, dass wir nur ein Onlineformular ausfüllen und einen Vertrag unterschreiben müssen, den uns ein Kurier liefert, wenn wir ein Konto eröffnen oder den Mobilfunkanbieter wechseln wollen. Dass sogar ein Kurztrip auf die andere Seite von Europa inklusive Stadtrundfahrt innerhalb von zwei Stunden organisiert werden kann. Deshalb sind wir, als Nutzer des Staates, zunehmend verärgert über seine archaische Benutzeroberfläche. Wir verstehen nicht, warum wir für die Steuererklärung mehrere Formulare ausfüllen müssen, von denen das zentrale mehr als einhundert Fragen beinhaltet. Wir verstehen nicht, warum wir einen festen Wohnsitz (absurd genug, so etwas überhaupt haben zu müssen) erst förmlich abmelden müssen, bevor wir uns an einem anderen anmelden können – als könnten die Behörden diese Sache nicht auch ohne unser Eingreifen regeln.

Doch mir ist sehr bewusst, dass nicht alle so sind wie ich, und dass vor allem Behörden sehr lang brauchen, bis sie neue technische Möglichkeiten nicht nur wahrnehmen, sondern auch einsetzen.

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Wenn man nicht fernsieht, verpasst man auch mal was. Zum Glück lässt meine Twittertimeline nichts aus, und so hatte ich schnell den Verdacht, dass ich „Leute, Leute!“ sehen hätte sollen. Wie gut, dass es die 2DF-Mediathek gibt. Ein paar Tage lang können Sie hier diese bösartige Sendung noch sehen. (Hey, ich habe mich schließlich schon über Monika Gruber gefreut, als sie gerade mal ein paar Zehntausend Menschen in Bayern kannten.) Nach diesen paar Tagen nicht mehr, weil das ein unredlicher Vorteil gegenüber den Privatsendern wäre, die nichts von meinen Rundfunkgebühren bekommen – wenn ich das richtig verstanden habe. Nicht verstanden habe ich, warum ich selbst keinen Vorteil davon haben soll, Rundfunkgebühren zu zahlen, aber das ist vermutlich mal wieder völlig idiotischerweise aus der Perspektive des Kunden, Bürgers und Geldgebers gedacht.

Zum Schluss macht sie noch Diätwerbung. Danke für die Einführung des „BMI, Brain Mass Index“: „Wenn mein Gewicht über meinem IQ liegt, dann bin ich anfällig für Promi-Diäten.“

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Das sieht aber mal gut aus! (UND Emma Thompson spricht die Königin.)

Dieses Problem mit schönen Kleidern kenne ich übrigens. Nur halt nicht beim Bogenschießen, sondern bei nicht minder heroischen Tätigkeiten wie dem Angeln nach einer Tasse aus einem Regal über Kopfhöhe.

via wirres

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Den Abend mit einer der Freundinnen, die ich viel zu selten sehe, bei seychellesischem (seychelloisem?) Essen verbracht: Hühnersuppe mit Avocado und Chilli – sehr köstlich wärmend knoblauchig; Garnelencurry – für sich reiße ich mich nicht um Garnelen, aber in einem Curry mag ich sehr ihre saftig knackige Textur als Kontrast zu den anderen Curryzutaten.

Journal Donnerstag, 23. Februar 2012 – Reitschule

Freitag, 24. Februar 2012

Nach ein ungemein interessanten Nacht (Hüftschmerzen lenkten dankenswerterweise immer wieder von Kreuzschmerzen ab) am Morgen Erleichterung, weil ich mich dann doch noch bewegen konnte.

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Mich den Vormittag durchbesprochen, ebenso den halben Nachmittag. Sowas hat ja gerne sehr hektischen Abarbeiten von Schreibtischsachen zur Folge.

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Abends erstmals im Café Reitschule, ein Essen mit Kollegen.

Eine wirklich beeindruckende Örtlichkeit, von außen und von innen (das Foto zeigt den Nebenraum). Sie erahnen vielleicht auf dem Bild, dass man den Reiterinnen und Reitern der namensgebenden Reitschule zusehen kann. So profitierte ich von den Reitkenntnissen aus der Jugend einer Kollegin, die mir erklärte, was ich da eigentlich genau sah. Der Service war sehr aufmerksam und freundlich. (Die Minestrone wurde mir als Nudeln und etwas Gemüse im Suppenteller serviert, auf die aus einem Kännchen die heiße Brühe gegossen wurde – „Genau so hat meine polnische Oma immer Hienerbriehe serviert!”, jubelte ich, und die Kellnerin versprach, das genau so der Küche weiterzugeben.) Speisen und Getränke waren tadellos. All das ließ mich schnell die Schickimicki-Geschichten vergessen, die mir zu Agenturzeiten (Ende 90er) die alteingesessenen Münchner Kolleginnen über das Lokal erzählt hatten (und in denen der damalige Tennisspieler Boris Becker eine Hauptrolle spielte).