Auszeitjournal Donnerstag, 9. August 2012 – am Baggersee

Freitag, 10. August 2012 um 8:18

Dann halt mit Gewalt: Auch am Donnerstag brachte das Wetter keine Badetemperaturen zustande, doch zumindest schien immer wieder länger die Sonne. Also radelten wir nach ungewöhnlich langem Ausschlafen an den Baggersee, an dem ich viele Sommerferientage meiner Kindheit und Jugend verbrachte.

Wir steuerten den Abschnitt am ziemlich großen See an, an dem das verlinkte Foto aufgenommen wurde. Ich hatte in den vergangenen Jahren mitbekommen, dass dort Volleyballplätze angelegt worden waren – mittlerweile war eine ganze Beach-Volleyball-Anlage mit zwölf Plätzen daraus geworden, gestern gut bespielt.

Das rote Häuschen rechts beherbergte in meinen Kindertagen die Wasserwacht (junge Leute, die am Wochenende lässig mit ihrem Gleitbrett am Wasser lagen) und, essentiell: einen Kiosk. Dort durften wir Kinder uns pro Seebesuch einmal, mit viel Quengeln auch zweimal ein Steckerleis holen.

Ins Wasser ging ich dann doch nicht. Ich hatte zwar davon geträumt, den See zu durchschwimmen, und dafür wäre es mir auch nicht zu kühl gewesen. Doch ich fürchtete, dass die Außentemperaturen nicht reichen würden, meine Haare anschließend rasch genug zu trocknen. Nasse Haare sind dummerweise mein einer ziemlich sicherer Krankmacher.

Gegenüber von unserem Liegeplatz befindet sich das Fischerheim. Auf dem Rückweg schauten wir daran vorbei, in der Hoffnung auf eine Brotzeit, mindestens eine Portion Pommes Frites. Doch aus dem früheren Ausflugslokal war eine Art Beach Lounge geworden, in eindeutiger Anspielung “Haus am See” genannt (jetzt hören Sie doch bitte auf zu kichern.). An Speisen wurde lediglich eine Reihe Pizzen aus einem transportablen Öfchen angeboten.

Wir nahmen uns dann doch lieber auf dem Rückweg in der Innenstadt ein Brot mit und brotzeiteten im Haus am Stadtrand.

Noch einmal den Garten gegossen, Zucchini, Stangenbohnen und Pimientos de padrón geerntet, aufgeräumt, die Räder von den Schlechtwetterspuren der letzten Tage befreit – dann traten wir den Heimweg nach München an. Dort Abendbrot in Form von Pasta mit frisch geernteter Zucchini (der Mitbewohner goss ein wenig Büffelgraswodka an: eine ausgezeichnete Idee der Aromatisierung).

die Kaltmamsell

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