‘s Fräulein Anni und das Kloster

Mittwoch, 5. Dezember 2012 um 9:18

Das Fräulein Anni war meine Zimmernachbarin in meiner ersten eigenen Wohnung in Eichstätt, damals Ende der 80er. Die sehr alte Dame, klein, rund und fröhlich, war eine Verwandte der Vermieter und kam hin und wieder auf einen Ratsch vorbei, wenn sie in meiner Küche Licht sah.

Zur Arbeit ging sie schon lange nicht mehr, das Fräulein Anni – was sie bedauerte. Sie hatte viele Jahrzehnte in der Küche des Benediktinerinnenklosters St. Walburg gearbeitet. Weil sie nämlich, wie sie mir erzählte, immer schon hatte ins Kloster gehen wollen, schon als kleines Mädchen. Doch damals hätte sie dafür eine Mitgift gebraucht1, und die hatte sie als Tochter einfacher Leute nicht. So nahm sie eine Stelle in der Klosterküche an, um ihrem Traum wenigstens so nahe wie möglich zu kommen.

Sowas Ähnliches versuche ich gerade auch.

  1. Hier eine schöne Geschichte aus dem Jahr 1954 zu diesem “Einbringegut”. []
die Kaltmamsell

10 Kommentare zu „‘s Fräulein Anni und das Kloster“

  1. iv meint:

    sehr gespannt!

  2. Preißndirndl meint:

    Schön, so ein findiges Vorbild – und wie’s scheint inspirierend!

  3. lihabiboun meint:

    Wenn sich das Fräulein Anni in der Benediktinnerinnenküche zur Nonne verhält wie Sie zur Professorin für englische Literatur — ja mei was sind Sie dann????
    Ich schließe mich iv an: SEHR gespannt!

  4. Alice meint:

    Kommt der Doktor doch noch. Klasse.

  5. midori meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Gerne gelesen

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  6. walküre meint:

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    Gerne gelesen

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  7. kecks meint:

    fein. viel freude bei der promotion!

  8. Croco meint:

    Mancher Klosterküche tät eine Kaltmamsell ganz gut, mit ihrer Leidenschaft für Kochen und Essen.
    Aber wenn Sie unbedingt an die Uni wollen ;)

  9. die Kaltmamsell meint:

    Zum Glück gibt’s auch an der Uni Küchenjobs, croco!

  10. Sebastian meint:

    Du WIRST Kaltmamsell!?

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