Archiv für Mai 2014

Katastrophenbacken

Samstag, 31. Mai 2014

Der Mitbewohner ermahnt mich ja regelmäßig, nett zu seiner Frau zu sein. Da er ein kluger, gütiger Mensch ist, versuche ich mich daran zu halten. Aber manchmal fällt mir das schwer.

Das hier sollte eine Torta della nonna werden.

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Ich habe sie schon einmal mit Erfolg gebacken, zusammengesetzt aus dem Boden von Lorbeerkrone und der Füllung von Ilse. Diesmal wollte ich das Rezept verbloggen, ich hatte mir bereits einige verbessernde Tricks und Tipps notiert. Nur dass die Füllung, die ich gestern Abend vorbereitet hatte, heute Morgen flüssig statt cremig war. Ich wunderte mich sehr und dickte sie mit einer ordentlichen Portion Stärke nochmal an. Schnell fand ich den Grund für mein Problem: Ich hatte unerklärlicherweise statt der angegebenen 500 Gramm Milch 750 Gramm genommen. Irgendwie versuchte ich aus dem Ganzen trotzdem den Kuchen zusammenzusetzen und zu backen, Ergebnis oben.

Und jetzt sagen bitte SIE mir, wie ich da die Frau des Mitbewohners nicht eine Vollidiotin heißen soll!

Almudena Grandes, Roberto de Hollanda (Übers.), Das gefrorene Herz

Freitag, 30. Mai 2014

Über den spanischen Bürgerkrieg (1936-39) selbst, seine Entstehung und seinen Verlauf, über die Rolle anderer Staaten darin, dachte ich eigentlich einiges zu wissen. Unter anderem war das der Schwerpunkt meiner Magisterprüfung im Nebenfach Neuere und Neueste Geschichte (die schriftlichen Prüfung fragte nach der Rolle der Katholischen Kirche im spanischen Bürgerkrieg – der Forschungsstand war 1995 noch davon geprägt, dass der Vatikan seine Archive zu diesem Thema nicht zugänglich machte).

Zudem war mir schon früh bewusst, dass alle Familien in Spanien verstrickt waren, und dass es – im Gegensatz zur Nachkriegszeit in Deutschland – in und nach diesem Krieg kein gemeinsames Leiden unter einem äußeren Gegner oder einem Besatzer gab: Ein Bürgerkrieg macht alle zu Gegnern.

Almudena Grandes‘ Roman Das gefrorene Herz (der Titel „Corazón helado“ ist einem Kommentar von Antonio Machado über die beiden Spanien entnommen) hat mir die Türen zu vielen Aspekten vor, in und vor allem nach diesem Bürgerkrieg eröffnet, die ich überhaupt nicht im Blick hatte:
Ich hatte nie nachgedacht über die Exilanten in Frankreich,
über die spanischen Soldaten, die in Frankreich gegen die Nazis kämpften,
über die spanischen Soldaten, die auf der Seite der Nazis in den Russlandfeldzug gingen.

Außer der konkreten Geschichte meiner väterlichen Familie wusste ich wenig über die Jahre direkt nach dem Krieg im lange umkämpften Madrid. Kannte also nicht die völlige Willkür, mit der die neuen Machthaber ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen verfolgten. Mir war zudem nicht klar gewesen, wie sehr die spanischen Antifaschisten davon ausgegangen waren, dass eine Befreiung Europas von Hitler auch eine Befreiung Spaniens von Franco bedeuten würde.

Aber jetzt zu dem Roman selbst, gut 950 Seiten dick und erwartbar episch. Der Universitätsdozent Álvaro sieht auf der Beerdigung seines Vaters, eines Immobilienmagnaten, eine unbekannte Frau am Rand des Friedhofs. Er begegnet ihr wieder, als er sich um einen Teil des väterlichen Vermögens kümmern soll: Sie ist eine hochrangige Bankangestellte. Um die Familien dieser beiden Protagonisten dreht sich die verschlungene Handlung mit ihren vielen Fäden: Sie springt in der Zeit zwischen Dreißigerjahren, Nachkriegsjahrzehnten und Gegenwart, schiebt sich aber insgesamt chronologisch vorwärts. Erzählt wird unter anderem von dem politischen Erwachen ganzer Bevölkerungsschichten während der Zeit der Zweiten Republik, vom teils sehr plötzlichen gesellschaftlichen Wandel (Frauenrechte!), von den Grausamkeiten des Bürgerkriegs, von der Enttäuschung der spanischen Flüchtlinge, die in Frankreich erst mal in Lager gesteckt wurden, von der späteren Gemeinschaft der Exilspanier in Frankreich, die nicht im geringsten an sowas wie Integration dachten, weil sie nur auf ihre Rückkehr warteten, von der Generation ihrer Kinder, die in dieser Zwischenwelt aufwuchsen, von den Kriegsgewinnlern in Madrid, von persönlicher Rache, vom Wegducken und Erstarren.

Das ganze ist ein sehr dichtes und gehaltvolles Bild, das meiner Ansicht nach aber etwas einfacher und weniger kompliziert hätte gezeichnet werden können. Grandes hat offensichtlich ausführlich und gründlich recherchiert, das Nachwort listet viele Quellen auf. Eine Leserin, die sich noch gar nicht mit dieser Epoche der spanischen Geschichte befasst hat, könnte die Fülle an Informationen, Namen, Schauplätzen, Zusammenhängen ermüden.

So richtig genervt haben mich allerdings die stereotyp leidenschaftlichen Liebesgeschichten, die die eigentliche Handlung des Romans immer wieder bremsen. Das mag Geschmackssache sein, ich werde halt ungeduldig, wenn ich zum fünften Mal seitenlang jemandem dabei zulesen muss, wie er den Schwung von Raquels Hüften auf dem Laken neben ihm nicht aus dem Kopf bekommt und wie ihr Duft yaddayaddayadda… (Das war wohl auch Franziska Augstein in ihrer Rezension für die Süddeutsche Zeitung aufgestoßen.)

Entschädigt hat mich die große Rolle, die Madrid zu verschiedenen Zeiten in dem Roman spielt: Ich wurde mehrfach in Erinnerungen gewirbelt, und direkt nach der Lektüre wollte ich bitte SOFOCHT auf einen Pacharán mit viel Eis in dieses eine Café am Opernplatz.

Sehr berührend fand ich die Beschreibung der Dorfbevölkerung von Torrelodones: Ja, genau solche Menschen kenne ich aus dem Dorf, aus dem meine spanische Großmutter stammt und das genau in dieser Gegend liegt. Mit ihnen beginnt der Roman:

Die Frauen trugen keine Strümpfe. Ihre dicken, runden Knie lugten gelegentlich unter dem Saum ihrer Kleider hervor, die eigentlich gar keine Kleider waren, sondern eine Art von Säcken aus dünnem Stoff ohne Form und ohne Kragen – ich wüsste nicht, wie ich sie nennen sollte. (…) ohne Strümpfe, ohne Stiefel, ohne Mäntel, nur in dicken Strickjacken, die sie mit über der Brust verschränkten Armen zuhielten.
Auch die Männer waren ohne Mäntel gekommen, hatten aber ihre dicken, etwas dunkleren Wolljacken geschlossen und die Hände in den Hosentaschen vergraben. Sie sahen alle gleich aus, genau wie die Frauen. Die Hemden bis zum Hals zugeknöpft, raue, frischgestutzte Bartstoppeln und sehr kurzes Haar. Einige hatten Baskenmützen auf, andere nicht, aber die Haltung war immer gleich, die Beine leicht gespreizt, der Kopf starr, die Füße fest im Boden verankert. Bäume, genau wie die Frauen, stämmig und robust, an Entbehrung gewohnt, sehr alt, aber auch sehr stark.

Erst durch die Lektüre des Romans fiel mir zudem ein Detail meiner Kindheitsurlaube in Spanien wieder ein:
Auf dem Fernseher der ebenerdigen Hinterhofwohnung meiner Yaya in der Calle de Leganés in Madrid und auf dem Fernseher im Landhaus in der Sierra liefen zur Francozeit gefühlt ununterbrochen Dokumentarfilme über den zweiten Weltkrieg – ich fand sie langweilig, weil halt ständig irgendwelche Panzer herumfuhren und schossen, untermalt von blecherner, martialischer Musik. Genau das kommt in dem Roman vor.

Falls Sie sich einen Eindruck von den Spaniern der 30er machen wollen: Schaun Sie sich im YouTube-Archiv von Pathé um. Gefunden habe ich zum Beispiel

Spanische Flüchtlinge an der französischen Grenze:

Madrilenen werden aufgefordert, den Aufbau Spaniens mit ihrem Gold zu unterstützen:
http://youtu.be/88pcbZYHLO8

Mein Körper

Montag, 26. Mai 2014

Am Wochenende folgte ich erst dem Link zu einem Bericht über die Fotografin Manuela Jäger-Müller („Ja zum eigenen Körper: Fotografin im Taunus trifft mit Aktion Nerv“), dann dort dem Link zu dem Video, der die Fotografin auf ihre Idee gebracht hatte.

Zwei Minuten später war ich in Tränen aufgelöst: In dem Filmchen sollten Frauen ihren Körper mit einem Wort beschreiben – und so viele sagten sofort und ohne Nachzudenken „disgusting“, ekelhaft. Das brach mir fast das Herz.

Als ich die Fassung halbwegs wiederhatte, stellte ich mir selbst diese Aufgabe. Und das erste Wort, das mir ganz echt ehrlich für meinen Körper einfiel, war: strong. Dann heulte ich gleich weiter, weil ich so froh war, dass ich endlich so weit bin.

Wahlgeholfen

Montag, 26. Mai 2014

Die Stadt München warb vergangenes Jahr mit einer großen Kampagne (Plakate und Flyer) um Wahlhelfer und Wahlhelferinnen. Neugierig war ich schon lange darauf gewesen, bei Wahlen auch mal hinter die Kulissen zu schauen; diese Kampagne brachte mich endlich tatsächlich zu einer Bewerbung. Am Termin der Kommunalwahl war ich leider schon für eine Familienfeier verplant, deshalb half ich erst gestern bei der Europawahl.

Ende April hatte ich die Benachrichtigung über den Ort meines Einsatzes bekommen (nur zehn Fußminuten von daheim entfernt) und meine zugewiesene Funktion: Beisitzerin. Das war mir fürs erste Mal ganz recht, denn ich würde mich nicht groß einarbeiten müssen. Die Benachrichtigung hatte mich auch gebeten, um 7.30 Uhr anzutreten, doch ein Anruf des Wahlvorstehers vergangene Woche teilte mich in die Nachmittagsschicht ab 12.30 Uhr ein.

Und so war für einen Nachmittag das meine Aussicht:

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Mit mir hatten Dienst eine Stadtplanerin (stellvertretende Wahlvorsteherin) und ein Jurastudent kurz vor dem Examen (Schriftführer) – zwei sehr angenehme und interessante Menschen, mit denen ich anregende Stunden verbrachte. Unter anderem erfuhr ich, dass von städtischen Angestellten Wahlhilfe erwartet wird (sie bekommen im Gegenzug aber auch einen Tag frei), ich lernte Hochinteressantes über Stadtplanung in München (nein, es ist kein Zufall, dass in München eigentlich jedes Viertel bunt ist), bekam den Tipp, dass die Gegend um die Ruderstrecke Oberschleißheim sehr schön zum Wandern ist, merkte mir die Information vor, dass man während des Oktoberfests auf den Turm der Kirche St. Paul steigen kann. Später am Nachmittag kam eine Freundin der Stadtplanerin mit Kaffee vorbei, und es ergab sich ein munterer Austausch über Formalitäten und Anekdoten zur Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft: Der Herr Student ist Bulgare und äußerte entsprechende Pläne, die Stadtplanerinfreundin ist sowjetisch-tschetschenisch-ukrainischer Herkunft und konnte Lustiges sowie Haarsträubendes beitragen, ich schöpfte aus meiner spanisch-polnischen Herkunft und erzählte von der Einbürgerung meiner Familie – die Atmosphäre war ausgesprochen europäisch.

Über die Stunden bekam ich einen Überblick über die Bevölkerung des Viertels, meines Viertels – von sehr jung bis sehr alt, Familien, Skater, junge Frauen frisch vom Sonnenbaden an der Isar (zumindest ließen Aussehen und Gepäck darauf schließen), Menschen mit Vorfahren aller Art, Originale. Ich trug ein Handtuch über der Schulter (gestern war Towel Day), ein Wähler tauchte tatsächlich mit einem ebensolchen auf (ignorierte aber meines).

Meine Aufgabe war es, die Wahlbenachrichtigungen auf Korrektheit des Stimmbezirks zu prüfen und den Wahlzettel auszuhändigen (hin und wieder wies ich darauf hin: „Jeder nur ein Kreuz.“). Nach Ausfüllen des Stimmzettels bat der Kollege neben mir um die Wahlbenachrichtigung, um den Namen im Wählerverzeichnis abzuhaken (wie eine Wählerin richtig beobachtete, blieb sie dadurch nicht ganz anonym, doch, so erklärten wir es auch immer wieder, wird damit verhindert, dass jemand mehrfach Wählen kommt). Wer die Wahlbenachrichtigung nicht dabei hatte, identifizierte sich per Ausweis. Die weitere Kollegin ließ Wähler und Wählerinnen anschließend ihren Wahlzettel in die Urne werfen; parallel zählte sie per Strichliste die Zahl der abgegebenen Zettel. Die Wahlbenachrichtigung gaben wir den Inhabern und Inhaberinnen wieder mit. Es tauchten einige Sonderfälle auf, für alle fanden wir Regelungen im umfangreichen Infomaterial (zur Not hätten wir auch Telefonnummern von Informationsstellen gehabt).

Bei Schließung des Wahllokals um 18 Uhr war auch die Vormittagsschicht wieder da zum Auszählen – bei dieser Wahl sehr einfach, die Helfer der Kommunalwahl im März hatten da ganz andere Geschichten zu erzählen: Die Zahl der Zettel in der Wahlurne wurde mit der mitgezählten und der abgehakten abgeglichen, dann zählten wir Stimmen pro Partei sowie leere und ungültige Wahlzettel, füllten mit den Ergebnissen Formulare aus. Abschließend kamen alle Unterlagen zurück in die Wahlurne. Kurz vor 19 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander.

Als Beisitzerin bekam ich 35 Euro ausgehändigt, außerdem hatte sich das Münchner KVR hiermit charmant bedankt:

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Das mache ich wieder.

Wandern/Spazieren im Murnauer Moos

Sonntag, 25. Mai 2014

Auch wenn die Ausflüge zahlreicher werden: Es ist immer noch nicht abschließend geklärt, was einen Spaziergang von einer Wanderung unterscheidet.

Gestern zum Beispiel war ich mit dem Mitbewohner und einer Freundin im Murnauer Moos unterwegs. Die Freundin hat wenig Wanderroutine und bat vor einiger Zeit darum, auf die eine oder andere meiner Wanderungen mitgenommen zu werden. Da sie ein Auto hat, suchte ich auch außerhalb der MVV-Reichweite. Den Tipp mit dem Murnauer Moos hatte mir Helga Birnstiel für die Zeit der Irisblüte gegeben, und er war ein Volltreffer. Aber: Waren diese dreieinhalb Stunden gemütlichen Gehens fast ohne Höhenunterschiede und mit nur Wasser und etwas Süßigkeiten im Gepäck nun eine Wanderung oder ein Spaziergang?

Auf jeden Fall waren sie wunderschön, mit wolkenverhangenen Bergen im Hintergrund, ungewöhnlicher Flora und Fauna im Vordergrund, sehr bequemen Wegen, interessanten Düften – und immer wieder dem Geräusch von Dampfloks in der Ferne.

Wir gingen den Rundweg Murnauer Moos.

Irisblüte: check.

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Bretterweg durchs Hochmoor.

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Hier naschten wir die hellgrünen Triebe der Tannenspitzen – wundervoll sauer-aromatisch und keineswegs nach Schaumbad, wie ich befürchtet hatte (nicht fotografiert, hier ein Beispielbild).

Blick übers Moos:

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Malerizität:

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Bummerl (oberbayr. für Jungstier) mit Kajal:

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Abschließende Brotzeit im Ähndl:

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Wochenschau

Samstag, 24. Mai 2014

Vergangenen Samstag besuchte ich mit dem Mitbewohner im Marktoberdorf einen gemeinsamen Kommilitonen, dem wir nach vielen kontaktlosen Jahren im März auf dem Konzert der King’s Singers begegnet waren. Ein schöner Nachmittag mit Aussicht, etwas blutarmem Idyll sowie Speisekarten-Allgäuerisch.

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Am Sonntag nach Langen mal wieder ein Isarlauf, ausgiebig und leichtfüßig, vorbei am einsamen Naturbad Maria Einsiedel nach Pullach und zurück.

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Daheim sehr spätes Frühstück mit morgens gebackenem Käsekuchen nach Richensa.

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Dienstagabend Spaziergang zur Leserunde durch Südfriedhof und am sommerlich bevölkerten Isarufer vorbei.

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Mittwoch endlich das passende Wetter, um meine Schuhe aus Israel auszuführen (dass ich mich beim Einfuhrzoll um das eine oder andere Dutzend Euro verschätzt hatte, habe ich erzählt?).

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Abendliche Pizza unter Kastanien.

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Für Donnerstag war schlagartige Hitze angekündigt (die auch eintrat), ich machte mich noch in der Morgenkühle um halb sieben auf an die Isar zum Laufen.

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Die schönen Sandalen, die ich mir in Berlin gekauft hatte, gingen bei ersten Tragen aus dem Leim.

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Warmer Abend auf einem Neuhauser Balkon bei Salat und Börek.

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Der Freitagmorgen begann warm genug für einen Kaffee auf dem Balkon. Doch in der Stunde bis acht kühlte es bereits so sehr ab, dass ich mich für die zweite Tasse Kaffee zurückzog.

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Mittags Spaghetti al nero di sepia bei Marietta, serviert mit Blick auf mein weißes Hemd: „Musst du aufpassen!“

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Beifang aus dem Internet

Donnerstag, 22. Mai 2014

Was machen die da? ist ohnehin ein ganz großartiges Projekt von Isabel Bogdan und Maximilian Buddenbohm, unter anderem weil es die gefragten Menschen ganz selbst zu Wort kommen lässt. Der neueste Beitrag hat mich besonders mitgerissen, weil er nicht nur eine Tätigkeit schildert, die sich nach Traumjob anhört, sondern auch ganz viele Hintergrundinformationen über die Stabi Hamburg enthält:
„Markus Trapp, Stabsstelle Social Media“

(Vielleicht kriege ich ja doch endlich dieden Arsch hoch und portraitiere hier zwei Leute in München, die mich aus genau diesem Grund faszinieren: Einen Feinkosthändler und eine Wirtin.)

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Ich habe hier eh viel zu lange nicht über Sport geschrieben – oder auch nur die Ergebnisse meines Bewegungsdrangs, die die Medien gerne „Sport“ nennen. Lasse ich halt andere für mich schreiben, zum Beispiel dasnuf über den Berliner Zombierun:
„In der Zombieapokalypse überlebt man nur im Team“.

Es ist faszinierend, wie schnell man laufen kann, wenn ein massig wirkender Typ mit hervorquellendem Gehirn schreiend wie ein Ochse hinter einem herläuft. Man möchte im Anschluss daran erbrechen, ist aber sehr, sehr glücklich.

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Bilder und Wörter zur brutalen Realität:
„I Didn’t Lose My Hair and Breasts, Cancer Took Them“
Erst recht Teil des Projekts A beautiful body.

via @happyschnitzel

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via @JoLendle