Journal Montag, 18. Januar 2016 – Büroturbulenzen

Dienstag, 19. Januar 2016 um 7:07

Seit einigen Wochen schlafe ich nicht eigentlich schlecht, aber unerfreulich: Mein Schlaf ist leicht, ich träume viel und Unangenehmes, meist wache ich davon bedrückt auf. Auf gestern hatte ich mit Ohrenstöpseln geschlafen, damit mich Müllabfuhr und Schneeräumfahrzeuge nicht vorzeitig weckten. Zumindest das funktionierte.

Ich plante, trotz verschneiter Straßen und Wege abends zum Sport zu fahren, radelte also in die Arbeit (mit Öffentlichen wären genau diese Strecken umständlich gewesen). Es kam dann anders: In der Arbeit ging es hoch her, Reisen waren abzusagen, umzuplanen, neu anzulegen, abzurechnen, außerdem hatte mich ein wichtiger Informationsfluss nicht erreicht und ich musste eine rechtzeitige Abgabe retten. Nein, dabei wird es nie eine Rolle spielen, dass ich nichts dafür kann: Wenn etwas in meinem Bereich vor die Wand zu fahren droht, werfe ich mich ganzer Kraft (und Panik) in die Rettung. Dass die Situation entstanden war, weil jemand ebenso konsequent mit „mir egal“ und „nicht zuständig“ arbeitet, bedrückte mich zusätzlich: Erfahrungsgemäß ist bei Erwachsenen an dieser Grundeinstellung nichts zu ändern.

Das und eine düstere Großwetterlage im Büro verdarben mir den Appetit, ich brachte nur einen Kanten Brot herunter. Erst spät radelte ich mit ungenutztem Sportrucksack nach Hause, immer noch so daneben, dass ich fast eine grün gewordene Ampel verpasst hätte (Entschuldigung, rücksichtsvolles links abbiegendes Auto, danke fürs Nichthupen).

Während Herr Kaltmamsell die Kartoffeln fürs Abendessen kochte, schnitt und knabberte ich am Jamón.

160118_02_Jamon

In der einen Woche seit Anschneiden ist er ganz schön geschmolzen; mittlerweile kann ich mir gut vorstellen, dass wir den schaffen.

Nachtmahl war Matjes – Sie müssen mir einfach glauben, dass er unter diesem Berg an Zwiebeln, Dill und Äpfeln liegt. Schmeckte ausgezeichnet.

160118_03_Matjes

Danach Schokoerdnüsse und -rosinen, während ich die Twittertimeline und den Techniktagebuchchat des Tages nachlas.

die Kaltmamsell

2 mal Beifall zu “Journal Montag, 18. Januar 2016 – Büroturbulenzen”

  1. creezy meint:

    Ich hatte mal Tapas auf Mallorca: ebensolcher Schinken mit einer Vinaigrette aus etwas Öl, hellem Essig und Petersilie mit Knoblauch bestrichen … göttlich!

  2. Julia meint:

    Geht mir ähnlich mit dem Schlaf derzeit. Ist es die Dunkelheit? Ich weiß nicht. Aber egal, wann ich in’s Bett gehe, bin ich morgens wie gerädert. Auch egal, ob mit oder ohne Rotwein am Vorabend… Ich hoffe einfach, dass die Phase vorbeigeht. Aber in so Zeiten verstehe ich immer, warum Schlafentzug eine Foltermethode ist… Schlafen Sie ruhig, gut und erholsam, liebe Kaltmamsell. Ich geh‘ jetzt ins Bett.

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