Journal Dienstag, 9. Februar 2016 – Kehraus

Mittwoch, 10. Februar 2016 um 6:22

Der Vorsatz für den gestrigen freien Tag (immer noch faschingsfrei) war: nix machen.

Na gut: Den Sauerteig zum Brotbacken hatte ich schon angesetzt, also buk ich morgens mal wieder einen 7-Pfünder.

160209_05_7Pfuender

Während der im Ofen war, holte ich bei Högl Krapfen, wegen Helau.

160209_02_Vanillekrapfen

Unter diesem Vanillekrapfen sieht man noch die Spuren eines halben Germknödels (ich hatte mit Herrn Kaltmamsell geteilt). Ich habe schon so lange keinen idealen Vanillekrapfen vom Augsburger Wolf bekommen, dass ich diesen bereits sehr genoss.

160209_03_Gstaubter

Danach zu noch einer Tasse Darjeeling den klassischen G’staubten.

Zu spanischer Mittagessenszeit baute ich den warmen Blaukrautsalat nach, den Anke Gröner vergangene Woche bei instagram gepostet hatte.

Nachmittags höchst gemütliches Auflesen einiger liegengebliebener Zeitungen.

Nicht gemacht:
– Kraftstraining
– LED überm Herd ausgetauscht
– gebügelt
Ist doch schonmal was.

Abends zwei aufgezeichnete Folgen Tatortreiniger angesehen. Vor Vergnügen gequietscht über die Folge „Anbieterwechsel“: Welch großartige Idee, diese Religionsagentur, die Persönlichkeitsprofile von Menschen auf der Suche nach Spiritualität perfekt matcht mit dem Anbietermarkt an Religionen. Ganz unzynisch und vernünftig, denn: Sollte man sich seine Religion nicht mindestens so sorgfältig aussuchen wie seinen Mobilfunkanbieter? (Erster Quietscher gleich am Anfang, als die Kamera ganz kurz eine cellophanierte Schachtel „Einsteigerset Buddhismus“ zeigte.) Anna Schudt als nüchtern-freundliche Agenturinhaberin ganz wunderbar.

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Kathrin Passig und Holger Schulze haben in Berlin einen Vortrag über „Kleine Formen“ (in der Kunst, in der Literatur) gehalten und ihre dazugehörige Präsentation mit einem sensationellen Spektrum an Schriftarten und Farben hier online gestellt.

Persönliches Lieblingsfeature: Slide 44 zeigt ein niedliches Eichhörnchen, das gerade auf Kathrin Passig klettert – meine Fangirl-Welt ist perfekt.

§

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Merkur schreibt Andreas Bernard über
„Das totale Archiv. Zur Funktion des Nicht-Wissens in der digitalen Kultur“.

Er zeichnet zum einen nach, wie wichtig Nichtwissen als dramaturgisches Prizinip ist. Zum anderen belegt er, wie sehr sich die Menschen seit vielen Jahrhunderten verschätzen, wenn sie beim Blick auf Fortschritt und Entwicklung das noch übrige Nichtwissen beschreiben.

die Kaltmamsell

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