Journal Donnerstag, 25. Februar 2016 – The Price of Salt

Freitag, 26. Februar 2016 um 10:31

Gestern fiel dem Winter ein, was er eigentlich im Dezember vorgehabt hatte.

160225_02_Balkonblick

Ich fand wieder keine Zeit für auch nur eine halbe Stunde Sport. Zumindest marschierte ich zu Fuß in die Arbeit, vor dem dichten, nassen Schneefall mit einem Schirm geschützt, um den linken Knöchel meine neue Bandage. Erster Effekt der Bandage, auch beim Heimweg zu Fuß: Damit schmerzt nicht mehr nur die Achillesferse, sondern das ganze Bein. Das ist nicht, was ich erhofft hatte.

Tag 2 der Einführungsveranstaltung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Wieder viel erfahren, Gelegeheit zu neugierigen Nachfragen bekommen, weitere Menschen aus entfernten Standorten kennengelernt, erzählt und erzählen lassen.

Auf dem Heimweg letzte Einkäufe für den Abend: Meine Leserunde traf sich bei uns. Herr Kaltmamsell machte italienischen Polentauflauf, ich dazu Feldsalat/Portulak, außerdem zum Nachtisch Schokoladenspeise mit Latwerge. Das Buch, über das wir uns unterhielten, war The Price of Salt von Patricia Highsmith. Fast allen hatte die Geschichte der 19-jährigen Therese mit Ambitionen als Bühnbildnerin, die sich in eine ältere Frau in Scheidung verliebt, sehr gut gefallen. Wir sprachen darüber, warum sich die beiden so seltsam zueinander verhalten, welche Rolle Abby spielt, ob es sich um ein Sugar-Mommy-Verhältnis handelt.
Mir hatte auch der Einblick in eine fremde Vergangenheit gefallen: Der Arbeitsalltag einer jungen Kaufhausverkäuferin in New York (eigentlich ein Topos der Zeit), der einer älteren Verkäuferin, wie junge Leute in Manhattan wohnten und die Wochenenden verbrachten, wie man auf Reisen kommunizierte („postlagernd“), Jobsuche über Aushänge in Fenstern.

§

Die einzge Landschildkröte als Haustier, mit der ich näher zu tun hatte, war die Schildkröte Pinkie meiner Klassenkameradin Babsi. Pinkie liebte Bananen und sie überwinterte im Keller des Eigenheims von Babsis Familie. Mich überraschte es also sehr, als ich von den Überwinterungsmodalitäten heutiger Schildkröten erfuhr:
„Der Kühlschrank bleibt dunkel, damit die Schildkröte besser schlafen kann.“

die Kaltmamsell

1 mal Beifall zu “Journal Donnerstag, 25. Februar 2016 – The Price of Salt

  1. Bernicz meint:

    Wir haben in der Speis neben dem Gefrierschrank einen extra Schildkrötenkühlschrank. Einmal pro Woche wird kurz gelüftet, alle 4 Wochen wird stichprobenartig eine gewogen.

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