Journal Dienstag, 1. März 2016 – Schnee und Bloggercocktails

Mittwoch, 2. März 2016 um 7:11

Als ich Herrn Kaltmamsell einen guten Morgen wünschte, riet er: „Schau lieber nicht raus.“ Aber bereits die Geräuschkulisse beim Aufwachen (Schneeräumen) hatte mir verraten, wie es da aussah.

160301_02_Balkonblick

Auf dem Weg in die Arbeit schneite es weiter.

160301_04_Kaiser_Ludwig_Platz

160301_05_Theresienwiese

160301_07_Bavariapark

Nein, das ist kein Filter über dem untersten Bild, das ist eine nasse Linse.

Über den Tag hörte der Schnee aber auf. Es blieb düster, grau und matschig.

Abends die sehr befreute Verabredung mit einer in München gebliebenen Bloggerin vom Wochenende samt Begleitung, die mit einer Einladung in den Westerwald endete. Dann habe ich da also einen Termin im Sommer.

§

Giovanni di Lorenzo, Herausgeber der Zeit hielt eine „Dresdner Rede“, in der er die Entstehung des Konzepts Lügenpresse analysiert – aus der Perspektive der Rezipienten, aber auch aus der Sicht der Medien, mit vielen konkreten Beispielen. Di Lorenzo setzt auf Aufklärung und Transparenz. Ich wünschte es gäbe mehr Beweise, dass das tatsächlich wirkt.
„Alles Lüge? Warum Deutschlands Medien so stark – und manchmal doch so angreifbar sind“.

§

Warum ich Blogs liebe, Folge fünfstellig. Frau Brüllen schildert einen Ausschnitt ihrer Arbeit für ein Schweizer Pharmaunternehmen, nämlich ein Konferenztelefonat mit der US-Behörde Center of Disease Control and Prevention. Wo wenn nicht in Blogs würde ich je von sowas lesen?
„Man hat’s nicht leicht.“

die Kaltmamsell

4 mal Beifall zu “Journal Dienstag, 1. März 2016 – Schnee und Bloggercocktails”

  1. Frau Brüllen meint:

    Oh, danke für die Blumen! (Ich verkneife mir grad meine Freudenäusserungen über Schnee ;-))

  2. Chris Kurbjuhn meint:

    Was Giovanni di Lorenzo übersieht: Die Leser merken, dass sie mit E-Mails, die sie zu eher schlichten Meinungsumfragen einladen und als Belohnung ein Probe-Abo offerieren, für dumm verkauft werden sollen. Und wer derartige Schlangenöl-Verkäufer Methoden anwendet, beschädigt auch die Glaubwürdigkeit seines journalistischen Angebots. „Ja, klar, die Leute vom Marketing, die versuchen dich reinzulegen, das ist deren Job, aber wir sind seriös, echt…“

  3. die Kaltmamsell meint:

    Stimmt, Chris Kurbjuhn, Redaktionen übersehen gerne, dass sie da draußen auch mit den Marketingaktionen ihrer Häuser identifiziert werden. Aber das gehört möglicherweise zum von di Lorenzo dargelegten Umstand, dass die meisten nichts über die Abläufe in Redaktionen wissen.
    Ich kenne durchaus aus dem Redaktionsalltag im Lokalen einer Tageszeitung Anrufe von Anzeigenkunden: „Wir schalten ja morgen eine halbseitige Anzeige zu unserer Geschäftseröffnung. Ich schicke Ihnen gleich mal einen Artikel und Bilder, die sie bitte drüberstellen.“ Und ziemliche Irritation, dass das nicht so funktioniert.

  4. Tim meint:

    Zu der „Lügenpresse“. Ich denke Informationsanbieter überschätzen auch ihren Einfluss. Die Zeiten, als fast jeder Haushalt eine Tageszeitung hatte und die Nation um 20:00 Uhr geschlossen vor der Tagesschau saß sind schon lange vorbei. Wen erreichen Nachrichten wirklich, außer den Häppchen, die im Laufe des Tages im Vorbeigehen aufgeschnappt werden?

    Zum CDC. Das CDC gibt es wirklich, ich durfte als Postdoc dort 2 Jahre arbeiten. Aber das Wichtigste dabei: Es ist in Atlanta. Eine unglaublich tolle Stadt, in die ich immer noch gerne reise, von der man aber in Europa praktisch nichts weiß, nur irgendetwas mit Coca Cola und Olympia 1996.

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