Journal Mittwoch, 16. März 2016 – Doraden

Donnerstag, 17. März 2016 um 6:22

Der Tag begann düster und wolkenverhangen, wurde aber ab Mittag immer sonniger. Kalt blieb es.

Den Morgen begann ich mit ein wenig Hanteltraining vor dem Fernseher – nachdem die Wochen zuvor mein Sportrhythmus deutlich langsamer geworden war, versuche ich jetzt wieder Regelmäßigkeit reinzukriegen. Zu Fuß in die Arbeit. Auf der Theresienwiese wird immer noch ein Stück Asphalt erneuert; als ich letzthin recherchierte, wann die Arbeiten endlich fertig werden, stellte ich fest, dass so eine „Sanierung“ sieben Monate dauert. So schnell lache ich nicht mehr über den Berliner Flughafen.

Auf dem Heimweg besorgte ich beim Verdi Doraden als schnelles Abendessen zum Salat aus dem frisch geholten Ernteanteil.

160316_04_Dorade

Das war nun das zweite Mal diese Woche, dass ich nach der Arbeit das Nachtmahl gekocht habe – Herr Kaltmamsell lässt bereits die Flügel hängen und fühlt sich überflüssig.

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Bald gibt es James Rebanks‘ A Shepherd’s Life auch in deutscher Übersetzung: Mein Leben als Schäfer.

Vielleicht mögen Sie Herrn Rebanks (uns seinen beiden Hunden) ein paar Minuten beim Schäfern zusehen?

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In der jüngsten Wochenendausgabe der Süddeutschen erklärte ein ausführlicher Artikel, warum die Versprechen der Kosmetikindustrie gar nicht stimmen können (unter anderem: Um die Ergebnisse zu erzielen, mit denen sie wirbt, müssten die Produkte so tief ins Gewebe eindringen, dass eine Zulassung als Arzneimittel nötig wäre).
Kostenlos lesbar ist davon das Interview mit Ursula Loggen, wissenschaftlicher Leiterin des Bereichs Ernährung, Kosmetik und Gesundheit bei Stiftung Warentest:
„Schöner Schwindel“.

Was übrigens nicht heißt, dass Sie nicht 150 Euro für ein Töpfchen Gesichtscreme ausgeben sollen – das folgt lediglich demselben Marken-Mechanismus, das Menschen mehrere Tausend Euro für eine Handtasche oder mehrere Hundertausend Euro für einen Pkw zahlen lässt. Die Creme macht wissenschaftlich belegbar mindestens zu schön wie die Tasche und das Auto.

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Fast sechs Jahre alt, aber ausgesprochen lesenwert: Alexander Gorkow interviewt Sylvester Stallone.
„‚Ich war ein Idiot.'“

via @alex_ruehle

die Kaltmamsell

8 mal Beifall zu “Journal Mittwoch, 16. März 2016 – Doraden”

  1. frau bruellen meint:

    sehr interessant, wie man mit unterschiedlichem background aus solchen artikeln unterschidliches rausliest. ich lese zb aus dem warentester- interview: “ wir haben da jetzt tests entwickelt und hätten die gern als standard etabliert, das interessiert aber keinen in der branche, deswegen pöbeln wir lieber mal rum“

  2. frau bruellen meint:

    aber ich bin den testern gegenüber ja mehr als skeptisch eingestellt nach der unsäglichen argumentation im rittersportfall und der sonnencremetests, die ich mur aus interesse mal en detail angeschaut habe

  3. pixelpu meint:

    Das Interview mit Warentest fand ich schwierig, da die Frau oft nicht wirklich auf die Fragen geantwortet und sich teils widersprochen hat.
    Das mit Stallon hingegen war sehr interessant, da ich ihn bisher völlig anders gesehen habe.

  4. rum meint:

    Tolles Foto!
    (Bin sonst immer vom unsichtbaren Teller abgelenkt…)

  5. rum meint:

    Und natürlich:
    Gerne gelesen
    Danke!

  6. Polly Oliver meint:

    Verraten Sie vielleicht noch, wie Sie die Doraden zubereitet haben? Oder, falls Sie das bereits aufgeschrieben haben, hätten Sie vielleicht den Link dazu?

  7. die Kaltmamsell meint:

    Die Zubereitung ist so schlicht, Polly Oliver, dass sie kaum zum Rezept taugt:
    Doraden außen und innen salzen, Zitronenscheiben und Petersilie in den Bauch.
    Ofen auf 180 Grad vorheizen.
    Doraden in der Pfanne in Öl von beiden Seiten anbraten, Pfanne für ca. 15 Minuten in den Ofen schieben.

  8. Polly Oliver meint:

    So habe ich mir das schon gedacht, danke für die Antwort! Das werde ich ausprobieren.

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