Journal Dienstag, 14. März 2017 – Ich bleibe

Mittwoch, 15. März 2017 um 6:47

Morgens zum Langhantel-Krafttraining. Ein wenig Schwierigkeiten, weil durch den beengten Nackennerv wieder die linke Schulter-Arm-Seite schwächer ist.

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Berufliche Entscheidung getroffen: Ich bleibe. Und arbeite an inneren Distanz und Wurschtigkeit. Die Verhältnisse werden sich nicht ändern, also muss ich meine Haltung dazu ändern.

Theresienwiese zu Feierabend.

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Abendessen.
Das ist einer meiner Alleinessensstandards, und erst gestern fiel mir auf, dass er doch eher speziell ist: Ein lauwarmes Pastagericht, das keine Kultur vorsieht. Vielleicht ist es für andere sogar widerlich. Es entstand während meiner Studienzeiten auf dieser Basis:
1) Ich lehne Nudelsalat ab.
2) Ich liebe den Geschmack von Majonese.
3) Ich mag Nudeln.
4) Ich mag Tomaten, Gurken, Paprika.
Irgendwann wurde daraus eine Mahlzeit aus frisch gekochten Nudeln, während deren Garzeit ich in einer großen (weil es darf ruhig viel sein, so lange es gut schmeckt) Schüssel viel Joghurt mit ein zwei Löffeln Majo, Salz und Pfeffer verrührte, frische Tomaten/Paprika/Gurke/Stangensellerie (was halt gerade da war oder worauf ich Lust hatte, immer aber Tomate) reinschnippelte. Und dann die Nudeln untermischte. Das ist auf KEI-NEN FALL Nudelsalat.

Herr Kaltmamsell kehrte von einer Dienstreise zurück, große Freude.

die Kaltmamsell

9 mal Beifall zu “Journal Dienstag, 14. März 2017 – Ich bleibe”

  1. lihabiboun meint:

    Natürlich, sehr verehrte Kaltmamsell, ist das kein Nudelsalat, das ist die frische feine Frühlingspasta!!! Mein Alleinessensgericht ist Nudelsuppe mit geschmolzenem Käse – auch so ein Überbleibsel aus Studentenzeiten ….
    Wünsche gutes Gelingen bei der Arbeit am etwas dickeren Fell!

  2. Sigrid meint:

    Nein, es ist kein Nudelsalat ;-)
    Ich hoffe für Sie, dass Sie sich bei der Änderung Ihrer Haltung zu gewissen Gegebenheiten nicht zu sehr verbiegen müssen. Aber manchmal sind gewisse Personen nicht zu ändern und man sollte sich bestimmte Dinge nicht zu Herzen nehmen.

  3. Hildegard Reinsch meint:

    Hallo,
    Wenn Frau allein zuhause ist darf sie essen was sie will!
    Zum beruflichen Fazit einGroßmutterspruch:Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht!
    Ist mir passiert – nach 2 Jahren Durchhalten ist mir irgendwann nach dauerhaftem Mobbing der Kragen geplatzt und der Chef war Not mausend. Also mußte ich mit 57 den Hut nehmen ade Managerposition, welcome to Arbeitslos-Langzeit. Nie mehr eine Position bekommen.Irgenwie durchgewurschtelt-Selbständig und so. Gottseidank kam dann die Verrentung und ich genieße sie, trotz schmalem Budget, aber mein Leben gehört wieder mir.
    Liebe Grüße und ich drück die Daumen dass das klappt!
    Hilde

  4. Tine meint:

    Ich kenne Sommerspaghetti: Paprika, Tomaten, Mozarella kleinwürfeln, mit den gekochten Spaghetti und Essig und Öl verrühren, Gewürze und Kräuter nach Belieben. Das ergibt auch eine lauwarme Pasta, so fern ist das also nicht.

  5. Trude meint:

    Sicher eine gute Entscheidung, denn da bin ich mir bei Ihnen sicher…wohl überlegt zu haben. Was solls?! Irgendwas ist immer, hier auch und man lernt damit umzugehen.
    Die Nudeln würden mir auch schmecken so wie sie sind, Nudelsalat ist eher „bäh“.
    Nun wünsche ich weitere tolle Arbeitsjahre. Auf geht’s.
    LG, die Trude.

  6. Thomas H. meint:

    Liest denn Cheffe hier nicht mit oder jemand aus der Firma ? Ich finde diese Offenheit relativ, naja, gefährlich oder, sagen wir, ungeschickt. Außer natürlich, da steckt eine gewisse Absicht dahinter, den Arbeitgeber von der eigenen Seelenlage zu informieren.

  7. die Kaltmamsell meint:

    Und was würden Sie als „Cheffe“ oder „jemand aus der Firma“ tun, Thomas H., was mir bedrohlich werden könnte?

  8. Joël meint:

    Ich habe das jetzt erst gelesen, als ich spät von einer miesen Probe nach hause kam.
    Naaaein, das ist kein Nudelsalat !!!
    (sagt er und hält sich den Bauch vor Lachen)
    Danke für den Lacher.
    Jetzt kann ich mit einem Lächeln schlafen gehen.

  9. jongleurin meint:

    Ich bin ja auch im Zweifel von der „ich bleibe“-Fraktion, bis der Leidensdruck irgendwann doch zu groß wird. Was in diesen Zeiten einzig hilft, ist das „Augen offen und Bewerbungsunterlagen aktuell“-halten. Für komplettes Resignieren ist ein überanstrengender Arbeitsplatz dann doch zu viel Lebenszeit. (nur als Erfahrungserzählung gemeint, ich glaube nicht, dass Sie einen Tipp brauchen.)

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