Journal Freitag, 10. März 2017 – Münchnerisches

Samstag, 11. März 2017 um 8:49

Diese Arbeitswoche zog sich derart hin, dass ich mich schon fast nicht mehr über den Freitag freute.

In der Mittagspause las ich im Lokalteil der Süddeutschen eine große Abschiedsgeschichte über meine Lieblingswäschehändlerin.

So gut ich Frau Elmpaks Gründe nachvollziehen kann (und sie hatte mir bei meinem letzten Einkauf noch einige Aspekte erzählt, die im Artikel nicht genannt werden): Jetzt muss ich mich dahinterklemmen, noch das eine oder andere helle Set für den Sommer bei ihr zu bekommen. Hat eine von Ihnen Erfahrungen mit dem MCL-Shop in der Klenzestraße? Der sieht zumindest beim Vorbeigehen aus, als könnte er den verschwindenden Treml ersetzen. (Gerne als E-Mail an die Adresse links oben in der Seitenleiste.)

Auf dem Heimweg (bunter Himmel, zapfige Temperaturen, schneidender Wind) nachgesehen, ob die Bavaria nach ihrem Auftritt am Nockherberg wieder gut heim gekommen ist.

Vielleicht sollte Luise Kinseher das nächste Mal den Löwen mitbringen, damit die Diskussion über zu viel oder zu wenig Bissigkeit ihrer Ansprache erst gar nicht aufkommt. (Mir hatte sie gefallen – auch wenn die eigentliche Show das großartige Singspiel war. Hier in der BR-Mediathek zum Nachgucken.)

Herr Kaltmamsell hatte seinen Ehrgeiz daran gesetzt, möglichst viele vorhandene Lebensmittel für das Abendessen aufzubrauchen: Es wurde ein köstliches Chili von carne, Quesadillas hatte er auch dazu gemacht.

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Wegen dieses Tweets über Influencertum im Web nachgedacht: Ja, so funktioniert das tatsächlich.
Giardino bloggt über Kuchen mit Trockenpflaumen drin – kommt auf den Backplan fürs Wochenende.
– Alle paar Jahre kaufe auch ich Nagellack – da ich keine Ahnung habe und keine Lust mir eine anzulesen, erinnere ich mich an die Begeisterung von Vielnagellacklerin Frau Brüllen und gehe im Drogeriemarkt schnurstracks auf die Essie-Palette zu.
– In den vergangenen Wochen schmerzen mich beim gewohnten Seitenschlafen meine Schultern und es schlafen meine Arme ein – das Neue ist, dass das auf beiden Seiten so ist, bislang musste ich nur links aufpassen. Da mein linker Arm auch wach derzeit regelmäßig kribbelt, nehme ich an, dass wieder der Knochensporn im Wirbelkanal eines Halswirbels den Nerv reizt. Vielleicht doch ein anderes Kopfkissen? Und ZACK! fällt mir als Erstes dieses Eva-Kissen ein, dass 2016 quer durch die Blogs meines Internets gesponsert getestet und für gut befunden wurde. In diesem Fall ist mir allerdings das Risiko zu groß und teuer, bei Nichtfunktionieren Müll zu erzeugen, ich würde dann doch ins Fachgeschäft gehen und mich beraten lassen.

Influencertum? Das funktioniert halt wie im Kontakt mit Arbeitskolleginnen, Nachbarn, der Obsthändlerin: Wenn ich jemandes Einschätzung vertraue, nehme ich Tipps an.

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Gefahren des Homeoffice: Man sieht, wie eklig Papa wirklich ist.
(Interessanterweise war im englischsprachigen Raum die Annahme verbreitet, die Retterin sei das Kindermädchen.)

Nachtrag: Und schon gibt es eine gründliche und lustige Fachanalyse der Szene.
„Breaking Down the Father on BBC Being Interrupted by His Children“.

die Kaltmamsell

9 mal Beifall zu “Journal Freitag, 10. März 2017 – Münchnerisches”

  1. Nina meint:

    Bettenrid! Sehr gründliche, freundliche und geduldige Beratung mit Probeliegen etlicher Kissen. Kleines Vermögen für ein Gelkissen ausgegeben, aber seitdem sind Nackenschmerzen und im Schlaf eingeschlafene Hände Geschichte.

  2. Elfe meint:

    Die „Fachanalyse“ made my day, so nett das ursprüngliche Video auch ist. Und für mich war das von vornherein die Mutter; das kenne ich nämlich auch von uns, wenn Papa abends kurz mit der Arbeit telefoniert, die Kinder aber dringende Anliegen haben (oder auch nur Neugier und Dabeiseinwollen).

    P.S. Für Deutschland erwarte ich mir eher Lauflernhilfe-Bashing statt Nanny-Diskussion.

  3. die Kaltmamsell meint:

    Genau an dieses Fachgeschäft hatte ich auch gedacht, Nina. Nach Ihren guten Erfahrungen erst recht.

    Ah, das sind natürlich die Feinheiten, Elfe, die ich als Kinderferne nicht erkenne. Mittlerweile gehe ich allerdings davon an, dass ALLES an Kindern und der Haltung auf Leben und Tod diskutiert wird.

  4. Claudia meint:

    Ich kann Bettenrid auch empfehlen und bin ja ein Fan der Tempur Kissen. Mein Neuestes habe ich auch dort erworben.

  5. joriste meint:

    Thema Influencer: Genau! (gestern kam das Paket der Kunstmühle hier im Ruhrgebiet an. Natürlich gibt es auch bei uns gutes Mehl, aber ich habe da so einen tollen Bericht über eine Führung in der Mühle gelesen :)

  6. Trolleira meint:

    Gehen Sie mal zur Massage und lassen Sie sich mit Wärme behandeln (heisse Rolle!) Das hat mir geholfen, beim gleichen Problem mit einschlafenden Armen über Nacht. War auf Verspannungen in Schulter, Nacken und Rücken zurück zu führen…Gute Besserung!

  7. Frau Klugscheisser meint:

    Wäsche mit bester Beratung durch die Chefin hier:
    Torso

  8. Julia meint:

    Wie schade zu hören, dass der Wäscheladen schließt, in dem ich manches Teil in meiner Münchner Zeit erstanden habe. Leider hat ein ähnlich guter Laden in meiner neuen Heimat Wiesbaden auch mittlerweile geschlossen. Jetzt bleibt die „Brafitter“-Dame in Mainz. Die soll allerdings wahre Wunderdinge leisten. Ich bin gespannt…

  9. Elfe meint:

    Nachtrag: Bestimmt haben Sie in den letzten Tagen das Interview mit dem BBC-Experten gelesen, in dem er die backstage-Ereignisse schildert, oder? Dass seine Frau im Wohnzimmer am Fernseher saß, um das Liveinterview zu filmen, und dann im Fernsehen ihre Kinder gesehen hat, die den Papa (ja was? Videobomben?) in echt nebenan sehen wollten – ist das nicht großartig?
    Außerdem bin ich endlich fertig mit dem Nockherberg-Nachschauen. Besten Dank für die Erinnerung, als nicht mehr in Bayern Wohnende hatte ich das nicht auf dem Schirm, dafür hab ich jetzt viele Ohrwürmer. (Und das säuerliche Gesicht des Herrn Hofreiter kann ich gut verstehen, den fand ich als einzigen nicht gut getroffen.) Gestern sagte doch tatsächlich jemand zu mir „komm herein“ …!

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