Journal Mittwoch, 19. April 2017 – doch noch Osterschokolade

Donnerstag, 20. April 2017 um 6:38

Tief, gut und durch geschlafen, und die Träume, aus denen ich aufwachte, waren nicht stimmungsverdunkelnd (passiert mir letzthin oft, dass die Stimmung meiner Träume meinen ganzen Tag bedrückt).

Es war kalt und versprach Schnee, ich holte für den Weg in die Arbeit die Mütze wieder raus. Über den Tag schneite es immer wieder.

Nach Feierabend machte ich doch noch einen Abstecher zu Osterschokolade um die Hälfte; meine Beute war groß genug, um Herrn Kaltmamsell beim Heimkommen zum Staunen und Lachen zu bringen.

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HAMMER!
Fast genau fünf Jahre nach Gründung setzt das Kartoffelkombinat seine ersten eigenen Kartoffeln!

Posted by Kartoffelkombinat on Mittwoch, 12. April 2017

Ich kenne diese „Dämme“ für den Kartoffel- und Spargelanbau ja unter dem Namen „Bifang“.

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Meine Lieblingsvorturner aus dem Internet, Fitness Blender, gefallen nicht nur mir ganz besonders gut. Jetzt wurde sogar das Wall Street Journal auf sie aufmerksam:
„A Fitness Empire Quietly Rises on YouTube“.

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Ich werde immer misstrauischer gegenüber dem Diktat des positiven Denkens (und Fühlens). Zwar gibt es sicher eine Menge Menschen, denen die Selbstermahnung hilft, nicht immer nur zu nörgeln, sich nicht auf negative Aspekte zu konzentieren, sondern aktiv nach Schönem zu suchen und sich daran zu erfreuen. Weil sie sich dann wirklich besser fühlen, einen fröhlicheren und entspannteren Blick auf Leben und Umstände haben.
Doch gleichzeitig sehe ich die Gefahr, dass andere Menschen sich von echten Problemen ablenken, die sie mal besser in Angriff nehmen sollten. Oder dass Fröhlichkeit zur einzig akzeptierten Weltsicht wird, und dass den Menschen, die sich gerade ohnehin nicht gut fühlen, ihre Unfröhlichkeit vorgeworfen wird, am destruktivsten von ihnen selbst.

Laurie Penny erkennt darin ein gesellschaftliches Problem:
„Life-Hacks of the Poor and Aimless
On negotiating the false idols of neoliberal self-care“

The isolating ideology of wellness works against this sort of social change in two important ways. First, it persuades all us that if we are sick, sad, and exhausted, the problem isn’t one of economics. There is no structural imbalance, according to this view—there is only individual maladaption, requiring an individual response. The lexis of abuse and gas-lighting is appropriate here: if you are miserable or angry because your life is a constant struggle against privation or prejudice, the problem is always and only with you. Society is not mad, or messed up: you are.

Mit einer ekligen Nebenwirkung:

With the language of self-care and wellbeing almost entirely colonized by the political right, it is not surprising that progressives, liberals, and left-wing groups have begun to fetishize a species of abject hopelessness.

die Kaltmamsell

7 mal Beifall zu “Journal Mittwoch, 19. April 2017 – doch noch Osterschokolade”

  1. Joël meint:

    Vielleicht bin ich doof, aber ich verstehe das nicht mit der Osterschockolade. Was machen sie da genau?

  2. die Kaltmamsell meint:

    Ich gehe in einen Supermarkt, Joël, von dem ich weiß, dass er immer zu viel Ostersüßigkeiten bestellt und sie nach Ostermontag zum halben Preis verscheuert. Irgendwie hat sich das bei mir schon zu Studienzeiten etabliert: chocolate haul nach Ostern. (Mia ham ja nix g’habt!)

  3. Regina meint:

    Gratulation dem Kartoffelkombinat und seinen Mitgliedern !
    Ich habe mir das gesamte Video angesehen und beschlossen, im nächsten Leben Landwirtin zu werden.
    Mein Gemüsegarten ist eindeutig viel zu klein, ich verbringe zuviel Zeit wegen Geldverdienens in Büro und schon als kleines Mädchen fand ich Trekker klasse. Mein Vater erzählte mir vom Zuckerrübenbunkerköpfroder und ich war beeindruckt. Warum bin ich vom Weg abgekommen ? Warum wird mir das erst jetzt eindeutig klar ??
    Vielen Dank für Ihre Mühe, immer wieder neue und interessante und zT erkenntnisbringende Infos zu vermitteln.

    Zum Thema positiven Denkens möchte ich anmerken, dass es sicherlich wie immer das richtige Mass ist, das angewendet werden sollte. Ernste Probleme müssen angegangen und bearbeitet werden, und Depressionen kann man mit positivem Denken nicht heilen. Aber einiges oder sogar vieles an Genörgele; Gemeckere und Gejammere schon. Wobei Depressionen KEIN Gejammere, Gemeckere und Genörgele ist ! (Alles mal wieder auch eine Definitionsfrage.)

    Gute Besserung,
    und Osterschokolade und dannoch zum halben Preis, das hilft zumindest kurzfristig :)

    Herzliche Grüsse aus dem sonnigen Süden Frankreichs
    (wo die Kartoffelpflanzen schon aus der Erde gucken und heute Nacht leichten Frost bekommen haben :0)

    (Vielleicht darf „Betesta“ Ihnen doch noch auf Twitter folgen ?)

  4. Ulla meint:

    ….. aber diese Osterschokolade taugt leider nix, wenig Schoko, viel Zucker!

  5. Joël meint:

    Ach soooo….
    Ja das kann ich nachvollziehen…
    Aber leider muss ich Ulla auch recht geben. Fabrikschokolade taugt leider nichts.
    Allerdings gibt es in Luxemburg diese Aktion auch im Chocolate House (das Sie ja kennen), und sie bringen mich da auf eine Idee…
    *sagte er, und begibt sich in die Oberstadt in einen Schockladenladen gegenüber des großherzoglichen Palastes*

  6. Beate meint:

    Einen ähnlichen Feiertag gibt es übrigens kurz nach Weihnachten.

    @Ulla – das kommt auf die Marke an, die man kauft. Da gibt es durch aus „gute“ Schokolade!

  7. FrauK meint:

    Zum positiven Denken stehe ich wohl ähnlich wie Sie, liebe Kaltmamsell. Aber wenn mir nachts die Wolfsstunde mit übler Grüblerei den Schlaf klauen will, dann begrüße ich sie leicht ironisch lächelnd: ‚Ach du, auch schon wieder da? Lass man gut sein, jetzt gerade nicht.‘

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