Journal Samstag, 8. April 2017 – Der linke Weg auf dem Alten Südfriedhof

Sonntag, 9. April 2017 um 9:05

Nachdem die Führung auf dem Alten Südfriedhof vergangenen Samstag so spannend und bereichernd gewesen war, hatte ich uns bei Florian Scheungraber gleich zum nächsten Teil angemeldet: Führung über den Weg an der Mauer links. Und ich lernte wieder eine Menge. Selbst in seiner Einführung erwähnte Scheungraber andere Details als vergangene Woche, und die bestatteten Persönlichkeiten ergaben einen roten Faden, der uns zu weiteren Aspekten der Münchner Stadtgeschichte brachte.

Ich hörte die Geschichte hinter den Viktoria-Seerosen im Botanischen Garten, wie selbst im späten 18. Jahrhundert jemand zum Titel „Hofnarr“ kam, dass ein Porträt gerade durch Züchtigkeit zum Skandal werden konnte, wie sich im 19. Jahrhundert die Münchner Künstlerschaft zerstritt. Wieder waren im Baugewerbe alle miteinander verwandt und verschwägert, und das Oktoberfest sah vor 200 Jahren ganz anders aus (Scheungraber hatte auch dazu Kopien von Zeichnungen und Gemälden unterm Arm).

An einer ziemlich verfärbten Marmorstatue erklärte uns der Steinmetzmeister Scheungraber, in welchen Schritten eine Restaurierung ablaufen würden: sehr aufwändig, und ich lernte den Fachausdruck „Verzuckerung“.

§

Es war ein herrlicher Frühlingstag, die Sonne wärmte aufs Angenehmste.
Ich holte die Kiste Sommerzeug aus dem Keller: Vielleicht ist es in Ordnung, dass nicht meine gesamte Kleidung in einen Schrank passt, auch bei diesem Wechsel musste ich eine Reihe Wollröcke auslagern (Sommerschuhe und vier Paar echte Winterschuhe wechseln einander eh ab).
Wäsche waschen, ein paar Stunden bügeln – fühlt sich schon ein wenig nach Sisyphos an.

die Kaltmamsell

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