Journal Sonntag, 14. Mai 2017 – Elterntag

Montag, 15. Mai 2017 um 6:36

Mittagseinladung bei Schwiegers in Augsburg, die ich sehr gern annahm, zumal auch meine Eltern als Gäste angekündigt waren.

Ein Aperol Spritz auf leeren Magen machte Laune, dann gab es Spargel-Erdbeer-Salat, Kalbsragout mit Kartoffelgratin und zum Nachtisch Himbeercreme, später noch Erdbeertorte. Draußen war ein milder Maientag mit gelegentlichen Gewittern.

Wir tauschten Updates des Befindens, die Runde mussten sich lange und detaillierte Trump-Rants von mir anhören (die beste Überschrift stammt von Christian Stöcker: „Der Kaiser ist nackt, und es ist ihm egal.“).

Dazwischen neben Papa auf dem Sofa sitzend auf einen Fernsehbildschirm geguckt, der ein Formel-1-Rennen zeigte. Die Faszination blieb mir auch diesmal verschlossen.

Zurück daheim in die Arbeits-E-Mails geschaut, um in der Nacht zum ersten Arbeitstag nach Urlaub eventuell besser schlafen zu können. Zumindest wusste ich dadurch, dass ich Sport am Dienstagmorgen wegen eines Frühtermins schon mal knicken kann.

§

Die Wahllondonerin Christiane vom Behindertenparkplatz hatte etwas bei der Bundesbank zu erledigen, was mal wieder erklärt, warum sie sich in England so viel leichter bewegen kann:
„Wer den Pfennig nicht ehrt…“

Während ich wartete, fiel mir ein, wie absurd das alles ist. Der Finanzminister Deutschlands käme in seinem eigenen Land nicht einmal in der Bundesbank klar.

Am anderen Ender der Spannbreite: Lillian Ikulumet vergleicht das Leben von Behinderten in Deutschland aus ihrer Außensicht mit dem in ihrem Geburtsland Uganda.
„Wo es kein Wort für ‚Barrierefreiheit‘ gibt“.

(Und wer daraus das Argument zieht, dann müssten Behinderte in Deutschland ja wohl noch froh sein, kriegt Haue.)

die Kaltmamsell

3 mal Beifall zu “Journal Sonntag, 14. Mai 2017 – Elterntag”

  1. philine meint:

    Trump-Rants: empfehle Ihnen sehr das Interview mit Elizabeth Drew im heutigen Feuilleton der SZ.
    Das wird Wasser auf Ihre Mühlen sein.
    Eine gute Woche Ihnen

  2. Hande meint:

    Ich kann mich nicht erinnern, ob ich es schon mal erwaehnt habe, also vorab entschuldigung, falls doch: the girl with the purple cane folgen, sei es als blog, sei es auch auf fb. Ich finde es interessant die Unterschiede zwischen Deutschen und Amerikanischen Erlebnisse als Behinderte zu sehen (was funktioniert, was nicht, die forderungen, die befindlichkeiten….)

  3. Sabine meint:

    Balsam für die Seelen derer, die unter der Existenz des aktuellen amerikanischen Präsidenten leiden, ist übrigens der Podcast „Lovett or Leave It“ aus dem Hause Crooked Media, aus dem auch „Pod Save The World“ stammt, eine eher ernsthafte Sendung über Außenpolitik, die aber gut geeignet ist, politischen Laien den Glauben an die Ernsthaftigkeit des politischen Apparat zurückzugeben. Also gleich zwei Empfehlungen! (und das Flaggschiff „Pod Save the World“ ist auch sehr gut, aber jetzt wird es dann peinlich für mich)

    Bei „Lovett or Leave It“, eine Art podcast-taugliche Bühnenshow mit geist- und kenntnisreichen Gästen gibt es unter anderem das wöchentliche Segment „The Rant Wheel“, in dem ein Glücksrad mit den Aufregern der Woche gedreht wird, zu denen Jon Lovett und seine Gäste dann extemporieren dürfen. Wir brauchen doch heute alle ein Rant Wheel! Die aktuelle Folge mit Lauren Lapkus war besonders witzig.

    Ganz nebenbei machen die Herren von Crooked Media vor, wie das Bro-Dasein feminismustauglich zu gestalten ist…

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