Journal Sonntag, 18. Juni 2017 – Arbeitssonntag und Wonder Woman

Montag, 19. Juni 2017 um 6:33

Wecker gestellt, da ich einiges vorhatte.
Beim Morgenkaffee rechnete ich durch, wie viel Zeit ich in der kommenden Arbeitswoche für Nicht-Arbeitsdinge haben würde – und blies dann doch die geplante Schwimmrunde ab: Wenn ich ein paar Dinge nicht an diesem Sonntag erledigte, würde ich bis zum nächsten Wochenende nicht dazu kommen. Zumal ich nachmittags Wonder Women sehen wollte.

Also las ich bis zum Nachmittag Korrektur, unterbrochen von einmal Semmelholen für Frühstück und vom Hobeln von Krautsalat fürs Abendessen.

Wonder Woman im Cinema: Weil es sich um eine DC-Figur handelt, konnte der Fanboy an meiner Seite deutlich weniger Hintergrundinfo und Publikationsgeschichte als bei Marvel-Verfilmungen liefern. Ich mochte den eigentlich konventionell strukturierten und aufgenommenen Film: Wie einfach es ist, durch Aufheben der gewohnten Gender-Verteilung und von ein paar erwarteten Gender-Stereotypen originell zu sein. Allein schon, dass die Amazonen wie richtige Haudegen aussehen durften, mit den Falten und Versehrungen von nicht mehr jungen Frauen (Robin Wright!). Gal Gadot in der Hauptrolle war ein Glücksfall (die Stimme!), eine überraschende Freude Lucy Davis als lustiger Sidekick Sekretärin Edda. Enttäuschung allerdings, als nach dem Abspann nichts mehr kam, kein Outtake, kein Verweis auf den Fortgang der Handlung. Wie meinte der Kinobegleiter: „Damit machen sie sich keine Freunde.“

Daheim die nächste Erledigung: Eine Runde Bügeln, dabei hörte ich von BBC Radio 3 ein schon älteres Interview mit Margaret Atwood und Naomi Alderman.

Zum Abendbrot gab es Kraut- und Wurstsalat, auf Arte lief Mamma mia – immer wieder herzerfrischend.

Abends vor dem Zu-Bett-Gehen merkte ich, dass ich ein wenig beleidigt war: Ich fühlte mich um das lange Wochenende betrogen, vor allem durch die körperlichen Unpässlichkeiten.

die Kaltmamsell

7 mal Beifall zu “Journal Sonntag, 18. Juni 2017 – Arbeitssonntag und Wonder Woman

  1. Joe meint:

    Ist zwar jetzt irgendwie Bauchnabel-Befindlichkeit. Aber das „Betrogen“ hat mich getriggert. Ich fühle mich fast jedes Wochenende betrogen. Da mich mein Job so fertig macht, dass Samstag und Sonntag nicht viel mehr drin ist als rumzuligen und das Nötigste zu erledigen. Heute: 8:30 Büro, letztes meeting mit den USA um 9 Uhr abends.

  2. Norman meint:

    Gal Gadot in der Hauptrolle war ein Glücksfall (die Stimme!)
    … also die Synchronstimme?

  3. die Kaltmamsell meint:

    Oh je, Joe, das liest sich nach Sackgasse.

    Ich habe nachgeschlagen, Norman dass die Diana in der deutschen Synchronfassung von Sanam Afrashteh gesprochen wird: Hat sie auch diesen schönen Akzent und das leicht Heisere von Gal Gadot? (Mir sagen die Figuren nichts, die sie bisher gesprochen hat.)

  4. Norman meint:

    Hat sie auch diesen schönen Akzent und das leicht Heisere von Gal Gadot?
    Scheint zumindest so im amerikanischen Trailer.

  5. die Kaltmamsell meint:

    Der amerikanische Trailer wird von Sanam Afrashteh gesprochen, Norman? Das glaube ich nicht. Ich sah gestern die englische Fassung (im Cinema kommt nichts Synchronisiertes), bin aber durchaus an der deutschen Synchronstimme interessiert.

  6. Norman meint:

    Ich war von der synchonisierten Fassung ausgegangen, die deutsche Stimme hat keinen Akzent:
    Trailer auf CinemaXX

  7. Joe meint:

    Wenn man zwei studierende Kinder hat, davon eines in England, darf man nicht wählerisch sein. Geld muss ran.

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