Journal Donnerstag, 31. August 2017 – Spanienurlaub 11, Laufstrecken aus aller Welt

Freitag, 1. September 2017 um 9:38

Aha! Das war also der sonnige Strandtag, der schon am Mittwoch hätte eintreten sollen. Ich setzte also den Vortagesplan um, beginnend mit Weckerwecken und Laufrunde. In Muros hatte ich schon am Vortag ein paar Jugendstilfasaden entdeckt, jetzt konnte ich sie bei gutem Licht fotografieren.

Die erste war ich offensichtlich nicht auf der Piste.

Muros.


Diese verglasten Balkone habe ich sehr viel an der galicischen Küste gesehen.

Dieses flache Gebäude am Meer war mir aufgefallen. Ich lief hin um seine Funktion herauszubekommen.

Von der anderen Seite.

Doch erst daheim ergab eine Recherche, dass es sich um eine Gezeiten-Mühle aus dem 19. Jahrhundert handelt, die Molino del Pozo del Cachón.

Zurück in San Francisco ging ich wohl vorbereitet ins Wasser: Ich trug einen Badeanzug, meine Sandalen, Handtuch und Schuhe legte ich auf einem Felsen bei einem weithin sichtbaren Eishäuschen in der Nähe von Duschen ab.

Weil, auf die Gefahr hin, dass Sie mich dann ultimativ für einen Hirschen halten, mir nicht mehr einfallen will, worin das Vergnügen an Strandurlaub bestanden hat. Es gibt genügend Fotobeweise dafür, dass ich es über Jahrzehnte erstrebte und genoss, Urlaub am Strand und im Meerwasser zu verbringen. Heute kann ich das nicht mehr. Die Gründe:
1. der Sand
2. das Meer

ad 1. Im Gegensatz zu einer Liegewiese am See oder im Freibad besteht der handelsübliche Strand aus Sand, viel, viel Sand. Und der klebt an mir und setzt sich fest, vor allem nach einem Badegang. Das stört sehr beim Anziehen von Kleidung und Schuhen. Sand dringt auch in alle mitgeführten Dinge wie Handtücher, was ich als sehr unangenehm empfinde.

ad 2. Meerwasser ist salzig. Es gehört zum Anekdotenschatz der Kaltmamsells, dass ich bei meiner ersten Begegnung mit dem Meer im Alter von drei Jahren (in Galicien übrigens) sofort ins Wasser lief (Wasser!), um ebenso sofort umzukehren und zu verkünden: „Baggersee schmeckt mir besser.“ Das hat sich nicht geändert. Solange ich nur ein wenig darin herumplantsche, macht mir das Salzige am Meerwasser nicht besonders viel aus. Doch das Schwimmen verleidet es mir. Außerdem versalzt es die Haut, man möchte es so bald wie möglich mit Süßwasser abwaschen.

Allerdings bin ich sicher, dass ich mich an beides bei längerem Aufenthalt gewöhnen würde. Da Wetter und Aufenthaltsdauer diesmal aber nur einen einzigen Badetag ergaben, war keine Zeit zu Gewöhnung.

Sonnebaden, Bloggen und Lesen auf der Dachterasse, abends ein Spaziergang nach Muros, dort in heftigem Wind Aperitiv, wieder in San Francisco Fleischberge im Grillrestaurant.

die Kaltmamsell

3 mal Beifall zu “Journal Donnerstag, 31. August 2017 – Spanienurlaub 11, Laufstrecken aus aller Welt”

  1. lihabiboun meint:

    Ach verehrte Kaltmamsell, gegen das Salz im Meer hab ich natürlich auch kein Rezept – sofern es nicht eine Strandsüßwasserdusche gibt. Gegen den Sand allerdings gibt es probate Mittel: Taschen aus Kunststoff (keinesfalls Körbe) und liegen nur auf einer Fouta, keinesfalls auf Handtücher.n Das sind ja wahre Sand-heim-Träger ….. Noch einen wunderschönen Urlaub!

  2. Buchfink meint:

    Ja, die verglasten Balkone sind mir auch quer durch Nordspanien aufgefallen. Bilbao, Pamplona, Burgos, Leon- überall das gleiche Bild in den Altstädten. U nd dann die Fleischberge am Abend, schlechte Zeiten für Vegetarier.

  3. Frank Bravo meint:

    Suum cuique. Dennoch: Es ist ultrageil, wenn man noch den Geschmack des Meerwassers im Mund hat, Fisch und/oder mariscos zu essen. Für mich ist das eine andere Form der Freibad-Pommes.

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