Journal Freitag, 8. September 2017 – Rückreisetag

Samstag, 9. September 2017 um 9:43

Da wir die Ferienwohnung um 11 Uhr verlassen mussten, war bereits klar, dass wir vor unserem Drei-Uhr-Flug eine Weile auf dem Madrider Flughafen verbringen würden. Die mehr als zweistündige Verspätung des Flugs (technische Probleme am Flugzeug, Warten auf andere Maschine) machte einen Flughafentag daraus. (Deshalb, liebe Kinder, solltet ihr immer sehr sorgfältig die Lektüre für solche Reisetage wählen. Ich hatte The Power von Naomi Alderman frisch angefangen und war so angetan von dem Roman, dass ich fast gar nichts gegen die vielen Stunden Herumsitzen hatte.)

Davor hatten wir bereits eine interessanten Trick der Madrider Verkehrbetriebe kennengelernt: Die U-Bahn-Fahrt zu den beiden Flughafenstationen kostet drei Euro Aufschlag, die zur Station dazwischen (Ort Barajas) nicht. Weil die wenigsten diese Dreistigkeit aufs erste Lesen verstehen, stranden die meisten wie ich am Flughafen, werden mit ihrem Ticket nicht rausgelassen und müssen nachlösen. Das war eine kleine Eintrübung meiner sonstigen Begeisterung über den Metro in Madrid: Zum Weinen günstig (im sehr großen Innenbereich kosten Einzelfahrten zwischen 1,50 und 2 Euro), störungsarm und einfach zu bedienen (man gibt am Automaten die Zielstation an und erfährt den Fahrpreis, zudem gibt es Mehrfachkarten, von denen abgebucht wird). Allerdings wäre eine Rollstuhlfahrerin wohl deutlich weniger begeistert: Ich habe fast keinen Aufzug gesehen.

Ich lerne auf fast jeder Flugreise neue Fluggesellschaften kennen; diesmal brachte uns Air Europa nach München, wir landeten nach neun im Dunklen und herbstlich Kühlen.

Auch die Wohnung empfing uns kühl. Doch alle Pflanzen waren gesund und munter, die Post enthielt keine bösen Überraschungen, Herr Kaltmamsell stellte sich umgehend in die Küche und servierte zu spanischen Abendessenszeiten Spaghetti al olio.

die Kaltmamsell

5 mal Beifall zu “Journal Freitag, 8. September 2017 – Rückreisetag”

  1. Croco meint:

    Die Beschilderung für den Autoverkehr ist noch übler: die Schilder sind winzig und tauchen nur ganz kurz vor einer Abfahrt auf. Zwei Mal sind wir schon in umliegenden Wohngebieten gestrandet.
    So als ob der Flughafen ein Ufo wäre, das jeden Kontakt mit der Außenwelt verhindern will.

  2. Anke meint:

    Vielen Dank fürs Mitnehmen auf die Reise, alles sehr gerne gelesen.

  3. Hauptschulblues meint:

    Welcome back home!

  4. FrauZimt meint:

    Danke, das wir Sie auf Ihrer Reise begleiten durften! Insbesondere der Madridteil macht mich ganz sentimental, da ich dort selbst letztes Jahr erst war und nun am liebsten gleich wieder in den Flieger steigen würde. :)

  5. Christine meint:

    Vielen Dank, dass sie jeden Urlaubstag so plastisch gebloggt haben. Ich habe sehr gerne mitgelesen.

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