Journal Freitag, 5. Januar 2017 – Verfrühte Winterlinge

Samstag, 6. Januar 2018 um 8:45

Noch ein Ferientag.
Lang geschlafen – die drei Stunden zwischen fünf bis acht waren nach einer sehr unruhigen Nacht endlich wirklich erholsam.

Angekündigt war ein weiterer Regentag gewesen, doch die Sonne schien bei milder Luft. Ich spazierte zu einem Isarlauf an die Wittelsbacherbrücke. Nach dem Flug beim Schwimmen am Vortag hatte ich gestern leider Bleibeine und schnaufte schwer. Doch ich bekam Sonnenlicht und sah am Hinterbrühler See Jungschwänen bei Flugübungen zu, immer wieder fasziniert von den sehr lauten Geräuschen, die ihre Flügel dabei machen. Der Wasserstand der Isar lag nach den Regenfällen sehr hoch, braune Fluten brachen sich schäumend an Treibholz.

Erste Winterlinge am Westermühlbach – das ist jetzt aber wirklich zu früh.

Den Nachmittag verbrachte ich mit der Zubereitung von Nachtisch fürs Dreikönigsessen bei Familie: Zitronencreme nach Delia Smith (Rezept folgt) und Mousse au chocolat. Bei ersterem (hatte ich vor Jahren ein paar Mal gemacht) haderte ich wieder mit unbrauchbaren Mengenangaben: „Juice of 4 lemons“ kann alles zwischen 80 und 200 ml sein. Bei mir waren’s 200 und ich bin schon gespannt, ob die Gelatine damit fertig wurde. Letztere gelang mir endlich mal wieder perfekt, nachdem die letzten Versuche leicht grieslich geworden waren – schmeckt trotzdem, hat aber nicht den erwünschten Schmelz.

Zum Nachtmahl war ich mit Herrn Kaltmamsell beim Georgier in Neuhausen verabredet. Nachdem dort bei all meinen Besuchen Tische frei gewesen waren, hatte ich nicht reserviert und lediglich auf der Website sichergestellt, dass offen war. Nicht auf der Wesbite stand allerdings, dass das Lokal gestern für eine geschlossene Veranstaltung gebucht war, das entnahmen wir erst handgeschriebenen Zetteln an der Restauranttür. Zum Glück ist Neuhausen reich an Gastronomie, wir gingen zwei Häusl weiter in ein geschäftiges griechisches Lokal.

§

Im New Yorker stellt sich Ginny Hogan eine Arbeitswelt vor, in der feministische Forderungen umgesetzt wurden, und stellt fest: Weltuntergang.
„Examples of Toxic Femininity in the Workplace“.

Bei der Gelegenheit ließ ich mich aufs Schnäppchen-Angebot eines Online-Abos des New Yorker (6 Dollar für 12 Wochen, jederzeit kündbar) ein. War nach wenigen Clicks abgeschlossen, und jetzt freue ich mich über die einfache Unterstützung eines Mediums, das ich nicht missen möchte. Täte ich gerne auch für SZ, New Statesman, FAZ, Zeit, Tagesspiegel, aber halt nicht zu deren Konditionen und Preisen.

die Kaltmamsell

1 mal Beifall zu “Journal Freitag, 5. Januar 2017 – Verfrühte Winterlinge”

  1. adelhaid meint:

    ich bekam letztes jahr zu weihnachten das papierabo des new yorkers geschenkt – und in diesem jahr die verlängerung. es ist eines der besten geschenke ever. und es macht auch wenig papiermüll, da einem die ausgaben förmlich direkt nach dem lesen aus der hand gerissen werden.

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