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	<title>Vorspeisenplatte</title>
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		<title>Religiöse Askese heute</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 09:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
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		<description><![CDATA[An einer Prämisse von Up in the Air denkle ich dann doch noch herum (dass der Film mich bis heute beschäftigt, spricht eigentlich für ihn): Ryan soll ja Unrecht haben in seiner Haltung, enge Bindungen an Dinge und Menschen seien besser zu meiden. Doch ist das nicht eine Einstellung, die eigentlich alle großen Religionen zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An einer Prämisse von <i>Up in the Air</i> denkle ich dann doch noch herum (dass der Film mich bis heute beschäftigt, spricht eigentlich für ihn): Ryan soll ja Unrecht haben in seiner Haltung, enge Bindungen an Dinge und Menschen seien besser zu meiden. Doch ist das nicht eine Einstellung, die eigentlich alle großen Religionen zum Ziel haben? Unter anderem ist die Basis des katholischen klösterlichen Lebens das Aufgeben irdischer Bindungen. Im Fall von Religionen soll alle Energie, die der Mensch für die Beschäftigung mit Dingen und Menschen aufwendet, auf ein höheres Wesen, meist Gott genannt, kanalisiert werden. Ryans quasi-religiöses Ziel, sein Nirvana, sind die 10 Millionen Flugmeilen. Dieses Zeil ist rein und immateriell, das Erreichen hat weder öffentlichen Ruhm noch Reichtum zur Folge. Ryan verzichtet dafür auf manche Annehmlichkeit, die ihm seine berufliche Stellung bieten könnte. Sein Zuhause ist das Flugzeug, er besitzt weder Wohnung noch Möbel oder mehr als die nötigste Kleidung.</p>
<p>Ähnlich ist Ryans Verhältnis zu zwischenmenschlichen Beziehungen: Ryan bekennt, dass er nie eine innige Verbindung mit einem anderen Menschen gespürt hat, er sieht enge Beziehungen als reinen Ballast. Er vermisst sie auch nicht, fühlt sich in seinem Leben an belebten Orten nicht einsam.</p>
<p>An der Stelle, an die Religionen ein göttliches Wesen setzen (oder mehrere), stehen für Ryan Marken und Firmen. Dass der Mythos Marke nach denselben Mechanismen funktioniert wie religiöse Bindungen und Emotionen, wissen nicht nur Marketingfachleute. „Loyalität“ ist der eine übergeordnete Wert, den Ryan hochhält. Wenn er davon spricht, wird er so ernst wie sonst nie.</p>
<p>Doch wenn es diese Haltung ist, von der Ryan im Film geläutert werden soll – übt der Film damit Religionskritik? Oder plädiert er für die Genügsamkeit, sich nur mit den Dingen zu beschäftigten, die man direkt um sich hat? Was ist wohl die Botschaft, die so sehr den Zeitgeist (welches Detail davon?) trifft, dass die Academy mit Oscar-Nominierungen darauf hinweist?</p>
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		<title>Up in the Air</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 09:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[praktisch spoilerfrei1
Kaum behaupte ich, schöne titles seien eine Seltenheit geworden, bekomme ich gleich wieder welche: Up in the Air beginnt mit einer wunderschönen Zusammenstellung von Luftaufnahmen, überlegt von einer 50er-/60er-Jahr-Schrift und unterlegt mit einem supergroovigen „This Land is Your Land“ von Sharon Jones &#038; the Dap Kings.
Die Handlung startet als leichte Kommödie, Herr Clooney spielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt1193138/" target=_new><img src="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/Plakat1.jpg" alt="" title="Plakat1" width="218" height="322" class="alignnone size-full wp-image-6656" /></a></p>
<p><b>praktisch spoilerfrei</b><sup>1</sup></p>
<p>Kaum behaupte ich, schöne <i>titles</i> seien eine Seltenheit geworden, bekomme ich gleich wieder welche: <i>Up in the Air</i> beginnt mit einer wunderschönen Zusammenstellung von Luftaufnahmen, überlegt von einer 50er-/60er-Jahr-Schrift und unterlegt mit einem supergroovigen „This Land is Your Land“ von Sharon Jones &#038; the Dap Kings.</p>
<p>Die Handlung startet als leichte Kommödie, Herr Clooney spielt seinen Ryan Bingham als ganz normalen Erfolgspragmatiker ohne allzu große Ziele. Er verdient sein Geld damit, für Unternehmen die  Entlassungsgespräche zu führen &#8211; doch um das Geld geht es ihm dabei nicht: Es geht ihm um die Flugmeilen, die er beim kontinuierlichen Herumreisen dafür bekommt. (Aha, denkt sich die Businesskasperin: In Deutschland könnte der Film also schon mal nicht spielen, weil hier die Flugmeilen dem Arbeitsgeber gehören &#8211; außer der Arbeitnehmer ist bereit, Steuern für diesen „geldwerten Vorteil“ zu bezahlen. ´tschuldigung.) Ryan ist keineswegs ein kalter Unmensch, ihm gehen die Schicksale der Menschen auf der anderen Seite des Schreibtisches durchaus nahe &#8211; aber lediglich so nahe, wie ihm der Rest seiner Umwelt geht: Ryan Bingham ist davon überzeugt, dass der Mensch ohne zu tiefe materielle oder menschliche Bindungen besser lebt.</p>
<p>Vorangetrieben wird die Handlung durch zwei Frauen. Die putzige Anna Kendrick spielt eine neue Kollegin, die den Job von Ryan und seinen Kollegen gründlich umkrempeln soll: Wozu groß Herumreisen, wenn diese Entlassungsgespräche auch über Videokonferenzen geführt werden können? Und meiner Meinung nach spielt Frau Kendrick George Clooney damit völlig an die Wand: Ihre jung-naive Mischung aus scheinbar logischer Betriebswirtschaft und romantischen Beziehungsidealen ist mir im Berufsleben schon mehrfach begegnet. (Ich finde immer spannend, wie sich der Berufsalltag auf diese Menschen auswirkt: Die wenigsten werden kalte Zyniker mit Senkrechtkarriere, die meisten bekommen schnell einen Blick für Grautöne und werden sowohl im Beruf als auch privat pragmatisch menschlich.)</p>
<p>Die andere Frau ist Alex Goran, das weibliche Pendant zu Ryans Lebensstil; die Kennenlernszene ist ein Highlight des Filmes. Vera Farmiga hat mir ausgezeichnet in dieser Rolle gefallen. Klar weiß die Zuschauerin von Anfang an, dass Ryan einen Läuterungsprozess durchlaufen muss, wir sitzen schließlich in einem Hollywood-Film. Die Spannung liegt dann eher im Wie. Und dieses Wie schien mir nicht besonders gelungen: Das letzte Drittel des Filmes holperte auf ein halbschariges Ende zu, das schlimmer hätte kommen können, mir aber doch zu offen war: Wenigstens über Alex hätte ich gerne etwas mehr erfahren.</p>
<p>Neben den beiden Schauspielerinnen an seiner Seite verblasste Herrn Clooneys Schauspielkunst; selbst Kläglich hat er schon überzeugender gebracht. Dass die Academy ihn ausgerechnet dafür für einen Oscar nominiert, wundert mich schon arg.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_6655" class="footnote">Weil es dazu immer wieder Fragen gibt: Als „Spoiler“ werden in Besprechungen von Filmen und Romanen Enthüllungen bezeichnet, die das Erstrezipieren verderben können (engl. to spoil). Ich ärgere mich über solches Verderben immer, deshalb versuche ich es so weit als möglich zu vermeiden. Kleinigkeiten verrät allerdings jede Besprechung, um überhaupt ein sinnvoller Text zu sein, deshalb „praktisch“ &#8211; wie in „praktisch grätenfrei“.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Die Lieblingsliste der BBC-Zuschauer</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/02/die-lieblingsliste-der-bbc-zuschauer.htm</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 05:24:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Dank an Sebastian für den Hinweis auf das Vorbild der ZDF-Bücherliste: BBC The Big Read – Die 100 Lieblingsbücher. Da fette ich doch gleich mal weiter, was ich gelesen habe.
1. The Lord of the Rings, JRR Tolkien
2. Pride and Prejudice, Jane Austen
4. The Hitchhiker&#8217;s Guide to the Galaxy, Douglas Adams
5. Harry Potter and the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank an Sebastian für den Hinweis auf das Vorbild der ZDF-Bücherliste: <a href="http://fremdsprachige-literatur-weltliteratur.suite101.de/article.cfm/bbc_the_big_read_die_100_lieblingsbuecher#ixzz0edTPzP7E" target=_new>BBC The Big Read – Die 100 Lieblingsbücher.</a> Da fette ich doch gleich mal weiter, was ich gelesen habe.</p>
<p><strong>1. The Lord of the Rings, JRR Tolkien</strong></p>
<p><strong>2. Pride and Prejudice, Jane Austen</strong></p>
<p><strong>4. The Hitchhiker&#8217;s Guide to the Galaxy, Douglas Adams</strong></p>
<p><strong>5. Harry Potter and the Goblet of Fire, JK Rowling</strong></p>
<p><strong>6. To Kill a Mockingbird, Harper Lee</strong></p>
<p><strong>7. Winnie the Pooh, AA Milne</strong></p>
<p><strong>8. Nineteen Eighty-Four, George Orwell</strong></p>
<p>9. The Lion, the Witch and the Wardrobe, CS Lewis</p>
<p><strong>10. Jane Eyre, Charlotte Brontë</strong></p>
<p><b>11. Catch-22, Joseph Heller</b></p>
<p><b>12. Wuthering Heights, Emily Brontë</b></p>
<p>13. Birdsong, Sebastian Faulks</p>
<p><b>14. Rebecca, Daphne du Maurier</b></p>
<p><b>15. The Catcher in the Rye, JD Salinger</b></p>
<p><b>16. The Wind in the Willows, Kenneth Grahame</b></p>
<p><b>17. Great Expectations, Charles Dickens</b></p>
<p><b>18. Little Women, Louisa May Alcott</b></p>
<p><b>19. Captain Corelli&#8217;s Mandolin, Louis de Bernieres</b></p>
<p>20. War and Peace, Leo Tolstoy</p>
<p><b>21. Gone with the Wind, Margaret Mitchell</b></p>
<p><b>22. Harry Potter And The Philosopher&#8217;s Stone, JK Rowling</b></p>
<p><b>23. Harry Potter And The Chamber Of Secrets, JK Rowling</b></p>
<p><b>24. Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban, JK Rowling</b></p>
<p><b>25. The Hobbit, JRR Tolkien</b></p>
<p><b>26. Tess Of The D&#8217;Urbervilles, Thomas Hardy</b></p>
<p><b>27. Middlemarch, George Eliot</b></p>
<p><b>28. A Prayer For Owen Meany, John Irving</b></p>
<p>29. The Grapes Of Wrath, John Steinbeck (aber auf Deutsch)</p>
<p><b>30. Alice&#8217;s Adventures In Wonderland, Lewis Carroll</b></p>
<p>31. The Story Of Tracy Beaker, Jacqueline Wilson</p>
<p>32. One Hundred Years Of Solitude, Gabriel García Márquez (nur auf Deutsch)</p>
<p>33. The Pillars Of The Earth, Ken Follett (aber auf Deutsch)</p>
<p><b>34. David Copperfield, Charles Dickens</b></p>
<p>35. Charlie And The Chocolate Factory, Roald Dahl</p>
<p>36. Treasure Island, Robert Louis Stevenson</p>
<p>37. A Town Like Alice, Nevil Shute</p>
<p><b>38. Persuasion, Jane Austen</b></p>
<p><b>39. Dune, Frank Herbert</b></p>
<p><b>40. Emma, Jane Austen</b></p>
<p>41. Anne Of Green Gables, Lucy Maude Montgomery</p>
<p><b>42. Watership Down, Richard Adams</b></p>
<p><b>43. The Great Gatsby, F Scott Fitzgerald</b></p>
<p>44. The Count Of Monte Cristo, Alexandre Dumas (aber auf Deutsch)</p>
<p><b>45. Brideshead Revisited, Evelyn Waugh</b></p>
<p><b>46. Animal Farm, George Orwell</b> (Jetzt erinnere ich mich: Das haben wir in der Schule gelesen, <i>1984</i> habe ich mir dann selbst besorgt.)</p>
<p><b>47. A Christmas Carol, Charles Dickens</b></p>
<p>48. Far From The Madding Crowd, Thomas Hardy</p>
<p>49. Goodnight Mister Tom, Michelle Magorian</p>
<p>50. The Shell Seekers, Rosamunde Pilcher</p>
<p>51. The Secret Garden, Frances Hodgson Burnett</p>
<p>52. Of Mice And Men, John Steinbeck (Auf Deutsch &#8211; ich war 15 und mein erster Freund fand sich darin wieder)</p>
<p>53. The Stand, Stephen King</p>
<p>54. Anna Karenina, Leo Tolstoy</p>
<p>55. A Suitable Boy, Vikram Seth</p>
<p>56. The BFG, Roald Dahl</p>
<p>57. Swallows And Amazons, Arthur Ransome</p>
<p>58. Black Beauty, Anna Sewell</p>
<p>59. Artemis Fowl, Eoin Colfer</p>
<p>60. Crime And Punishment, Fyodor Dostoyevsky</p>
<p>61. Noughts And Crosses, Malorie Blackman</p>
<p>62. Memoirs Of A Geisha, Arthur Golden</p>
<p><b>63. A Tale Of Two Cities, Charles Dickens</b></p>
<p>64. The Thorn Birds, Colleen McCollough (aber in deutscher Übersetzung)</p>
<p>65. Mort, Terry Pratchett</p>
<p>66. The Magic Faraway Tree, Enid Blyton</p>
<p><b>67. The Magus, John Fowles</b></p>
<p>68. Good Omens, Terry Pratchett and Neil Gaiman</p>
<p>69. Guards! Guards!, Terry Pratchett</p>
<p><b>70. Lord Of The Flies, William Golding</b></p>
<p><b>71. Das Parfum, Patrick Süskind</b></p>
<p>72. The Ragged Trousered Philanthropists, Robert Tressell</p>
<p>73. Night Watch, Terry Pratchett</p>
<p>74. Matilda, Roald Dahl</p>
<p><b>75. Bridget Jones&#8217;s Diary, Helen Fielding</b></p>
<p>76. The Secret History, Donna Tartt</p>
<p><b>77. The Woman In White, Wilkie Collins</b></p>
<p>78. Ulysses, James Joyce</p>
<p><b>79. Bleak House, Charles Dickens</b></p>
<p>80. Double Act, Jacqueline Wilson</p>
<p>81. The Twits, Roald Dahl</p>
<p>82. I Capture The Castle, Dodie Smith</p>
<p>83. Holes, Louis Sachar</p>
<p>84. Gormenghast, Mervyn Peake</p>
<p><b>85. The God Of Small Things, Arundhati Roy</b></p>
<p>86. Vicky Angel, Jacqueline Wilson</p>
<p><b>87. Brave New World, Aldous Huxley</b></p>
<p><b>88. Cold Comfort Farm, Stella Gibbons</b></p>
<p>89. Magician, Raymond E Feist</p>
<p>90. On The Road, Jack Kerouac</p>
<p>91. The Godfather, Mario Puzo</p>
<p>92. The Clan Of The Cave Bear, Jean M Auel</p>
<p>93. The Colour Of Magic, Terry Pratchett</p>
<p>94. The Alchemist, Paulo Coelho</p>
<p>95. Katherine, Anya Seton</p>
<p>96. Kane And Abel, Jeffrey Archer</p>
<p>97. Love In The Time Of Cholera, Gabriel García Márquez (aber auf Deutsch)</p>
<p>98. Girls In Love, Jacqueline Wilson</p>
<p>99. The Princess Diaries, Meg Cabot</p>
<p><b>100. Midnight&#8217;s Children, Salman Rushdie</b></p>
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		<title>Antonio Muñoz Molina, Der polnische Reiter</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/02/antonio-munoz-molina-der-polnische-reiter.htm</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 15:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[So lange habe ich schon lange an keinem Buch mehr gelesen. Doch von Anke Gröner habe ich gelernt, dass man über ein Buch auch schon mittendrin bloggen kann (ich bin auf Seite 544).
Der polnische Reiter wurde als El jinete polaco von Antonio Muñoz Molina geschrieben und von Willi Zurbrüggen ins Deutsche übersetzt. Von Muñoz Molina [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So lange habe ich schon lange an keinem Buch mehr gelesen. Doch von <a href="http://www.ankegroener.de/" target=_new>Anke Gröner</a> habe ich gelernt, dass man über ein Buch auch schon mittendrin bloggen kann (ich bin auf Seite 544).</p>
<p><i>Der polnische Reiter</i> wurde als <i>El jinete polaco</i> von Antonio Muñoz Molina geschrieben und von Willi Zurbrüggen ins Deutsche übersetzt. Von Muñoz Molina hatte ich fürs Studium <i>Beatus Ille</i> gelesen (bei einem Professor für spanische Literatur, der letztes Jahr mit 59 Jahren überraschend starb, im selben Alter übrigens, in dem bereits elf Jahre zuvor mein Professor für englische Literaturwissenschaft ebenso überraschend gestorben war. Vielleicht liegt ja ein Fluch darauf, mich in Literaturwissenschaft zu unterrichten.). Der Herr, Jahrgang 1956, gilt als einer der wenigen literarischen Vergangenheitsverarbeiter Spaniens, einer Nation, die erst jetzt, in der Enkelgeneration, anfängt, sich mit Bürgerkrieg und Franco-Diktatur so richtig auseinander zu setzen. Ich habe mir das immer mit der Natur von Bürgerkriegen erklärt: Die Gräben verliefen 1936 bis 1939 buchstäblich durch die Familien – und das nicht unbedingt aus ideologischen Gründen: Sowohl die eine also auch die andere kriegsführende Partei zog rekrutierend übers Land. Die einen nahmen den einen Bruder mit und ließen ihn für sich schießen, die anderen den anderen. In meiner ohnehin Geschichten-armen spanischen Familie wird sowas angedeutet; geredet wurde über den Bürgerkrieg nie. Die Wunden, die der spanische Bürgerkrieg innerhalb der Gesellschaft geschlagen hatte, waren vielleicht so tief, dass die Leute nach Ende der Franco-Diktatur (die, wohlgemerkt, durch den Tod des Diktators beendet wurde, nicht etwa durch ein politisches Aufbegehren) alle Chancen im Blick nach Vorne sahen und die Vergangenheitsverdrängung der Franco-Jahre begeistert weiterführten. Denn anders als erwartet, sprangen in der neuen Demokratie Spaniens aus den Schubladen von Schriftstellern nicht etwa massanhaft geheim gehaltene, regimekritische Manuskripte – da war nichts. Es dauerte eine ganze Reihe von Jahren, bis die Kunst soweit war, sich des Themas anzunehmen.</p>
<p>Am <i>polnischen Reiter</i> (erschienen 1991) lese ich zum einen deshalb so lange, weil es ein sehr dickes Buch ist: 700 Seiten, kleine Schrift, lange Kapitel. Zum anderen aber, weil die Geschichte sehr dicht ist: Sie enthält praktisch keine weitschweifigen Beschreibungen, kein Vor-sich-hin-Gebrabbel, das ich absatzweise überflöge. Der rote Faden des Romans wird geknüpft aus einem Ort und einer Person: Dem fiktiven südspanischen Mágina und Manuel, der nach dem Krieg als Sohn von Feldarbeitern in Mágina aufwächst. Der Roman beginnt mit Liebesszenen zwischen dem erwachsenen Mann Manuel und der etwa gleichaltrigen Nadia; und immer wieder ziehen sie aus einem Koffer in der Wohnung, dem Koffer des örtlichen Fotografen Ramiro Retratista,  alte Fotos. In Rückblicken wird die Geschichte einiger der Personen auf diesen Fotos erzählt, doch nie linear, oft personal, oft aus der Perspektive Manuels, manchmal aus auktorialer Perspektive, oft sehr impressionistisch anhand intensiver Sinneseindrücke. Die Sätze scheinen endlos – und bewirken einen tranceartigen Zustand, der dem Versinken in Erinnerungen gleicht, inklusive Assoziationen und Gefühlen. Den Hintergrund dieses Gewebes bildet Spanien zwischen etwa 1930 und der Gegenwart des Buches.</p>
<p>Jede Seite des Romans fesselt mich, wahrscheinlich aus sehr persönlichen Gründen. Das beginnt mit der Sprache. Mein Spanisch ist leider bei Weitem nicht gut genug, dass ich den Roman im Original lesen könnte. Doch habe ich genug Spanien- und Spanischkenntnisse, dass das Original ständig durch die Übersetzung hindurchscheint, vor allem bei eigentlich unübersetzbaren Details. Wenn es von einem sehr alten Mann heißt, er kleckere beim Trinken nie, nicht einmal wenn er „direkt aus dem Krug“ trinke – dann weiß ich eben, dass mit „Krug“ ein <a href="http://images.google.de/images?q=%22porron%22&#038;um=1&#038;ie=UTF-8&#038;ei=q-BqS4CrM5_kmgO5l7jUBA&#038;sa=X&#038;oi=image_result_group&#038;ct=title&#038;resnum=4&#038;ved=0CCQQsAQwAw" target=_new><i>porrón</i></a> gemeint ist, aus dem man das Getränk ohne Berührung direkt in den Mund schüttet (aus dem ich nie anständig trinken konnte, so oft ich als Kind in den Sommerferien auch heimlich hinterm Haus meiner spanischen <i>Yaya</i> übte). Oder das Kohlenbecken unter dem Tisch, von dem ständig die Rede ist: Es handelt sich um einen <i>brasero</i>. Selbst habe ich nie einen im Einsatz erlebt – das mag daran liegen, dass ich bis vor wenigen Jahren nur im Sommer in Spanien war. Aber ich erinnere mich, dass alte Esstische etwa 20 cm über dem Boden ein Brett hatten, deutlich kleiner als die Tischoberfläche, mit einer großen runden Aussparung. Dort hinein, so erzählte man mir, kam im Winter ein metallenes Becken voll glühender Kohle. Über den Tisch wurde eine Decke gelegt, die bis zum Boden reichte; wer es warm haben wollte, setzte sich an den Tisch mit den Beinen unter der Decke. Soweit zur Ingenieurskunst in einem Land, dass durchaus bitterkalte Winter kennt.</p>
<p>Lange Passagen des Romans spielen in einer geradezu archaischen Welt. Die schiere Last der Existenz, die die Menschen durch ein Netz gesellschaftlicher Fesseln erklärbar machen: Armut, aus der man sich nicht zu befreien hat, entsetzlich schwere körperliche Arbeit, die Kinderknochen verbiegt und Männer noch am Abendbrottisch vor Erschöpfung einschlafen lässt. Das ermüdende Ritual des Werbens zwischen den Geschlechtern, in dem jedes Detail so strikt vorgegeben ist wie in der Liturgie einer katholischen Messe. Alle leiden darunter, doch zumindest können sie jederzeit erklären, woraus die Last des Lebens besteht. Von der Mutter Manuels heißt es:</p>
<blockquote><p>Die Vermutung einer unwillentlich auf sich geladenen Schuld und die Furcht, ohne Erklärung bestraft zu werden, wirkten wie eine unaufhörliche Erpressung auf ihre Seele.</p></blockquote>
<p>Das komplizierte Verhältnis der Generationen mit seiner Zerrissenheit zwischen Verpflichtung und Freiheitsdrang, Erwachsenwerden im Andalusien der 70er, Freundschaften, die lange Pausen überdauern, Abtrünnigkeit, die sich unter perfekter Stromlinienform verbirgt – ich bilde mir ein, das vergangene Spanien durch diesen Roman besser zu verstehen. Meine Distanz zum heutigen Spanien aber bleibt.</p>
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		<item>
		<title>Die 100 liebsten Bücher deutscher ZDF-Zuschauer</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 14:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem diese Liste „Die Top 100 der Lieblingsbücher der Deutschen“ seit einiger Zeit durch Blogistan geistert (zum Beispiel hier), wollte ich nun doch mal wissen, woher sie eigentlich stammt. Ergebnis: aus dem Fernsehen. 250.000 ZDF-Zuschauer waren dieser Quelle zufolge 2004 einem Aufruf nachgekommen, ihre liebsten Bücher zu benennen.
Auch ich schaue fast jeden Tag fern, manchmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem diese Liste „Die Top 100 der Lieblingsbücher der Deutschen“ seit einiger Zeit durch Blogistan geistert (<a href="http://www.frau-mutti.de/eintrag/7038.html" target=_new>zum Beispiel hier</a>), wollte ich nun doch mal wissen, woher sie eigentlich stammt. Ergebnis: aus dem Fernsehen. 250.000 ZDF-Zuschauer waren <a href="http://fremdsprachige-literatur-weltliteratur.suite101.de/article.cfm/zdf_unsere_besten_das_grosse_lesen" target=_new>dieser Quelle zufolge</a> 2004 einem Aufruf nachgekommen, ihre liebsten Bücher zu benennen.</p>
<p>Auch ich schaue fast jeden Tag fern, manchmal auch ZDF – dann klicke ich mich doch mal durch die Liste. Gefettet sind die Bücher, die ich gelesen habe.</p>
<p><i>Nachtrag am Abend: Während ich im Büro auf Textlieferung warte, kann ich ja ein bisschen die Bücher kommentieren</i></p>
<p><b>1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien</b> (Ich war 16 und wusste nicht, dass man Bücher nicht zu Ende lesen muss.)</p>
<p><b>2. Die Bibel</b> (Sollte man schon mal quergelesen haben.)</p>
<p><b>3. Die Säulen der Erde, Ken Follett</b> (Buchstabenfastfood: Vor ca. 20 Jahren völlig abgetaucht in das Buch, gut genug geschrieben / übersetzt, dass mich nichts am Lesenfluss gehindert hat. Aber es ist praktisch nichts hängengeblieben.)</p>
<p><b>4. Das Parfum, Patrick Süskind</b> (Sogar sofort, nachdem es herauskam &#8211; ich verdiente mein erstes Geld und konnte mir Hardback-Ausgaben leisten. Davon ist mir sogar sehr viel hängen geblieben, könnte ich mal wieder lesen.)</p>
<p><b>5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry</b> (Ich war zwölf und schrieb mit Duftkulis.)</p>
<p><b>6. Buddenbrooks, Thomas Mann</b> (Eines meiner ewigen Lieblinge, sicher schon drei Mal gelesen. Voller zitierfähiger Passagen.)</p>
<p><b>7. Der Medicus, Noah Gordon</b> (Ebenfalls Fastfood, doch daraus ist mir ein bisschen mehr hängen geblieben. Wurde in diesem Roman nicht ein Schwan verspeist?)</p>
<p>8. Der Alchimist, Paulo Coelho</p>
<p>9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling (Auf Englisch wohl.)</p>
<p>10. Die Päpstin, Donna W. Cross</p>
<p>11. Tintenherz, Cornelia Funke</p>
<p>12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon</p>
<p><b>13. Das Geisterhaus, Isabel Allende</b> (Damals, als es auf den Bestsellerlisten war. Habe es als ausgesprochen üppig in Erinnerung. Würde ich nochmal lesen.)</p>
<p><b>14. Der Vorleser, Bernhard Schlink</b> (Einer der wenigen zeitgenössischen deutschsprachigen Romane, den ich richtig gut fand.)</p>
<p><b>15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe</b> (War Schullektüre, und ich fand es klasse. Ich weiß bis heute nicht, was an meinem Deutschunterricht schief gelaufen sein mag, dass er mich nicht für die Klassiker verdorben hat &#8211; was doch seine allgemein akzeptierte Aufgabe ist. Die Vorstellung des Mephisto kann ich bis heute auswendig. Neben den ersten Zeilen der Odysse möglicherweise das einzige Stück Literatur, das ich auswendig kann.)</p>
<p><b>16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón</b> (Zwar bis zu Ende gelesen, doch die Ansammlung an Stereotypen und Klischees &#8211; Personen und Sprache &#8211; stieß mich ab.)</p>
<p>17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen (nur englisch)</p>
<p><b>18. Der Name der Rose, Umberto Eco</b> (Eines der Highlights meiner Lesegeschichte und Anlass für das Erwachen meines Interesses an Rezeptionsgeschichte: Warum wurde dieser Roman ein Bestseller?)</p>
<p>19. Illuminati, Dan Brown</p>
<p><b>20. Effi Briest, Theodor Fontane</b> (Seither vergleiche ich einen bestimmten Typus Frau, der mich innerhalb von Sekunden auf die Palme bringt, immer mit der Hauptperson dieses Romans.)</p>
<p>21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling (nur englisch)</p>
<p><b>22. Der Zauberberg, Thomas Mann</b> (Ich war 14 und viel zu jung dafür. Nach vier Fünfteln war mir durchaus klar, dass jetzt wohl auch nichts mehr passieren würde &#8211; und dass das der Punkt an dem ganzen Buch war. Habe es aber bis heute nicht zu einem neuen Anlauf geschafft.)</p>
<p><b>23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell</b> (Auch Unterhaltungsliteratur muss man können. Margaret Mitchell kann.)</p>
<p><b>24. Siddharta, Hermann Hesse</b></p>
<p>25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch</p>
<p><b>26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende</b> (Damit hatte Ende bei mir den Shark gejumpt &#8211; und mich auf die Beliebigkeit von schlechtem <i>magic realism</i> vorbereitet.)</p>
<p>27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn</p>
<p>28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt (auf Englisch)</p>
<p><b>29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse</b></p>
<p>30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley (auf Englisch)</p>
<p><b>31. Deutschstunde, Siegfried Lenz</b> (Ich kann mich an nichts mehr erinnern. Aber die schöne antiquarische Ausgabe schmückt mein Bücherregal.)</p>
<p>32. Die Glut, Sándor Márai</p>
<p><b>33. Homo faber, Max Frisch</b> (Wieder eine Schullektüre, die mich fesselte und begeisterte.)</p>
<p><b>34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny</b> (Ich kann mich nur erinnern, dass es mir gut gefiel. Sollte ich nochmal lesen.)</p>
<p><b>35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera</b> (Es war halt diese Zeit, Mitte / Ende der 80er. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir heute noch gefallen würde.)</p>
<p><b>36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez</b> (Barock. Wiederlesen hebe ich mir, glaube ich, für die Rente auf.)</p>
<p>37. Owen Meany, John Irving (auf Englisch)</p>
<p><b>38. Sofies Welt, Jostein Gaarder</b> (Fand ich damals großartig &#8211; lese ich nicht nochmal, weil ich befürchte, dass es mein Altern nicht gut überstanden hat.)</p>
<p><b>39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams</b> (Ich war so jung, dass mein Englisch noch nicht gut genug für die englische Ausgabe war. Deshalb die übersetzte Viererausgabe von Zweitausendeins. Prägend.)</p>
<p><b>40. Die Wand, Marlen Haushofer</b> (Eine Empfehlung meiner Lieblingskollegin bei der Zeitung. Fand ich sehr gut, fürchte mich aber vor einem Wiederlesen: Die Stimmung mag ich nicht nochmal erleben.)</p>
<p>41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving (auf Englisch)</p>
<p><b>42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez</b> (Opulent. Ebenfalls auf Wiedervorlage für die Rente.)</p>
<p>43. Der Stechlin, Theodor Fontane</p>
<p><b>44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse</b></p>
<p>45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee (auf Englisch)</p>
<p>46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann</p>
<p>47. Der Laden, Erwin Strittmatter</p>
<p><b>48. Die Blechtrommel, Günter Grass</b> (Während eines Spanienurlaubs mit großem Genuss gelesen, wenige Monate später zum ersten Mal in Danzig gewesen &#8211; gute Kombination.)</p>
<p>49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque</p>
<p>50. Der Schwarm, Frank Schätzing</p>
<p>51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks</p>
<p>52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling (auf Englisch)</p>
<p><b>53. Momo, Michael Ende</b> (Sehr schönes Buch, und ich war noch jung genug beim Lesen. Wäre mir heute zu platt. Aber mir hat ja auch <i>Avatar</i> nicht gefallen.)</p>
<p>54. Jahrestage, Uwe Johnson</p>
<p>55. Traumfänger, Marlo Morgan</p>
<p>56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger (auf Englisch)</p>
<p>57. Sakrileg, Dan Brown</p>
<p><b>58. Krabat, Otfried Preußler</b> (Ebenfalls einer meiner ewigen Favoriten. Die Düsternis des ersten Leseerlebnisses als Kind kann ich noch heute wachrufen.)</p>
<p><b>59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren</b> (Das erste Buch, das ich selbst gelesen habe. Die Hauptfigur ist bis heute mein Idol.)</p>
<p>60. Wüstenblume, Waris Dirie</p>
<p>61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro</p>
<p>62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson</p>
<p>63. Mittsommermord, Henning Mankell</p>
<p>64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell</p>
<p>65. Das Hotel New Hampshire, John Irving (auf Englisch)</p>
<p>66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi</p>
<p><b>67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse</b> (Ich war 15 bis 17 und trank zur Lektüre von Hesses Gesamtwerk aromatisierte Schwarztees.)</p>
<p>68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher</p>
<p>69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling (auf Englisch)</p>
<p><b>70. Tagebuch, Anne Frank</b> (Ich war nur wenig älter als die Autorin, als ich es las. Mit derselben Anteilnahme lese ich heute manche Blogs.)</p>
<p>71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult</p>
<p>72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner</p>
<p>73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen (auf Englisch)</p>
<p>74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann</p>
<p>75. Was ich liebte, Siri Hustvedt (auf Englisch)</p>
<p>76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers</p>
<p>77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé</p>
<p>78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt</p>
<p>79. Winnetou, Karl May</p>
<p><b>80. Désirée, Annemarie Selinko</b> (Ich war 13 und hoffte, dass meine Mutter nicht entdecken würde, was ich mir da aus der Pfarrbücherei geholt hatte.)</p>
<p>81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig</p>
<p><b>82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving</b> (Sein literaturwissenschaftlich ergiebigstes.)</p>
<p>83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë (auf Englisch)</p>
<p>84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern</p>
<p><b>85. 1984, George Orwell</b> (Möglicherweise sogar in diesem Jahr gelesen. Es gefiel mir sehr, sollte ich ebenfalls nochmal lesen.)</p>
<p>86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy</p>
<p>87. Paula, Isabel Allende</p>
<p>88. Solange du da bist, Marc Levy</p>
<p><b>89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel</b> (Als Backfisch aus der Pfarrbücherei geholt. Simmel möchte ich eigentlich mehr lesen.)</p>
<p>90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho</p>
<p>91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell</p>
<p>92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow</p>
<p><b>93. Schachnovelle, Stefan Zweig</b> (Wieder eine Schullektüre. Es gefiel mir so gut, dass ich im Anschluss einen Stapel Zweig-Bücher aus der Pfarrbibliothek weglas.)</p>
<p><b>94. Tadellöser &#038; Wolff, Walter Kempowski</b> (Ebenfalls Schullektüre &#8211; die uns in der Klasse wochenlang in Zitaten miteinander reden ließ. Immerhinque!)</p>
<p>95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi</p>
<p><b>96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski</b> (Ein Totschläger in Dünndruck, durch den ich mich während eines Ferienjobs im brutal heißen Zentralspanien las. Und mich abschließend fragte, warum Dostojewksi nicht zwei Bücher geschrieben hatte: Eines mit seinen philosophischen Überlegungen, und eines mit der Action.)</p>
<p><b>97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas</b> (Der beste Schundroman überhaupt.)</p>
<p>98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel</p>
<p><b>99. Jane Eyre, Charlotte Brontë</b> (Einer der ersten englischen Romane, durch die ich mich im Studium kämpfte. Ich sah es als Vorteil an, dass englischsprachige Bücher länger hielten, weil ich viel langsamer las.)</p>
<p>100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood</p>
<p>Weitere 15 der Bücher habe ich nicht markiert, weil ich sie nicht in der aufgeführten deutschen Übersetzung, sondern auf Englisch gelesen habe.</p>
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		<title>Was der Künstler damit sagen will – zumindest seinen Eltern</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 08:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Neun Künstler erklären ihren Eltern ihre abstrakten Kunstwerke: Arno Coenen, Harm van den Dorpel, Martijn Hendriks, Lars Holdrus, Bart Julius Peters, Joanneke Meesters, Levi van Veluw, Martin de Waal und Justin Wijers. Hinreißend.
Hier kann man Episode 1 sehen.
Via Daniela Hinrichs&#8217; Gezwitscher
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/Elternerklaeren1.jpg"><img src="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/Elternerklaeren1.jpg" alt="" title="Elternerklaeren" width="421" height="228" class="alignnone size-full wp-image-6609" /></a></p>
<p>Neun Künstler erklären ihren Eltern ihre abstrakten Kunstwerke: Arno Coenen, Harm van den Dorpel, Martijn Hendriks, Lars Holdrus, Bart Julius Peters, Joanneke Meesters, Levi van Veluw, Martin de Waal und Justin Wijers. Hinreißend.</p>
<p><a href="http://weloveourwork.com/index.php?/projects/how-do-i-explain-my-parents/" target=_new>Hier kann man Episode 1 sehen.</a></p>
<p>Via <a href="http://twitter.com/DanielaHinrichs/status/8554569506" target=_new>Daniela Hinrichs&#8217; Gezwitscher</a></p>
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		<title>Jedem Jahrzehnt sein Holmes</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 14:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Film begann mich zu interessieren, als ich erfuhr, dass Jude Law nicht etwa Holmes spielt, sondern Watson; das überraschte mich.
Und dann begann er schon mal mit schönen titles (in nassem nächtlichen Pflaster und Gusseisen) – außer bei Bond-Verfilmung mag sich ja sonst niemand mehr die Mühe machen. Er endete mit schönen end titles (aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Film begann mich zu interessieren, als ich erfuhr, dass Jude Law nicht etwa Holmes spielt, sondern Watson; das überraschte mich.</p>
<p>Und dann begann er schon mal mit schönen <i>titles</i> (in nassem nächtlichen Pflaster und Gusseisen) – außer bei Bond-Verfilmung mag sich ja sonst niemand mehr die Mühe machen. Er endete mit schönen <i>end titles</i> (aus Stills werden Tuschezeichnungen).</p>
<p>Dazwischen fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten. Diese Sherlock-Holmes-Verfilmung baut auf einer gründlichen Kenntnis des Holmes-Kanons auf, doch auch jemand, der keine einzige der Geschichten je gelesen hat, kann sich amüsieren. Sie beginnt mit dem Show-down des letzten Falls, den Holmes und Watson gemeinsam lösen: Watson wird aus den gemeinsamen Räumen in Baker Street ausziehen und heiraten. Am Ende des Filmes sieht es endlich so aus, als könne er all dieses auch tatsächlich tun – ein schöner Kunstgriff des Drehbuchs, der einen zweiten Spannungsbogen neben den eigentlichen Abenteuern aufbaut.</p>
<p>London ist zwar spätviktorianisch düster, aber nicht so morbide, dass ich das Einsetzen von Danny-Elfman-Musik erwartet hätte. Es kracht und wummst, es wird in hohem Tempo verfolgt, kaputtgemacht und geprügelt. Die Wahrnehmungs- und Analysefähigkeiten von Sherlock Holmes, für die die Bezeichnung „messerscharf“ eigens erfunden wurde, zeigen die Dialoge meist explizit: Robert Downing Jr. (der seinen Job sehr gut macht) beschreibt, was er sieht und welche Schlüsse er daraus zieht. Einen schönen erzähltechnischen Kniff fand ich die Szene, die wir erst als Kurzfassung aus der Perspektive der von Irene Adler sehen, die Holmes besucht – und dann auf Nachfrage von Watson nochmal aus der Perspektive von Holmes, die alles ändert.</p>
<p>Der tatsächliche Show-down ist allerdings nur beeindruckend, wenn man noch nie in London war. Auch nur die geringste Ortskenntnis erfordert eine schier übermenschliche <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Suspension_of_disbelief" target=_new><i>suspension of disbelief</i></a>.</p>
<p>Sehr gut gefallen hat mir Kelly Reilly als Mary Morstan: Sie lässt durchscheinen, dass sie in den Abenteuern durchaus brauchbar eingesetzt werden könnte. Zu meiner großen Erleichterung gefiel mir auch die Musik: Hans Zimmer bringt mich eigentlich zum Weglaufen (hätte er doch einfach nach <i>Driving Miss Daisy</i> und <i>Green Card</i> aufgehört, dieser Mann, der es fertigbringt, ein ganzes Orchester wie einen mittelmäßig programmierten Synthesizer klingen zu lassen). Doch diesmal findet sich nicht mal eine Spur von pseudo-afrikanischen Trommeln im Soundtrack, statt dessen mischt er Hackbrett und Banjo.</p>
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		<title>Pepinellas Liste</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/01/pepinellas-liste.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 05:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine herzfrischende Idee von Pepinella. Nathalie und Helga haben sie ebenfalls aufgenommen.
1. Natürlich heiße ich nicht wirklich Kaltmamsell. Ich finde es aber bezaubernd, wenn ich von Blogleserinnen und -lesern in Echt so angesprochen werde.
2. Das Aussehen meiner Träume entspricht genau meinem jetzigen – mit dem Unterschied, dass ich es in meinen Träumen großartig finde.
3. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine herzfrischende Idee von <a href="http://peppinella.blogspot.com/2010/01/in-eigener-sachedamit-auch-ich-mal-eine.html" target=_new>Pepinella</a>. <a href="http://cucina-casalinga.blogspot.com/2010/01/peppinellas-wahnsinnsliste.html" target=_new>Nathalie</a> und <a href="http://helgabirnstiel.blogs.com/notebook_muenchen/2010/01/die-wahnsinnsliste.html" target=_new>Helga</a> haben sie ebenfalls aufgenommen.</p>
<p>1. Natürlich heiße ich nicht wirklich Kaltmamsell. Ich finde es aber bezaubernd, wenn ich von Blogleserinnen und -lesern in Echt so angesprochen werde.<br />
2. Das Aussehen meiner Träume entspricht genau meinem jetzigen – mit dem Unterschied, dass ich es in meinen Träumen großartig finde.<br />
3. Das soll nicht bitter klingen.<br />
4. Ich soll im Vorschulalter bei einem seiner Auftritte im Fernsehen geäußert haben, dass ich später mal Julio Iglesias heiraten möchte.<br />
5. Daran habe ich keinerlei eigene Erinnerung und bestreite es hiermit vehement.<br />
6. Der Mitbewohner ist ein Geheimtipp.<br />
7. Ich esse fast alles.<br />
8. Bei Essenseinladungen kann es passieren, dass ich vor lauter Aufregung keinen Appetit habe. Glücklicherweise nur, wenn ich dabei Menschen zum ersten Mal persönlich begegne, auf die ich mich schon sehr lange gefreut habe.<br />
9. Wasser trinke ich besonders gerne, mengenmäßig sogar am meisten (vor Tee und Wein). Am liebsten Leitungswasser – fast überall.<br />
10. Koffein am liebsten auf Espressobasis und mit heißer Milch.<br />
11. Als Carajillo nur in Spanien. Wo ich lediglich alle paar Jahre bin.<br />
12. Manchmal bekomme ich Angst, ich könnte Alkoholikerin sein. Bis ich dann mal wieder feststelle, dass ich eine Woche keinen Tropfen Alkohol getrunken habe, ohne es zu merken.<br />
13. Nichtrauchen macht ungeheuer Spaß. Hätte ich nicht 15 Jahre lang geraucht, wüsste ich es gar nicht so zu schätzen.<br />
14. Aber mit 85 fange ich wieder an. Zigarillos.<br />
15. Ich bin unreligiös.<br />
16. Doch die Prägung durch meine katholische Erziehung werde ich vermutlich mein Leben lang nicht los.<br />
17. Ich habe große Hände mit großen Handflächen und langen, kräftigen Fingern.<br />
18. Glücklicherweise passen sie meist gerade noch in die größte Damenhandschuhgröße, die Roeckl noch ohne Sonderauftrag produziert (8).<br />
19. Mir fällt keine historische Person ein, die ich gerne kennengelernt hätte.<br />
20. Aber mit der einen oder anderen Romanfigur würde ich durchaus gerne auf ein Bier gehen, zum Beispiel mit Ruth Cole oder Elinor Dashwood.<br />
21. Ich fühle mich von schlechten Menschen abgestoßen.<br />
22. Das war in meiner Jugend noch nicht so.<br />
23. Weine? Bislang alles, was mir <a href="http://www.vinoroma.com/" target=_new>Vinoroma</a> eingeschenkt hat.<br />
24. Ich mag Südengland.<br />
25. Ich wohne in der schönsten Stadt der Welt, in München. Und mache leidenschaftlich gerne Ausflüge in die schönste Stadt der Welt, nach Berlin. Für einen Urlaub zieht es mich dann aber doch in die schönste Stadt der Welt, nach Rom. Außer ich will unbedingt Urlaub in der schönsten Stadt der Welt machen, dann fahre ich nach Madrid. Irgendwann möchte ich nachschauen, ob Wien immer noch die schönste Stadt der Welt ist. Ich halte es aber nur schwer ein ganzes Jahr ohne Besuch der schönsten Stadt der Welt aus, London. Was nichts gegen die Sehnsucht nach der schönsten Stadt der Welt hilft, New York.<br />
26. Essen ist mein Leibgericht.<br />
27. Wie es sich Friedrich Torberg angeblich auf seinen Grabstein schreiben lassen wollte. (Habe auf dem Wiener Zentralfriedhof nachgesehen: Hat er nicht.)<br />
28. Mein Kleinhirn hat gerne bereits mal eine alberne Bemerkung aus meinem Mund geschossen, bevor das Großhirn auch nur ansatzweise „Maul halten!“ befehlen konnte.<br />
29. Ich denke nie lange nach. Und dann schäme ich mich wieder wochenlang.<br />
30. Will man meinem selbst erdachten Psychogramm glauben, bin ich ein impulsiver Temperamentsbolzen mit megamächtigem Über-Ich.<br />
31. Was Wunder, das ich regelmäßig mit mir überfordert bin.<br />
32. Der Mitbewohner anscheinend seltener.<br />
33. Wenn ich weniger Sport triebe, würde ich Swing oder Volkstanz lernen.<br />
34. Mit dem tanzbegeisterten Mitbewohner, dessen Begeisterung allerdings so weit auch wieder nicht reicht, dass er mich überreden würde.<br />
35. Ich liebe Schuhe, hasse allerdings Schuhekaufen.<br />
36. This is all far from over.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was der Neurologe sagte</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/01/was-der-neurologe-sagte.htm</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 08:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Falls Sie in München einen Neurologen brauchen: Ich hätte einen zu empfehlen (per Mail). Der Herr, der sich gestern meiner Neuronen annahm, hat mich nämlich ziemlich beeindruckt. Selten habe ich habe ich mich so gründlich und kompetent untersucht gefühlt.
Was in der ungeheuer spannenden, vor Nervenkitzel (!) kaum zu überbietenden Geschichte meiner Oberschenkelbeschwerden bisher geschah:
Internet statt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Falls Sie in München einen Neurologen brauchen: Ich hätte einen zu empfehlen (per Mail). Der Herr, der sich gestern meiner Neuronen annahm, hat mich nämlich ziemlich beeindruckt. Selten habe ich habe ich mich so gründlich und kompetent untersucht gefühlt.</p>
<p>Was in der ungeheuer spannenden, vor Nervenkitzel (!) kaum zu überbietenden Geschichte meiner Oberschenkelbeschwerden bisher geschah:<br />
<a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/01/internet-statt-arztbesuch.htm">Internet statt Arztbesuch</a><br />
<a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/01/i-hob-an-intreppment.htm">I hob an Intreppment</a></p>
<p>Allein schon, dass Herr Neurologe (ebenso wie seine Kollegen in der Gemeinschaftspraxis in legerer Kleidung ohne Kittel – das beobachte ich immer häufiger) sich mit Namen vorstellte, fiel mir angenehm auf; es ist leider nicht üblich. Er fragte mich ruhig und aufmerksam sehr gründlich aus und tippte am Computer mit. Ließ mich auf Zehenspitzen und auf den Hacken laufen, holte von draußen ein zweistufiges Haushaltstreppchen, auf dessen oberste Stufe ich erst mit dem einen, dann mit dem anderen Bein hoch- und absteigen musste.</p>
<p>Und dann fasste er mich sehr gründlich an: Herr Neurologe testete mit Fingern, Holzstäbchen, Hämmerchen den genauen Bereich meiner Taubheit, drückte außerdem heftig auf einige Muskeln, die aber kein Bisschen schmerzten. Ich wurde in die Horizontale gebeten, und nun prüfte der Doktor mit vollem Körpereinsatz die Kraft diverser Bein-, Hüft- und Fußmuskeln, nämlich indem er sich dagegen stemmte (wer hätte gedacht, dass Neurologie körperliche Fitness voraussetzt?). Und siehe da: Nicht mal ich selbst hatte bemerkt, dass ich derzeit im betroffenen Bein deutlich weniger Kraft habe (Fuß nach oben drücken, Zehe anziehen, Beine aneinanderpressen, auseinanderpressen, nach oben drücken, nach unten). Natürlich grinste mein dummer Kleinjungenstolz über Herrn Doktors leichtes Erschrecken, als ich seiner Aufforderung, meine Beine mit aller Kraft auseinander zu drücken, tatsächlich folgte: „Oh, kräftig.“ Hatte die Muckibudentrainerin Anfang Januar ja auch gesagt. All dieses begleitete Herr Neurologe mit Erklärungen, was er da gerade testete. Dazwischen ging er an seinen Schreibtisch und diktierte seine Beobachtungen. Fragte mehrfach nach möglichen Zeckenstichen (nein, echt nicht).</p>
<p>Ein Maschinchen lernte ich auch kennen: Herr Neurologe horchte nach meinen Nerven. Dazu stach er er eine Nadel, die mit einem Kabel an einem Apparat befestigt war, in den Muskel und bat mich, das Bein durchzudrücken – wodurch aus dem ganz leisen Kchchchch, das der Kasten von sich gab, ein KCHCHCHCHCH wurde. Anscheinend ein gutes Zeichen.</p>
<p>Seine Schlussfolgerungen wiederum erläuterte mir Herr Doktor ausführlich anhand von Illustrationen in medizinischer Fachliteratur. An die Meralgia Parästhetica habe er auch zunächst gedacht, doch dazu passe die große Ausbreitung meiner Taubheit nicht: Er zeigte mir genau, dass nicht nur ein Nerv für meine Ausfälle verantwortlich sein kann. So sind es wohl doch schadhafte Bandscheiben zwischen den Lendenwirbeln, die meine Symptome verursachen. Was allerdings nicht unbedingt Anlass zur Sorge sein muss: Herr Neurologe verwies freundlich aber sachlich auf den Umstand, dass der menschliche Körper nunmal auf einen Einsatz von lediglich 40 Jahren ausgelegt sei. Dann häufen sich die Verschleißerscheinungen.</p>
<p>Er riet zu Muskelkräftigung und gab mir noch Empfehlungen zu gefährlichen Bewegungen im Alltag mit &#8211; die ich als langjährige Rückenpatientin mit Eigenverantwortungszwanghaftigkeit eh kenne. Nach der Ankündigung, er werde den Arztbrief an den überweisenden Kollegen gleich am Folgetag abschicken, wünschte er mir gute Besserung und verabschiedete sich.</p>
<p>Und jetzt kommt’s: Das Ganze hat nicht mal zehn Minuten gedauert, in denen er ruhig wirkte, konzentriert und freundlich.</p>
<p>Den nächstmöglichen Orthopädentermin, an dem ich den Neurologenbefund mit dem überweisenden Herrn Doktor bespreche, habe ich übrigens in vier Wochen bekommen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rotweinkuchen &#8211; daheim bei Kaltmamsells</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 05:36:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen & Trinken]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist also der Winterblick aus meinem Küchenfenster. Der sich, weil aufs Esszimmer gehend, naturgemäß nicht sehr von dem Sommerblick unterscheidet. Sie sehen den frisch bereiteten Rotweinkuchen beim Abkühlen &#8211; ein weiterer 80er-Jahr-Klassiker, der für das selbst gemachte Kochbuch fotografiert wurde. (Das italienische Rindfleisch nach dem Rezept meiner Tante Barbara hat ebenfalls ein Foto bekommen.)
Ansonsten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/100123_Kuechenfenster.jpg"><img src="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/100123_Kuechenfenster.jpg" alt="" title="100123_Kuechenfenster" width="517" height="428" class="alignnone size-full wp-image-6560" /></a></p>
<p>Das ist also der <a href=" http://barbaras-spielwiese.blogspot.com/2010/01/winterlicher-kuchenfenster-ausblick.html" target=_new>Winterblick aus meinem Küchenfenster</a>. Der sich, weil aufs Esszimmer gehend, naturgemäß nicht sehr von dem <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2007/05/kuchenfenster-und-fussmatte.htm">Sommerblick</a> unterscheidet. Sie sehen den frisch bereiteten <a href=" http://www.vorspeisenplatte.de/rezepte/rotweinkuchen.htm">Rotweinkuchen</a> beim Abkühlen &#8211; ein weiterer 80er-Jahr-Klassiker, der für das selbst gemachte Kochbuch fotografiert wurde. (Das<a href=" http://www.vorspeisenplatte.de/rezepte/rouladenfleisch-in-sauce.htm"> italienische Rindfleisch nach dem Rezept meiner Tante Barbara</a> hat ebenfalls ein Foto bekommen.)</p>
<p>Ansonsten sehen Sie (ich habe absichtlich nicht aufgeräumt, um einen authentischen Eindruck zu ermöglichen): Die Küchenmaschine Kenwood Major, die der Mitbewohner und und ich zu Weihnachten bekommen haben. Für die Maschine selbst hatten wir gründlich über Platz und Standort nachgedacht. Völlig vergessen hatten wir, dass all das Zubehör der Maschine viel mehr Platz braucht. Den müssen wir erst noch finden. Bei dieser Gelegenheit: Ich habe noch keine Möglichkeit entdeckt, mit der Küchenmaschine Butter schaumig zu rühren. Ein halb Pfund Butter passt anscheinend genau in den Platz, den der Rührteig-Schläger rundum zur Schüssel lässt. Und dann klebt sie dort, unerreichbar. Soll ich dafür und für die Butter-Zucker-Ei-Mischung am Anfang jedes Rührteigs vielleicht doch den Schneebesen verwenden?</p>
<p>Draußen im Esszimmer hängt mein Schwimmzeug zum Trocknen über den Stühlen. Und im Hintergrund sehen Sie eine atemberaubend geschmacklose, chinesoide Vase, die mein Bruder zur Hochzeit von der spanischen Verwandtschaft geschenkt bekam. Er hatte sie für eine meiner Deko-Ideen aus ihrem Kellerversteck geholt, und jetzt muss ich zusehen, wie ich sie wieder los werde. Denn auch wenn sie eindeutig der Schwerkrafttester ist, den man anscheinend immer unter Hochzeitsgeschenken findet: Diesen Test muss dann schon der Beschenkte selbst absolvieren. Oder eines seiner drei tobsüchtigen Kinder.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen ein neues Kochblog ans Herz legen, auf dessen Erscheinen ich ehrlich gesagt seit Jahren hoffe. Eine große Runde Applaus &#8211; kurz vor dem gemeinschaftlichen Verschanzen hinter Topfdeckeln, Küchenschränken, ererbten Buffets &#8211; für <a href="http://kochenmitschwadroneuse.twoday.net/" target=_new>Kochen mit Schwadroneuse</a>!</p>
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