Fotos

Osterzopf 2014

Sonntag, 20. April 2014

Das Rezept wartet seit einem Jahr im Entwürfe-Ordner, jetzt habe ich endlich anständige Fotos dazu.

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Die diesjährige Ostertafel mit fruchtigem Osterzopf.

Vor einer Woche hatte meine Mutter noch angekündigt: “Nur damit ihr darauf vorbereitet seid: Dieses Jahr gibt es kein polnisches Osterfrühstück, sondern mal was Anderes.” Der Blick, mit dem ich reagierte, stimmte sie zum Glück um. Auch dieses Jahr gab es große Platten mit Wurst und Eiern, dazu frisch geriebenen Meerrettich und pürierte rote Bete.

Aber auch dieses Jahr war um den anschließenden Spaziergang nicht rumzukommen. Dabei: Ausblick auf ein frisch aufgehübschtes Stückchen Donau.

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Karfreitag 2014

Samstag, 19. April 2014

Wenn ich schon so viele Jahre am Karfreitag Laufen war und Fotos dabei gemacht habe (und sehr davon profitiere, im eigenen Blog nachschauen zu können, wie Wetter und Vegetationsstand jeweils zu Ostern waren), soll das halt auch dieses Jahr so sein.

Bedeckt war der Tag, aber schon während meines Laufs begann es zu regnen. Kühl zudem, etwa 10 Grad erforderten aber zum Glück keine Handschuhe.

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Vom Odeonsplatz los über den Hofgarten am Haus der Kunst vorbei in den Englischen Garten.

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Die Büsche an Fuß des Monopteros sind heuer schon verblüht.

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Die Isar idyllte.

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Ich lief leicht und fröhlich, kein Schmerz war wirklich störend. Nur auf der Heimfahrt vom Tivoli kam ich ins Frösteln: Die Gleise der Linie 18 werden mal wieder bearbeitet, diesmal im Lehel, ich musste erst durchgeschwitzt auf einen Ersatzbus warten, stand dann beim Warten auf die Tram 16 am Isartor in Wind und Regen.

Der schnellste Weg zur Bikini-Figur

Dienstag, 15. April 2014

Jahr für Jahr suchen die Redaktion von Frauenzeitschriften nach dem “schnellsten Weg zur Bikini-Figur”. Meist glauben sie diesen in einer “Bikini-Diät” gefunden zu haben (dabei ist er mir doch dann zu klein, wenn er Diät macht). Mir ist ein Rätsel, wie eine so simple Sache Jahr für Jahr so lange Artikel hergibt.

Deshalb habe ich für alle Suchenden, innerhalb und außerhalb von Redaktionen für Frauen- und angebliche Fitnesszeitschriften, die Lösung hier nicht nur aufgeschrieben (das hatte ich vergangenes Jahr bereits auf Twitter), sondern die einzelnen Schritte illustriert.

Hier also, *TUSCH!*: Der schnellste Weg zur Bikinfigur.

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1. Kleidung ausziehen.

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2. Bikini anziehen.

Auch belegt von Frau Jazzylicious.

Mögen Sie vielleicht ebenfalls den Damen und Herren in den Redaktionen mit einem Blogpost und Illustrationen zu Hilfe eilen? Geben Sie mir einfach Bescheid (in den Kommentaren hier oder per E-Mail an die Adresse links oben): Ich sammle die Links. Die Hilfe scheint bitter nötig:

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(Psst, you’re doing it wrong! Das ist kein Bikini!)

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Und schon haben wir einen ersten Helfer: Chris zeigt Bikinifigur!

Das hier muss ich umgehend aus den Kommentaren (danke, Leonie!) raufholen:
THE WHOLE CONCEPT OF THE “BEACH BODY” IS RIDICULOUS AND THIS IS WHY
What if all you need to get a beach body is to GO TO THE BEACH?

Update 16. April: Hier kommt Hilfe aus Irland!

Ratzinger Höhe zur Blütezeit

Sonntag, 13. April 2014

Vergangenen Herbst war ich ja höchst begeistert von dem Obst- und Kulturweg Ratzinger Höhe – wie bezaubernd musste er erst zur Blütezeit sein! Mit welcher Technik ich herausfand, dass das gerade jetzt der Fall ist, steht hier.

Heute wanderte ich mit Mitbewohner und meinen Eltern knapp sechs Stunden über den gesamten Weg (zwei Brotzeiten).

Es blühte in Pinswang.

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Es blühte in Kinning.

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Es blühte in Osterhofen.

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Es blühte in Dirnsberg,

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wo wir die Bekanntschaft einiger zauberhafter Laufenten machten.

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Auch in Gattern schönste Blüte.

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Holzberg faszinierte mich auch abseits der Blüten.

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Während unserer Brotzeit über Ulperting schien dann auch die Sonne.

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Hitzing mit blühendem Birnbaum.

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Auch in Bach nicht nur Blüten über Blüten,

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sondern ausgesprochen neugierige Rinder, die quer über die Weide galoppierten (die Viecher waren schnell!), um uns zu beäugen.

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Die Munzinger Linde.

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In Arbing gab’s Blüten mit Bergpanorama.

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Und um die ging’s auf der Wanderung:

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Fotos der Woche

Sonntag, 23. März 2014

Einen Schal brauchte es Montagfrüh schon noch.

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Beim Mittagsspaziergang an der Theresienwiese entlang nicht mehr.

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Der Mitbewohner experimentierte mit Kochbananen (das karamelisierte, gebratene Stück auf ein Uhr) und mit Süßkartoffeln (mit Zwiebeln, Chillis und Orangensaft in der Pfanne gegart und dann zerstampft – sehr gut). Dazu gab’s Spinat mit Tahini und vielen Pinienkernen.

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Am Donnerstagnachmittag kurzärmliges Biergartenwetter (am 20. März!). Die Kastanien geben bereits Pfötchen.

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Zumindest morgens weiterhin frisch.

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Samstagvormittag noch fröhliches Radeln durch milde Lüfte zu aushäusigem Frühstück mit Freundin.

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Samstagnachmittag Spaziergang im Nordteil des Englischen Gartens, während dessen das Wetter langsam umschlägt: Es wird immer kälter, und dann setzt Regen ein.

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Am Sonntag dann richtiger Regen – den es wirklich braucht: Die Isar war am Vortag so niedrig wie selten gewesen, ohne Schnee im Winter keine Schneeschmelze im Frühjahr. Musste ich halt mir der U-Bahn in die Turnstunde fahren.

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Wochenende – Familienfeiern im Wandel der Zeit

Montag, 17. März 2014

Die Wettervorhersage bewahrheitete sich: In der Nacht zum Samstag trübte sich der Himmel ein, meinen Isarlauf trabte ich ohne Sonne in ordentlichem Wind. Dafür war der Boden so ausgetrocknet, dass mich Windböen immer wieder in Staubwolken packten. Das werden auch die paar Regentropfen am Nachmittag nicht ausgeglichen haben. (Neuigkeiten von der Gebrechensfront: In den vergangenen Wochen sind es nicht mehr die Waden, die nach 40 Minuten in Schmerzen ausbrechen und mir den Lauf vermiesen, sondern die Fußballen. Ja, ich brauche mal wieder neue Einlagen, aber das allein kann nicht die Ursache sein.)

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Bevor ich die U-Bahn zurück nach Hause nahm, besorgte ich beim Bäcker im Thalkirchner Untergrund Backwerk fürs Frühstück: “Und zwei von den Hörnderln. Sind des Croissants?” “Des san Sesam.” “Äh, aha, dann bitte zwei davon.”

Nach dem Umbau der U-Bahnhöfe Stachus, Hauptbahnhof und Marienplatz (nur der am Stachus ist wirklich abgeschlossen) wird dieses Jahr mein Heimatbahnhof Sendlinger Tor in Angriff genommen – diesmal auch offiziell, nachdem Gerüste und Teilabrisse in den vergangenen Jahren immer wieder wie der Beginn von genau so etwas gewirkt hatten. Einige Plakatwände werden wohl bereits nicht mehr vermietet, es kommt Archäologisches zutage.

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§

Eintrübung des Wetters hin oder her: Der massive Frühlingseinbruch der vergangenen Wochen hat dazu geführt, dass die ersten Knospen der Kastanien vor unserem Balkon bereits aufplatzen – das ist wirklich ungewöhnlich früh im Jahr.

§

Am Sonntag die Schwarzwälder Kirschtorte für Vaters Geburtstag zusammengebaut, Wählen gegangen. Zum ersten Mal von Infratest um Teilnahme gebeten worden: Die Hochrechnungen enthielten MEINE Stimme!

Zum Papageburtstag in die Geburtsstadt gefahren, angenehme Stunden mit gutem Essen, Weinen, Menschen verbracht.

Komisch, dass sich auch in Familien Dinge ändern. Zum Beispiel kann ich wohl nicht mehr fest damit rechnen, dass mein Vater, der Elektriker, mir bei allen elektrischen Problemen bereitwillig zur Seite eilt. Über dem Hauptgericht (Roschtbief mit Pepperonata) erzählte ich meinem Bruder von meiner widerspenstigen Küche und dem Kurzschluss am Spülmaschinenstecker, der den Mitbewohner und mich seit zwei Wochen zur Handwäsche zwingt. Es müsse halt der Stecker ausgetauscht werden, damit wir die Zeit bis zur neuen Küche (nein, da ist noch nichts vorwärts gegangen) noch mit der alten Spülmaschine überbrücken könnten.
“WIE GUT”, schloss ich theatralisch, alle anderen Gespräche am Tisch übertönend, “DASS WIR EINEN ELEKTRIKER IN DER FAMILIE HABEN, DER DAS ERLEDIGEN KÖNNTE.”
Mein Vater reagierte nicht. Ich wiederholte, “DASS WIR JA ZUM GLÜCK EINEN ELEKTRIKER IN DER FAMILIE HABEN, DER DEN STECKER AN DER SPÜLMASCHINE AUSWECHSELN KÖNNTE”. Dabei winkte ich verdeutlichend meinem Vater zu.

Papa: “Geb i dir a Stecker und a paar Hülsen für die Kabel, dann kannst du selber austauschen.”
Damit hat er natürlich recht, das ist ja wirklich kein Teufelswerk. Aber das war früher nicht so.

Früher sicher so war die Schwarzwälder Kirschtorte, die sich mein Vater gewünscht hatte.

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In diesem Fall ist das genau der Haken: Ich mag sie so nicht mehr, sie ist mir zu Biskuit-lastig und trocken. Hat mir jemand einen Tipp für ein Rezept mit eher Wiener Böden und Cremefüllung?

Viel Leben in einem Tag

Samstag, 15. März 2014

Es hat dann doch noch geklappt, dass ich den angepeilten Freitag freinehmen konnte (habe zwar noch Urlaubstage aufzubrauchen, Bürogeschehen lässt sich derzeit allerdings schlecht prognostizieren) – und was für einen herrlichen Frühlingstag ich da geschenkt bekam! Bei meinen nachmittäglichen Einkäufe war mir ohne Jacke nicht zu kalt.

Vormittags nutzte ich die Gelegenheit wie an jedem freien Freitag in München, meine Lieblingsstepstunde zu besuchen. In der uns mein Lieblingsvorturner vorsichtig darauf vorbereitete, dass er diese Stunde zum 1. April abgibt: Er sei ins entferntere Umland gezogen und habe festgestellt, dass es doch außerordentlich anstrengend sei, für diese Stunde reinzukommen. Wenn ich richtig gerechnet habe, besuche und schätze ich seine Stepstunden seit fünf Jahren – sie werden mir fehlen.

Gestern hatten wir sehr gemischte Truppe (in Alter und Körperformen) nochmal eine richtige Gaudi, und ich versuchte mir all die Choreographieelemente, die ich nur bei diesem Herrn antreffe und deren Bezeichnungen er ziemlich sicher selbst erfunden hat, besonders gründlich zu merken: “Einparken” und “Fußball” sind wohl eher nicht im Kanon der Stepaerobicfiguren anzutreffen.

Ich hängte eine Stunde Gemeinschaftsgymnastik an und kämpfte mit einem kleinen, nur halb aufgeblasenen Ball, auf den wir uns für Übungen setzen oder knien sollten: Sind mir die wandgroßen Spiegel im Turnsaal immer schon eher unangenehm, möchte ich meine unbeholfenen Wackeleien bei diesen Übungen am allerwenigsten sehen.

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Auf der Heimfahrt holte ich mir beim Bäcker Schmidt zum eine Mohn-Challah (sie nennen sie dort Mohnzopf, aber es gibt ihn nur freitags und samstags): Ob sie den Zopf gleich in Scheiben schneiden solle, fragte die Verkäuferin. UmGodswuin! Ich erklärte ihr, dass so ein Zopf doch nicht geschnitten, sondern gerupft werde. Ihr Blick ordnete mich eindeutig als g’spinnerte Kundin ein.

Beim Bäcker Schmidt nahm ich auch eine interessant aussehende “Fastenbreze” mit: Sie sei aus leicht gesüßtem Hefeteig gemacht, erklärte mir die Verkäuferin, habe der Chef aus dem Chiemgau mitgebracht.

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Fastenbrezen kannte ich bislang nur aus der Bäckerei Knapp & Wenig, und dort handelt es sich um eine ungelaugte Breze mit Staubsalz.

Mein nächster Stopp war der Herrmannsdorferladen am Viktualienmarkt, in dem ich die freundlich-appetitliche Atmosphäre so schätze, dass es mir nie etwas ausmacht warten zu müssen.

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Daheim kräftige Brotzeit (wie KANN man eine Challah nur schneiden wollen statt die Stränge mit ihren herrlichen langen Fasern zu rupfen?), Wäschewaschen (wozu in unserer bröselnden Küche gelegentliches Entleeren der vollgelaufenen Waschmaschinenunterwanne gehört) und -aufhängen.

Zeitunglesen am sonnig-warmen Balkon – vor dem Entwintern noch ziemlich schmutzig, aber für einen Sessel ist immer Platz.

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(Foto: Mitbewohner)

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Abendverabredung im Broeding, dortselbst köstliches Essen und interessante Weine.

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Da war zum Beispiel dieses köstliche Kürbissüppchen mit Lamm (ich glaubte Kreuzkümmel und Kurkuma rauszuschmecken), während ich noch an meinem Schilcher-Rosé als Aperitiv nippte:

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Sehr gefreut hatte ich mich auf die Teigtasche mit Leber- und Blutwurst, die mit Papaya und Kräutersalat serviert wurde: Ein Knaller, denn die Papaya war nicht nur reif und aromatisch, sondern auch in etwas Minzigem mariniert und passte hervorragend zum Blutwurstgeschmack.

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Dazu gab es ein Gläschen aus der Doppel-Magnum Ebner-Ebenauer Weißer Burgunder Vom Wald inlusive der wundervollen Geschichte, wie dieses junge Winzerpaar zu dieser neuen Lage kam.

Der nächste Gang war ein herzhafter Thunfisch, an dem ich am interessantesen die Kombination von gebratenen Pilzen mit Bergamotte fand (und den ich vergessen habe zu fotografieren). Begleitet wurde er von einem Groisser Gemischten Satz aus dem Waldviertel (den mochte ich besonders gern), wieder mit ausführlicher Geschichte.

Der gebratene Radicchio hatte einen interessant kräftigen Käse (Arunda) dabei:

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Dazu mein Rotweinfavorit des Abends, Gut Oggau (Achtung: Website BRÜLLT) Atanasius 2009, ein Blaufränkisch-Zweigelt aus dem Burgenland (das Etikett, so wurde uns erklärt, gehe auf die Charakterisierung des Weins als Persönlichkeit zurück: so sähe der Wein aus, wäre er ein Mensch). Auch sonst steckt wieder eine wundervolle Geschichte von leidenschaftlichen Wein-Nerds hinter dem Wein.

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Als Fleischgang gab es Kalb mit Namen, nämlich einen Sohn der Restaurant-eigenen Kuh Dorli, über die ich mich über den Broeding-Newsletter regelmäßig informieren lasse.

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Im Glas hatte ich dazu diesen sehr schönen Blaufränkisch (nicht ein solcher Brummer wie mein Favorit vom Heinrich, dafür mit einem Hauch Pferdefurz – jaja, Hande, ich weiß, ich soll lieber “animalische Note” sagen):

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Zum Käsegang eine Überraschung (für mich zumindest): Der Heinrich hat einen orange wine gemacht. Die Bedienung machte uns auf den Duft nach Apfelmost aufmerksam, gab zu, dass das nicht gerade ein Geschmack sei, den man sich abends als “noch ein Gläschen Wein” einschenken würde, doch dass er hervorragend zum Käse und der Pomeranzenmarmelade passte. Sie hatte recht: Einfach so war der Wein eher bitter, doch mit dem Käse fing er an Walzer zu tanzen.

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Das Dessert war eine schöne Kombination von Schokolade, Karamel und Frucht, an der mich am meisten die marinierten Birnen faszinierten (Nachfrage in der Küche ergab, dass nur Wein, Zucker, Vanille dran war).

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Der Wein dazu war ein Kracher 11 Trockenbeerenauslese, zu dem uns erklärt wurde, dass er es fast nicht zum Wein geschafft hätte: So lernte ich, dass in Österreich eine Bedingung für die Bezeichnung als Wein mindestens 5 Volumenprozent Alkohol ist.

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Gelesen:

Jahrelang verhöhnten wir Politikerinnen und Politiker, weil sie keine Ahnung von Computern und Internet hatten (in meinem Fall: weil sie NOCH weniger Ahnung hatten als ich). Weil wir offensichtlich davon ausgingen, dass sie eine höhere Fachkenntnis zum Besten der Gesellschaft einsetzen würden.

Mittlerweile zeichnet sich ab, dass der unterstellte Scherz “Ihr werdet euch noch wünschen, wir hätten keine Ahnung vom Internet” (Quelle verschollen) ins Schwarze traf: Sobald diese Menschen kapierten, welche Chance die Ahnungslosigkeit von Durchschnittsbürgerinnen bietet (Symptom z.B. ausbleibende Empörung über NSA-Aushorchung), ließen sie sich schleunigst fit machen. Und zwar keineswegs zum Besten der Gesellschaft.

Sascha Lobo führt das am Beispiel Alexander Dobrint vor. Der forderte auf der CeBIT ein “intelligentes Netz” – was sich dummerweise nur sehr kurz gut anhört: “Wir brauchen ein superdummes Netz!”

Wer ein intelligenteres Netz fordert, fordert en passant ein besser überwachbares Internet, das schlechter geeignet ist für die technische Selbstermächtigung durch die Nutzer. Das ungefähr Letzte, woran gerade Mangel herrscht.

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Gesehen:

Entnehme einem Beitrag in quer, dass die SPD im Münchner Stadtrat Spielplätze um Mädchenspielgerät ergänzt haben will. Laut Ulrike Boesser, gleichstellungspolitische Sprecherin, müsse “mehr auf die geschlechterspezifische Raumaneignung der Kinder eingegangen werden” (watt?). In dieselbe Tröte bläst (offensichtlich allen Ernstes) Gabriele Nuß von der Gleichstellungsstelle der Stadt München und spricht von “Gender-Gerechtigkeit”. Watt?! Seit wann sind Gleichstellungsstellen dafür zuständig, bereits Kinder nach Geschlechterstereotypen zu segregieren? Seit wann sind Bolzplätze für Buben reserviert? Brauchen kleine Fußballspielerinnen rosa Tore?

Andererseits: Mit Ferrero und seiner segregierten Kinderüberraschung sollte schnell ein Sponsor gefunden sein.