Fotos

Ideale Laufstrecke

Mittwoch, 19. Juni 2013

Wenn die Strecke so aussähe (inklusive Menschenleere), könnte ich mir sogar eventuell vorstellen, 42 Kilometer davon zu laufen.

130618_Isarlauf_Thalkirchen_1

130618_Isarlauf_Thalkirchen_2

130618_Isarlauf_Thalkirchen_3

Gestern war es bereits um halb neun an der Isar eigentlich einen Tick zu warm für Dauerlauf. Ich hatte meinen Gürtel mit kleinen Wasserflaschen dabei, stellte beim Umschnallen fest, dass das Gummiband mittlerweile völlig ausgeleiert ist. Statt mit Klettverschluss befestigte ich die zu langen Enden also mit einem beherzten Knoten. Dank regelmäßigem Trinken lief ich immer leichter, genoss aus ganzem Herzen die 20 Minuten durch den Mischwald zwischen Großhesseloher Brücke und Pullach sowie zurück. Derzeit sind solche minutenweisen echten Gemütsaufhellungen große Geschenke.

In der Mittagshitze dann:

130618_Eleganz_Grammatik_gross

Kühler Isarlauf

Samstag, 15. Juni 2013

Gestern morgen im Hofgarten / Englischen Garten.

130614_Hofgarten

130614_Englischer_Garten

Stillleben Migränenacht

Mittwoch, 12. Juni 2013

130612_Migraenenacht

Statusmeldung 7. Juni 2013 – Alphorn, Schnitzel, Beeren, Brot

Freitag, 7. Juni 2013

Die Isar hat sich schnell wieder gefangen. Über die immer noch faszinierende Webcam des Wasserwirtschaftsamts verfolge ich alle paar Stunden ihren Rückgang.

Es wurde endlich sonnig und frühlingshaft warm, warm genug für Lesen auf dem schattigen Balkon (in dicken Socken und Strickjacke). Wo ich gestern Nachmittag an meinen Sinnen zweifelte, als ich von ferne Alphörner zu hören glaubte. Erst als ich darüber twitterte, wies mich der Mitbewohner darauf hin, dass er beim Heimradeln welche im benachbarten Park gesehen habe. Tatsächlich:

Alphorn

Abends hielt das Wetter immer noch, wir stellten das vorbereitete Nachtmahl in den Kühlschrank für heute und aßen das erste Mal dieses Jahr im Schnitzelgarten.

130606_Schnitzelgarten

§

Mit endlich auch aromatischen einheimischen Erdbeeren hatte ich die Tage zuvor meine erste Pawlowa gemacht.

130605_Pawlowa

Durchaus lustig zu essen (und die vier Eiweiß aus dem Kühlschrank sind aufgebraucht), doch Erbeeren mag ich weiter am liebsten nur mit einem Hauch Zucker, höchstens noch mit Schlagrahm.

§

Völlig misslungen ist mir allerdings das Bierbrot. Ich hätte den Sauerteig wohl wirklich auffrischen sollen, er war mir in seinem Glas blubbernd lebendig genug erschienen.

130606_Bierbrot

§

Der Zahnwunde geht’s sehr gut, vielen Dank für all die guten Wünsche. Schmerzen hatte ich zu keinem Zeitpunkt wirklich, die Ärztin war beim Kontrollbesuch zufrieden. Den Zahn selbst habe ich jetzt, er ist an einer Stelle von oben bis unten gesprungen, an einer anderen Stelle angeknaxt – da war wirklich nichts zu retten.
Nächste Woche kontrolliert die Ärztin nochmal, dann lassen wir zuwachsen. In zwei Monaten gibt’s ein Implantat, laut Zahnärztin sind die Voraussetzungen bei meinem Kiefer ideal.

A Farewell to Molar

Dienstag, 4. Juni 2013

(Möglicherweise too much information, empfindliche Gemüter mögen vielleicht nicht weiterlesen. Aber ich finde solche medizinischem Geschichten, bei denen ich was lerne, immer hochinteressant. Ich war ja auch von Emergency Room fasziniert.)

“Es ist wirklich schade”, sagte die Zahnärztin, versunken in den Anblick der Röntgenaufnahme meines Gebisses. Nach einer Pause wiederholte sie: “Schade.” Wir warteten gerade darauf, dass die Betäubungsspritze wirkte.
“Sie haben so gute Zähne, beneidenswert gute Zähne. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie jemals Ersatz brauchen”, erklärte sie nochmal. “Aber bei dem ist einfach nichts zu machen.” Und so verließ mich gestern ein Backenzahn nach fast 44 Jahren meist guter Zusammenarbeit. Es war genau der eine, der mir vor sieben Jahren zum ersten und einzigen Mal gezeigt hatte, was Zahnschmerzen sind. Und nun seit Monaten vor sich hin schwärte, zum Glück unter lediglich minimalem Schmerz.

Die Zahnärztin hatte mir beim Jahrescheck vor drei Wochen klar gemacht, dass diese Entzündung nicht von allein heilen würde. Außerdem entdeckte sie einen Sprung in diesem Zahn (der, wie sie nach Extraktion und bei Tageslicht feststellte, die Ursache der Entzündung war). Gestern Mittag kam er raus, wie vorhergesehen ohne Probleme weil mit geraden Wurzeln. Frau Doktor musste ihn nicht mal zerteilen, wie sie mir vorsichtshalber als mögliche Notwendigkeit angekündigt hatte: Ein bisschen mit dem Schraubenzieher (oder wie das heißt) gelockert, dann in kleinen Kreisen gezogen. Auf meinen flachen Scherz, ob sie denn auch gut im Krafttraining stehe, hatte die Ärztin mir vorher erläutert, dass Kraft genau die falsche Technik bei sowas sei. Damit habe schon so mancher Jungspund den zu ziehenden Zahn zerbröselt.

Morgens war ich noch Schwimmen gewesen; meine kleinen Twitterfreundinnen hatten mich auf das Sportverbot nach Zahnextraktion vorbereitet (EINE WOCHE?!). Und ich aß ein ordentliches Butterbrot, die Praxisangestellte hatte mich “kräftig gefrühstückt” bestellt.

130603_Butterbrot

Die Lokalanästhesie war hervorragend dosiert: Die Wirkung trat schnell und gründlich ein (ich hatte schon erlebt, dass nachgespritzt werden musste), und nach vier Stunden war alles wieder da (ich hatte schon erlebt, dass eine Betäubung fast zehn Stunden anhielt). Die operative Nachsorge ließ ich von meiner Twitter-Timeline begleiten: Sie gab mir unter anderem den hervorragenden Tipp, das Schmerzmittel bereits vor dem völligen Abklingen der Anästhesie einzunehmen. Und sie versicherte mir, dass fünf Stunden Kühlung lang genug sind, wenn nichts mehr blutet oder heiß ist. Auf diese Idee der Kühlungsfixierung kam ich aber selbst (mir waren Wilhelm-Busch-Zeichungen von Zahnweh-Kranken eingefallen):

130603_Kühlungshalter

Die Nacht verlief ruhig, nur fror ich unter meinem Federbett so sehr, dass ich mir eine Wärmflasche füllte – am 3. Juni. Der Morgenkaffee schmeckt. Na kommen’S: Ich soll nicht Sport, Kaffee, Nikotin, Alkohol; wenn ich die anderen drei brav einhalte, wird das morgendliche Koffein schon nicht die Wundheilung verhindern.

Ob ich ihn haben wolle, den Zahn, hatte Frau Doktor gefragt. Oh ja, sehr gerne! Die Zahnarzthelferin versprach, ihn noch ein wenig zu reinigen, beim Nachsorgetermin kann ich ihn mitnehmen.

Isarhochwasser

Montag, 3. Juni 2013

Weite Teile Bayerns (Sachsens und Thüringens) sind nach den unaufhörlichen Regengüssen der letzten Tage überschwemmt, in einigen Regionen wurde Katastrophenalarm ausgegeben.

München scheint es noch nicht ganz so schlimm getroffen zu haben, einige Keller stehen unter Wasser, kleinere Brücken und Radwege im Stadtgebiet wurden gesperrt. Doch der Höchststand wird auch hier erst heute Mittag erwartet.

Der unaufhörliche starke Regen schlug am Wochenende vor allem aufs Gemüt: Drinnen musste ich heizen, draußen waren Gummistiefel das einzig vernünftige Schuhwerk. Ich vertrieb mir den Nachmittag im Kino und sah mir in den Museumslichtspielen Gatsby an (am besten gefiel mir die Musik). Nach Hause ging ich zu Fuß, begegnete Menschen in Anorak mit pelzverbrämten Kapuzen, denen nicht zu warm zu sein schien.

So begegnete mir die Isar:

130602_Isarhochwasser_1

130602_Isarhochwasser_2

130602_Isarhochwasser_3

130602_Isarhochwasser_4

130602_Isarhochwasser_5

Sensationelle Bilder gibt es immer wieder aktualisiert von der Kamera des Wasserwirtschaftsamts, die auf dem Deutschen Museum angebracht zu sein scheint. (via @probek)

In der Nacht zum heutigen Montag hörte der Regen irgendwann auf, doch es ist mehr angekündigt.

Backtag

Freitag, 31. Mai 2013

Na, der gestrige Fronleichnamsfeiertag hätte schlimmer kommen können: Es regnete mindestens zweimal mehr als eine Stunde am Stück nicht. Ich hatte trotzdem keine Lust, einen Fuß vor die Tür zu setzen, zudem signalisierte mein Körper mit einem überraschenden und überraschend heftigen Muskelkater vom Krafttraining am Vortag, dass ein Tag Pause eine gute Idee wäre. Meine Backvorhaben konnte ich also in aller Gemütlichkeit umsetzen.

Nicky hatte sich an die Entwicklung des perfekten Rotweinkuchens gemacht – unter Berücksichtigung auch meines Rezepts, aber mit dem einen oder anderen Nicky-typischen Dreh. Ich empfehle das Ergebnis sehr: Meine Befürchtung, die gerösteten Haselnüsse könnten vorschmecken, erfüllte sich nicht, das ist ein ganz wunderbarer und besonders feiner Rotweinkuchen.

Die Neuigkeit dabei: Ich bereitete zum ersten Mal einen Rührkuchenteig mit unserer Kenwood-Küchenmaschine, sonst nur zum Kneten genutzt. Nach 25 Jahren war mir nämlich ein Quirl meines Krups-Handrührgeräts zerbrochen, und die Lieferung der neuen wird noch die eine oder andere Woche dauern. Und wieder hatte ich das Problem, dass der Patisserie-K-Haken die Butter in einer Schicht in der Rührschüssel verteilte. Das nächste Mal teste ich den Schneebesen und hoffe, dass er sich bei Zugabe des Mehls nicht verbiegt.

§

Nach längerer Pause backte ich wieder Brot, erst mal mussten die tiefgefrorenen Vorräte weg. Ich büke gerne viel öfter, doch so viel Brot essen wir gar nicht. Vielleicht sollte ich mir doch mal einen Ruck geben und Kontakt zu Nachbarn suchen, die mir vielleicht hin und wieder eines abnehmen.

Gestern probierte ich Zorras Ballonbrot aus. Meinen Weizensauerteig musste ich erst mal durch mehrfaches Auffrischen aus seinem Winterschlaf holen, doch dann hatte er die nötige Kraft. Beim Auffrischen orientiere ich mich an den Erfahrungen von Ulrike und von Lutz (auf dessen angekündigtes Brotbackbuch ich mich schon sehr freue):
20 gr Weizensauerteig in einem Deckelglas mit
60 gr Wasser und
60 gr Weizenmehl Type 550 mischen.
Deckel locker drauf, er soll nicht luftdicht schließen, und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Wenn sich nach sechs Stunden deutliche Blasen entwickelt haben, verwende ich ihn. Wenn es deutlich länger dauert, wiederhole ich den Vorgang nach 12-24 Stunden (je nach Vergesslichkeit). Wenn sich auch nach 24 Stunden gar nichts tut, ist der Sauerteig tot. Das passierte mir aber zuletzt vor zwei Jahren, ich setzte ihn mit meiner Roggensauerteigkultur neu an (20 gr Roggensauerteig, 60 gr Wasser, 60 gr Weizenmehl).

Mein Riesenlaib riss gehörig auf, und schmeckte ausgezeichnet.

130530_Ballonbrot_1

130530_Ballonbrot_2