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	<title>Vorspeisenplatte &#187; Suchergebnisse  &#187;  tante+jolesch</title>
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		<title>Tag 31 – Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 13:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist wahrscheinlich Friedrich Torbergs Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten. Ganz sicher ist es das Buch, das ich am häufigsten empfohlen habe. Auf der Vorspeisenplatte taucht es deshalb schon sehr früh auf, hier habe ich meine Begegnung mit der Tante Jolesch beschrieben. So genügte es mir nicht, die Taschenbuchausgabe selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist wahrscheinlich Friedrich Torbergs <i>Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten</i>.</p>
<p><img src="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/101101_Tante_Jolesch.jpg" alt="" title="101101_Tante_Jolesch" width="420" height="359" class="alignnone size-full wp-image-9673" /></p>
<p>Ganz sicher ist es das Buch, das ich am häufigsten empfohlen habe. Auf der Vorspeisenplatte taucht es deshalb schon sehr früh auf, <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2003/11/als-waer-die-tante-jolesch-noch-am-leben.htm">hier habe ich meine Begegnung mit der Tante Jolesch</a> beschrieben. So genügte es mir nicht, die Taschenbuchausgabe selbst zu besitzen: Über den großen Internetflohmarkt beschaffte ich mir schon vor vielen Jahren die Ausgabe, in der ich die Tante Jolesch mit elf, zwölf zum ersten Mal gelesen hatte. Das Buch wird immer noch gedruckt, in der mittlerweile 31. Auflage; heute sieht es <a href="http://www.dtv.de/buecher/die_tante_jolesch_1266.html" target=_"new">so</a> aus.</p>
<p>Seit einigen Jahren gibt es auch eine englische Übersetzung von Maria Poglitsch Bauer, <i>Tante Jolesch or The Decline of the West in Anecdotes</i> &#8211; soweit ich weiß ein universitäres Projekt.</p>
<p><a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/09/bucher-listenweise.htm">Zur gesamten Fragenliste.</a></p>
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		<title>Tag 3 – Dein Lieblingsbuch</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 08:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil ich eine Zeit lang immer wieder nach meinen Lieblingsbuch gefragt wurde, habe ich mich der Einfachheit halber darauf verlegt, Friedrich Torbergs Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten zu nennen &#8211; weil ich es sehr gerne mag, es mich und meine Einstellung zu einer ganzen Epoche geprägt hat, ich es immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil ich eine Zeit lang immer wieder nach meinen Lieblingsbuch gefragt wurde, habe ich mich der Einfachheit halber darauf verlegt, Friedrich Torbergs <i>Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten</i> zu nennen &#8211; weil ich es sehr gerne mag, es mich und meine Einstellung zu einer ganzen Epoche geprägt hat, ich es immer wieder lese und es mir sehr am Herzen liegt. <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2003/11/als-waer-die-tante-jolesch-noch-am-leben.htm">Hier</a> habe ich mehr dazu geschrieben. Aber: Fragt man Musikinteressierte nach ihrem Lieblingslied/-stück? Wenn, dann sicher unter dem Vorbehalt des Augenblicks.<br />
Was also ist mein Lieblingsbuch des bisherigen Jahres?</p>
<p><img src="http://www.vorspeisenplatte.de/chabon.jpg"/></p>
<p>Michael Chabon, <i>The Yiddish Policemen&#8217;s Union</i>. <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/08/michael-chabon-the-yiddish-policemens-union.htm">Hier</a> habe ich darüber geschrieben. Weil es so besonders ist, eine originelle Grundidee sauber und variantenreich durcherzählt und weil mir die Bilder aus dem Roman immer noch und sehr intensiv nachhängen.</p>
<p><a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2010/09/bucher-listenweise.htm">Zur gesamten Fragenliste.</a></p>
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		<title>Journal 5. Juni 2009</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2009/06/journal-5-juni-2009.htm</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 06:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Blogtipp: Na, wie war&#8217;s in der Schule? Frau Freitag lässt ins Lehrerinnenleben blicken, auf sehr nachvollziehbare Weise. Fange Sie am besten bei dieser Eskalationsgeschichte an: Mir ist ja schon lange ein Rätsel, warum bislang immer Schüler oder Studenten Massaker anrichten und nie Lehrer oder Dozentinnen tätlich ausflippen. Besonders gefällt mir, dass sich die Dame [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blogtipp: <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/" target=_new>Na, wie war&#8217;s in der Schule?</a> Frau Freitag lässt ins Lehrerinnenleben blicken, auf sehr nachvollziehbare Weise. Fange Sie am besten bei <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/2009/06/03/ich-geh-einfach-mal-nicht-hin/" target=_new>dieser Eskalationsgeschichte</a> an: Mir ist ja schon lange ein Rätsel, warum bislang immer Schüler oder Studenten Massaker anrichten und nie Lehrer oder Dozentinnen tätlich ausflippen. Besonders gefällt mir, dass sich die Dame keineswegs beschwert; sie stellt lediglich ihre Realität der Darstellung <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/2009/05/30/und-immer-wieder-herrlich-diese-fachliteratur/" target=_new>in Büchern</a> und Medien gegenüber. <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/2009/05/23/warum-jetzt-noch-dieser-blog/#comment-14" target=_new>In einem Kommentar</a> beschreibt sie ein Lebensgefühl, das ich nur zu gut aus dem Arbeitsleben kenne &#8211; ohne dass es ein Indiz für mangelnde Ernsthaftigkeit ist:</p>
<blockquote><p>Das mit dem theaterstückvergleich stimmt. Ich finde immer noch, dass ich die Lehrerin spiele und die schüler spielen die schüler und sogar die eltern spielen die eltern. Oft könnt ich mich immer noch bepfeifen bei dem gedanken, dass ich lehrerin bin.</p></blockquote>
<p>Wunderbar auch die <a href="http://fraufreitag.wordpress.com/2009/05/25/immer-wieder-montags/" target=_new>Beschreibung eines Montags</a>:</p>
<blockquote><p>8.07 Uhr die Tür geht auf und drei gackernde Teenagermädchen fallen gemeinsam durch die Tür. Kein “Sorry I’m late.” Oder wenigstens ein dahingemurmeltes “tschudjung”. Bis 8.20 Uhr öffnet sich in rhymischen Abständen die Tür und nach und nach tauchen fast alle Teilnehmer meiner Stunde auf – der letzte um 8.40Uhr. Ich habe mit der Zeit gelernt (einer muss ja was lernen – warum nicht ich), meinen Unterricht in sich wiederholenden Zeitschleifen abzuhalten. Wie beim Tanzen – zwei vor und einen zurück.</p></blockquote>
<p>Sieht ganz so aus, als bekäme <a href="http://www.hans-klaffl.de/" target=_new>Han&#8217;s Klaffl</a> Konkurrenz, der genau dieses schulische Montagsszenario zur Kontrabass-Version von &#8220;Take a walk on the wild side&#8221; beschreibt.</p>
<p>§</p>
<p>Wie sehr ich es bedaure, dass die Deutsche Welle (per Auftrag) fast ausschließlich nach Nicht-Deutschland wirkt. Heute ging deren <a href="http://www.dw-gmf.de/index_de.php" target=_new>Deutsche Welle Global Media Forum</a> zu Ende, Thema: Konfliktvermeidung im Multimedia-Zeitalter. Wobei mit „Konflikt“ der politische Konflikt gemeint ist. <a href="http://www.dw-gmf.de/download/Plan_Web.pdf" target=_new>Das Programm</a> bestand von vorne bis hinten aus hochinteressanten Themen, zum Beispiel:<br />
- Keynote speech von Soon-Hong Choi, Assistant Secretary-General, Chief Information Technology Officer, United Nations<br />
- Security leaks in cross-border data flows &#8211; Voices of Africa &#8211; The mobile phone as a conflict prevention tool<br />
- From joysticks to body count: ethical aspects of modern warfare<br />
- (New) media and diaspora intervention in conflict resolution: the case of Somalia<br />
- Information technology: provoking or preventing conflict?<br />
- Media behavior in conflict zones: a global overview<br />
- Suppressed websites will censors lose the race?<br />
- RIAS workshop on German-American coverage of terrorism issues &#8211; a transatlantic media comparison<br />
- Civil Society 2.0 &#8211; How digital media are changing politics in Turkey</p>
<p>Die Referenten und Referentinnen kamen aus aller Welt &#8211; wenn jemand ein hochklassiges weltweites Netz an Medienkontakten hat, dann ja wohl die Deutsche Welle.</p>
<p>Und dennoch ist hierzulande kaum jemandem bewusst, dass keines der etablierten Medien in Deutschland so früh und so korrekt die Macht und die Zukunft der neuen Medien eingeschätzt hat wie die Deutsche Welle. Nun, vielleicht kommt die große Berichterstattung in den Feuilletons der Nation in den Wochenendausgaben.</p>
<p>§</p>
<p>Musste kräftig Deppengebühr zahlen: Zum Seminar ab Sonntag hatte ich mir eine günstige Zugfahrkarte nach Konstanz besorgt. Nur dass mir heute durch die Bemerkung einer Kollegin klar wurde, dass es in Koblenz stattfindet. Noch ein Glück stellte ich das vorher fest. Noch ein Glück zudem, dass der Mitbewohner gerade frei hat und für mich zum Bahnhof gehen konnte, um Umtauschmöglichkeiten zu erfragen. Doch, wie die Tante Jolesch schon feststellte: „Gott soll einen hüten vor allem, was noch ein Glück ist.“ Die Sparfahrkarte konnte natürlich nicht eingetauscht werden, ich brauchte eine neue zum regulären Preis. 80 Euro Verlust &#8211; und kaum ein Lerneffekt. Zwar werde ich Konstanz und Koblenz nie wieder verwechseln, nur können mir jederzeit andere Zielortirrtümer unterlaufen.</p>
<p>§</p>
<p>Medizinische Muckibude erstaunlich rege besucht für einen Freitagabend.</p>
<p><b>Nahrung:</b> Café con leche, Sahnequark, Antipasti, Gemüsestrudel mit Rohkostsalat, Automatenkakao mit Espresso, Banane, Käse (Délice) mit Riesling Bodenschatz St. Antony 2007, <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/rezepte/breite-bohnen-mit-kartoffeln.htm">Breite Bohnen mit Kartoffeln</a>, Strawberry-Cheesecake-Eis, Schokolade, Kekse<br />
<b>Wetter:</b> Von morgens kalt und sonnig bis abends mild und bewölkt</p>
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		<title>Lesen, mal wieder</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 10:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese gerade: Bis gestern Abend Ethan Hawkes Ash Wednesday. Habe das Buch heute nach Seite 70 auf den Stapel der zu verschenkenden Bücher gelegt, weil mich überhaupt nicht interessiert, wie es weitergeht und es nicht mal gut geschrieben ist. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Ab heutiger S-Bahn-Fahrt zum Flughafen wird es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Ich lese gerade:</b><br />
Bis gestern Abend Ethan Hawkes <i>Ash Wednesday</i>. Habe das Buch heute nach Seite 70 auf den Stapel der zu verschenkenden Bücher gelegt, weil mich überhaupt nicht interessiert, wie es weitergeht und es nicht mal gut geschrieben ist. Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Ab heutiger S-Bahn-Fahrt zum Flughafen wird es Sujata Massey <i>The Pearl Diver</i> sein.</p>
<p><b>Drei Bücher, die mich immer wieder faszinieren:</b><br />
Reflexartig nenne ich <i>Die Tante Jolesch</i> von Friedrich Torberg. Dann wird es dünn, weil ich fast nie Bücher mehrfach lese, seit ich nicht mehr als Literaturwissenschaftlerin arbeite. Zuletzt wiedergelesen habe ich <i>Widow for One Year</i> von John Irving und <i>White Teeth</i> von Zadie Smith.</p>
<p><b>Ein Buch, das ich ausdrücklich nicht empfehle:</b><br />
Achje, jedes Deckelchen passt doch auf irgend ein Töpfchen. Selbst für mies geschriebene Superscheiße wie die <i>Nebel von Avalon</i> gibt es sogar ganze Berge von Töpfchen. Ohne dass ich die konkrete Leserin kenne, kann ich nicht abraten.</p>
<p><b>Drei Autoren, die ich für preiswürdig halte (unabhängig von evtl. tatsächlich erfolgten Preisverleihungen):</b><br />
William Shakespeare, Friedrich Torberg (allerdings nur für <i>Non Fiction</i>), Minette Walters.</p>
<p><b>Mein Lieblingsgedicht:</b><br />
Ist von Federico García Lorca (und seit diesem Jahr gemeinfrei, deswegen kann ich es hier ganz aufschreiben):</p>
<p>CANCION DEL NARANJO SECO<br />
Leñador.<br />
Córtame la sombra.<br />
Librame del suplicio<br />
de verme sin toronjas.<br />
¿Por qué nací entre espejos?<br />
El día que me da vueltas.<br />
Y la noche me copia<br />
en todas sus estrellas.<br />
Quiero vivir sin verme.<br />
Y hormigas y vilanos,<br />
soñaré que son mis<br />
hojas y mis pájaros.<br />
Leñador.<br />
Córtame la sombra.<br />
Librame del suplicio<br />
de verme sin toronjas.</p>
<p>(Sorry, in Übersetzung ist das ein anderer Text und nicht mein Lieblingsgedicht.)</p>
<p><b>Ort und Stellung zum genußvollen Lesen:</b><br />
Mir ist es am bequemsten, an einem Schreibtisch zu lesen, meist ist es aber Sofa oder Lesesessel.</p>
<p><b>Ernährung während des Lesens:</b><br />
Wenn ich lese, lese ich – alles andere geschieht nebenher, unter anderem Essen (ganz winziges schlechtes Gewissen). Eine meiner Schnappsideen war ja ein Kochbuch für einhändig zu essende Gerichte: Die Hardcore-Leserin klemmt das aufgeschlagene Buch oben unter den Tellerrand, braucht aber dennoch eine Hand zum Halten und Blättern. Bleibt nur die andere zum Löffeln oder Gabeln.</p>
<p>von <a href="http://helgabirnstiel.blogs.com/notebook_muenchen/2007/09/auch-wenn-ich-m.html" target=_new>Helga</a></p>
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		<title>Noch mehr Bücherfragen</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2007/03/noch-mehr-bucherfragen.htm</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2007 09:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil Buchmesse ist. Gebunden oder Taschenbuch? Das jeweils schönere. Von Iain Banks gefallen mir zum Beispiel die Taschenbuch-Ausgaben besser, das durchgängige Design seiner Buchcover (ganz eigen, erkennen Sie sofort wieder) enthält in der Paperback-Version eine Prägung, die die Hardback-Ausgaben nicht haben. Dann wiederum gibt es Gesamtkunstwerke wie Poor Things von Alasdair Gray (alles vom Autor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Weil Buchmesse ist.</em></p>
<p><strong>Gebunden oder Taschenbuch?</strong><br />
Das jeweils schönere. Von Iain Banks gefallen mir zum Beispiel die Taschenbuch-Ausgaben besser, das durchgängige Design seiner Buchcover (ganz eigen, erkennen Sie sofort wieder) enthält in der Paperback-Version eine Prägung, die die Hardback-Ausgaben nicht haben. Dann wiederum gibt es Gesamtkunstwerke wie <i>Poor Things</i> von Alasdair Gray (alles vom Autor gemacht: Illustrationen einschließlich Schutzumschlag, für den er seinen Freund Bernard MacLaverty portraitierte, Klappentexte und Rezensionen), die am besten als Harcover.<br />
Vielleicht bin ich da komisch: Wenn ein Buch, das ich lesen will, nur mit dem Foto seiner Verfilmung auf dem Cover vorliegt (igitt), werde ich es wahrscheinlich nicht kaufen, sondern eine andere Ausgabe suchen, notfalls gebraucht.</p>
<p><strong>Amazon oder Buchhandel?</strong><br />
Ich habe es <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2006/02/zwischenstand-buchreich-des-bosen-fuhrt-30.htm">wirklich, wirklich</a> versucht. Aber es waren Leute wie ich, für die Amazon eigens erfunden wurde.</p>
<p><strong>Lesezeichen oder Eselsohr?</strong><br />
Eselsohr? Klar, und jede Seite, die ich gelesen habe, reiße ich raus und werfe ich auf den Stapel mit alten Zeitungen. (ESELSOHR?!)</p>
<p><strong>Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?</strong><br />
Jetzt wird’s langweilig:<br />
Erste Überordnung: Fiktion / Sachbuch<br />
- Fiktion Unterordnung: Englisch / Deutsch / Spanisch / andere<br />
		diese nach Autoren<br />
	- zudem bei Fiktion als Einzelbereich: Lyrik und Anthologien.<br />
	- Die SF-Reihen des Mitbewohners haben eine eigene Regalwand.<br />
- Sachbuch Unterordnungen: Geschichte, Naturundtechnik, Feminismus, Sprachwissenschaft, Spiele, Film, Literaturwissenschaft, Kunst, Essen&#038;Trinken, Reise, Psychologie, Philosophie<br />
	- zudem bei Sachbuch eine eigene Regalwand: Nachschlagewerke</p>
<p><strong>Behalten, wegwerfen oder verkaufen?</strong><br />
Alles davon, eben gab es wieder eine Aussortier-Aktion (in erster Linie Bücher des Mitbewohners); die aussortierten Bücher werden soeben online verschachert.</p>
<p><strong>Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?</strong><br />
Behalten.</p>
<p><strong>Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?</strong><br />
Tatsächliches Lesen ohne, beim Zur-Seite-Legen schlage ich das Buch aber ein.</p>
<p><strong>Kurzgeschichten oder Roman?</strong><br />
Zu drei Vierteln Romane zu einem Viertel Geschichten.</p>
<p><strong>Sammlung oder Anthologie?</strong><br />
Anthologie, aber eher zufällig und weil ich aus meinem Studium noch einige nach Epochen habe.</p>
<p><strong>Harry Potter oder Lemony Snicket?</strong><br />
Snicket habe ich noch nicht probiert.</p>
<p><strong>Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?</strong><br />
Was jeweils zuerst kommt, zumal es eine Menge Bücher ohne Kapiteleinteilung gibt.</p>
<p><strong>„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?</strong><br />
Die Nacht, auf jeden Fall (=Krimi). Die Fantasy-Ecke geht komplett an mir vorbei.</p>
<p><strong>Kaufen oder Leihen?</strong><br />
Kaufen.</p>
<p><strong>Neu oder gebraucht?</strong><br />
Was schöner ist: Frisch veröffentlichte Bücher eher neu, Hemingway und andere Klassiker in der schönsterreichbaren gebrauchten Version.</p>
<p><strong>Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?</strong><br />
Rezension oder Empfehlung. Wobei bei manchen geschätzten Autoren bereits die Nachricht reicht, dass sie etwas Neues veröffentlicht haben.</p>
<p><strong>Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?</strong><br />
Wenn das die einzigen Alternativen sind, dann eher das geschlossene Ende. Cliffhanger gehören zu schnell geschriebenen Serien, die einen Kaufanreiz für die nächste Folge erzeugen müssen. Offene Enden mag ich aber auch gern, wenn sie passen. Das Ende halte ich für das Schwierigste an einem Roman, oft ist es der Schwachpunkt des Werkes (ähnlich bei Filmen). Vielleicht werden John Irvings Bücher deshalb häufig gut, weil Herr Irving eigenen Aussagen zufolge als erste Idee zu einem Roman das Schlussbild hat.</p>
<p><strong>Morgens, mittags oder nachts lesen?</strong><br />
Theoretisch jederzeit, praktisch derzeit abends im Bett.</p>
<p><strong>Einzelband oder Serie?</strong><br />
Sowohl als auch, je nachdem. Earl Stanley Gardner als Serie, Minette Walters einzeln. In meiner Bibliothek überwiegen auffallend die Einzelbände (außer Sie wollen Leute wie Charles Dickens zu den Serien zählen, weil sie ihre Romane seinerzeit als Kapitelserien veröffentlicht haben, aber wir wollen hier ja nicht ernsthaft literaturwissenschaftlich werden, gell).</p>
<p><strong>Lieblingsserie?</strong><br />
Pepe Carvalho von Manuel Vazquez Montalbán.</p>
<p><strong>Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?</strong><br />
<i>Ana Nein</i> von Agustín Gomez-Arcos. Deutsch nur gebraucht zu haben (derzeit gibt es bei Amazon aber sogar vier Exemplare). Der schmale Roman aus den 70ern erzählt die Geschichte der alten Anna Paucha, einer andalusischen Fischerswitwe. Einige Jahre nach dem spanischen Bürgerkrieg macht sie sich auf den Weg zu dem Gefängnis, in dem ihr einziger Sohn als Franco-Gegner gefangen gehalten wird, zu Fuß und mit einem selbst gebackenen Aniskuchen für diesen Sohn unterm Arm. Durchgehend in personaler Perspektive der Ana geschrieben, unsentimental und herzzerreißend.<br />
Habe ich Ende der 80er in der Grabbelkiste eines Kaufhauses entdeckt, als ich noch in Buchgrabbelkisten wühlte. Während meines Studiums schrieb ich darüber eine Arbeit im Seminar „Verarbeitung des spanischen Bürgerkriegs in der Literatur“.<br />
Im Original französisch <i>Ana Non</i>.</p>
<p><strong>Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?</strong><br />
<i>Emmas Glück</i> von Claudia Schreiber. Ich quengelte noch halb in mich rein, dass mit ein bisschen gewissenhafterem Lektorat ein wirklich großartiges Buch daraus geworden wäre, als ich merkte, dass gerade die schreiberischen Ungelenkigkeiten perfekt zur Geschichte passen.</p>
<p><strong>Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?</strong><br />
Ich habe mir vor vielen Jahren angewöhnt, diese Frage mit Friedrich Torbergs <i>Tante Jolesch</i> zu beantworten.</p>
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		<title>Lesebogen</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2007 06:30:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[DER LESEBOGEN für Sebastian Dickhaut (erschienen in der Giessener Allgemeinen Zeitung am 2. 12. 2006) Liebster erster Satz &#8220;It is a truth universally acknowledged that a man in posession of a good fortune must be in want of a wife.&#8221; Pride and prejudice von Jane Austen, aus dem Gedächtnis zitiert und als korrekt überprüft. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DER LESEBOGEN für Sebastian Dickhaut (erschienen in der Giessener Allgemeinen Zeitung am 2. 12. 2006)</p>
<p><strong>Liebster erster Satz</strong><br />
&#8220;It is a truth universally acknowledged that a man in posession of a good fortune must be in want of a wife.&#8221; <i>Pride and prejudice</i> von Jane Austen, aus dem Gedächtnis zitiert und als korrekt überprüft. Es hat schon Gründe, warum es allein um diesen einen Satz ganze literaturwissenschaftliche Kongresse gibt: Darin sammelt sich Austens ganze Faustdickheit hinter den Ohren.<br />
(Oder doch &#8220;Her gynecologist recommended him to me.“? John Irving kann sehr gut erste Sätze.)</p>
<p><strong>Mein 1. Buch</strong><br />
<i>Kindlers neues Literaturlexikon</i> (dass darin nur ein Aufsatz von mir ist, muss genügen)</p>
<p><strong>Zur Zeit lese ich</strong><br />
<i>Dead Time</i> von Eleanor Taylor Bland </p>
<p><strong>Als nächstes Buch lese ich</strong><br />
Granta 96: <i>War Zone</i></p>
<p><strong>Wann lesen Sie?</strong><br />
Fast ununterbrochen. Wenn ich gerade nicht lese, treibe ich vermutlich Sport, spreche mit jemandem oder ich schlafe.</p>
<p><strong>Was lesen Sie?</strong><br />
Alles, was ich entziffern kann, unter anderem Internet, Zeitung, digitale Dokumente auf dem Bildschirm, Schilder, Aufschriften auf Verpackungen, Bücher &#8211; eben Geschriebenes.</p>
<p><strong>Wo lesen Sie?</strong><br />
Am Wohnzimmertisch, in der Straßenbahn, im Bus, am Arbeitsplatz, im Zug, im Bett, auf dem Balkon, im Hotelzimmer, am Schreibtisch, im Café und überall, wo mir zufällig Lesbares vor die Augen kommt.</p>
<p><strong>Lieblingsbuch</strong><br />
<i>Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten</i> von Friedrich Torberg.</p>
<p><strong>Lieblingsautor</strong><br />
Shakespeare: durchgehend schnafte, ohne Abstriche</p>
<p><strong>Ärgerlichstes Buch</strong><br />
<i>Bildung</i> vom Schwanitz. Aber ich habe mich damals ausgesprochen fruchtbar geärgert.</p>
<p><strong>Liebster Roman-Held</strong><br />
Henry aus <i>The Time Travellers Wife</i> von Audrey Niffenegger</p>
<p><strong>Liebste Roman-Heldin</strong><br />
Ich kann mich nicht entscheiden zwischen Pipi Langstrumpf und Ruth Cole aus John Irvings <i>Widow for one Year</i>.</p>
<p><strong>‘Bösester’ Roman-Schurke</strong><br />
Mrs Ferrars aus Jane Austens <i>Sense and Sensibility</i></p>
<p><strong>Liebste Comic-Figur</strong><br />
Peter Parker</p>
<p><strong>Dieses Buch hat mich bewegt</strong><br />
Unter anderem <em>The Cider House Rules</em> und <i>Son of the Circus</i> von John Irving, <em>Captain Corelly&#8217;s Mandolin</em> von Louis de Bernieres, <em>The Time Traveller’s Wife</em>, <i>Sense and Sensibility</i>, <i>German Angst</i> von Friedrich Ani, <i>Die viertorige Stadt</i> von Doris Lessing &#8211; unmöglich, mich für nur eines zu entscheiden.</p>
<p><strong>. . . verändert</strong><br />
<i>Pipi Langstrumpf</i> von Astrid Lindgren.</p>
<p><strong>. . . zu Tränen gerührt</strong><br />
<i>Ana Nein</i> von Agustín Gomez-Arcos.</p>
<p><strong>. . . zum Lachen gebracht</strong><br />
<i>Eats, Shoots, and Leaves</i> von Lynne Truss</p>
<p><strong>. . . klüger gemacht</strong><br />
<em>Rätsel der Kochkunst. Naturwissenschaftlich erklärt</em> von Hervé This-Benckhard. Seither kann ich Vinaigrette und weiß auch noch, warum.</p>
<p><strong>. . . geärgert</strong><br />
<i>Brick Lane</i> von Monica Ali. So ein klasse Setting, derart mies gemacht.</p>
<p><strong>. . . toleranter gemacht</strong><br />
<i>Such a Long Journey</i> von Rohinton Mistry</p>
<p><strong>Überschätzter Autor</strong><br />
Peter Handke</p>
<p><strong>Unterschätzter Autor</strong><br />
Joanne K. Rowling</p>
<p><strong>Gute Krimis sind . . .</strong><br />
gute Romane.</p>
<p><strong>Schlechte Romane sind . . .</strong><br />
bei genügend hoher Verkaufszahl immer noch eine Einkommensquelle für irgend jemanden.</p>
<p><strong>Bestseller-Listen sind . . .</strong><br />
für andere.</p>
<p><strong>Wie viele Bücher haben Sie gelesen?</strong><br />
Verzeihung, diese Frage konnte ich zuletzt im Alter von sieben Jahren beantworten.</p>
<p><strong>. . . lesen Sie im Monat im Schnitt?</strong><br />
Seit ein paar Jahren wohl nicht mehr als vier.</p>
<p><strong>. . . stehen in Ihrem Bücherschrank?</strong><br />
Bitte nochmal um Verzeihung, diese Frage konnte ich zuletzt mit 16 beantworten. Ich kann ja mal die Bücher zählen, die sich in meinem Schlafzimmer aufhalten, also zum Schmökern neben meinem Bett liegen oder ungelesen in einem kleinen Sideboard stehen, weil ich noch nicht weiß, ob ich sie wirklich lesen möchte, ungelesen als Referenzwerke in die Bibliothek sortieren oder weggeben: 23. (Es gibt einen eigenen Meter definitiv zu lesender Bücher im Wohnzimmer.)</p>
<p><strong>Wieviel Geld geben Sie im Monat für Bücher aus?</strong><br />
20 bis 100 Euro.</p>
<p><strong>Wenn mein Bücherschrank überfüllt ist . . .</strong><br />
werfe ich dem Mitbewohner (ein aktiver Sammler) einen scharfen Blick zu.</p>
<p><strong>Leihen Sie Bücher aus?</strong><br />
Nein.</p>
<p><strong>Verleihen Sie Bücher?</strong><br />
Nein, ich verschenke sie eher.</p>
<p><strong>Eselsohren sind . . .</strong><br />
ein Unglück.</p>
<p><strong>Menschen, die keine Bücher lesen, sind</strong><br />
. . . vermutlich anderweitig interessiert.</p>
<p><strong>Welches Buch fehlt ihnen?</strong><br />
Alle, die Douglas Adams nicht mehr schreiben konnte.</p>
<p><strong>Liebster Schluss-Satz</strong><br />
&#8220;After all, tomorrow is another day.&#8221;</p>
<p>Vom <a href="http://www.rettet-das-mittagessen.de/blog/?p=444" target=_new>Mittagesser</a>.</p>
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		<title>Lesetipps, gesammelt</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2006/03/lesetipps-gesammelt.htm</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Mar 2006 07:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Tageszeitung kommt zu spät, als dass ich sie auf meine Pendelfahrten in die Arbeit mitnehmen könnte, deshalb habe ich dort in den letzten Wochen vermehrt Bücher gelesen. Davon seien empfohlen (völlig ohne Spoiler, ehrlich): A.L. Kennedy, Everything you need Davor hatte ich einen Band mit Kennedys Kurzgeschichten gelesen (Indelible Acts), die mir ein wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Tageszeitung kommt zu spät, als dass ich sie auf meine Pendelfahrten in die Arbeit mitnehmen könnte, deshalb habe ich dort in den letzten Wochen vermehrt Bücher gelesen. Davon seien empfohlen (völlig ohne Spoiler, ehrlich):</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0099730618/qid=1142099065/sr=1-5/ref=sr_1_11_5/302-6089896-7663205"><img src='http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/1_Kennedy.jpg' alt='' /></a></p>
<p><b>A.L. Kennedy, <i>Everything you need</i></b></p>
<p>Davor hatte ich einen Band mit Kennedys Kurzgeschichten gelesen (<i>Indelible Acts</i>), die mir ein wenig zu ausgefuchst und clever gebaut waren: Ihre Konstruktion lenkte mich ab. Auf der Langstrecke von <i>Everything you need</i> kommt die erzählerische Ausgefuchstheit der britischen Schriftstellerin viel besser zur Wirkung, weil sie über die 567 Seiten des Buches einen wunderbaren Rhythmus erzeugt. </p>
<p>Es geht um eine sehr junge Frau, Mary, und eine kleine Künstlerkolonie auf einer gottverlassenen walisischen Insel. Einer der Künstler ist Marys Vater Nathan, das weiß die junge Frau aber nicht. Er sorgt dafür, dass sie ein mehrjähriges Schriftsteller-Stipendium auf der Insel bekommt.</p>
<p>Äußerlich passiert nicht viel mehr als der Alltag unter diesen seltsamen Leuten. Und doch sehnte ich mich jeden Tag danach, den Roman wieder aufzuschlagen und einzutauchen in den Regen, den Wind, die Kargheit der Insel, Marys Ringen mit dem Schreiben mitzukämpfen, Nathans mit seinen Dämonen, die anderen Künstler ein wenig besser kennen zu lernen. Eines der Bücher, die für die Zeit des Lesens mein Zuhause werden.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3462034650/qid=1142099379/sr=1-1/ref=sr_1_11_1/302-6089896-7663205"><img src='http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/2_Menasse.jpg' alt='' /><br />
</a><br />
<b>Eva Menasse, <i>Vienna</i></b></p>
<p>Das Buch, Menasses Familiengeschichte, hat mich so sehr in die Welt Friedrich Torbergs zurückgezogen, dass ich mir immer wieder vor Augen führen musste, dass der größte Teil ein halbes Jahrhundert nach der Tante Jolesch spielt.</p>
<p>Nicht chronologisch, sondern eher wie man sich in heiterer Familienrunde, die in <i>Vienna</i> oft in dieser Form auftaucht, Familiengeschichten erzählt. Typische Anfänge von Absätzen sind „Als er verhaftet wurde, nähte mein Onkel gerade eine Pyjamahose.“ oder „Manche sind der Ansicht, mein Bruder sei zu den Geschäften meines Vaters seit jeher in grimmiger Opposition gestanden, doch das stimmt so nicht.“ Gleichzeitg ist ein Thema des Buches die Ablenkungsfunktion, die das Geschichtenerzählen in dieser Familie hatte. Ablenkung von all den Dingen, über die nicht gesprochen wurde.</p>
<p>Zur Torberg-Ähnlichkeit gehört der Reichtum an Zitierbarem in <i>Vienna</i>. Dem Mitbewohner, von Natur aus jeder Form von Draußen- oder gar Im-Grünen-Aktivität abhold („Wenn ich frische Luft will, mach ich’s Fenster auf.“) konnte ich zum Beispiel als Abwehr gegen Ausflugansinnen anbieten: „Bin ich a Reh?“</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3872949438/qid=1142099547/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/302-6089896-7663205"><img src='http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/3_Soentgen.jpg' alt='' /><br />
</a><br />
<b>Jens Soentgen, <i>Selbstdenken! 20 Praktiken der Philosophie</i></b></p>
<p>Eine Einführung in die Philosophie aus dem Jahr 2005, aber weder an der Chronologie, noch an Personen aufgehängt, sondern in 20 übliche Techniken sortiert (u.a. Hinsehen, Präzisieren und Definieren, Logik, Gedankenexperimente). Wunderbar geschrieben, ungewöhnlich illustriert (von Nadia Budde). Wie nebenbei tauchen alle wichtigen Figuren der westlichen Geistesgeschichte auf, inklusive Schwerpunkt und Bedeutung. Und allein schon die Literaturhinweise am Ende der Kapitel sind das ganze Buch wert.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/051513306X/qid=1142099644/sr=1-2/ref=sr_1_10_2/302-6089896-7663205"><img src='http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/4_Walters.jpg' alt='' /><br />
</a><br />
<b>Minette Walters, <i>The Shape of Snakes</i></b></p>
<p>„Lang und dünn”, sagte der Mitbewohner, als er den Buchtitel las. Und dann: „Oh, jetzt habe ich dir die Spannung kaputt gemacht.“</p>
<p>Unter den zeitgenössischen Krimischreiberinnen der englischsprachigen Welt ist Minette Walters etwas Besonderes. Das beginnt damit, dass sie keine Serie schreibt (wie Elizabeth George oder Patricia Cornwell), sondern voneinander unabhängige Geschichten und Settings. Walters verwendet ungewöhnliche Perspektiven und Fälle, gern liegt der Auslöser der <i>detection</i> Jahrzehnte zurück.</p>
<p>In <i>The Shape of Snakes</i> ist es eine Frau, die nach zwanzig Jahren zurück nach England kommt und den Todesfall einer schwarzhäutigen Nachbarin und Tourette-Patientin auf eigene Faust wieder aufrollt, die damals vor ihrer Haustür starb: Sie ist überzeugt davon, dass es sich um einen Mord aus rassisitschen Motiven gehandelt hat. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive dieser Frau und, eine typische Walters-Technik, anhand von Dokumenten wie alten Briefen und Protokollen. Dadurch wird die ermittelnde Hauptfigur sehr vielschichtig und manchmal durchaus zwielichtig.</p>
<p><img src='http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/archiv/5_Hemingway.jpg' alt='' /><br />
(Das ist Mitbewohners persönliches Exemplar. Hemingway kauft man im Antiquariat, bitteschön, oder auf dem Flohmarkt.)</p>
<p><b>Ernest Hemingway, <i>Fiesta. The Sun also Rises.</i></b></p>
<p>Klassiker werde ja selten empfohlen, weil man sie doch eh kennt. Wie ungerecht.<br />
<i>Fiesta</i> hatte ich zwar während meiner ersten Hemingway-Phase um meinen 20. Geburtstag rum bereits gelesen, aber zum einen auf Deutsch, zum anderen war ich jemand anderes.</p>
<p>Das Wiederlesen, auf Englisch und fast 20 Jahre später, hat mir bestätigt, dass ich Hemingways Sachen liebe, und es ruft mir viele Bilder in den Kopf, die ich beim ersten Lesen noch gar nicht zur Verfügung hatte. Eine Busfahrt durchs hochsommerliche Nordspanien vor dem Bürgerkrieg, Paris mit Concierge und Dachkammern, schöne, harte, rücksichtslose Frauen. Hemingways schmerzensreiche Balance am Abgrund liegt mir so viel mehr als die eines Bret Easton Ellis.</p>
<p>Allerdings wird in <i>Fiesta</i> derart viel gesoffen (z.B. mal eben zwei Flaschen Rotwein zum Mittagessen, pro Mann), dass ich schon vom Lesen Kopfweh bekomme.</p>
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		<title>You know you&#8217;re a bookish, geekish sort when&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2005 13:14:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Anke Gröner weist auf einen schönen Thread bei Salon hin. You know you&#8217;re a bookish, geekish sort when&#8230; &#8230;your first thought, upon walking out of a building into an unexpected rain storm, is NOT &#8220;How can I protect my hair/clothes/shoes,&#8221; but is in fact, &#8220;How can I protect my book??&#8221; (Selbstverständlich, JEDER würde das tun.) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ankegroener.de/?p=1177" target=_new>Anke Gröner</a> weist auf einen schönen <a href="http://tabletalk.salon.com/webx?14@619.wy1haWYrD67.0@.773a7673/0" target=_new>Thread bei <i>Salon</i></a> hin.</p>
<p>You know you&#8217;re a bookish, geekish sort when&#8230;</p>
<p>&#8230;your first thought, upon walking out of a building into an unexpected rain storm, is NOT &#8220;How can I protect my hair/clothes/shoes,&#8221; but is in fact, &#8220;How can I protect my book??&#8221;<br />
<i>(Selbstverständlich, JEDER würde das tun.)</i></p>
<p>&#8230;the first thing you do when you visit anyone&#8217;s place is walk over to the nearest bookcases to have a look at their books.<br />
<i>(Habe ich mir abzugewöhnen versucht, vor allem bei Leuten, die mein Verhältnis zu Büchern und Lesen kennen – die fühlen sich dann immer gleich auf dem Prüfstand, auch wenn mich ganz echt ehrlich in erster Linie die Neugier treibt.)</i></p>
<p>&#8230;when you must re-read the same book roughly once a year.<br />
<i>(Kann es sein, dass ich Friedrich Torbergs </i>Tante Jolesch<i> hier schon seit Monaten nicht erwähnt habe? Schande über mich.)</i></p>
<p>&#8230; you don&#8217;t run to make it into the subway car or bus (when you really might have made it) because you think, &#8220;More reading time while I wait for the next one.&#8221;<br />
<i>(Und wenn du nach dem Aussteigen nicht gleich heim gehst, sondern dich erst noch mal ins Wartehäuschen setzt, weil du die letzte drei Seiten bis zum Ende des Buches erst fertiglesen musst.)</i></p>
<p>… you boggle at people who say, &#8220;Yeah, I used to read a lot, but don&#8217;t have time anymore,&#8221; but they still have time to eat and sleep.<br />
<i>(Ewiger Diskussionspunkt mit meiner Mutter, die genau das immer behauptet hat. Aber in einer blitzblank aufgeräumten Wohnung lebt. Falsche Prioritäten, eindeutig.)</i></p>
<p>&#8230;asked about what you&#8217;re most looking forward to upon your impending graduation, you reply, &#8220;I&#8217;ll get to read books of my own choice again!&#8221;<br />
<i>(Ha! Was musste ich entgeisterte Blicke ertragen, wenn ich das nach meiner Magisterprüfung in Englischer Literatur sagte! Ich bin sofort im Anschluss an die letzte mündliche Prüfung mit einer Freundin zwei Wochen aufs winterliche Malta geflogen, einen Stapel Bücher im Gepäck, der all die Lernwochen durch als Verheißung auf meinem Schreibtisch gestanden hatte. Glücklicherweise war dann auch noch das Wetter schlecht!)</i></p>
<p>…you bring 5 books on your honeymoon&#8211;and read them all!<br />
<i>(Ich bin mit einem waschechten Geek und Bücherwurm verheiratet. Wir hatten zwar nie Flitterwochen, doch vor jedem gemeinsamen Urlaub steht die Debatte, wer welche Bücher mitnimmt. Gemeinsamer Urlaub heißt: Viel Zeit zu lesen und einander zu erzählen, was man gerade gelesen hat.)</i></p>
<p>&#8230;you&#8217;re genuinely shocked to hear a stranger on a train tell you he hasn&#8217;t read a book of any sort in 5 years.<br />
<i>(Ich hatte mal einen 18-jährigen und gar nicht dummen Lehrling, der mir treuherzig erzählte, dass er in seinem Leben erst ein Buch gelesen hat. Als ich mich wieder gefangen hatte, empfahl ich ihm </i><i>Harry Potter</i>.)</p>
<p>&#8230;when you own more dictionaries than shoes.<br />
<i>(Unfair! Ich nutze auch die Lexika / Wörterbücher des Mitbewohners, die ich mir sonst selbst kaufen würde. Aber es sind halt nicht meine. Deshalb liegen Schuhpaare – inklusive Schlappen &#8211; und Lexika &#8211; vielbändige nur einmal gezählt &#8211; ungefähr gleichauf bei 25.)</i></p>
<p>&#8230;you define the time when you knew you were really, truly married as the time when you finally merged your book collections.<br />
<i>(Exakt. Und wie wunderbar harmonisch und konstruktiv die Erarbeitung eines gemeinsamen Ordnungssystems war! An diesem Punkt begann mein Verdacht, wir könnten füreinander geschaffen sein.)</i></p>
<p>&#8230;you then judge the compatibility of yourself and your spouse by the number of boxes of doubles you had to put away when that happened.<br />
<i>(Put away? PUT AWAY? Nix, die Doppel stehen nebeneinander im Regal.)</i> </p>
<p>You know you&#8217;re in it for real when you get rid of all the doubles.<br />
<i>(Klar, und als nächstes nehme ich seinen Namen an. Entschuldigung?! Tut mir leid, Selbstauslöschung habe ich nicht im Programm.)</i></p>
<p>&#8230;you buy books you doubt you&#8217;ll ever get the chance to read because you may not be able to find them again ever if you do get the time.<br />
<i>(Ständig. Wie kaufen andere Leute Bücher?)</i></p>
<p>…you have at least two sets of your favorite book series: one with the great, pristine covers that you keep so that they will look beautiful on the shelf, and another set with the ratty covers, which are your actual reading copies.<br />
<i>(Hey, ich habe als Literaturwissenschaftlerin gearbeitet. Also besitze ich einige John Irvings in zwei Ausgaben: Eine mit meinen vielen Bleistiftnotizen, eine schöne zum – zum – zum eine schöne haben.)</i></p>
<p>&#8230;you stall leaving work so you don&#8217;t have to ride the train home with a coworker and lose valuable reading time.<br />
<i>(Hahaha, ertappt! Aber sagen Sie’s nicht weiter.)</i></p>
<p>…your significant other mutters about life in prison not being much of a deterrent to you since you&#8217;d be quite content sitting in your cell reading all day.<br />
<i>(Hat zwar noch niemand zu mir gesagt, selbst hatte ich diesen Gedanken aber bereits. Sofort ein schlechtes Gewissen gehabt, auf mehreren Ebenen.)</i></p>
<p>&#8230;you think books are romantic gifts!<br />
<i>(Ähm, sind sie nicht?)</i></p>
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		<title>Die Zeitung von gestern</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2005/07/die-zeitung-von-gestern.htm</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2005 07:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach anfänglichem Ärger und Widerwillen habe ich mich daran gewöhnt, morgens im Zug die Zeitung von gestern zu lesen. Vielleicht hat der SZ-Austräger in meinem Stadtgebiet gerade Urlaub und eine unerfahrene Vertretung. Oder er wurde von einer Frühaufsteherin am Ende seiner Route bestochen, damit er sie vorzieht. Auf jeden Fall liegt meine Süddeutsche seit zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach anfänglichem Ärger und Widerwillen habe ich mich daran gewöhnt, morgens im Zug die Zeitung von gestern zu lesen. Vielleicht hat der <i>SZ</i>-Austräger in meinem Stadtgebiet gerade Urlaub und eine unerfahrene Vertretung. Oder er wurde von einer Frühaufsteherin am Ende seiner Route bestochen, damit er sie vorzieht. Auf jeden Fall liegt meine <i>Süddeutsche</i> seit zwei Wochen nicht mehr auf dem Fußabstreifer vor meiner Wohnungstür, wenn ich um 6:18 Uhr das Haus verlassen, sondern wird im Lauf des Vormittags gebracht.</p>
<p>Wenn ich die Zeitung im Zug auffalte, kenne ich die Inhalte der Titelseite also schon durch ihre Besprechung in den Nachrichtensendungen des Vortags und überblättere sie. Halt: Das „Streiflicht“ schaue ich an. Die Themen, die auf der Zwei („Themen des Tages“) und der Drei (Reportagen) breit abgehandelt werden, bleiben länger als 24 Stunden interessant, gut. Die Meinungsseite hingegen überholt sich erstaunlich schnell. Die Nachrichten aus dem Ausland sowie der Wirtschaftsteil wiederum können besonders spannend sein, wenn sie vom Vortag stammen: Im Büro schaue ich auf News-Websites nach, wie es weiter- oder ausging.</p>
<p>Schön ist es nachzuschlagen, was am Vorabend im Fernsehen gekommen wäre – kaum ein Unterschied zum Lesen der tagesaktuellen Fernsehseite, auf der ich mich informieren, was mich am selben Abend interessieren könnte, nur um dann doch wieder nach der Tagesschau zum Laptop zu wechseln.</p>
<p><i>(Und wenn es die <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2004/01/bestellung-jolesch-konkordanz.htm" target=_new>Tante-Jolesch-Konkordanz</a> gäbe, könnte ich jetzt die Geschichte des Kauzes nachschlagen, der abgelegte Zeitungen aus Kaffeehäusern einsammelte und daheim stapelte, deren Lektüre dann meist im Abstand von mehreren Monaten nachholte. Die Pointe der Geschichte war, glaube ich, dass er einen Flüchtling vor dem Naziregime fragte, ob er glaube, dass Hindenburg abtreten werde.)</i></p>
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		<title>Mir geht’s wie unserm Herrgott: Mir tut das Kreuz so weh</title>
		<link>http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2005/03/mir-gehts-wie-unserm-herrgott-mir-tut-das-kreuz-so-weh.htm</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2005 08:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>die Kaltmamsell</dc:creator>
				<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[Bayrischer Humor, passend zur nahenden Karwoche. Folglich ist mir wohl mein verschütteter Katholizismus in die Lendenwirbelsäule gefahren, genauer zwischen die Wirbel 3 und 4 sowie zwischen 4 und 5. Da die alleruntersten beiden Wirbel an mein Becken an- und miteinander ver-wachsen sind, das alles mit ordentlichem Links-Drall, müssen die nachfolgenden Wirbel sowie die Bandscheiben dazwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bayrischer Humor, passend zur nahenden Karwoche.<br />
Folglich ist mir wohl mein verschütteter Katholizismus in die Lendenwirbelsäule gefahren, genauer zwischen die Wirbel 3 und 4 sowie zwischen 4 und 5. Da die alleruntersten beiden Wirbel an mein Becken an- und miteinander ver-wachsen sind, das alles mit ordentlichem Links-Drall, müssen die nachfolgenden Wirbel sowie die Bandscheiben dazwischen ordentlich was ausgleichen.<br />
Die meiste Zeit haben sie nichts dagegen. Manchmal schon, zum Beispiel in den vergangenen Tagen. Aber zum einen wird es besser, dankeschön, zum anderen weiß ich ja bereits, wie sich ein Bandscheibenvorfall anfühlt und bin mir klar, dass ich diesmal noch ein Glück habe.</p>
<p>Wie meinte die <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423012668/qid=1110961553/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/302-4594862-5372851" target=_new>Tante Jolesch</a>: „Gott soll einen hüten vor allem, was noch ein Glück ist.“</p>
]]></content:encoded>
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