{"id":107,"date":"2003-11-15T12:31:23","date_gmt":"2003-11-15T11:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2003\/11\/diaetterror-die-serie-1.htm"},"modified":"2014-10-15T07:25:58","modified_gmt":"2014-10-15T05:25:58","slug":"diaetterror-die-serie-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2003\/11\/diaetterror-die-serie-1.htm","title":{"rendered":"Di\u00e4tterror &#8211; die Serie (1)"},"content":{"rendered":"<p>Unter meiner Avatarin hatte ich es angek\u00fcndigt, mella erinnert mich zurecht daran: Die Serie \u00fcber Di\u00e4tterror aus der Sicht der Kaltmamsell.<\/p>\n<p>Erst mal: 80 Prozent aller Frauen in der westlichen Gesellschaft, die nach 1960 geboren wurden, sind Ern\u00e4hrungsexpertinnen (Quelle: Kaltmamsells Lebenserfahrung). Wir k\u00f6nnen in Sekundenschnelle den ungef\u00e4hren Kaloriengehalt jedes Nahrungsmittels und jedes Gerichts aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln. Denn wir sind allesamt Opfer des Di\u00e4tterrors, den im deutschsprachigen Raum ma\u00dfgeblich die Frauenzeitschriften anstie\u00dfen, allen voran die liebe <i>Brigitte<\/i> (ob man sie dereinst vor den internationalen Gerichtshof in Den Haag stellen wird, muss sich noch erweisen).<br \/>\nSelbst Anti-Di\u00e4t-Kampagnen, die es \u00fcbrigens durchaus schon in den 80ern gab, haben sich ausgeleiert. Wieso also das Thema nicht einfach ruhen lassen?<\/p>\n<p>Weil ich mir einbilde, dass meine pers\u00f6nliche Geschichte eine ganz besondere ist. Ein bisschen wie <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3492207405\/qid=1068895697\/sr=2-1\/ref=sr_2_11_1\/028-9403131-1362114\" target=_blank>Anna Wimschneiders <i>Herbstmilch<\/i><\/a>, dann aber doch nicht.<\/p>\n<p>Die kleine Kaltmamsell wurde n\u00e4mlich bereits im Alter von vier Jahren in die Welt des Di\u00e4tterrors eingef\u00fchrt. Von der eigenen Mutter. Die beschloss, dass ihre Tochter zu dick sei (was \u00fcbrigens durch jedes Foto aus dieser Zeit sehr einfach zu widerlegen ist). Und setzte sie fortan unter eine kaloriengesteuerte Ern\u00e4hrungskontrolle, die sie bis zu Kaltmamsells Verlassen des elterlichen Heimes im Alter von 19 Jahren aufrecht erhielt.<\/p>\n<p>Das sah konkret zum Beispiel so aus:<br \/>\n&#8211; In der heimischen K\u00fcche lag meist ein Zettel, auf dem Mutter den t\u00e4glichen Kalorienkonsum der Tochter Kaltmamsell verzeichnete.<br \/>\n&#8211; Bei Einladungen (egal ob eigene oder aush\u00e4usige) lagen Mutters Argusaugen erbarmungslos auf dem t\u00f6chterlichen Teller: &#8220;Nein, Kaltmamsell, du hattest schon zwei St\u00fccke. Es reicht!&#8221;<br \/>\n&#8211; Als Schulbrotzeit bekam die Kaltmamsell rohes Gem\u00fcse (Karotten Kohlrabi, Gurken) mit. Kein Witz! Gl\u00fccklicherweise waren zarte Mitsch\u00fclerinnen gerne bereit, ihre dicken Schinkenbrote dagegen einzutauschen. So mussten sie sie dann nicht ungegessen auf dem Heimweg in Abfallk\u00fcbeln verschwinden lassen, um nicht ihrerseits Mutterschimpfe einzustecken.<br \/>\n&#8211; Mutter: &#8220;Du k\u00f6nntest sooo eine h\u00fcbsche Figur haben, wenn du abnehmen w\u00fcrdest.&#8221;<br \/>\n&#8211; Mutter: &#8220;Wenn ich nicht auf deine Ern\u00e4hrung achten w\u00fcrde, w\u00e4rst du so dick wie deine Tante Barbara.&#8221;<\/p>\n<p>Fortsetzung folgt.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, um es vorweg zu schicken: Nein, ich wurde nie anorektisch oder bulimisch. Meine psychische Pferdenatur war stark genug. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/f99ccbed99f54562b686a125894163f8\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter meiner Avatarin hatte ich es angek\u00fcndigt, mella erinnert mich zurecht daran: Die Serie \u00fcber Di\u00e4tterror aus der Sicht der Kaltmamsell. 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