{"id":11173,"date":"2011-04-04T06:30:15","date_gmt":"2011-04-04T04:30:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=11173"},"modified":"2011-04-04T06:30:15","modified_gmt":"2011-04-04T04:30:15","slug":"journal-sonntag-3-april-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2011\/04\/journal-sonntag-3-april-2011.htm","title":{"rendered":"Journal Sonntag, 3. April 2011"},"content":{"rendered":"<p>Vor dem Balkon weiterhin Fr\u00fchsommer, ich schwang mich endlich zum ersten Mal auf mein Fahrrad. Es brachte mich die Isar entlang (Sichtung der ersten Schl\u00fcsselblume auf H\u00f6he Fraunhoferstra\u00dfe!) zur Aerobicstunde an den Ostbahnhof.<\/p>\n<p>Die Vorturnerin stellte sich als ebenfalls heiser heraus. Ob die Wollm\u00fctze, die sie beim schwei\u00dftreibenden Turnen auf dem Kopf trug, wohl dagegen helfen sollte? Ich freute mich wieder an dem slowakischen Akzent der kleinen H\u00fcpfkugel<sup><a href=\"#footnote_1_11173\" id=\"identifier_1_11173\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Wobei mir auff&auml;llt, dass in dieser explizit auf Abnehmen ausgelegten Fitnessstudiokette die Vorturnerinnen fast durch die Bank deutlich kr&auml;ftiger und volumin&ouml;ser sind als die Vorgaben der Frauenzeitschriften.\">1<\/a><\/sup> &#8211; und an ihren Pfeifk\u00fcnsten: Mangels Stimme gab sie Kommandos durch ohrenbet\u00e4ubende Pfiffe.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Gro\u00dfartiges Portr\u00e4t Christoph Waltz von Alexander Gorkow auf der Seite 3 der <i>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/i> vom Wochenende (vielleicht irgendwann auch online?).<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Den Nachmittag in der sonnendurchfluteten Wohnung verbracht, alle Balkont\u00fcren offen. Zeitung und Internet gelesen, Zitronenkuchen gebacken, alte <i>ER<\/i>-Folgen geguckt, am speziellen Zwitschern geh\u00f6rt, dass drau\u00dfen wieder Schwanzmeisen sitzen, sie auch gesehen. NICHT geb\u00fcgelt.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Ein Hinweis f\u00fcr Spanischversteher. Im ohnehin interessanten Backblog <a href=\"http:\/\/madridtienemiga.wordpress.com\/\" target=_\"new\">Madrid tiene miga<\/a> wird \u00fcber das ganz besondere Wei\u00dfbrot geschrieben, das ich mit der Heimatgegend meiner spanischen Gro\u00dfmutter (Nordkastilien) verbinde: <a href=\"http:\/\/madridtienemiga.wordpress.com\/2011\/03\/04\/pan-candeal-el-pan-de-mari\/\" target=_\"new\"><i>pan candeal<\/i><\/a>.<br \/>\nAuf diesem Bild <a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2007\/06\/der-tag-an-dem-meine-schwagerin-das-spanische-wort-fur-hilfe-lernte-oder-warum-ich-das-gefuhl-habe-dem-zute-immer-noch-was-zu-schulden.htm\" target=_\"new\">aus Sep\u00falveda von meinem Spanienurlaub 2007<\/a> sieht man eine Scheibe:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/zute_21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/zute_21.jpg\" alt=\"\" title=\"zute_2\" width=\"337\" height=\"291\" class=\"alignnone size-full wp-image-11174\" \/><\/a><\/p>\n<p>Besonders ist der Laib durch seine feste, feine Porung und die dicke, harte Kruste. Ich mochte es eigentlich nie sehr, weil es mir zu trocken war, mir war das gr\u00f6\u00dferporige Stangenwei\u00dfbrot lieber. Aber erst durch das Posting wurde mir klar, dass das <i>pan candeal<\/i> unvergleichlich ist. Diese Eigenschaften bekommt es wohl zum einen durch sein besonderes Mehl aus einer Weizensorte, die mittlerweile nicht mehr angebaut wird (ungeeignet f\u00fcr industrielle Brotherstellung): Es enth\u00e4lt besonders viel Eiwei\u00df, aber wenig Gluten &#8211; kann mir jemand helfen, welches in Deutschland erh\u00e4ltliche Mehl vergleichbar ist? Zum anderen wird das Brot so feinporig, weil der (sehr wenig hydrierte) Teig mehrfach ausgerollt und gefaltet wird. Auf <a href=\"http:\/\/madridtienemiga.wordpress.com\/2011\/03\/04\/pan-candeal-el-pan-de-mari\/\" target=_\"new\">Madrid tiene miga<\/a> wird das mit Bildern gezeigt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/panisnostrum.blogspot.com\/2010\/05\/el-pan-candeal-y-los-panes.html\" target=_\"new\">In diesem Blog<\/a> steht, auch auf Spanisch, noch mehr \u00fcber das <i>pan candeal<\/i> und seine Zubereitung.<\/p>\n<p>Ich leiste ein wenig Abbitte, weil ich am Vorabend wie so oft \u00fcber die spanische Alltagsk\u00fcche gel\u00e4stert habe: Diese Blogs beweisen, dass es offensichtlich auch dort einige Menschen gibt, denen Nahrungsmittel, ihre Herkunft und ihre traditionelle Zubereitung sehr wichtig sind. Sie leben halt nur in einer ganz anderen Welt als meine spanische Familie.<\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_11173\" class=\"footnote\">Wobei mir auff\u00e4llt, dass in dieser explizit auf Abnehmen ausgelegten Fitnessstudiokette die Vorturnerinnen fast durch die Bank deutlich kr\u00e4ftiger und volumin\u00f6ser sind als die Vorgaben der Frauenzeitschriften.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_11173\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem Balkon weiterhin Fr\u00fchsommer, ich schwang mich endlich zum ersten Mal auf mein Fahrrad. Es brachte mich die Isar entlang (Sichtung der ersten Schl\u00fcsselblume auf H\u00f6he Fraunhoferstra\u00dfe!) zur Aerobicstunde an den Ostbahnhof. Die Vorturnerin stellte sich als ebenfalls heiser heraus. 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