{"id":114976,"date":"2025-12-13T08:03:41","date_gmt":"2025-12-13T07:03:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=114976"},"modified":"2025-12-13T08:04:55","modified_gmt":"2025-12-13T07:04:55","slug":"journal-freitag-12-dezember-2025-wieder-eine-arbeitswoche-rumgebracht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2025\/12\/journal-freitag-12-dezember-2025-wieder-eine-arbeitswoche-rumgebracht.htm","title":{"rendered":"Journal Freitag, 12. Dezember 2025 &#8211; Wieder eine Arbeitswoche rumgebracht"},"content":{"rendered":"<p>Der Wecker holte mich aus extratiefem Schlaf, zum ersten Mal im Leben verstand ich die Verlockung der Snooze-Taste.<br \/>\n(Die Brumm-Fliege lebt immer noch.)<\/p>\n<p>Ich verlie\u00df das Haus wieder im Dunklen, wieder lie\u00dfen dunkle Wolken keinerlei Morgenblau zu.<\/p>\n<p>Zum Start des Arbeitstages sah ich meinem Computer erstmal 45 Minuten bei Updates zu (nicht ganz, ein paar Sachen konnte ich ohne Computer erledigen, au\u00dferdem die erste Tasse Tee aufbr\u00fchen).<\/p>\n<p>Berufliche Besorgungen brachten mich vor die T\u00fcr, ich nahm absichtlich Umwege.<\/p>\n<p>Um die Mittagszeit Ahnung von blauem Himmel, fahles Wintersonnenlicht. Sp\u00e4ter Mittagscappuccino, es war k\u00e4lter geworden.<\/p>\n<p>Sp\u00e4tes Mittagessen ohne Appetit, aber muss ja: Orangen, Quark mit Joghurt.<\/p>\n<p>Der Nachmittag wurde dann richtig sonnig mit blauem Himmel und entsprechend buntem Sonnenuntergang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/251212_04_Bueroblick.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/251212_04_Bueroblick.jpg\" alt=\"\" width=\"580\" height=\"389\" class=\"alignnone size-full \" \/><\/a><\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4terer Feierabend als geplant, weil ich etwas vergessen hatte und schnell noch wegarbeitete.<\/p>\n<p>Beim Unterqueren des Heimeranplatzes:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/251212_05_HansZimmer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/251212_05_HansZimmer.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"484\" class=\"alignnone size-full wp-image-114995\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich verlas nat\u00fcrlich erstmal &#8220;The Worst of Hans Zimmer&#8221; und dachte sofort: WO ANFANGEN?!<br \/>\n(<a href=\"https:\/\/blogs.nmz.de\/badblog\/2013\/07\/01\/ich-hasse-hans-zimmer-eine-tirade\/\" target=\"_blank\">Auch meiner Meinung nach hat er Filmmusik kaputt gemacht.<\/a>)<\/p>\n<p>In der Heimeranstra\u00dfe wieder ein kurzer Blick in die Auslage des vertrauten <a href=\"https:\/\/www.silber-fisch.de\/\" target=\"_blank\">Goldschmiede-Kollektivs Silberfisch<\/a>: Dieses Jahr fast ohne Gold &#8211; bei den absurd hohen Goldpreisen derzeit m\u00fcssten die Schmied*innen wahrscheinlich unverkaufbar hohe Preise daf\u00fcr verlangen. Wie schade, ich mag Gelbgold f\u00fcr meinen Schmuck am liebsten.<\/p>\n<p>Lebensmitteleink\u00e4ufe beim Vollcorner, wegen Gelegenheit auch gleich f\u00fcr Heilig Abend. Am Himmel sah ich die n\u00e4chste Nebelwand heraufziehen.<\/p>\n<p>&#8217;tis the season &#8211; der Paketjagd. Beim Heimkommen fand ich einen DHL-Zettel vor, der die E-Mail-Benachrichtigung best\u00e4tigte: Mein Pakte habe nicht wie gew\u00fcnscht vor der Haust\u00fcr abgelegt werden k\u00f6nnen, ich muss es am ehemaligen Hauptbahnhof abholen. Und als ich im Web nach dem Verbleib einer DPD-Lieferung sah, fand ich die Behauptung, sie sei am Donnerstagvormittag abgelegt worden &#8211; da war aber weder am Donnerstag noch am Freitag etwas. Also gleich mal Kontaktformular mit Reklamation ausgef\u00fcllt. Online-Kauf im Inland zweieinhalb Wochen vor Heilig Abend reicht also nicht f\u00fcr sichere Lieferung zur Bescherung.<\/p>\n<p>Eine Einheit Pilates, immer sch\u00f6n durch den Schmerz durch (wenn ich bei jedem Schmerz aufh\u00f6ren w\u00fcrde, h\u00e4tte ich seit vielen, vielen Jahren gar keine Gymnastik mehr gemacht) &#8211; solange das noch geht, kann&#8217;s ja nicht so schlimm sein.<\/p>\n<p>In bequemen Schlumpfklamotten bereitete ich die Drinks zum Wochenendfeiern: Es stand fest, dass sie auf frisch gepresstem Crowdfarming-Orangen-Saft basieren w\u00fcrden, Herr Kaltmamsell durfte zwischen Tequila Sunrise und Campari Orange entscheiden und nahm Letzteres. Gut!<\/p>\n<p>Da Herr Kaltmamsell erst abends heimgekommen war, gab es schnelles Abendessen (im Gegensatz zur Verarbeitung des Ernteanteils, dessen Bestandteile diesmal allesamt zeitaufw\u00e4ndiger gewesen w\u00e4ren): Shakshuka, zu dem ich Balkanbrot gekauft hatte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/251212_09_Nachtmahl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/251212_09_Nachtmahl.jpg\" alt=\"\" width=\"503\" height=\"361\" class=\"alignnone size-full wp-image-114997\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Glas ein Chardonnay Mon R\u00eave &#8211; F\u00fbt de Ch\u00eane: Langsam n\u00e4here ich mich Chardonnay wieder an, dessen klassisch altmodische Varianten mit Holz, Butter, Vanille wie ein Fausthieb mir lange gar nicht mehr geschmeckt hatten. Dieser hier gefiel mir, kr\u00e4ftig mit \u00fcberraschend mineralische Noten in der Nase, komplett unblumig, wenig S\u00e4ure, nur ganz leicht holzig.<\/p>\n<p>Da im Fernsehen gar nichts Ertr\u00e4gliches f\u00fcr Nebenher lief, bat ich Herrn Kaltmamsell um Hollywood in den 1930ern (<a href=\"https:\/\/www.buddenbohm-und-soehne.de\/2025\/12\/12\/versionen-und-vairanten\/\" target=\"_blank\">bei Maximilian Buddenbohm<\/a> hatte mich <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LwC0J4dGgNs\" target=\"_blank\">dieses superniedliche Liebesduett von Bob Hope and Shirley Ross aus <i>Thanks for the Memory<\/i> von 1938<\/a> bezaubert). Er kramte eine Absurdit\u00e4t von 1932 von der Festplatte heraus: <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Million_Dollar_Legs_(1932_film)\" target=\"_blank\"><i>Million Dollar Legs<\/i><\/a> mit W. C. Fields und einer hinrei\u00dfenden Lyda Roberti. Vor allem aber komplett absurd und haarstr\u00e4ubend amateurhaft gemacht. Herrlich.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mequito.org\/stories\/14704\" target=\"_blank\">Mek bloggte \u00fcber Apfelvorlieben<\/a>, woraufhin ich ihn fragte, ob er seine Apflepfl\u00fcckvergangeheit eigentlich schonmal erz\u00e4hlt habe?<br \/>\nHatte er.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/mequito.org\/stories\/649\" target=\"_blank\">&#8220;Streuobst \u2013 100% Direktsaft&#8221;.<\/a><br \/>\n(Dass veganer Apfelsaft ein Oxymoron ist, wei\u00df man eh, wenn man auch nur einmal beim Apfelpfl\u00fccken mitgearbeitet hat.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>HAHAHAHA! Ich wusste, dass es in Island sehr viele Schriftsteller*innen in Relation zur Gesamtbev\u00f6lkerung gibt. Ich wusste auch, dass sehr viele davon Krimis schreiben.<br \/>\nWas ich nicht wusste: Es gibt in Island nur einen forensischen Pathologen, P\u00e9tur Gu\u00f0mannsson &#8211; und der bekommt alle, alle Fachfragen der Krimi-Autor*innen ab. Um \u00fcberhaupt noch Zeit f\u00fcr seine eigentliche Arbeit zu haben, gibt er jetzt einfach Seminare speziell f\u00fcr sie (Artikel von 2023):<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cbc.ca\/radio\/asithappens\/iceland-forensic-pathologist-1.6911486\" target=\"_blank\">&#8220;Iceland&#8217;s only forensic pathologist is teaching crime writers about death&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>via <a href=\"https:\/\/toot.cafe\/@baldur\/115706265495552141\" target=\"_blank\">@baldur<\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<blockquote><p><strong>Notes for radical living<\/strong><br \/>\n(Tilda Swinton)<\/p>\n<p>Make friends with chaos<br \/>\nHold a calm mind<br \/>\nLet things shake<br \/>\nForgive human frailty<br \/>\nChampion second chances<br \/>\nDefy unkindness<br \/>\nReverence fellowships<br \/>\nListen to the quiet<br \/>\nRespect the young<br \/>\nSeek growth<br \/>\nTrust in change<br \/>\nTreasure learning<br \/>\nInspire faith in evolution<br \/>\nHold faith in miracles<br \/>\nReach beyond the binary<br \/>\nBe wary of the doubtless<br \/>\nHonour the brightheaded<br \/>\nGrow plants<br \/>\nAttend to the weather<br \/>\nBe electric<br \/>\nCherish language<br \/>\nCelebrate silence<br \/>\nDance daily<br \/>\nBless the handmade<br \/>\nMagic up fresh beauty<br \/>\nSing into pain<br \/>\nFind joy in shadow<br \/>\nChallenge assumptions<br \/>\nFollow the wind<br \/>\nLook upwards<br \/>\nSwoon under clouds<br \/>\nFeel your courage<br \/>\nFace forward<br \/>\nRead history<br \/>\nOpen your ears<br \/>\nDrop your shoulders<br \/>\nBend your knees<br \/>\nRaise the roof<br \/>\nKeep breathing<br \/>\nBe trustworthy<br \/>\nTake care of yourself<br \/>\nBelieve in goodness<br \/>\nHead for the light<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich begr\u00fc\u00dfe alles davon (und finde es von Tilda Swinton durch und durch glaubw\u00fcrdig). Doch ich wei\u00df, dass ich nur zu einem Bruchteil f\u00e4hig bin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.anothermag.com\/design-living\/16655\/tilda-swinton-lessons-on-radical-living-rizzoli-ongoing-book\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n<p>via <a href=\"https:\/\/fnordon.de\/@formschub\/115702027809166782\" target=\"_blank\">@fuchsbrom<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wecker holte mich aus extratiefem Schlaf, zum ersten Mal im Leben verstand ich die Verlockung der Snooze-Taste. (Die Brumm-Fliege lebt immer noch.) Ich verlie\u00df das Haus wieder im Dunklen, wieder lie\u00dfen dunkle Wolken keinerlei Morgenblau zu. 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