{"id":118364,"date":"2026-04-11T07:12:31","date_gmt":"2026-04-11T05:12:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=118364"},"modified":"2026-04-11T07:24:32","modified_gmt":"2026-04-11T05:24:32","slug":"journal-freitag-10-april-2026-vorbereitungen-wochenende-und-urlaub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2026\/04\/journal-freitag-10-april-2026-vorbereitungen-wochenende-und-urlaub.htm","title":{"rendered":"Journal Freitag, 10. April 2026 &#8211; Vorbereitungen Wochenende und Urlaub"},"content":{"rendered":"<p>Gut und tief geschlafen, ohne Wecker h\u00e4tte das noch viel l\u00e4nger angehalten.<\/p>\n<p>D\u00fcsterer Marsch in die Arbeit in milder Luft, aber einer dunkelgrauen Wolkenwand entgegen; der Schirm in der Hand wirkte als Talisman bis zum B\u00fcrogeb\u00e4ude: Es regnete erst sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Genug zu tun am Schreibtisch, aber nicht zu viel: So m\u00f6gen wir das vor allem am Freitag. Auch die noch leereren G\u00e4nge und B\u00fcros als freitags \u00fcblich begr\u00fc\u00dfte ich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/260410_05_Buerohausblick.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/260410_05_Buerohausblick.jpg\" alt=\"\" width=\"610\" height=\"442\" class=\"alignnone size-full \" \/><\/a><\/p>\n<p>Keine Lust auf Mittagscappuccino, aber auf Drau\u00dfenluft. In der es allerdings um die Mittagszeit energisch regnete (der Bauer braucht den&#8230;).<br \/>\nDann halt nur kurz und mit Schirm auf eine Erledigung raus.<\/p>\n<p>Zu Mittag gab es reichlich Orangen sowie Skyr, dem ich doch nochmal eine Chance gebe, weil er im Angebot war, mit Leinsamenschrot.<\/p>\n<p>August-Urlaub mit Herrn Kaltmamsell in Brighton angegangen: Ich wollte gern mit ihm in dem Apartment wohnen, in dem ich mich vergangenen Herbst so wohl gef\u00fchlt hatte, doch der Preis pro Nacht war auf einmal mehr als doppelt so hoch. Stellte sich heraus: Wir platzen mal wieder in Brightons Pride-Woche. Nachdem wir den Initial-Schrecken \u00fcberwunden hatten, beschlossen wir:<br \/>\n1. Mia ham&#8217;s ja.<br \/>\n2. NOCH mehr wundervoll bunte Menschen in Brighton!<br \/>\n3. Federboas einpacken.<br \/>\nUnd so buchte ich.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlicher Feierabend, auf direktem Weg nach Hause. Es war ziemlich kalt geworden, doch ich kam trocken heim.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/260410_10_Bavariapark.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/260410_10_Bavariapark.jpg\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"467\" class=\"alignnone size-full wp-image-118408\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tapferer Kastanienspr\u00f6ssling bei der Villa Wagner.<\/p>\n<p>Nach Ankunft wie geplant umgehend Kochen f\u00fcr Samstag: Ich hatte mich an <a href=\"https:\/\/www.davidlebovitz.com\/meatball-sandwich-submarine-grinder-hoagie-torpedo\/\" target=\"_blank\">die Meatball Sandwiches von David Lebovitz<\/a> erinnernt, die uns begeistert hatten, die ich aber seit Jahren nicht mehr gemacht hatte: Die Hilfsaktion meiner Eltern am Samstag war ein willkommener Anlass f\u00fcr eine Wiederholung (Tomatensauce vielleicht einen Tick zu scharf geworden).<\/p>\n<p>Das verschob unser Nachtmahl ein wenig, weil ich die K\u00fcche belegte, aber dann buk Herr Kaltmamsell panierten K\u00e4se und koreanische Teigtaschen, briet Ernteanteil-Kohlr\u00f6schen, w\u00e4hrend ich Ernteanteil-Salat (plus Radieserl-Bl\u00e4ttern, Kresse, Petersilienresten) mit Orangensaft-Haselnussmusdressing anmachte, zudem weitere Crowdfarming-Orangen auspresste (wir verbrauchen sie hektisch immer knapp der n\u00e4chsten matschigen Stelle hinterher) f\u00fcr den Drink zum Wochenendfeiern: Wodka-Orange.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/260410_14_Nachtmahl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/260410_14_Nachtmahl.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"444\" class=\"alignnone size-full wp-image-118409\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachtisch Osterschokolade.<\/p>\n<p>Fr\u00fch ins Bett zum Lesen: Lidia Yuknavitch, <i>The Chronology of Water<\/i> besteht aus so viel Alkohol, sonstigen Drogen und Sex, dass einer bei der Lekt\u00fcre die Lust auf alles davon vergehen kann.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>WERBUNG!<sup><a href=\"#footnote_1_118364\" id=\"identifier_1_118364\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Von Herzen und nicht von Geld, eh.\">1<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Kleinere Konzerte gehen ja oft unter &#8211; in M\u00fcnchen \u00e4rgere ich mich regelm\u00e4\u00dfig dar\u00fcber, Interessantes wegen Nichtwissen verpasst zu haben. Das wird in Berlin \u00e4hnlich sein, deshalb.<br \/>\nDer Berliner Kammerchor Jeunesse singt am 25.4. und 26.4. in der Berliner Malzfabrik zwei sehr abgefahrene Konzerte: Sie sind eine Games Show, in der das Publikum unter anderem Stimmbl\u00f6cke des Chors aus- und einschalten kann. Ich wei\u00df davon, weil ein Verwandter beteiligt ist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.chorverband-berlin.de\/event\/spielraeume\/\" target=\"_blank\">Hiermit weitergegeben.<\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Gest\u00e4ndnis: Diesen <i>Krautreporter<\/i>-Artikel h\u00e4tte ich fast ohne Lesen bereits auf Basis der \u00dcberschrift empfohlen &#8211; weil allein schon diese \u00dcberschrift dem wenig hinterfragten Anspruch widerspricht, dass alles, was Inhalt des Schulunterrichts ist, einen nachweisbaren Nutzen in jedem sp\u00e4teren Erwerbsleben haben muss. (Hat eigentlich schon mal ein Politiker Bildungs-Controlling gefordert? Zumindest einer von der FDP?)<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck stellte sich der Text selbst dann als sogar noch besser heraus, deshalb schenke ich ihn Ihnen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/kinder-und-bildung\/6318-es-ist-gut-dass-du-in-der-schule-dinge-lernst-die-du-nicht-brauchst?shared=62888a98-f38c-4830-9870-d0d275de492d&#038;utm_campaign=share-url&#038;utm_medium=member-url\" target=\"_blank\">&#8220;Es ist gut, dass du in der Schule Dinge lernst, die du nicht brauchst&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Wie nutzlos etwas ist, ist au\u00dferdem oft eine Frage des Zeithorizonts: Allgemeinbildung ist eine Lebensversicherung gegen eine unbekannte Zukunft. Schule muss breite Grundlagen legen, weil niemand mit zw\u00f6lf Jahren wei\u00df, welche Berufe, Probleme oder Technologien mit 30 wichtig sein werden. Du wirst mit Anfang 30 jeden Tag mit KI arbeiten, aber nie wieder Code schreiben, obwohl dir Informatikunterricht als der hei\u00dfe Schei\u00df f\u00fcr deine Zukunft verkauft wurde.<\/p><\/blockquote>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<blockquote><p>Lebensweltbezug hei\u00dft deshalb vielleicht, dass du lernst, was dich interessiert. Aber nicht, dass du nur noch lernst, was im Alltag sp\u00e4ter (eventuell) mal eine Rolle spielen wird. Du wirst in der elften Klasse lernen, wie man eine Steuererkl\u00e4rung macht, weil deine Erdkundelehrerin das f\u00fcr wichtig h\u00e4lt. Die Steuererkl\u00e4rung ist das Paradebeispiel f\u00fcr alltagsnahen Unterricht. Lass dir sagen: Es werden nach deinem Abi zehn Jahre vergehen, bis du deine erste Steuererkl\u00e4rung machen musst. Du wirst absolut nichts mehr von dem wissen, was du in der Schule dar\u00fcber gelernt hast.<\/p><\/blockquote>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<blockquote><p>Die vielleicht wichtigste Funktion fast aller Dinge, die du in der Schule so lernst, ist Metakognition \u2013 die F\u00e4higkeit, das eigene Denken zu beobachten. Wann verstehst du etwas wirklich, wann bildest du dir das nur ein? Wo bleibst du h\u00e4ngen, und warum? Wie lernst du am besten? Diese F\u00e4higkeiten entwickelst du nicht, indem du Dinge lernst, die dir leichtfallen. Du entwickelst sie, indem du an Stoff arbeitest, der dich herausfordert. Wenn du dich durch \u201eKabale und Liebe\u201c qu\u00e4lst, trainierst du, mit Nicht-Verstehen umzugehen. Das ist eine der n\u00fctzlichsten F\u00e4higkeiten, die es gibt. Als Erwachsener greifst du praktisch immer beim Lesen von Zeitungsartikeln oder politischen Schriften wie Koalitionsvertr\u00e4gen auf diese Kompetenzen zur\u00fcck.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mal wieder <i>hat tip<\/i> zu meinem damals ganz jungen Altgriechisch-Lehrer Herrn Nusser, der uns als Antwort auf die regelm\u00e4\u00dfige Frage &#8220;Und wozu brauchst du das?&#8221; empfahl: &#8220;Schule bildet. Schule bildet nicht aus.&#8221;<br \/>\nDabei behaupte ich bis heute, dass ich in keinem Schulfach mehr f\u00fcr mein sp\u00e4teres Leben gelernt habe als in Altgriechisch.<br \/>\n<i>Hat tip<\/i> auch zum Gymnasiallehrer Herrn Kaltmamsell, der gerne darauf hinweist, man brauche Bildung, um Witze zu verstehen.<\/p>\n<p>Ich empfehle sogar noch mehr die Lekt\u00fcre der im Artikel verlinkten Festrede von Peter Bieri 2005 an der P\u00e4dagogischen Hochschule Bern (unter anderem als sprachliches und rhetorisches Vorbild):<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hoffbauer-stiftung.de\/fileadmin\/user_upload\/hoffbauer\/content\/bildung\/fort_und_weiterbildung\/echris\/schulwesen-allgemein\/Peter-Bieri-wie-wa__re-es-gebildet-zu-sein.pdf\" target=\"_blank\">&#8220;Wie es w\u00e4re, gebildet zu sein&#8221;.<\/a><br \/>\n(Die mir allerdings die Illusion nimmt, Self Egalness k\u00f6nnte mich weiterbringen.)<br \/>\nDaf\u00fcr verzeihe ich Bieri sogar den m\u00e4\u00dfigen Roman <i>Nachtzug nach Lissabon<\/i>, unter dem Pseudonym Pascal Mercier ver\u00f6ffentlicht. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/d5838185f1e048a4846097123dc8ad29\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_118364\" class=\"footnote\">Von Herzen und nicht von Geld, eh.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_118364\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut und tief geschlafen, ohne Wecker h\u00e4tte das noch viel l\u00e4nger angehalten. D\u00fcsterer Marsch in die Arbeit in milder Luft, aber einer dunkelgrauen Wolkenwand entgegen; der Schirm in der Hand wirkte als Talisman bis zum B\u00fcrogeb\u00e4ude: Es regnete erst sp\u00e4ter. 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