{"id":12005,"date":"2011-07-08T18:31:33","date_gmt":"2011-07-08T16:31:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=12005"},"modified":"2023-07-27T15:59:49","modified_gmt":"2023-07-27T13:59:49","slug":"bachmannpreis-2011-der-freitag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2011\/07\/bachmannpreis-2011-der-freitag.htm","title":{"rendered":"Bachmannpreis 2011, der Freitag"},"content":{"rendered":"<p>Mein zweiter Klagenfurttag bestand vor allem aus \u00dcberforderung: Ich h\u00f6rte Texte, die ich langweilig fand oder bis zur Unverst\u00e4ndlichlichkeit verquast, und bekam dann von der Jury erkl\u00e4rt, dass ich Zeugin von \u201eunerh\u00f6rt sch\u00f6nen Metaphern\u201c,  einem \u201emakellosen Text\u201c oder einem \u201eerotischen Verh\u00e4ltnis zur Sprache\u201c geworden war. Es ist sicher entscheidend, dass die Mitglieder (und \u201eMitgliederinnen\u201c &#8211; Zitat aus der gestrigen B\u00fcrgermeisterempfangsrede) der Jury die Texte vorher gr\u00fcndlich lesen konnten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/110708_Bachmannpreis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/110708_Bachmannpreis.jpg\" alt=\"\" title=\"110708_Bachmannpreis\" width=\"528\" height=\"421\" class=\"alignnone size-full \" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Dabei beginnt alles vielversprechend: Linus Reichlin liest, vorgeschlagen von Meike Fe\u00dfmann, <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/texte\/3348\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWeltgegend\u201c<\/a>. Er erkl\u00e4rt, das seien die ersten drei Kapitel eines Romans. Eine spannende, unterhaltende Geschichte auf einem erz\u00e4hlerischen und inhaltlichen Niveau, wie ich es sonst nur aus der englischsprachigen Literatur gewohnt bin. (Herr Reichlin war mir in den vergangenen beiden Tagen bereits drei, vier Mal aufgefallen: Sein Gebaren war so g&#8217;schaftig<sup><a href=\"#footnote_1_12005\" id=\"identifier_1_12005\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"das hochdeutsche gesch&auml;ftig ist nicht ganz dasselbe\">1<\/a><\/sup> gewesen, dass ich ihn f\u00fcr einen Mitarbeiter des ORF gehalten hatte.)<\/p>\n<p>Winkels lobt den Mut, in der deutschen Literaturwelt ein Buch in einem Gegenwartsthema anzusiedeln, zu dem jeder eine Meinung habe. Dann aber behauptet er, von der Intensit\u00e4t der Situation sei nichts zu sp\u00fcren, die Geschichte gleiche einem Kammerspiel. Zudem sei die Basis f\u00fcr eine griechische Trag\u00f6die gelegt, diese werde jedoch nicht eingel\u00f6st. Sulzer freut sich, dass das gestrige Feld der Familie verlassen wurde. Jandl sieht sich einer Kolportage gegen\u00fcber. So streng w\u00fcrde Strigl nicht sein, vermisst aber den Inhalt zwischen den Zeilen, den zum Beispiel ein <i>Farewell to Arms<\/i> von Hemingway schafft. (Na, wenn eine Kriegsgeschichte nur im Vergleich zu Hemingway verliert, kann sie durchaus exzellent sein.)<\/p>\n<p>Vorschl\u00e4gerin Fe\u00dfmann erkl\u00e4rt, die Geschichte sei ausgezeichnet erz\u00e4hlt, enthalte interessante Figuren und behandle \u201eendlich ein ernsthaftes Thema\u201c. Dann geht es noch eine Weile um Techniken des Spannungsaufbaus in der Tradition klassischer Hard-boiled-Novels (Detektiv wacht nach \u201eSchlag auf den N\u00fcschel\u201c neben Leiche auf &#8211; Spinnen), des pikaresken Romans (Khalili als Trickster-Figur &#8211; Keller), des sonnt\u00e4glichen Tatorts (souver\u00e4ner Autor, der immer die Kontrolle beh\u00e4lt &#8211; wieder Spinnen), der kompletten Leserlenkung (Leser wei\u00df mehr als die Figur &#8211; Jandl).<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Maja Haderlap, mitgebracht von Daniela Strigl, k\u00fcndigt im Portraitfilmchen bereits an, dass ihre Geschichte sehr pers\u00f6nlich und autobiographisch sei. Leider merkt man das ihrem <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/texte\/3336\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eIm Kessel\u201c<\/a> deutlich an. Ich h\u00f6re einen Text voller Naturbeschreibungen mit hinkenden Vergleichen, dazu unmotiviert auf- und abtretende Verwandte, von einem mittelkleinen M\u00e4dchen aus Ich-Perspektive beschreiben. Die erste H\u00e4lfte \u00fcber warte ich noch darauf, dass die Geschichte beginnen m\u00f6ge, doch es bleibt bei einer pointenlosen Aneinanderreihung von Szenen mit oft unbeholfener Vermittlung von Informationen und ausgesprochen wackliger Grammatik. (Fester Vorsatz, dass ich mich gr\u00fcndlich mit den Regeln der indirekten Rede vertraut mache, um nicht in dieselben Fallen wie Haderlap zu treten.)  <\/p>\n<p>Ganz falsch, erfahre ich von der Jury. Keller hat die Geschichte gut gefallen, unter anderem wegen ihres langsamen, gem\u00e4chlichen Rhythmus&#8217; und dem Hinf\u00fchren auf eine gr\u00f6\u00dfere Geschichte. F\u00fcr Sulzer war es gleich ein \u201emakelloser Text\u201c, dessen gro\u00dfe Landschaftsmetaphern am Anfang \u201e\u00f6ffnen auf die Seele des M\u00e4dchens\u201c. Jandl hatte drei Ebenen gefunden: Partisanenkampf der Slowenen im Zweiten Weltkrieg, das heranwachsende M\u00e4dchen und die Autobiographie der Autorin &#8211; mit \u201efeinen sprachlichen und poetischen Nuancen\u201c und \u201epr\u00e4zise gearbeiteten Bildern\u201c. (Mittlerweile bin ich v\u00f6llig verdattert.)<\/p>\n<p>Es ist dann Fe\u00dfmann, die bei allem \u201eRespekt vor der Ruhe und Unaufgeregtheit &#8211; als Deutsche allemal\u201c das Niveau erheblich tiefer ansetzt und das Thema schon erheblich besser behandelt gelesen hat. F\u00fcr sie ist der Text etwas aus einem \u201epers\u00f6nlichen Archiv\u201c, weiter nichts. Winkels stimmt ihr zum Teil zu, ihm sind erz\u00e4hltechnische Unplausibilit\u00e4ten aufgefallen.<\/p>\n<p>Doch schon Strigl sieht wieder den Wald \u201emit gro\u00dfartiger Schlichtheit zum Erz\u00e4hlraum er\u00f6ffnet\u201c (das mit dem Raum kam gestern und heute auffallend oft &#8211; hat man das derzeit in der Rezeption?). Der Wald \u00fcberwuchere alles, auch die Familiengeschichte. Spinnen gef\u00e4llt die Geschichte ebenfalls sehr gut, ihm geht die innere Entwicklung des M\u00e4dchens allerdings erz\u00e4hlerisch zu schnell.<\/p>\n<p>Wohl doch eine Preiskandidatin. <\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Gegen Julya Rabinowich bin ich pers\u00f6nlich vorbelastet, weil sie sich gestern am B\u00fcffet ausgesprochen dreist und divenhaft vordr\u00e4ngelte. Ich hoffe aber, dass ihre Schreibe besser ist als ihre Kinderstube. Ihr <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/texte\/3344\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eErdfresserin\u201c<\/a> ist &#8211; \u00dcberraschung &#8211; Auszug aus einem Roman und wurde von Daniela Strigl vorgeschlagen.<\/p>\n<p>Die Geschichte h\u00e4tte mir besser gefallen, wenn sie nicht schon wieder eine Ich-Erz\u00e4hlerin geboten h\u00e4tte. So fasziniert mich zwar die originelle Mischung aus Surrealem, Gastarbeiterin aus Osteuropa, Aggression und hei\u00dfer Gro\u00dfstadt, l\u00e4sst mich aber insgesamt ratlos zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Wieder muss mir die Jury erkl\u00e4ren, was da gerade passiert ist. Laut Winkels wurde mir eine Frau in verschiedenen mythischen Dimensionen geboten. Fe\u00dfmann spricht von einem \u201eweiblichen Intensivtext\u201c (die Jury liefert mir viel mehr aufhebenswerte W\u00f6rter als die Autoren) um den \u201eweiblichen Ekel vor dem m\u00e4nnlichen K\u00f6rper\u201c. Strigl findet den Text merkw\u00fcrdig, mag aber die \u201eexplosive Aggressivit\u00e4t\u201c, mag die zentrale Figur, die so ganz ohne Wehleidigkeit sei, sich selbst in den schw\u00e4rzesten Farben male, kann allerdings ihre Familiengeschichte nicht recht unterbringen.<\/p>\n<p>Es ist Sulzer, dem es anscheinend trotz mehrfachem Lesen ging wie mir: Er findet den Text schwierig und hat seine Schwierigkeiten mit ihm. Jandl aber findet ihn im Gegenteil sogar besonders einfach: Er biete eine solche Vielzahl an Motiven, dass sich jeder eines davon aussuchen k\u00f6nne. Laut Spinnen ist der Text \u201eals Story und Plot eigentlich toll\u201c, er st\u00f6rt sich aber daran, dass er \u201eso wahnsinnig hochinstrumentalisiert\u201c sei. Er sieht den Text als noch nicht fertig an und hofft, dass die Autorin nicht zu sehr an ihm h\u00e4ngt, um ihn nicht noch zu \u00fcberarbeiten. Strigl wiederum findet gerade den Detailreichtum gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Nach der Diskussion bin ich bereit, die Geschichte zu m\u00f6gen. Vielleicht lese ich sie dereinst als Roman.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>\u201eDer Biber ist einer, der die Welt in die Hand nimmt,\u201c schlie\u00dft Nina Bu\u00dfmann ihren Vorstellungsfilm und ich hoffe inniglich, dass sie sich der Komik dieses Satzes bewusst ist (hey, Aleks Scholz hat letztes Jahr \u00fcber Hunderennen <del datetime=\"2011-07-08T16:15:20+00:00\">salbadert<\/del> <del datetime=\"2011-07-08T16:15:20+00:00\">philosophiert<\/del> gesprochen). Ihre Geschichte <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/texte\/3332\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eGro\u00dfe Ferien\u201c<\/a> ist die Empfehlung von Paul Jandl.<\/p>\n<p>Schnell stellt sich heraus, dass die Figur im Mittelpunkt Oberschullehrer ist; als Oberstudienratsgattin nehme ich sofort die Schilde hoch, Schutz vor den \u00fcblichen Angriffen und Klischees. Doch es kommen ganz andere Klischees als derzeit gewohnt, eher welche aus den 50ern. Ich werde aus der Hauptperson nicht schlau. Wenn sich die Charakterisierung tats\u00e4chlich auf Wohnen bei Muttern, Unkrautj\u00e4ten und Schneckenvernichtung beschr\u00e4nkt, ist sie ein reiner Scherenschnitt &#8211; das passt aber nicht zu dieser Art von Schreib\u00fcbung.<\/p>\n<p>Au\u00dfer&#8230; Au\u00dfer ich h\u00e4tte die Geschichte einfach ein paar Mal gelesen &#8211; wie die Jury. Fe\u00dfmann: \u201eGenau gearbeitet\u201c, \u201egenau gedacht\u201c. Sie verbl\u00fcfft mich mit der Entdeckung des Grundgedankens der Geschichte: Die Wahrheit ist nicht unbedingt zug\u00e4nglich. (Hier bitte ein Loriot&#8217;sches \u201eAch.\u201c einf\u00fcgen.) Auch Winkels hat die Geschichte gefallen, unter anderem weil das R\u00e4tsel, ob da was Homoerotisches war, nicht aufgel\u00f6st werde.<sup><a href=\"#footnote_2_12005\" id=\"identifier_2_12005\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Sehen Sie: Jetzt bin ich verunsichert. Ich hatte immer angenommen, dass ein untergeordneter Satz in der indirekten Rede nicht in den Konjuntiv gesetzt wird, wei&szlig; aber nicht mehr, woher ich das habe.\">2<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Vielleicht hat Sulzer den Text ja nicht vorher gelesen, denn er stolpert wie ich \u00fcber die Klischeedarstellung des Mutter-Sohn-Verh\u00e4ltnisses. Spinnen sieht eine ganze Reihe von Klischees, die Schule sei \u201eein Schattenspiel mit unendlich stark vorgepr\u00e4gten Rollen\u201c, die Figuren seien abstrakt.<\/p>\n<p>Doch da kommt wieder Keller, die von der \u201esprachlichen Dimension\u201c schw\u00e4rmt, von \u201eunerh\u00f6rt sch\u00f6nen Metaphern\u201c: \u201eEs erf\u00fcllt sich etwas Existenzielles.\u201c Und Strigl sieht ein \u201eR\u00fcckzugsgefecht aus der Perspektive des Lehrers\u201c, \u201ein vielen Details sch\u00f6n erz\u00e4hlt\u201c. Allerdings bem\u00e4ngelt sie schiefe Metaphern. Auch Jandl sieht einen \u201eklugen Text\u201c, der genau wisse, was er wolle und seine Ordnungsmetaphern mit \u201eenorm genauer Sprache\u201c baue, und da ist sie, die \u201eerotische Sprache\u201c.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Das alles war allerdings ein Ponyhof gegen den Abschlusstext des Tages: Steffen Popp, der ganz anders aussieht als auf dem Autorenphoto, liest fast betonungslos <a href=\"http:\/\/bachmannpreis.eu\/de\/texte\/3340\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eSpur einer Dorfgeschichte\u201c<\/a>, vorgeschlagen von Fe\u00dfmann.<\/p>\n<p>Als in der Jurydiskussion das Stichwort \u201eLyrik\u201c f\u00e4llt, erkenne ich mein Problem: Dieser Text kommt nur zuf\u00e4llig nicht in einer schmalen Spalte daher, eigentlich ist er ein Gedicht. <a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2006\/09\/ich-und-lyrik-ein-klagelied.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Und Gedichte kann ich nicht<\/a> (dasselbe gibt \u00fcbrigens Sulzer zu &#8211; ich wei\u00df nicht, ob ich mich deshalb mehr oder weniger mit ihm identifizieren). Will hei\u00dfen: Ich verstehe fast kein Wort, habe im Gegenteil den Eindruck, dass jemand mir Leser-Ochs vorm Berg eine Geschichte als Karotte vor die Nase h\u00e4lt, mir sie aber auch nach 15 Kilometern im Schweinsgalopp durch Satzfragmente, wechselnde Erz\u00e4hlperspektiven, krause Formulierungen, \u00fcberfl\u00fcssig neu erfundene W\u00f6rter nicht zu fressen gibt. (Ich kann n\u00e4mlich AUCH schiefe Metaphern.)<\/p>\n<p>Die Jury (mit Ausnahme von Sulzer) hingegen sieht sich gro\u00dfer Kunst gegen\u00fcber. Strigl r\u00fchmt die Spurensuche, auch auf kriminalistischer Ebene, ist beeindruckt von der \u201esozialen Kartographie\u201c, Winkels mag, dass wir ein \u201eHalbfertigprodukt\u201c bekommen haben, das erst durch den Leser fertiggestellt wird, sieht eine \u201eLeichtigkeit des Aufreihens\u201c.  Keller freut sich \u00fcber den \u201egro\u00dfen Eigensinn\u201c, mit dem der Text \u201ekomponiert\u201c sei, dabei auf eine Regie verzichte. Allerdings r\u00fcgt sie, dass sie nicht sehe, was den Text tr\u00e4gt. Fe\u00dfmann, die ihn ja mitgebracht hat, \u00fcberschl\u00e4gt sich: Ein ungeheuer dichter Text, bei dem jeder Gedanke, jedes Wort sitze. Spinnen stimmt ihr zu, sieht in der \u201egro\u00dfen rhythmischen Sicherheit\u201c einen Jazzmusiker, sieht gro\u00dfe Virtuosit\u00e4t, kritisiert lediglich, dass seine intellektuellen F\u00e4higkeiten als Leser au\u00dfen vor gelassen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Jandl findet es das \u201elegitime Anliegen der Literaten\u201c, dem Leser Arbeit zuzumuten. Er habe beim mehrfachen Lesen immer neue Motive, poetische Bilder gefunden, \u201ewie ein gewebter Teppich\u201c. (Sag&#8217; ich ja: Lyrik. Und ich habe gar kein Problem damit, mich f\u00fcr Romane anzustrengen, zum Beispiel die von William Faulkner.)<\/p>\n<p>Nur Sulzer hat wie ich Probleme mit der Austauschbarkeit der drei Personen, dem Text gehe es nur um den Rhythmus.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend spaziere ich, wegen der Hitze sehr langsam, in die Innenstadt und hole mir als Mittagsmahlzeit die vermutlich gr\u00f6\u00dfte Eisportion meines Lebens. Wer kann denn ahnen, dass im Eiscaf\u00e9 Alter Platz vier Kugeln Eis ein gutes Pfund ergeben?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/Mittagessen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/Mittagessen.jpg\" alt=\"\" title=\"Mittagessen\" width=\"527\" height=\"447\" class=\"alignnone size-full \" \/><\/a><\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_12005\" class=\"footnote\">das hochdeutsche gesch\u00e4ftig ist nicht ganz dasselbe<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_12005\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><li id=\"footnote_2_12005\" class=\"footnote\">Sehen Sie: Jetzt bin ich verunsichert. Ich hatte immer angenommen, dass ein untergeordneter Satz in der indirekten Rede nicht in den Konjuntiv gesetzt wird, wei\u00df aber nicht mehr, woher ich das habe.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_2_12005\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein zweiter Klagenfurttag bestand vor allem aus \u00dcberforderung: Ich h\u00f6rte Texte, die ich langweilig fand oder bis zur Unverst\u00e4ndlichlichkeit verquast, und bekam dann von der Jury erkl\u00e4rt, dass ich Zeugin von \u201eunerh\u00f6rt sch\u00f6nen Metaphern\u201c, einem \u201emakellosen Text\u201c oder einem \u201eerotischen Verh\u00e4ltnis zur Sprache\u201c geworden war. 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