{"id":120957,"date":"2026-10-27T06:25:44","date_gmt":"2026-10-27T05:25:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=120957"},"modified":"2026-10-27T06:25:44","modified_gmt":"2026-10-27T05:25:44","slug":"journal-montag-26-oktober-2026-warum-mich-die-kommentare-in-diesem-blog-irgendwann-zu-sehr-belasteten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2026\/10\/journal-montag-26-oktober-2026-warum-mich-die-kommentare-in-diesem-blog-irgendwann-zu-sehr-belasteten.htm","title":{"rendered":"Journal Montag, 26. Oktober 2026 &#8211; Warum mich die Kommentare in diesem Blog irgendwann zu sehr belasteten"},"content":{"rendered":"<p>Irgendwie kam es dazu, dass zum Blogpost \u00fcber den Sonntag die Kommentarfunktion freigeschaltet war &#8211; was die eigentliche Komplettblockade eine Ebene dr\u00fcber offensichtlich \u00fcberstimmte. Und schon landeten wieder ein Tipp darin, ungebeten und ohne Zusammenhang mit dem Blogpost. Und schon war ich geradezu panikartig gestresst. Deshalb hier die Zusammenfassung, warum mir mein Blog kommentarfrei so viel mehr Freude bereitet.<\/p>\n<p>In den ersten vielen Jahren meines Bloggens kannte ich die Kommentator*innen, denn sie hatte eigene Blogs, in denen ich sie kennenlernte. Zudem hatten sie unverwechselbare Namen, n\u00e4mlich selbst gew\u00e4hlte Nicks (Anke Gr\u00f6ner war die eine gro\u00dfe Ausnahme &#8211; dadurch aber ebenfalls unverwechselbar).<\/p>\n<p>Doch irgendwann waren die Absender*innen von Kommentaren immer \u00f6fter random Christines und Petras, ich h\u00e4tte bei jeder NinaSabineBeate die E-Mail-Adresse checken m\u00fcssen, um welche von den verschiedenen es sich bitte handelte &#8211; nein. Ich kannte immer weniger von den Menschen, die Kommentare hinterlie\u00dfen, konnte mir mangels Publikationen oder auch nur Spuren an anderem Ort auch kein Bild von ihnen machen. Und sie verwendeten das Kommentarformular f\u00fcr ihre eigenen Posts, die sehr oft in einem eigenen Blog viel besser aufgehoben gewesen w\u00e4ren. Oder sie versuchten durch Kommentare, mein Leben mitzubestimmen. <\/p>\n<p>In diesem Sommer <a href=\"https:\/\/bruellen.blogspot.com\/2026\/07\/090726.html\" target=\"_blank\">gab es ein wunderbares Beispiel bei Frau Br\u00fcllen, hier unten<\/a>.<br \/>\nDabei versteht niemand den Mitteilungs-Impuls besser als wir Bloggerinnen &#8211; aber deswegen haben wir ja ein Blog. F\u00fcrs Bloggen die Kommentarfunktion anderer Leut&#8217; Blogs zu nutzen, hat etwas Schmarotzerhaftes.<\/p>\n<p>Zumal ich das ja alles lesen musste, ob es mich interessierte oder nicht, selbst die Erg\u00fcsse irgendwann leider sehr gut erkennbarer Absenderinnen: Als Betreiberin des Blogs bin ich f\u00fcr alle Inhalte verantwortlich, auch derjenigen, die andere reinschreiben.<\/p>\n<p>K\u00fcchenpsychologisch erkl\u00e4re ich mir viele Mitteilungs- und Beeinflussungsimpulse in den Kommentarfeldern von Tagebuch-Blogs so, dass die Leser*innen N\u00e4he f\u00fchlen, sich f\u00fcr den Alltag der Blogger*innen interessieren &#8211; daraus aber instinktiv und f\u00e4lschlich folgern, dass auch die Autor*innen sich f\u00fcr sie und ihren Alltag interessieren, dass also Gegenseitigkeit besteht. Sie projizieren ihr eigenes Erleben.<\/p>\n<p>Wenn ich auf Eigenlebensrecherche bei alten Blogposts lande, bin ich immer wieder best\u00fcrzt, wie viel \u00dcbergriffigkeit ich mir in den Kommentaren gefallen habe lassen &#8211; ALLES wurde beurteilt und bewertet, einst musste ich mich sogar daf\u00fcr abkanzeln lassen, dass ich Fotos von Speisen ver\u00f6ffentlichte. Und es waren dann genau die Leute, die regelm\u00e4\u00dfig kompletten Bl\u00f6dsinn kommentierten, den ich z\u00e4hneknirschend schweigend stehen lie\u00df, die maulten, ich lie\u00dfe keine anderen Meinungen gelten.<\/p>\n<p>Wichtig auch hier: Not all Kommentator*innen &#8211; ich erhielt sehr oft und viele bereichernde Impulse, profitierte von Kommentaren, herzlichen Dank daf\u00fcr! Zum Beispiel erfuhr ich auf der Bloglesung, dass weitere Menschen \u00fcber mein Blog auf die Gymnastik von Gabi Fastner gekommen sind: <a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2024\/05\/journal-samstag-18-mai-2024-hochfruehling-beschwommen-und-beradelt-hilfloser-klimaschutz-protest.htm#comment-265653\" target=\"_blank\">Darauf stie\u00df mich ein Kommentar hier<\/a> (nachdem ich um Empfehlungen gebeten hatte), wie wundervoll.<\/p>\n<p>Vielleicht m\u00f6gen Sie es so sehen: Ich erspare Ihnen die \u00dcberlegung, ob ihr eigener Gesundheitstipp nicht vielleicht doch so wichtig ist, dass er meine innige, dringliche, ernste gegenteilige Bitte \u00fcberstimmt. Oder ob das Ignorieren dieser innigen, dringlichen, ernsten gegenteiligen Bitte sie vielleicht zur bl\u00f6den Kuh macht.<\/p>\n<p>Und vielleicht bringe ich die eine oder den anderen Mitteilungsbed\u00fcrftige*n ja doch dazu, <a href=\"https:\/\/wordpress.com\/de\/create-blog\/\" target=\"_blank\">r\u00fcber zu WordPress zu gehen (zum Beispiel) und sich ein eigenes Blog zu erstellen<\/a>.<\/p>\n<p>Kommentare zu meinen Blogposts bekomme ich immer noch: auf Mastodon. Das f\u00fchlt sich ein wenig wie in den ersten Jahren des Bloggens an, denn diese Leute kann ich wieder \u00fcber ihren eigenen Kanal kennenlernen, n\u00e4mlich \u00fcber ihren Mastodon-Account. Den sie im Idealfall auch nicht unter ChristineNinaSabineBeate f\u00fchren, sondern unter einem wiedererkennbaren Nick.<\/p>\n<p>Und Kontakt zu mir k\u00f6nnen Sie ja weiterhin aufnehmen: E-Mail an die Adresse Links.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Nach recht gutem Nachtschlaf gut in die Arbeit gekommen, die vergessenen Handschuhe beeintr\u00e4chtigten mich trotz deutlich einstelliger Temperaturen nicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/261026_01_Kleidung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/261026_01_Kleidung.jpg\" alt=\"\" width=\"219\" height=\"452\" class=\"alignnone size-full wp-image-124059\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im B\u00fcro hob ich mit meinem Outfit nicht nur die eigene Laune, sondern auch die erfreuter Kolleginnen. Allerdings entdeckte ich auch recht fr\u00fch, dass zu den ohnehin vielen Fingern, auf die ich aktuell genau schauen muss, weitere gekommen waren, die ich f\u00fcr sicher gehalten hatte. Anstrengend.<\/p>\n<p>Mittagscappuccino aus der Cafeteria, nach zw\u00f6lf ein Marsch um die Bl\u00f6cke in angenehm frischer Luft und vereinzelten Sonnenstrahlen.<\/p>\n<p>Zu essen gab es sp\u00e4ter einen gro\u00dfen Apfel sowie Mango mit Sojajoghurt.<\/p>\n<p>Arbeitsnachmittag recht emsig, das Drau\u00dfen sah freundlich durchs B\u00fcrofenster. Doch die Winterzeit mit ihrem helleren Morgen hat ihren Preis: Noch vor 17 Uhr musste ich Kunstlicht zuschalten.<\/p>\n<p>Meinen Heimweg trat ich nach Feierabend also im fast ganz Dunklen an. Unterwegs Eink\u00e4ufe im Drogeriemarkt und beim Vollcorner, au\u00dferdem schlug ich in einem Pop-up Lebkuchen Schmidt zu.<\/p>\n<p>Zu Hause R\u00e4umen, W\u00e4scheaufh\u00e4ngen, eine Runde Pilates &#8211; fast zu anstrengend.<\/p>\n<p>Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell den Pakchoi aus Ernteanteil chinesisch und mit Reis. Nachtisch S\u00fc\u00dfigkeiten, unter anderem Dominosteine von Lebkuchen Schmidt &#8211; eine ganz andere Nummr als die Supermarkt-Ware.<\/p>\n<p>Fr\u00fch ins Bett zum Lesen. Ich hatte Naomi Mitchison, <i>Travel Light<\/i> ausgelesen, wirklich sch\u00f6n und speziell, punktgenau traf die Benachrichtigung der Stadtbibliothek ein, dass das vorgemerkte <i>Als Gro\u00dfmutter im Regen tanzte<\/i> von Trude Teige, G\u00fcnther Frauenlob (\u00dcbers.) zur Verf\u00fcgung stand. Das startete ich gestern (und wurde gleich auf der ersten Seite von einer Variante der Informationsvermittlungstechnik &#8220;Hans, der, wie du wei\u00dft, dein Bruder ist.&#8221; rausgerissen &#8211; ging aber besser weiter).<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Gesammelte Blogposts \u00fcber die Bloglesung am Samstagabend (im Fall erg\u00e4nze ich in den n\u00e4chsten Tagen, damit alles an einem Ort ist):<br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/frauklugscheisser.de\/lets-groove-part-i\/\" target=\"_blank\">Organisatorin Frau Klugschei\u00dfer<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/mequito.org\/stories\/16211\" target=\"_blank\">Mitlesender Markus Pfeifer<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/novemberregen.de\/2026\/10\/25\/25-oktober-2026-sofort-unverzueglich\/\" target=\"_blank\">Mitlesende Novemberregen<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/blog.vanessagiese.de\/2026\/10\/26\/eine-lesung-ein-bett-und-ein-freibadbesuch\/\" target=\"_blank\">Mitlesende Vanessa Giese<\/a><\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/herzbruch.me\/25-10-2026\/\" target=\"_blank\">Herzbruch<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/www.herr-rau.de\/wordpress\/2026\/10\/you-dont-understand-im-like-with-the-band.htm\" target=\"_blank\">Herr Rau<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/loosysays.com\/2026\/10\/25\/24-10-2026-muenchen-tag-3-xxl\/\" target=\"_blank\">loosy<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/stadtneurotiker.wordpress.com\/2026\/10\/25\/olympisches-lesen-und-partiell-olympisches-singen\/\" target=\"_blank\">Stadtneurotiker<\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"https:\/\/crocodylus.blog\/2026\/10\/26\/rockydielesung\/\" target=\"_blank\">Crocodylus<\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/d40b7dbeb592478398aecdad026a430f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwie kam es dazu, dass zum Blogpost \u00fcber den Sonntag die Kommentarfunktion freigeschaltet war &#8211; was die eigentliche Komplettblockade eine Ebene dr\u00fcber offensichtlich \u00fcberstimmte. 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