{"id":12239,"date":"2011-08-08T09:08:52","date_gmt":"2011-08-08T07:08:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=12239"},"modified":"2011-08-08T09:08:52","modified_gmt":"2011-08-08T07:08:52","slug":"mein-erster-schweinefuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2011\/08\/mein-erster-schweinefuss.htm","title":{"rendered":"Mein erster Schweinefu\u00df"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/110807_Schweinefuss.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/110807_Schweinefuss.jpg\" alt=\"\" title=\"110807_Schweinefuss\" width=\"468\" height=\"382\" class=\"alignnone size-full wp-image-12240\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ja, SIE gehen nat\u00fcrlich beim Schweinefu\u00dfmetzger ein und aus, SIE haben wahrscheinlich sogar Schweinefu\u00df f\u00fcr alle F\u00e4lle in der der Tiefk\u00fchle &#8211; aber ich hatte mit 43 Jahren zum ersten Mal einen im Topf. Und zwar im Topf mit Fabada asturiana.<\/p>\n<p>Auf die Idee Fabada zu machen kam ich, weil ich noch <i>morcilla<\/i> gefroren hatte, Blutwurst aus Andalusien, mitgebracht von spanischen Freunden. Die kriege ich hier nicht, deswegen wollte ich soviel wie m\u00f6glich aus dem besonderen Umstand herausholen. Sie einfach in der Pfanne zu braten, w\u00e4re mir wie eine Verschwendung vorgekommen. Warum also nicht endlich ein Gericht zubereiten, das ich mangels <i>morcilla<\/i> noch nie gekocht hatte? Fabada kam mir in den Sinn; diesen Bohneneintopf esse ich ganz besonders gern. Ich kenne ihn aus meinem halbspanischen Elternhaus &#8211; aber nicht dass Sie glauben, der sei bei uns daheim selbst gemacht worden: Dort und in meiner eher kulturlosen spanischen Familie in Madrid kam die Fabada aus der Dose. Und schmeckte gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Das Rezept ist folglich kein Familienrezept. Ich entnahm es dem spanischen Kochbuch <a href=\"http:\/\/de.phaidon.com\/store\/food-cook\/1080-recipes-9780714899756\/\" target=\"_blank\"><i>1080 Rezepte<\/i> von Simone und In\u00e9s Ortega<\/a>, aus dem Englischen (ah, das erkl\u00e4rt einiges) ins Deutsche \u00fcbersetzt von Lisa Heilig. Dieses Kochbuch kann ich f\u00fcr echt ehrlich authentische spanische K\u00fcche empfehlen: Es zeigt diese K\u00fcchentradition in ihrer ganzen Raffinesselosigkeit, die mich \u00fcber die Begeisterung so vieler deutscher Spanientouristen immer den Kopf sch\u00fctteln l\u00e4sst.<br \/>\nBeispielrezept: Fisch in Salzkruste.<br \/>\nZutaten:<br \/>\n \u201e- 1 ganzer Fisch, z.B. Scholle, Dorade, Zackenbarsch oder Wolfsbarsch 1,5 kg<br \/>\n&#8211; 3-4 kg grobes Meersalz\u201c.<br \/>\nFertig.<br \/>\nDenn typisch spanisch ist nat\u00fcrlich nicht Ferran Adri\u00e0 (auch wenn er das Vorwort f\u00fcr das Kochbuch geschrieben hat), sondern sind Eint\u00f6pfe, nur mit Salz gew\u00fcrzte Pfannengerichte sowie Salat mit Salz-Essig-\u00d6l-Dressing.<\/p>\n<p>Das Rezept f\u00fcr die Fabada asturiana ist vergleichsweise aufw\u00e4ndig. <a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/rezepte\/fabada-asturiana-bohneneintopf.htm\" target=\"_blank\">Es steht hier<\/a>, und das Ergebnis war k\u00f6stlich (wenn auch nicht v\u00f6llig identisch mit der Dosen-Fabada).<br \/>\nF\u00fcr die Jagd nach den Zutaten nutzte ich den Mitbewohner, der im Moment Ferien hat. So kommt er wenigstens ein bisschen aus dem Haus und lernt M\u00fcnchen besser kennen. Den Schweinefu\u00df bekam er auf dem Viktualienmarkt, Koch-Chorizo gab es auf dem Elisabethmarkt. Der \u201edurchwachsene Speck\u201c war im Original wahrscheinlich <i>tocino<\/i>, also ein gesalzener Speck, der dem italienischen <i>lardo<\/i> nahekommt. Aber mit bayrischem Bauchspeck schmeckte der Eintopf auch gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, SIE gehen nat\u00fcrlich beim Schweinefu\u00dfmetzger ein und aus, SIE haben wahrscheinlich sogar Schweinefu\u00df f\u00fcr alle F\u00e4lle in der der Tiefk\u00fchle &#8211; aber ich hatte mit 43 Jahren zum ersten Mal einen im Topf. Und zwar im Topf mit Fabada asturiana. 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