{"id":1555,"date":"2006-09-05T07:37:20","date_gmt":"2006-09-05T05:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2006\/09\/die-harteste-nuss-des-wohnstylings.htm"},"modified":"2025-01-20T06:24:12","modified_gmt":"2025-01-20T05:24:12","slug":"die-harteste-nuss-des-wohnstylings","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2006\/09\/die-harteste-nuss-des-wohnstylings.htm","title":{"rendered":"Die h\u00e4rteste Nuss des Wohnstylings"},"content":{"rendered":"<p>Sagen Sie mal: Wo h\u00e4ngen <i>Sie<\/i> eigentlich Ihre frisch gewaschene W\u00e4sche auf? Auch noch so sehr auf Wohnfragen spezialisierte Stylingspezialisten schweigen, wenn es darum geht, trocknende W\u00e4sche \u00e4sthetisch ansprechend ins Interieur zu integrieren. T\u00f6pfe, Messer, Bettdeckensammlung, Porzellanfig\u00fcrchenerbe, Meerschweinchenpaar, Fu\u00dfballdevotionalien, Putzmittelkollektion &#8211; f\u00fcr all diese Aufbewahrungsprobleme bieten die entsprechenden Gazetten R\u00e4uml\u00f6sungen an, nein, daraus machen sie im Grunde ihre Themenpl\u00e4ne. (Habe ich schon mal erz\u00e4hlt, dass ich mir zu Studienzeiten mal die tantigste aller erwachsenen Frauenzeitschriften kaufte, weil sie auf dem Titel versprach, Ideen f\u00fcr \u00fcbergro\u00dfen B\u00fccherbesitz zu bieten? Um daheim erbleichend festzustellen, dass die mir unter anderem allen Ernstes vorschlugen, aus vier B\u00fccherstapeln und einem nordafrikanischen Teetablett ein Wohnzimmertischchen zu basteln? Nein?) Zu allem nur Erdenklichen hagelt es Tipps von Innendesignern, aber diese allt\u00e4glichste aller Alltagssituationen &#8211; manchmal mache ich mir sogar den Spa\u00df, mir in besonders durchgestylten Einrichtungsvorschl\u00e4gen der Wohnzeitschriften einen W\u00e4schest\u00e4nder vorzustellen &#8211; muss wohl weiterhin einfach schei\u00dfe aussehen.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher! Ja fr\u00fcher (!) war alles besser, und da hatte es in Wohnbl\u00f6cken Waschk\u00fcchen und Trockenr\u00e4ume. Ich wei\u00df das, weil ich bis zum 16. Lebensjahr in solchen Bl\u00f6cken wohnte und a) zum Hausmeister geschickt wurde, um M\u00fcnzen f\u00fcr die Gemeinschaftswaschmaschinen zu kaufen, sowie b) zum W\u00e4scheaufh\u00e4ngen an den so genannten W\u00e4schespinnen auf der Wiese vorm Haus (Sommer, sch\u00f6nes Wetter) oder im Trockenraum herangezogen wurde. F\u00fcr beides, also die Nutzung der Waschk\u00fcche und die des Trockenraumes, gab es Listen, in die man sich zwecks Terminabstimmung vorher eintrug. Bis heute erscheint mir dieses System ideal, auch wenn meine Mutter augenrollend von den vielen Wegen spricht, die der viergescho\u00dfige Abstand zwischen unserer Wohnung und der Waschgelegenheit verursachte.<br \/>\nAber: Meine Mutter, die sich sogar ganz besonders f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten \u00e4sthetisch ansprechender Inneneinrichtung interessiert, zog vom Wohnblock ins Eigenheim mit Waschk\u00fcche und musste sich nie mit der \u00c4sthetikst\u00f6rung durch trocknende W\u00e4sche in der Wohnung auseinander setzen.<\/p>\n<p>Keines der Mehrparteienh\u00e4user, die ich in den vergangenen zwanzig Jahren bewohnte, verf\u00fcgte \u00fcber einen Trockenraum. Zwar bin ich seit zehn Jahren waschautark und muss nicht mehr die Ger\u00e4te von Freunden, die meiner Mutter oder gar einen Waschsalon bem\u00fchen, verf\u00fcge sogar \u00fcber einen W\u00e4schetrockner \u2013 gleichzeitig aber auch \u00fcber sehr viele Kleidungsst\u00fccke, vulgo Anziehsachen, denen das Trocknen in der Maschine verboten ist (ich habe schmerzhaft gelernt, diesen Hinweis auf den W\u00e4schezetteln besser mal zu ber\u00fccksichtigen). Also muss ich diese St\u00fccke aufh\u00e4ngen. Am schnellsten trocknen sie im Wohnzimmer; wenn ich unter der Woche tags\u00fcber eh nicht in der Wohnung bin, sehe ich sie ja nicht. Am Wochenende hingegen will ich meinen Hauptaufenthaltsraum nicht mit nassen, verknitterten Stoffst\u00fccken an einem wei\u00dfen Metallgest\u00e4nge teilen. Also wohin damit? Das Esszimmer nutzen wir fast nicht, da w\u00e4re die W\u00e4sche aus dem Weg. Doch nutzen wir gerade am Wochenende die t\u00fcrlos mit dem Esszimmer verbundene K\u00fcche, deren Ger\u00fcche sich in die Kleidung h\u00e4ngen w\u00fcrden. Das Zimmer des Mitbewohners ist sein Hauptaufenthaltsraum und ohnehin vollgestellt, f\u00e4llt also ebenfalls weg. Bleibt mein Schlafzimmer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"image1556\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/waeschetrocknen.jpg\" alt=\"waeschetrocknen.jpg\" \/><\/p>\n<p>Hiermit gebe ich preis, dass ich eine Ohne-Klupperl-Trocknerin bin. Dabei h\u00e4tte ich W\u00e4scheklammern \u2013 nur sehe ich f\u00fcr diesen zus\u00e4tzlichen Arbeitsschritt viel zu wenige Vorteile (welche waren die \u00fcberhaupt nochmal?). Aber eine Augenweide ist so ein W\u00e4schegestell nie. Deshalb: Frau Sch\u00f6ner Wohnen, Herr Living at Home, von mir aus auch Frau von und zu House &#038; Garden \u2013 her mit den Stylingtipps f\u00fcr das Aufh\u00e4ngen von nasser W\u00e4sche! <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/3226b416258e411183022ca2aba6ba74\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sagen Sie mal: Wo h\u00e4ngen Sie eigentlich Ihre frisch gewaschene W\u00e4sche auf? Auch noch so sehr auf Wohnfragen spezialisierte Stylingspezialisten schweigen, wenn es darum geht, trocknende W\u00e4sche \u00e4sthetisch ansprechend ins Interieur zu integrieren. 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