{"id":1621,"date":"2006-10-19T11:03:34","date_gmt":"2006-10-19T09:03:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2006\/10\/right-now.htm"},"modified":"2006-10-19T13:12:51","modified_gmt":"2006-10-19T11:12:51","slug":"right-now","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2006\/10\/right-now.htm","title":{"rendered":"right now \u2026"},"content":{"rendered":"<p><b>Ich lese \u2026 <\/b><i>Breakfast in Brighton<\/i> von Nigel Richardson. Lose Geschichten aus und \u00fcber Brighton Ende der 90er, wundervoll atmosph\u00e4risch (ohne dass Stimmungen beschrieben w\u00fcrden, Sie wissen schon: <i>showing<\/i> statt <i>telling<\/i>). Das Buch war das \u00fcberraschende Abschiedsgeschenk meiner beiden d\u00e4nischen Kollegen mit englischem Migrationshintergrund, Joe und David, die mein Faible f\u00fcr Brighton kennen. Ein Volltreffer.<\/p>\n<p><b>Ich trage \u2026 <\/b>eine schwarze Stoffhose mit B\u00fcgelfalte, ein schwarzes Bauwollshirt mit kurzen \u00c4rmeln, schwarze Pumps, einen schwarzen taillierten Gehrock, kracht\u00fcrkisfarbene Ohrringe, Halsketten, Armband.<\/p>\n<p><b>Ich habe \u2026<\/b> nach meinem zweiten B\u00fcroumzug innerhalb von sechs Wochen einen Ausblick aus dem zweiten Stock durch hauchzarten Nebelschleier auf eine weitl\u00e4ufige Baustelle, begrenzt von hohen Pappeln.<\/p>\n<p><b>Ich h\u00f6re \u2026<\/b> morgens 20 Minuten lang Deutsche Welle, beim Joggen den V\u00f6geln zu, abends besorgniserregende Ger\u00e4usche aus dem Arbeitszimmer des Mitbewohners, der gerade in seinem Englisch-Leistungskurs die gro\u00dfe Lautverschiebung durchnimmt. <\/p>\n<p><b>Ich trinke \u2026<\/b> literweise Tee, ein bis zwei Schalen Milchkaffee t\u00e4glich, viel weniger Alkohol als ich eigentlich m\u00f6chte, weil ich davon Migr\u00e4ne bekomme.<\/p>\n<p><b>Ich esse \u2026<\/b> wenig Kohlenhydrate, immer noch, und bin gespannt, ob mich in der kommenden Adventzeit die Pl\u00e4tzchen locken oder nicht.<\/p>\n<p><b>Ich stehe \u2026<\/b> in Bahnh\u00f6fen und an Bushaltestellen, manchmal in der Stra\u00dfenbahn, allerdings selten l\u00e4nger als ein paar Minuten.<\/p>\n<p><b>Ich gehe \u2026<\/b> viel und gern zu Fu\u00df, allerdings ungern spazieren, lieber zu funktionalen Zielen.<\/p>\n<p><b>Ich lache \u2026<\/b> \u00fcber den bl\u00f6den Witz aus dem Monika-Gruber-Programm:<br \/>\nFahren zwei Maurer auf der Landstra\u00dfe an einer Wiese vorbei, auf der ein Kasten Bier steht. Sagt der eine zum anderen: \u201eWas werd na do baut?\u201c<\/p>\n<p><b>Ich sehe \u2026<\/b> den Mitbewohner immer wieder gerne an. Auch nach 13 Jahren Beziehung h\u00f6rt es nicht auf mich zu beeindrucken, wie sehr allein schon der erste Anblick abends nach der Arbeit mich beruhigen, freuen und entspannen kann.<\/p>\n<p><b>Ich mag \u2026<\/b> jetzt im Herbst den Geruch, wenn ich im ersten Morgengrauen das Haus verlasse, weil er jeden Tag anders ist. Wenn erst mal winterlicher Dauerfrost einsetzt, riecht das Drau\u00dfen langweilig.<\/p>\n<p><b>Ich schreibe \u2026<\/b>. (Punkt.)<\/p>\n<p><b>Ich wei\u00df \u2026<\/b>, wie man die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel im M\u00fcnchen nutzt, wo es am M\u00fcnchner Hauptbahnhof den besten Capuccino gibt, welcher Stra\u00dfenstand die sch\u00f6nsten Blumen hat, wer die kreativsten Restaurant-Men\u00fcs kocht, was \u201eAuszogne\u201c sind, womit man zu rechnen hat, wenn man einen M\u00fcnchner Taxler nach dem Weg fragt, warum man das Hofbr\u00e4uhaus tats\u00e4chlich meiden sollte.<\/p>\n<p><b>Ich m\u00f6chte \u2026<\/b> herausfinden, was eigentlich meine W\u00fcnsche sind, meine ganz eigenen.<\/p>\n<p>via <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=1713\" target=_new>selber doo<\/a><br \/>\n<i>Nachtrag: <a href=\"http:\/\/neue-bodenstaendigkeit.de\/?p=36\" target=_new>Idee von wem ganz Anderer<\/a>.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich lese \u2026 Breakfast in Brighton von Nigel Richardson. 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