{"id":19473,"date":"2013-12-30T17:37:13","date_gmt":"2013-12-30T16:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=19473"},"modified":"2024-01-11T15:11:26","modified_gmt":"2024-01-11T14:11:26","slug":"buecher-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/12\/buecher-2013.htm","title":{"rendered":"B\u00fccher 2013"},"content":{"rendered":"<p>Diesmal auch mit Nennung von B\u00fcchern, die ich nicht geschafft habe. Was nichts \u00fcber ihre Qualit\u00e4t aussagen muss.<br \/>\nAnsonsten gilt wieder: Empfehlungen sind mit * markiert. Die anderen B\u00fccher haben mir nicht etwa missfallen, schlie\u00dflich habe ich sie bis zur letzten Seite gelesen. Aber ich w\u00fcrde sie nicht allen und nicht uneingeschr\u00e4nkt empfehlen.<\/p>\n<p>1 &#8211; Don DeLillo, <i>Falling Man<\/i><\/p>\n<p>2 &#8211; Gunter Frank, <i>Schlechte Medizin<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/01\/gunter-frank-schlechte-medizin.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a><\/p>\n<p>3 &#8211; Charles Dickens, <i>Nicholas Nickleby<\/i><\/p>\n<p>4 &#8211; Yasmina Reza, Eugen Helml\u00e9 \/ Frank Heibert \/ Hinrich Schmidt-Henkel (\u00dcbers.), <i>Nirgendwo<\/i>*<\/p>\n<p>5 &#8211; Friedrich Torberg, <i>Die Erben der Tante Jolesch<\/i>*<\/p>\n<p>6 &#8211; Granta 122, <i>Betrayal<\/i><\/p>\n<p>7 &#8211; Scott Westerfeld, <i>Uglies<\/i>*<br \/>\n\u00dcber diese Trilogie in vier B\u00fcchern wollte ich eigentlich ausf\u00fchrlich schw\u00e4rmen und schreiben. Mir kam was dazwischen, Lustlosigkeit vermutlich. Hier ein paar Stichw\u00f6rter:<br \/>\n&#8211; Wir befinden uns ein paar Jahrhunderte nach unserer Zeitrechnung. Die Menschheit hat sich durch \u00dcber-Reproduktion und Abh\u00e4ngigkeit von Erd\u00f6l aus dem Spiel gekegelt &#8211; und daraus gelernt.<br \/>\n&#8211; Erz\u00e4hlt wird aus der Perspektive von Tally Youngblood, die kurz vor ihrem 16. Geburtstag steht. Dann ziehen die Menschen in dieser Gesellschaft um aus dem Internat f\u00fcr 11- bis 16-j\u00e4hrige in die Stadt der Pretties.<br \/>\n&#8211; In dieser Gesellschaft gibt es keine Hierarchien, kein Machtverh\u00e4ltnis &#8211; zumindest sieht es zun\u00e4chst so aus. Zum 16. Geburtstag darf sich jeder und jede nach eigenen Vorstellungen sch\u00f6n und schlau operieren lassen, denn nur dadurch, so die bestechende Logik, werden die Privilegien der wenigen Natursch\u00f6nen und -schlauen vermieden.<br \/>\n&#8211; Die Romane stecken voll gro\u00dfartiger High-Tech: Unter anderem gibt es Hoverboards, die Tally meisterlich beherrscht und auch mit Werkzeug manipuliert. Doch sie findet ihre Meisterin in der neuen Freundin Shay, die ihr eines Abends beim Ausb\u00fcchsen begegnet und die auch sonst einige eigene Idee hat. Auch High-Tech: Ein Loch in der Wand des eigenen Zimmers liefert alles, was man will \u2013 wieder als Gerechtigkeitsma\u00dfnahme gedacht, denn wenn jede alles haben kann, gibt es keine Besitzhierarchien mehr.<br \/>\n&#8211; Durch Shay lernt Tally allerdings, dass es eine alternative Welt gibt und dass ihre eigene sch\u00f6ne Welt einen Preis hat.<br \/>\n&#8211; Besonders clever fand ich, dass die Geschichten keine schwarz-wei\u00df-Gegens\u00e4tze erm\u00f6glichen und keine einfachen Antworten liefern: Jeder Kampf gegen einen Missstand f\u00fchrt statt zu einem <i>they lived happily ever after<\/i> zu immer neuen Konflikten. Ich bin versucht zu beobachten: Wie im wirklichen Leben.<br \/>\n&#8211; Die Reihe ist wohl als Jugendb\u00fccher gedacht, geh\u00f6rt aber (aber? wieso aber?) zu dem besten, was ich 2013 gelesen habe. Mir ist v\u00f6llig r\u00e4tselhaft, warum <i>Hunger Games<\/i> mehr Erfolg hat.<\/p>\n<p>8 &#8211; Friedrich Ani, <i>S\u00fcden und das Gel\u00f6bnis des gefallenen Engels<\/i><\/p>\n<p>9 &#8211; Michael Ondaatje, <i>The Cat&#8217;s Table<\/i>*<\/p>\n<p>10 &#8211; Scott Westerfeld, <i>Pretties<\/i>*<\/p>\n<p>11 &#8211; Neil Gaiman, <i>The Sandman. Dream Country<\/i><\/p>\n<p>12 &#8211; Scott Westerfeld, <i>Specials<\/i><\/p>\n<p>13 &#8211; Lisa Neun, <i>Fresh Fish<\/i>*<\/p>\n<p>14 &#8211; Rolf Cyriax (Hrsg.), <i>Essen &#038; Trinken mit Kabarettisten<\/i><\/p>\n<p>15 &#8211; Scott Westerfeld, <i>Extras<\/i><\/p>\n<p>(A.L. Kennedy, <i>Day<\/i> &#8211; abgebrochen wegen H\u00e4? Der erste Kennedy, der leider v\u00f6llig an mir vorbei geht.)<\/p>\n<p>16 &#8211; Leanne Shapton, <i>Swimming Studies<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/03\/leanne-shapton-swimming-studies.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a> <\/p>\n<p>17 &#8211; Neil Gaiman, <i>The Sandman. The Doll&#8217;s House.<\/i>*<br \/>\nDer Sandman-Band, der mir endlich den Zugang zu diesem Universum verschafft hat \u2013 und damit wohl auch zu Neil Gaiman.<\/p>\n<p>(Stephen Fry, <i>The Ode Less Travelled: Unlocking the Poet Within<\/i> &#8211; abgebrochen, weil ich mich dann doch nicht genug f\u00fcr Lyrik interessiere.)<\/p>\n<p>18 &#8211; Shappi Khorsandi, <i>A Beginner&#8217;s Guide to Acting English<\/i><\/p>\n<p>19 &#8211; Frank McCourt, <i>Teacher Man<\/i>*<\/p>\n<p>20 &#8211; Marcelo Figueras, Sabine Giersberg (\u00dcbers.), <i>Kamtschatka<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/04\/marcelo-figueras-sabine-giersberg-ubers-kamtschatka.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a> <\/p>\n<p>21 &#8211; Alison Bechdel, <i>Fun Home<\/i>*<br \/>\nDer <i>graphic novel<\/i>, der Bechdels Ruhm begr\u00fcndete. Sie schreibt und zeichnet darin ihre Familien- und Lebensgeschichte, sehr pers\u00f6nlich und mit immer wieder \u00fcberraschenden Mitteln. Es geht um sexuelle Identit\u00e4t, um Erinnerung, vor allem innerhalb von Familien, um Suizid, um Trauer. Hat mich sehr mitgenommen.<\/p>\n<p>22 &#8211; Granta 123, <i>Best of Young British Novelists 4<\/i>*<\/p>\n<p>23 &#8211; John Steinbeck, <i>Travels with Charley<\/i>*<\/p>\n<p>24 &#8211; Hilary Mantel, <i>Wolf Hall<\/i><\/p>\n<p>25 \u2013 Dave Eggers, <i>A Heartbreaking Work of Staggering Genius<\/i><\/p>\n<p>26 \u2013 Manuel V\u00e1zquez Montalb\u00e1n, Bernhard Straub (\u00dcbers.), <i>Die Rose von Alexandria<\/p>\n<p>27 \u2013 Monika Scheele Knight, <\/i><i>Tomorrow Can Wait. Exploring Europe With Our Autistic Child<\/i>*<br \/>\nEine weitere ungeschriebene ausf\u00fchrliche Besprechung, dabei habe ich dieses Buch sogar mitgecrowdfunded. Es war eine hervorragende Investition. Monika schreibt in Reisekapiteln \u00fcber das Heranwachsen ihres autistischen Sohns und deckt dabei jeweils gut eingewoben Sachthemen ab: Von Forschungsstand \u00fcber Ursachen von Autismus \u00fcber Medikation und Medien bis zu pers\u00f6nlichen Entscheidungen \u00fcber die F\u00f6rderung ihres Sohnes. Klug und leidenschaftlich.<\/p>\n<p>28 \u2013 Sue Reindke, <i>Spam<\/i><\/p>\n<p>29 \u2013 Neil Gaiman, <i>The Sandman. Preludes &#038; Nocturnes<\/i><\/p>\n<p>(James Branch Cabell, <i>Jurgen<\/i> &#8211; Dieses Buch war dem Mitbewohner immer sehr wichtig. Nach den ersten 40 Seiten wei\u00df ich zumindest, dass es eine ganz andere Art Buch ist als ich gedacht hatte. Dann erl\u00f6ste mich der Mitbewohner zum Gl\u00fcck mit der Erlaubnis, dass ich es nicht fertiglesen m\u00fcsse.)<\/p>\n<p>30 \u2013 Dr. Josephine Chaos, <i>Dann press doch selber, Frau Dokta<\/i>, H\u00f6rbuch, gelesen von Annette Frier. <\/p>\n<p>31 \u2013 Terry Pratchett, <i>Nation<\/i><\/p>\n<p>32 \u2013 Granta 124, <i>Travel<\/i><\/p>\n<p>33 \u2013 Bethan Roberts, <i>My Policeman<\/i><\/p>\n<p>34 \u2013 Nathanael West, <i>Miss Lonelyhearts<\/i><\/p>\n<p>35 \u2013 Martin Walser, <i>Ehen in Philippsburg<\/i>*<br \/>\nEndlich ein Walser, den ich nicht nur fertig las, sondern der mir auch noch ganz ausgezeichnet gefiel. F\u00fcr eine atmosph\u00e4rische Schilderung des Nachkriegsdeutschlands zu empfehlen, unter anderem wegen der Alltagsdetails. Nebenbei wird \u00fcber den Untergang der westlichen Zivilisation durch das Fernsehen mit exakt denselben Argumenten diskutiert wie in den vergangenen Jahren \u00fcber diesen Effekt des Internets.<\/p>\n<p>36 \u2013 Alexander G\u00f6rsdorf, <i>Taube Nuss<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/09\/zwischenspiel-alexander-groesdorf-taube-nuss.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a> <\/p>\n<p>37 &#8211; Linda Castillo, <i>Sworn Silence<\/i><\/p>\n<p>38 \u2013 Henry James, <i>Washington Square<\/i><\/p>\n<p>39 \u2013 Stevan Paul, Katharina Seiser (Hrsg.), <i>Deutschland vegetarisch<\/i><\/p>\n<p>40 &#8211; Vanessa Giese, <i>Da gew\u00f6hnze dich dran. Wie ich mein Herz an den Pott verlor<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/10\/vanessa-giese-da-gewoehnze-dich-dran-wie-ich-mein-herz-an-den-pott-verlor.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a><\/p>\n<p>41 \u2013 Kurt Vonnegut, <i>Slaughterhouse 5<\/i>*<br \/>\nWiedergelesen, <a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2010\/01\/bucher-2009.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schon 2009 empfohlen<\/a>. <\/p>\n<p>42 \u2013 (Kazuo Ishiguro, <i>When We Were Orphans<\/i>)<br \/>\nDiesen Roman muss ich ausnahmeweise mal dissen, er ist richtig schlecht. Und das von einem Autor, der mit <i>Remains of the Day<\/i> ein Meisterwerk schuf und dessen <i>An Artist of the Floating World<\/i> und <i>Never Let Me Go<\/i> ich f\u00fcr sehr gut halte. <i>When We Were Orphans<\/i> besteht aus billigen Versatzst\u00fccken von Detektiv- und Spionagefiktion Ende des 19. Jahrhunderts, ohne dass ein Spiel mit ihnen erkennbar w\u00e4re, und springt geradezu l\u00e4cherlich mit historischen Fakten um. Zwar lie\u00dfe sich das mit einem Ishiguro-typischen sehr <i>unreliable<\/i> Erz\u00e4hler erkl\u00e4ren, doch dann w\u00e4re es in diesem Fall handwerklich unterirdisch gemacht.<\/p>\n<p>43 &#8211;  Jean-Yves Ferri, Didier Conrad, Klaus J\u00f6ken (\u00dcbers.), <i>Asterix bei den Pikten<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/10\/jean-yves-ferri-didier-conrad-klaus-joeken-uebers-asterix-bei-den-pikten.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a> <\/p>\n<p>44 \u2013 Neil Gaiman, <i>The Sandman. Season of Mists<\/i><\/p>\n<p>45 \u2013 Salman Rushdie, <i>Joseph Anton<\/i>*<\/p>\n<p>46 \u2013 Charles Portis, <i>True Grit<\/i><\/p>\n<p>47 \u2013 Allie Brosh, <i>Hyperbole and a Half<\/i>*<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2013\/11\/allie-brosh-hyperbole-and-a-half.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier ausf\u00fchrlich besprochen.<\/a> <\/p>\n<p>48 \u2013 G. K. Chesterton, <i>The Club of Queer Trades<\/i><\/p>\n<p>49 \u2013 Teju Cole, <i>Open City<\/i><\/p>\n<p>50 \u2013 Nelleke Noordervliet, Hanni Ehlers (\u00dcbers.),  <i>Die Schatten von Pelican Bay<\/i><\/p>\n<p>51 \u2013 Anne-Ev Ustorf, <i>Wir Kinder der Kriegskinder<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diesmal auch mit Nennung von B\u00fcchern, die ich nicht geschafft habe. Was nichts \u00fcber ihre Qualit\u00e4t aussagen muss. Ansonsten gilt wieder: Empfehlungen sind mit * markiert. 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