{"id":19812,"date":"2014-02-01T09:50:50","date_gmt":"2014-02-01T08:50:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=19812"},"modified":"2014-02-03T15:45:50","modified_gmt":"2014-02-03T14:45:50","slug":"journal-freitag-31-januar-2014-gelichteter-hochnebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2014\/02\/journal-freitag-31-januar-2014-gelichteter-hochnebel.htm","title":{"rendered":"Journal Freitag, 31. Januar 2014 &#8211; gelichteter Hochnebel"},"content":{"rendered":"<p>Erst am fr\u00fchen Nachmittag schaltete ich mein Smartphone ein, weil ich den Timer f\u00fcrs Kartoffelkochen nutzen wollte. Erst da sah ich den verpassten Anruf vom Morgen aus der Arbeit: Das Internet hatte nicht funktioniert, und ich bin die Schnittstelle zum IT-Support. Doch wie erwartet hatten die Kolleginnen die Kontaktdaten dann doch selbst gefunden (Web \u00fcber eigenes Smartphone oder eine der E-Mails von ihm, die ich weitergeleitet hatte &#8211; ich fragte nicht nach Details). Bin ich seltsam, weil ich es f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halte, erst alle anderen M\u00f6glichkeiten in Betracht zu ziehen, bevor ich eine Kollegin an ihrem freien Tag kontaktiere?<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt des Anrufs strampelte ich bereits auf einem Crosstrainer, machte mich darauf warm f\u00fcr eine Stunde Stepaerobics mit netter Choreographie. Die Anschlussstunde Krafttraining (&#8220;Body Styling&#8221; genannt, nein, besser nicht dar\u00fcber nachdenken) machte ich auch noch mit, war \u00fcberrascht \u00fcber die Heftigkeit.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/140131_Studioblick.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/140131_Studioblick.jpg\" alt=\"140131_Studioblick\" width=\"531\" height=\"335\" class=\"alignnone size-full wp-image-19821\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der kalte Hochnebel hatte sich auch mittags noch nicht gelichtet. Ich feierte alle n\u00f6tigen Eink\u00e4ufe ab, um das Haus danach m\u00f6glichst nicht mehr verlassen zu m\u00fcssen.<br \/>\nDoch \u00fcberraschend riss der Himmel auf, ich machte doch noch eine Runde Erledigungen.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Eine Dame von der Deutschen Welle hatte mich wegen der <a href=\"http:\/\/12.re-publica.de\/panel\/poetry-spam\/\" target=\"_blank\">Poetry-Spam-Show vor zwei Jahren auf der re:publica<\/a> kontaktiert, ich beantwortete ihr telefonisch ein paar Fragen. Auf meinen Hinweis, dass in einer Hintergrundgeschichte \u00fcber die Absender von Nigeria-Spam der gro\u00dfe Rei\u00dfer f\u00fcr eine ehrgeizige Journalistin liegen k\u00f6nnte, reagierte sie leider nicht. Ernsthaft: Wer sind die Menschen hinter den Geschichten \u00fcber sterbende Diktatorenwitwen, die Verwalter f\u00fcr ihr riesiges Verm\u00f6gen suchen? Arbeiten sie allein oder in Gruppen? Aus B\u00fcros oder Internetcaf\u00e9s? Welchen Bildungshintergrund haben sie? Welche Erfolgsquote? Sehen sie sich als Gesch\u00e4ftsleute? Ist das ein anerkannter Beruf wie Import\/Export? Diese Geschichte l\u00e4se ich wirklich gerne.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Die Rechnung f\u00fcr mein Zahnimplantat beglichen: Mit 2.550 Euro die bislang teuerste Anschaffung meines Lebens. <i>Korrektur: Die Bahncard 100 war noch teurer gewesen.<\/i><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Unter anderem gelesen:<\/p>\n<p>Der Biograf von Susan Sontag \u00fcber den Umgang mit Hinterlassenschaft in Papierform und in digitaler Form: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/online\/blogs\/books\/2014\/01\/in-the-sontag-archives.html?\" target=\"_blank\">&#8220;In the Sontag Archives&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>The machines themselves are not in the library, however: future researchers will consult the material on a laptop in the reading room with software that displays it as Sontag would have seen it. This is to protect the physical files. \u201cEvery time you open an e-mail or a Word file, that material is changed,\u201d Gonzalez said. \u201cThere are automatic updates or\u2014for example, on a Word file\u2014the date is changed to the date it was consulted, and you can\u2019t see when she last worked on it.\u201d (Sontag, in \u201cOn Photography,\u201d wrote that to look at something is to change it.)<\/p>\n<p>To preserve them, Gonzalez relies on techniques developed by law enforcement, an area known as digital forensics. The principal protection of a computer\u2019s metadata is a write blocker, which allows the material to be seen without leaving any trace of the visitor. It is a fairly simple technical intervention.<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/uk-news\/2014\/jan\/31\/footage-released-guardian-editors-snowden-hard-drives-gchq\" target=\"_blank\">&#8220;Footage released of Guardian editors destroying Snowden hard drives&#8221;<\/a><\/p>\n<blockquote><p>&#8220;It was the most surreal event I have witnessed in British journalism.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Es f\u00e4llt mir ausgesprochen schwer, eine Regierung ernst zu nehmen, die den <i>Guardian<\/i> zwang, Rechner zu zerst\u00f6ren, auf denen Edward-Snowden-Material gespeichert war.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;It was purely a symbolic act,&#8221; Johnson said. &#8220;We knew that. GCHQ knew that. And the government knew that.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erst am fr\u00fchen Nachmittag schaltete ich mein Smartphone ein, weil ich den Timer f\u00fcrs Kartoffelkochen nutzen wollte. 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