{"id":20424,"date":"2014-03-08T08:55:47","date_gmt":"2014-03-08T07:55:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=20424"},"modified":"2014-03-10T15:33:37","modified_gmt":"2014-03-10T14:33:37","slug":"samstagslektuere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2014\/03\/samstagslektuere.htm","title":{"rendered":"Samstagslekt\u00fcre"},"content":{"rendered":"<p>Kathrin Passig schreibt im ohnehin wunderbaren <a href=\"http:\/\/techniktagebuch.tumblr.com\/\" target=\"_blank\">Techniktagebuch<\/a> (&#8220;Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in zwanzig Jahren!&#8221;) welcher Kampf mit Kollaborationstools hinter der Arbeit an <a href=\"http:\/\/www.oreilly.de\/catalog\/wenschleprogger\/\" target=\"_blank\">ihrem Buch bei O&#8217;Reilly mit dem Esel drauf<\/a> steckte: <a href=\"http:\/\/techniktagebuch.tumblr.com\/post\/78905406630\/2008-bis-2013\" target=\"_blank\">&#8220;2008 bis 2013&#8221;<\/a>.<\/p>\n<p>Wenn auch in Extremform zeigt die Geschichte, woraus das Arbeiten mit Computern heutzutage besteht: Work-arounds. Und dem st\u00e4ndigen Abw\u00e4gen, ob man nicht gerade mehr Energie auf das Finden von L\u00f6sungen f\u00fcr Prozessprobleme verwendet als auf die eigentlich Aufgabe, ob es sich lohnt, strukturierte Grundlagenl\u00f6sungen zu entwickeln (weil man sie \u00f6fter brauchen wird), ob strukturierte L\u00f6sungen \u00fcberhaupt jemals m\u00f6glich sind. <\/p>\n<p>F\u00fcr Angestelltenm\u00e4use wie mich kommt dazu, dass die technischen Werkzeuge fast immer indiskutabel vorgegeben sind. Zum Beispiel schlage ich mich seit Monaten mit einem antiken CMS f\u00fcr das Ver\u00f6ffentlichen von Pressemitteilungen auf einer Kunden-Website herum (f\u00fcr das ich bereits einen Work-around \u00fcber mein privates WordPress entwickelt habe). Aktuell stellte sich heraus, dass es nicht mal das Ver\u00f6ffentlichen terminieren kann und am morgigen Sonntag ein Mensch auf den &#8220;Publish&#8221;-Knopf wird dr\u00fccken m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/myspace.com\/discover\/trending\/2014\/03\/04\/feature-i-went-to-the-oscars-with-my-best-friend-and-then-i-went-viral\" target=\"_blank\">&#8220;I Went to the Oscars and Nobody Cared&#8221;<\/a> &#8211; auf Myspace (!) schreibt Laura Simpson, wie sich die Oscarverleihung f\u00fcr eine Zivilistin anf\u00fchlt.<\/p>\n<blockquote><p>How did I get invited to the 86th Academy Awards, you ask? Well, my best friend took me as her date. I met her seven years ago at an event where we both didn\u2019t know a single person. We hit it off over a mutual respect for Chandler Bing, and we&#8217;ve been eating pizza together ever since.<\/p><\/blockquote>\n<p>(Die Freundin? Jennifer Lawrence.)<\/p>\n<p>Sehr viele interessante Details, einige davon unerwartet.<\/p>\n<p>(<a href=\"http:\/\/instagram.com\/lupitanyongo\" target=\"_blank\">Dass Lupita Nyong&#8217;o auf Instagram ist<\/a>, passt gut hierher.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Immer noch ersch\u00fcttert \u00fcber die Gemeinheiten der Romanautorin Sibylle Lewitscharoff gegen Kindzeugung auf anderem Weg als vaginalem, heterosexuellem Geschlechtsverkehr (ich hatte sofort die dystopische Zeugungsszene in Atwoods <i>The Handmaid&#8217;s Tale<\/i> vor Augen). Unter all den klugen Repliken mochte ich am liebsten diese beiden:<\/p>\n<p>Jo Lendles Brief auf Zeit Online: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2014-03\/Lewitscharoff-Jo-Lendle-Brief\" target=\"_blank\">&#8220;Ich ertrage es nicht&#8221;<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>Die Paare, die sich heute f\u00fcr k\u00fcnstliche Befruchtung entscheiden, klonen keine Nobelpreistr\u00e4ger, sie bekommen ein Kind. Das geschieht in der Tat ohne Geschlechtsverkehr. Na und? Waren wir nicht alle der Meinung, dass Sex \u00fcbersch\u00e4tzt wird? Sex ist erfreulich, Fortpflanzung auch. Beides voneinander zu trennen, ist eine relativ alte Idee (auch wenn das h\u00f6chstens die H\u00e4lfte der aktuellen P\u00e4pste zur Kenntnis nimmt).<\/p><\/blockquote>\n<p>Und Angela Leinens Blogpost &#8220;<a href=\"http:\/\/sopranisse.de\/2014\/03\/06\/es-wird-jetzt-ein-bisschen-personlich-und-ein-bisschen-allgemein-und-ein-bisschen-pathetisch\/\" target=\"_blank\">Es wird jetzt ein bisschen pers\u00f6nlich und ein bisschen allgemein. Und ein bisschen pathetisch<\/a>&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Es ist ein Unterschied, ob man diesen Eltern und Kindern ins Gesicht spuckt oder ob man berechtigte Fragen zu den Grenzen des Machbaren stellt. Wer in der Lage ist, \u00fcber das Allgemeine zu reden und dem Besonderen mit Respekt zu begegnen, mit dem kann man diese Fragen diskutieren. Ich will nicht, dass Kinder nach Ma\u00df enstehen. Ich will auch nicht, dass nur die Klugen und Guten Kinder haben d\u00fcrfen. Jeder zeugungsf\u00e4hige Depp soll aus Versehen Kinder kriegen d\u00fcrfen, das geh\u00f6rt dazu. Dann sollen aber auch ein paar Leute, die daf\u00fcr Opfer bringen, ihre Wunschkinder auf anderem Weg bekommen k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kathrin Passig schreibt im ohnehin wunderbaren Techniktagebuch (&#8220;Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in zwanzig Jahren!&#8221;) welcher Kampf mit Kollaborationstools hinter der Arbeit an ihrem Buch bei O&#8217;Reilly mit dem Esel drauf steckte: &#8220;2008 bis 2013&#8221;. Wenn auch in Extremform zeigt die Geschichte, woraus das Arbeiten mit Computern heutzutage besteht: Work-arounds. 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