{"id":2235,"date":"2007-09-30T10:28:05","date_gmt":"2007-09-30T08:28:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2007\/09\/drehbuchidee-fur-csi-munich.htm"},"modified":"2011-09-14T13:49:02","modified_gmt":"2011-09-14T11:49:02","slug":"drehbuchidee-fur-csi-munich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2007\/09\/drehbuchidee-fur-csi-munich.htm","title":{"rendered":"Drehbuchidee f\u00fcr CSI Munich"},"content":{"rendered":"<p>Eine Erdgescho\u00dfwohnung im \u00e4ltesten Viertel M\u00fcnchens soll renoviert werden. Die Baupl\u00e4ne weisen einen stillgelegten Kamin aus, der den Innenarchitekten im Wege steht. Als die Bauarbeiter an einem sonnigen Fr\u00fchherbstmorgen Ende September die Kaminmauern aufbrechen, machen sie einen grausigen Fund (diese Formulierung darf auf keinen Fall ver\u00e4ndert werden und muss sp\u00e4ter so in allen Inhaltsangaben auftauchen: \u201emachen sie einen grausigen Fund\u201c): Ihnen f\u00e4llt ein mumifiziertes Skelett entgegen.<br \/>\nDie Gerichtsmedizin sch\u00e4tzt anhand der Indizien, dass die, wie sich herausstellt m\u00e4nnliche, Leiche dort seit mindestens zehn Jahren gesteckt haben muss. Es gibt \u201ekeine Spuren von Gewalteinwirkung\u201c (muss im Dialog so auftauchen), die Reste von N\u00e4geln und Z\u00e4hnen belegen, dass der Mann noch gelebt hat und dort unten verhungert und verdurstet ist. Die Spurensicherer finden am Boden des Kamins verwitterte Reste von Kleidung; die R\u00e4nder der Fetzen sind symptomatisch f\u00fcr ein Zerrei\u00dfen. Sie machen sich daran herauszufinden, wer der Mann war und ob er versehentlich in den Kamin gest\u00fcrzt ist oder gesto\u00dfen wurde. An der Innenseite der Kaminmauern finden sie ganz oben Gewebereste.<\/p>\n<p>Die Spur f\u00fchrt zu einem M\u00fcnchener, der zehn Jahre zuvor nach dem Oktoberfest vermisst gemeldet worden war. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck setzen die Ermittler diese Geschichte zusammen, die sich damals an einem der letzten Septembertage zugetragen hat: <\/p>\n<p>Ein 27-J\u00e4hriger hatte an einem Mittwochabend zun\u00e4chst mit einem befreundeten P\u00e4rchen das Oktoberfest besucht. Gegen 21 Uhr verabschiedete er sich von ihnen, zog noch durch diverse Lokale. Etwa um 2 Uhr beschloss er, sich den langen Nachhauseweg zu seiner Wohnung im M\u00fcnchner Osten zu ersparen und stattdessen bei dem befreundeten Paar im M\u00fcnchener Tal zu \u00fcbernachten. Als ihm dort allerdings niemand \u00f6ffnete, kam der junge Mann, recht alkoholisiert, auf die Idee, \u00fcber ein offenes Fenster des Nachbargeb\u00e4udes auf das Dach zu klettern, um von dort in die Dachgescho\u00dfwohnung der Freunde einzusteigen. Er gelangte bis ganz oben aufs Dach und machte sich auf den Weg zum Nachbarhaus.<br \/>\nAls er dabei \u00fcber eine vermeintliche Mauer steigen wollte, entpuppte sich diese als stillgelegter Kamin, und er st\u00fcrzte hinein. Anfangs konnte er sich im oberen Bereich noch halten, aber dann verlie\u00dfen ihn die Kr\u00e4fte. Er rutschte den 60 mal 40 Zentimeter engen und 28 Meter tiefen Schacht nach unten. Dort stand er dann, in qualvoller Enge, mit den Armen nach oben, die Kleidung zerfetzt und die Haut schwer gesch\u00fcrft. Seine Hilferufe bleiben ungeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Darf von mir aus auch einer der n\u00e4chsten M\u00fcnchen-Tatorte werden, der Plot w\u00e4re viel besser und oktoberfestn\u00e4her als der Versuch vergangenen Sonntag.<\/p>\n<p>(Na gut, kl\u00e4nge f\u00fcr ein TV-Drehbuch vielleicht zu weit hergeholt. Ist aber letzte Woche in Echt passiert \u2013 gl\u00fccklicherweise bis auf das Ende: Ein Hausmeister h\u00f6rte den Kapitaldeppen, die Feuerwehr hat ihn rausgeholt. Die ganze Geschichte inklusive Bilder von der Rettung bei der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/artikel\/454\/135194\/\" target=_new><i>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/i><\/a>.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Erdgescho\u00dfwohnung im \u00e4ltesten Viertel M\u00fcnchens soll renoviert werden. Die Baupl\u00e4ne weisen einen stillgelegten Kamin aus, der den Innenarchitekten im Wege steht. 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