{"id":2361,"date":"2007-12-29T18:25:16","date_gmt":"2007-12-29T17:25:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2007\/12\/bucher-2007.htm"},"modified":"2008-12-18T14:33:43","modified_gmt":"2008-12-18T13:33:43","slug":"bucher-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2007\/12\/bucher-2007.htm","title":{"rendered":"B\u00fccher 2007"},"content":{"rendered":"<p>Meine Buchlekt\u00fcre 2007 in Lesereihenfolge. Empfehlungen sind mit * markiert, dazu eine kurze Beschreibung. Das hei\u00dft nicht, dass ich die anderen B\u00fccher schlecht fand; B\u00fccher, die ich schlecht fand, tauchen gar nicht hier auf, die habe ich n\u00e4mlich nicht zu Ende gelesen.<\/p>\n<p>1. Qiu Xiaolong, <em>Death of a Red Heroine<\/em>*<br \/>\nEnglischsprachiger Krimi, der im Shanghai der fr\u00fchen 90er spielt, im Zentrum Inspektor Chen Cao. Wie so oft in Krimis ist die Handlung Plattform f\u00fcr kulturelle und historische Hintergr\u00fcnde: China im Wandel, chinesische Verhaltenskonventionen, die einheimische K\u00fcche &#8211; alles technisch hervorragend vermittelt. Dazu kommt eine komplexe Verbrechensermittlung.<\/p>\n<p>2. Jake Tilson, <em>A Tale of 12 Kitchens<\/em>*<br \/>\nEin K\u00fcnstler erz\u00e4hlt seine kulinarische Familiengeschichte, mit Collagen (Scrapbook), Rezepten, Fotos, Anekdoten.<\/p>\n<p>3. Eleanor Taylor Bland, <em>Dead Time<\/em><\/p>\n<p>4. Granta 96, <em>War Zone<\/em><\/p>\n<p>5. Marina Lewycka, <em>A Short History of Tractors in Ukrainian<\/em><\/p>\n<p>6. Minette Walters, <em>Fox Evil<\/em><\/p>\n<p>7. A.L. Kennedy, <em>Original Bliss<\/em><\/p>\n<p>8. Granta 97, <em>Best of Young American Novelists 2<\/em><\/p>\n<p>9. Eickhoff, Friederike, et. al. (Hrsg.), <em>Zeitgeister M\u00fcnchen. Wo Vergangenes lebt.<\/em><\/p>\n<p>10. Friedrich Ani, <em>Abknallen<\/em><\/p>\n<p>11. Franz Kotteder, <em>Die Billig-L\u00fcge<\/em><\/p>\n<p>12. Leena Lehtolainen, <em>Alle singen im Chor \/ Auf die feine Art<\/em><\/p>\n<p>13. Sa\u0161a Stani\u0161i&#263;, <em>Wie der Soldat das Grammofon repariert<\/em>*<br \/>\nHochger\u00fchmt und das zu Recht. F\u00fcr Stani\u0161i&#263; ist das Deutsch, in dem er schreibt, eine Fremdsprache, und er verwendet sie mit einer Kreativit\u00e4t, wie sie vermutlich eine Muttersprache nicht hervorbringt &#8211; immer im Dienst seiner Geschichte aus dem jugoslawischen B\u00fcrgerkrieg. War im Jahr 2007 das Buch, das ich am h\u00e4ufigsten verschenkte.<\/p>\n<p>14. Jeff Noon, <em>Vurt<\/em><\/p>\n<p>15. Leonie Swann, <em>Glennkill<\/em>*<br \/>\nEin Schafhirte liegt ermordet auf der Wiese, und seine Herde versucht herauszubringen, was passiert ist. Sehr clever gemacht und hochkomisch.<\/p>\n<p>16. Hatice Aky\u00fcn, <em>Einmal Hans mit scharfer So\u00dfe<\/em><\/p>\n<p>17. Fran\u00e7oise Sagan, <em>Bonjour Tristesse<\/em>*<br \/>\nUnter den wenigen B\u00fcchern im Haus meiner Eltern war ein Sammelband Sagan. Ich war wohl zw\u00f6lf oder 13, als ich ihn gegen m\u00fctterliches Gebot (\u201edas ist noch nichts f\u00fcr dich\u201c) heimlich weglas &#8211; also st\u00fcckchenweise, wenn meine Eltern nicht daheim waren. <i>Bonjour Tristesse<\/i> war mir am st\u00e4rksten im Ged\u00e4chtnis geblieben, und beim Wiederlesen fast 30 Jahre sp\u00e4ter sah ich die Bilder vom Sommer am Meer genauso intensiv. Dazu kam ein neues Verstehen, was in einem jungen M\u00e4dchen vorgeht, das sich selbst noch nicht kennt.<\/p>\n<p>18. Erich Loest, <em>Nikolaikirche<\/em><\/p>\n<p>19. Graham Greene, <em>Brighton Rock<\/em>*<br \/>\nMan muss Brighton nicht so lieben wie ich, muss es nicht einmal kennen, um etwas von diesem Roman zu haben. Verbrechermilieu in S\u00fcdengland zwischen den Weltkriegen, wundervoll indirekt erz\u00e4hlte Geschichten und Gedanken, ein b\u00f6ser Held, wie ich ihn noch nie gelesen habe. Wie immer bei Greene irritierte mich der heftige und unsubtile Katholizismus, den er mir reindr\u00fcckte, weil er so gar keine Funktion hat &#8211; doch dieses irritierend Element bewahrt das Werk vor zu gro\u00dfer Gl\u00e4tte und Brillanz, macht es vielleicht erst zum Meisterwerk.<br \/>\nMein diesj\u00e4hriger Brighton-Urlaub war gepr\u00e4gt von dieser Leseerfahrung, ich sah die Stadt mit neuen Augen, besuchte sogar blo\u00df deshalb das erste Pferderennen meines Lebens.<\/p>\n<p>20. Ond&#345;ej Und\u00e9ty (Hrsg.), <em>Berlin oder so. Kleine Gro\u00dfstadtgeschichten<\/em>*<br \/>\nEine Sammlung wirklich hervorragender Geschichten aus verschiedenen Berliner Blogs.<\/p>\n<p>21. J.K. Rowling,<em> Harry Potter and the Deathly Hallows<\/em><\/p>\n<p>22. Granta 98, <em>The Deep End<\/em><\/p>\n<p>23. Minette Walters, <em>The Tinder Box<\/em><\/p>\n<p>24. Sujata Massey, <em>The Samurai\u2019s Daughter<\/em><\/p>\n<p>25. Marjane Sartrapi, <em>Persepolis 2. The Story of a Return<\/em><\/p>\n<p>26. Marcus Hammerschmitt,<em> Das gefl\u00fcgelte Rad<\/em><\/p>\n<p>27. Jasper Fforde, <em>The Eyre Affair<\/em>*<br \/>\nDas geht m\u00f6glicherweise nur in England: Ein utopischer Roman, in dessen Welt sich 1985 alles um B\u00fccher und Literatur dreht. Au\u00dferdem ist der Krimkrieg noch nicht zu Ende. Die Literatur-Detektivin Thursday Next ist einem Schurken auf der Spur, der Figuren aus Romanen kidnappt. Highlight: Die regelm\u00e4\u00dfige Auff\u00fchrung von <i>Richard III<\/i> mit Publikumsbeteiligung &#8211; im Stil von <i>Rocky Horror Picture Show<\/i> &#8211; Shows.<br \/>\nZeitreisen gibt\u2018s auch, aber in diesem ersten Band nur als Nebensache. Vielleicht h\u00e4tte Fforde es bei diesem einen belassen sollen.<\/p>\n<p>28. Jessica Valenti, <em>Full Frontal Feminism<\/em>*<br \/>\nAch, der amerikanische Feminismus ist so wunderbar lebendig und vielf\u00e4ltig. Und so schreibt Frau Valenti, eine der Gr\u00fcnderinnen und Autorinnen des Blogs <a href=\"http:\/\/www.feministing.com\/\" taget=_new>Feministing<\/a> ein mitrei\u00dfendes und witziges Buch dar\u00fcber, warum Feminismus n\u00f6tig und gut ist, gerade f\u00fcr junge Frauen. Und sie r\u00e4umt bei dieser Gelegenheit mit einer ganzen Reihe handels\u00fcblicher Vorurteile auf. Gegen den oft leichtfertig ausgesprochenen Satzanfang \u201eIch bin ja keine Feministin, aber&#8230;\u201c steht in gro\u00dfen, freundlichen Buchstaben auf der R\u00fcckseite des Buches \u201eYou\u2018re a feminist. I swear.\u201c.<\/p>\n<p>29. Ernest Hemingway, <em>For Whom the Bell Tolls<\/em><\/p>\n<p>30. Banksy, <em>Wall and Piece<\/em>*<br \/>\nPolitische Kunst mit Witz, hervorragende Fotos.<\/p>\n<p>31. Qiu Xiaolong, <em>A Loyal Character Dancer<\/em><\/p>\n<p>32. Matt Ruff, <em>Bad Monkeys<\/em><\/p>\n<p>33. Sujata Massey, <em>The Pearl Diver<\/em><\/p>\n<p>34. Jasper Fforde, <em>Lost in a Good Book<\/em><\/p>\n<p>35. Astrid Paprotta, <em>Die ungeschminkte Wahrheit<\/em><\/p>\n<p>36. Wolf Schneider, <em>Gl\u00fcck!<\/em><\/p>\n<p>37. Roddy Doyle, <em>The Deportees<\/em><\/p>\n<p>38. Franz Hohler, <em>Es klopft<\/em><\/p>\n<p>39. Minette Walters, <em>The Dark Room<\/em><\/p>\n<p>40. Bernhard Jaumann, <em>Saltimbocca<\/em><\/p>\n<p>41. James and Kate Salter, <em>Life is Meals<\/em><\/p>\n<p>42. Kathrin Passig, Alex Scholz, <em>Lexikon des Unwissens<\/em>*<br \/>\nBegr\u00fcndete Empfehlung <a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2007\/12\/geschenktipp-lexikon-des-unwissens.htm\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>43. Granta 99, <em>What happened next<\/em><\/p>\n<p>44. Manfred Weber (Hrsg.), <em>HohlSPIEGEL<\/em><\/p>\n<p>45. Sujata Massey, <em>The Typhoon Lover<\/em><\/p>\n<p>46. Merc\u00e8 Rodoreda, <em>Auf der Pla\u00e7a del Diamant<\/em><\/p>\n<p><i>Nachtrag:<\/i> 47. Astrid Paprotta, <i>Feuertod<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Buchlekt\u00fcre 2007 in Lesereihenfolge. Empfehlungen sind mit * markiert, dazu eine kurze Beschreibung. Das hei\u00dft nicht, dass ich die anderen B\u00fccher schlecht fand; B\u00fccher, die ich schlecht fand, tauchen gar nicht hier auf, die habe ich n\u00e4mlich nicht zu Ende gelesen. 1. 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