{"id":2445,"date":"2008-03-10T10:15:09","date_gmt":"2008-03-10T09:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2008\/03\/a-bissl-was-zum-lesen.htm"},"modified":"2008-03-10T10:15:48","modified_gmt":"2008-03-10T09:15:48","slug":"a-bissl-was-zum-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2008\/03\/a-bissl-was-zum-lesen.htm","title":{"rendered":"A bissl was zum Lesen"},"content":{"rendered":"<p>Die US-amerikanische Bussi-Gesellschaft wandelt sich: Aus Bussi-Bussi zum Gru\u00df wird wohl immer h\u00e4ufiger ein Schmatz auf den Mund. Die Benimmtante Helena des empfehlenswerten Food-Portals <a href=\"http:\/\/www.chow.com\/\" target=_new>CHOW<\/a> er\u00f6rtert die Angemessenheit in<br \/>\n\u201e<a href=\"http:\/\/www.chow.com\/stories\/10972\" target=_new>The Awkward Lip-Kiss Greeting<\/a>\u201c.<\/p>\n<p>(Allein schon wegen der Beobachtung des \u201ebend-at-the-waist hug\u201c. Kenne ich, finde ich furchtbar. Ein weitere Vorteil des \u00c4lterwerdens: H\u00e4ndesch\u00fctteln ist als Begr\u00fc\u00dfung auch privat und unter Altergenossen immer akzeptabler.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Georg Ringsgwandl (der hei\u00dft wirklich so), kluger Kopf im Clownskost\u00fcm, macht sich in der <i>SZ<\/i>-Wochenendbeilage Gedanken \u00fcber die Anstrengungen der Politik am Beispiel des mal wieder gew\u00e4hlten M\u00fcnchner Oberb\u00fcrgermeisters Christian Ude: \u201e<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/artikel\/821\/162372\/\" target=_new>Der, wo wirkt.<\/a>\u201c<\/p>\n<p>Herr Ringsgwandl wei\u00df, wovon er schreibt, er hat das mit der Lokalpolitik n\u00e4mlich selbst probiert:<\/p>\n<blockquote><p>Und kaum ist die Kandidatenvorstellung vorbei, erhebt sich ein alkoholisierter Fr\u00fchrentner und lallt in den Wirtshaussaal, die Gemeinde m\u00fcsse am Strand unten einen Biergarten einrichten, damit man beim Bier den Sonnenuntergang betrachten kann.<br \/>\nSchon da riss mir der Geduldsfaden. F\u00fcr Alkoholiker, sagte ich, ohne mich auch nur um einen Hauch von Diplomatie zu bem\u00fchen, geht die Sonne immer unter, dazu braucht es keinen Biergarten.<br \/>\nNun haben S\u00e4ufer aber, auch wenn ihr Hirn bet\u00e4ubt ist, ein feines Gesp\u00fcr daf\u00fcr, wer ein Herz f\u00fcr ihre Belange hat und wer nicht. Gerade die S\u00fcchtigen haben ein Recht darauf, in den demokratischen Gremien vertreten zu sein. So bestrafte man meinen arroganten Spruch, ich wurde nicht gew\u00e4hlt.<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nZur Wahl stand auch jetzt wieder nicht der beste aller Politiker, sondern der bestm\u00f6gliche, halt der beste, der sich freiwillig meldete. Es ist so \u00e4hnlich wie Fernsehen: Man hat ein paar Kan\u00e4le zur Auswahl und sucht sich den aus, wo der Schmerz am geringsten ist.<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nSo weit wird es der Schmid von der CSU nie schaffen, schon allein deswegen, weil die Leute nie wissen, wen sie vor sich haben. Reden sie mit dem richtigen Schmid, oder ist es der Schmied Josef? Der Schmidt Sepp oder der Beppi Schmitt, oder am Ende gar eine Mischung aus allen vieren?<br \/>\nAuch sein Gesicht kann sich keiner merken. Es hei\u00dft, er habe sich schon selbst verwechselt und nach einer harten Nacht sein Gesicht im Spiegel als den Schmidt aus der Bettenabteilung vom Karstadt an der M\u00fcnchner Freiheit begr\u00fc\u00dft.<br \/>\nDen kann ich mir ums Verrecken nicht merken, sagen die Leute. Ausschauen tut er wie aus dem Sport Scheck Katalog, Model Nr. 37965 aus der Abteilung Beste Jahre\/m\u00e4nnlich der &#8220;Bundesagentur f\u00fcr Angenehme Typen&#8221;; ein Sky Dumont der Trachtenmodels.<br \/>\n(\u2026)<br \/>\nDer Text ist eine Spitzenleistung modernen Marketings. Die Studenten der FHS f\u00fcr Multimedia und andere verdeckte Formen des Erwachsenenmissbrauchs hatten einen Satz zu bilden, in dem folgende Worte vorkommen sollten: ressourcen, schonen, nachhaltig, w\u00e4rme, umwelt, vertr\u00e4glich, CO2, neutral, energie, sparen, Kraft-W\u00e4rme-Kopplung, klima, freundlich, erneuerbar.<br \/>\nFormuliere den Satz so, dass ihn keiner versteht, aber ein gutes Gef\u00fchl aufkommt! Tippe den Text in deinen PC und importiere ein Bild mit verantwortungsvoll blickenden Politikern vor einem Windpark (du kannst sie auch in den Windpark hineinkopieren, man soll es nur nicht sehen)! Jetzt verf\u00fcgst du \u00fcber eine Text-Bild Datei, mithilfe derer du \u00d6kofondsanteile und\/oder modische Politik verkaufen kannst! Gratuliere. Pr\u00fcfung bestanden. Wenn du zum Arbeitsamt gehst, darfst du als Berufsbezeichnung Bachelor in Umweltmarketing angeben.<\/p><\/blockquote>\n<p>(Die Sorte Aufsatz, die ich eigentlich gesamt zitieren m\u00f6chte; <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/artikel\/821\/162372\/\" target=_new>lesen\u2019S halt selber<\/a>.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Und dann noch <a href=\"http:\/\/holyfruitsalad.blogspot.com\/2008\/03\/gestatten-meine-oma-kaupisch.html\" target=_new>die Geschichte von Frau creezys Omas<\/a>, darunter ein waschechtes berliner Revuegirl! MIT Fotos!<\/p>\n<p>Das ist es n\u00e4mlich auch und nicht zuletzt, das Blogistan: Chronik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-amerikanische Bussi-Gesellschaft wandelt sich: Aus Bussi-Bussi zum Gru\u00df wird wohl immer h\u00e4ufiger ein Schmatz auf den Mund. Die Benimmtante Helena des empfehlenswerten Food-Portals CHOW er\u00f6rtert die Angemessenheit in \u201eThe Awkward Lip-Kiss Greeting\u201c. 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