{"id":27386,"date":"2015-06-16T06:54:38","date_gmt":"2015-06-16T04:54:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=27386"},"modified":"2015-06-16T07:45:53","modified_gmt":"2015-06-16T05:45:53","slug":"journal-montag-15-juni-2015-regentag-und-gegenderte-fachmagazine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2015\/06\/journal-montag-15-juni-2015-regentag-und-gegenderte-fachmagazine.htm","title":{"rendered":"Journal Montag, 15. Juni 2015 &#8211; Regentag und gegenderte Fachmagazine"},"content":{"rendered":"<p>An einem sch\u00f6nen Sommerabend eingeschlafen, an einem regnerischen Fr\u00fchlingstag aufgewacht. Nachdem in den vergangenen drei Tagen die Wettervorhersage deutlich daneben gelegen hatte, hatte ich ihr auch diesmal nicht glauben wollen und einen Morgenlauf an der Isar geplant, die Weck-App daf\u00fcr extra fr\u00fch gestellt. Nun, so blieb mir vor meinem ersatzweisen Crosstrainer-St\u00fcndchen zumindest besonders viel Zeit zum Bloggen.<\/p>\n<p>Es regnete den ganzen Tag vor sich hin, zumindest feierabends brauchte ich aber keinen Schirm f\u00fcr den Heimweg.<\/p>\n<p>Mal wieder vom SZ-Leserzirkel befragt worden, diesmal zum neuen Wirtschaftsmagazin f\u00fcr Frauen, <i>Plan W<\/i>, das der Wochenendausgabe beilag &#8211; leider nur unter dem Aspekt &#8220;ein besonderes Wirtschaftsmagazin&#8221;. Ich hatte also keine Gelegenheit augenrollend darauf hinzuweisen, dass ich Frau kein extriges Wirtschaftsmagazin will, sondern dass all die l\u00f6blichen \u00dcberlegungen dahinter bittesch\u00f6n einfach in die sonstige Wirtschaftsberichterstattung einflie\u00dfen m\u00f6gen. Was jetzt wahrscheinlich doppelt als unn\u00f6tig angesehen wird: Daf\u00fcr haben wir ja jetzt das Frauenmagazin!<br \/>\nWie w\u00e4re es zum Beispiel, wenn in der gesch\u00e4tzten Serie &#8220;Reden wir \u00fcber Geld&#8221; (2\/3-seitige Interviews zum Thema Geld mit prominenten Nichtwirtschaftlern) nicht fast nie, sondern zur H\u00e4lfte Frauen auftauchten?<br \/>\n(Kleines Lob am Rande: Das Magazin ist sch\u00f6n und Anzeigen gibt es darin nur ganzseitig &#8211; bislang auffallend mode- und schmuckfrei. Ich werde das beobachten.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Hendrik Haase aka Wurstsack erz\u00e4hlt eine von den vielen traurigen Geschichten vom Metzgersterben:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/wurstsack.blogspot.de\/2015\/06\/requiem-am-fleischwolf-der-tod-einer.html\" target=\"_blank\">&#8220;Requiem am Fleischwolf &#8211; Der Tod einer Dorfmetzgerei&#8221;<\/a>.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie man dem beikommt. Die Menschen haben \u00fcberhaupt kein Problem damit, sich schrecklich \u00fcber Massentierhaltung und die Arbeitsbedingungen in Massenschlachtereien aufzuregen, wie meine Eltern selbst an Hausschlachtungen mitgewirkt zu haben und die dort entstandenen k\u00f6stlichen Produkte zu kennen, das Schlie\u00dfen der kleinen Metzgereien am Ort zu bedauern &#8211; und gleichzeitig t\u00e4glich abgepacktes Fleisch im Supermarkt einzukaufen, am besten das im Sonderangebot &#8211; unter anderem mit dem Argument, die Preise in kleinen Metzgereien und Handwerksbetrieben seien ja wohl die reine Abzocke. (Genau. Deswegen werden all die Villen in Gr\u00fcnwald und den st\u00e4dtischen Speckg\u00fcrteln ja auch von Metzgern, B\u00e4ckerinnen, Schusterinnen und Schneidern bewohnt.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Kopenhagen ist ein Radparadies mit mehrspurigen Radwegen und Ampeln, die bei Regen Radlerinnen nicht so lang bei Rot stehen lassen. Dahinter stehen unter anderem handfeste wirtschaftliche \u00dcberlegungen:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.fastcoexist.com\/3046345\/how-copenhagen-became-a-cycling-paradise-by-considering-the-full-cost-of-cars\" target=\"_blank\">&#8220;How Copenhagen Became A Cycling Paradise By Considering The Full Cost Of Cars&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>When the city decides on a cycling project, it compares the cost to that of a road for cars, and it includes not only the upfront amount, but also things like the cost of road accidents to society, the impact of car pollution on health, and the cost of carbon emitted to the atmosphere. After including these factors, it comes to a rather startling calculation. One kilometer driven by car costs society about 17 cents (15 euro cents), whereas society gains 18 cents (16 euro cents) for each kilometer cycled, the paper finds. That&#8217;s because of factors like the health benefits of cycling and the avoided ill-effects of cars.<\/p><\/blockquote>\n<p>D\u00e4nemark besteuert ja auch zur aktiven Abschreckung den privaten Autobesitz h\u00f6llisch:<\/p>\n<blockquote><p>Hier wird auf den Netto-Preis des Herstellers eine 180 %ige (!) sogenannte Gewichtsabgabe gezahlt (die mit dem Gewicht nichts zu tun hat), bevor 25 % Umsatzsteuer hinzugerechnet werden. Fahrzeugpreise liegen daher in D\u00e4nemark im Bereich des Dreifachen dessen, was vergleichbare Fahrzeuge hierzulande kosten.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.tyskret.com\/index.php?id=17&#038;tx_ttnews%5Btt_news%5D=24&#038;tx_ttnews%5BsViewPointer%5D=2&#038;cHash=9f559957659aa15b75b74e62ccacceee\" target=\"_blank\">Quelle<\/a><\/p>\n<p>Nett, dass Sie \u00fcberhaupt bis hierher gelesen und nicht schon nach &#8220;Radparadies&#8221; mit dem Ausruf &#8220;Aber die Arbeitspl\u00e4tze!&#8221; aufgeh\u00f6rt haben. Da Deutschland nahezu deckungsgleich mit Automobilindustrie ist (nein, das ist nicht nur der Filter der geb\u00fcrtigen Ingolst\u00e4dterin: siehe Abwrackpr\u00e4mie, siehe eine Regierungschefin, die ganz von selbst in Br\u00fcssel bessere Abgasnormen verhindert), wird in Deutschland nichts davon jemals auch nur im Ansatz passieren. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/8e04e4233e0e434186f3df24cbaeba2f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An einem sch\u00f6nen Sommerabend eingeschlafen, an einem regnerischen Fr\u00fchlingstag aufgewacht. Nachdem in den vergangenen drei Tagen die Wettervorhersage deutlich daneben gelegen hatte, hatte ich ihr auch diesmal nicht glauben wollen und einen Morgenlauf an der Isar geplant, die Weck-App daf\u00fcr extra fr\u00fch gestellt. 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