{"id":29852,"date":"2015-12-11T08:17:37","date_gmt":"2015-12-11T07:17:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=29852"},"modified":"2015-12-11T08:17:37","modified_gmt":"2015-12-11T07:17:37","slug":"beifang-aus-dem-internet-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2015\/12\/beifang-aus-dem-internet-30.htm","title":{"rendered":"Beifang aus dem Internet &#8211; 30"},"content":{"rendered":"<p>Margarete Stokowski schaut sich an, wie derzeit \u00fcber Frauen berichtet wird, die allen Hinweisen nach schlechte Menschen sind. Nein, keineswegs nur \u00fcber ihr SchlechtMENSCHsein.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/frauen-als-extremistinnen-boeses-boeses-maedchen-kolumne-a-1067028.html\" target=\"_blank\">&#8220;Frauen als Extremistinnen: B\u00f6ses, b\u00f6ses M\u00e4dchen&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Finden Feministinnen das toll, dass Frauen jetzt auch immer \u00f6fter Terroristinnen und m\u00e4chtige Faschos werden k\u00f6nnen, wegen Quote und so? Nein. Die Konzentration auf die Tatsache, dass es Frauen sind, die hier gewaltt\u00e4tig oder extremistisch auftreten, und die Faszination, mit der ihnen dabei zugeguckt wird, l\u00e4sst die Erwartungen durchscheinen, die offenbar auch sonst, im Alltag, noch an Frauen (und eben auch M\u00e4nner) gestellt werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/medium.com\/@tommauchline\/15-things-i-learnt-about-islam-and-british-values-being-a-gay-boy-living-opposite-a-mosque-ebd385eb3113#.l62rt4dly\" target=\"_blank\">&#8220;15 things I learnt about Islam and British values being a gay boy living opposite a mosque.&#8221;<\/a><\/p>\n<p>Meine Favoriten:<\/p>\n<blockquote><p>You can do that look British people do to each other, when someone near by is making a scene, in a full face veil.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>The media stories about islam meant that I was genuinely a little nervous about moving in across the road to a mosque. What I have learnt in the four years since I moved is that the ridiculousness of British culture is universal. We all love tea, are really polite and tut rather than saying something, no matter our religion.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hierzulande (ich bin nicht sicher, ob ich damit Deutschland meine &#8211; sagen wir der Sicherheit halber mal: in M\u00fcnchen) werden nicht Muslime als Bev\u00f6lkerungsgruppe gesehen (noch?), sondern t\u00fcrkische Einwanderer und ihre Nachkommen. Die schon so lange Teil der deutschen Kultur sind, dass das selbstverst\u00e4ndlich erkennbar ist. Ich dachte sofort an den etablierten t\u00fcrkischen S\u00fcpermarket Verdi &#8211; und sein ungemein deutsches System aus Schildern und professionell ausgedruckten riesigen Aufklebern, mit dem die Kundschaft dazu gebracht werden soll, die eine der beiden T\u00fcren zur Stra\u00dfe als Eingang, die andere als Ausgang zu benutzen. <\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>H\u00f6rt mir endlich auf mit dem Ideal der Leidenschaft im Job. So gro\u00dfartig es ist, wenn jemand mit dem, was ihr am meisten Spa\u00df macht, den Lebensunterhalt verdient: Das ist die absolute Ausnahme. Und in vielen Arbeitsbereichen nicht mal erstrebenswert.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/volker-kitz-warum-gluecklich-werden-im-job-quatsch-ist-a-1066741.html\" target=\"_blank\">&#8220;Warum man f\u00fcr seinen Job <i>nicht<\/i> brennen muss&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Denn die Masse der Gesellschaft besteht nicht aus ber\u00fchmten Herzchirurgen, sondern aus Lkw-Fahrern &#8211; w\u00f6rtlich und im \u00fcbertragenen Sinn. Der Lkw-Fahrer steht in diesem Beispiel f\u00fcr alle, die nicht einfach nur herausfinden m\u00fcssen, was sie erf\u00fcllt, und daraus ab morgen einen Beruf machen. Bankangestellte, Krankenschwestern, Controller &#8211; die Mehrheit der arbeitenden Bev\u00f6lkerung kann ihren Job nicht wechseln wie ein Profilfoto auf Facebook.<\/p><\/blockquote>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<blockquote><p>Solche inspirierenden Geschichten richten Schaden an. Sie suggerieren, dass niemand sich im Arbeitsleben mit weniger als dem makellosen Gl\u00fcck zufrieden geben d\u00fcrfte. Dass jeder etwas \u00e4ndern muss, der seinen Job nicht mit bis an Besinnungslosigkeit grenzender Leidenschaft aus\u00fcbt. \u00dcber Generationen hat dieser Leidenschaftszwang einen Schleier des Ungl\u00fccklichseins gelegt. Millionen Menschen sitzen jeden Tag im B\u00fcro, stehen am Flie\u00dfband oder kriechen f\u00fcr ihren Job auf dem Boden herum und fragen sich: &#8220;Was l\u00e4uft falsch bei mir, wenn ich dabei keine Leidenschaft versp\u00fcre?&#8221; Sie suchen, gr\u00fcbeln und trauern, weil in ihrem Leben offenbar &#8220;etwas nicht stimmt&#8221;.<\/p>\n<p>Die Unternehmen tragen ihren Teil dazu bei: kein Leitbild ohne Leidenschaft. Autos bauen, \u00dcberweisungen ausf\u00fchren, Hoteltoiletten schrubben &#8211; all das wird heute mit, wenn nicht gar aus Leidenschaft gemacht. Als Kundenversprechen war das schon immer zweifelhaft, denn Leidenschaft hat nichts mit einem guten Arbeitsergebnis zu tun.<\/p>\n<p>Rechtsanw\u00e4lte beherzigen zum Beispiel die Regel, sich in wichtigen Angelegenheiten nicht selbst zu vertreten. Der Grund: zu viel Leidenschaft, weil man selbst betroffen ist, weil die Distanz fehlt. Auch f\u00fcr andere T\u00e4tigkeiten gilt: Rationale Entscheidungen, besonnenes Handeln und sorgf\u00e4ltige Arbeit gedeihen selten auf dem N\u00e4hrboden der Leidenschaft. Ein n\u00fcchterner Kopf liefert bessere Ergebnisse als ein leidenschaftstrunkener. Und wer zu sehr in seine Arbeit vernarrt ist, wird kaum nach M\u00f6glichkeiten suchen, dasselbe Ergebnis mit weniger Arbeitsschritten hinzubekommen, also: effizienter zu sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<div id=\"fb-root\"><\/div>\n<p><script>(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = \"\/\/connect.facebook.net\/en_GB\/sdk.js#xfbml=1&version=v2.3\";  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));<\/script><\/p>\n<div class=\"fb-video\" data-allowfullscreen=\"1\" data-href=\"\/HuffPostWomen\/videos\/vb.153213781413350\/955994504468603\/?type=3\">\n<div class=\"fb-xfbml-parse-ignore\">\n<blockquote cite=\"https:\/\/www.facebook.com\/HuffPostWomen\/videos\/955994504468603\/\"><p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/HuffPostWomen\/videos\/955994504468603\/\">48 Things Women Hear In A Lifetime (That Men Just Don&#039;t)<\/a><\/p>\n<p>Watch 80 years of subtle sexism in under two minutes.<\/p>\n<p>Posted by <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/HuffPostWomen\/\">HuffPost Women<\/a> on Tuesday, 8 December 2015<\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Margarete Stokowski schaut sich an, wie derzeit \u00fcber Frauen berichtet wird, die allen Hinweisen nach schlechte Menschen sind. 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