{"id":2986,"date":"2008-09-08T13:16:29","date_gmt":"2008-09-08T11:16:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=2986"},"modified":"2008-09-08T13:16:29","modified_gmt":"2008-09-08T11:16:29","slug":"eine-woche-im-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2008\/09\/eine-woche-im-september.htm","title":{"rendered":"Eine Woche im September"},"content":{"rendered":"<p>Eine Mordsgaudi bei Step-Aerobic: Die Aushilfsvorturnerin erinnerte mich sehr an <a href=\"http:\/\/katiakelm.de\/415\/grosse-bloggerportraitreihe-teil-iii\/\" target=_new>diese Dame<\/a> \u2013 nur mit erheblich langweiligerer Brille \u2013, hatte also eh einen Sympathie-Vorschuss. Und dann baute sie auch noch eine abgefahrene Choreografie auf, die sie h\u00f6chst albern vermittelte.<br \/>\n(\u00dcber die Marlene-Dietrich-Augenbrauen einer anderen Vorturnerin mache ich mich nie wieder lustig: Bin ihr heute in der Tram begegnet und habe von Nahem erkannt, dass sie irgendwann Verbrennungen im Gesicht erlitten haben muss, in der Folge wahrscheinlich keine eigenen Augenbrauen mehr hat. Habe mich sehr gesch\u00e4mt.)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Auf einer Branchenveranstaltung einem Herrn Kommunikationschef begegnet, von dem ich sofort wusste, dass wir uns kennen. Nach 15 Minuten Plaudern fiel mir endlich ein, woher: Er war als Student vor fast 20 Jahren bei der Zeitung Praktikant in dem Ein-Personen-Ressort, das ich gerade als Urlaubsvertretung f\u00fchrte. Jetzt bin ich also so alt, dass ich jemanden im Berufsleben sieze, den ich in einem vorherigen Berufsverh\u00e4ltnis schon mal geduzt habe.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Auf derselben Veranstaltung zwei definitiv nicht mehr junge Redakteurinnen vom Typ Haudegen kennengelernt: Erfahren, unerschrocken, kompetent, schier unersch\u00f6pflicher Quell von Kriegsgeschichten aus 30 Jahren Bundesrepublik und Rest der Welt sowie aus allen Medienarten. Die Sorte Frau, die Eleganz und Weltgewandtheit ausstrahlt, der man aber gleichzeitig zutraut, dass sie Bierflaschen mit den Z\u00e4hnen \u00f6ffnen kann. Ich war schwer beeindruckt.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Beim Isarlauf gest\u00fcrzt, weil in einem absch\u00fcssigen, sandigen Waldst\u00fcck an einer Wurzel h\u00e4ngen geblieben. Richtig bewusst wurde mir das allerdings erst, als ich wieder stand: Ich hatte mich nach kurzem Stopp auf dem rechten Knie \u00fcber die linke Schulter abgerollt. Zwar war ich ganz sch\u00f6n schmutzig, aber unverletzt. Nein, das hat mir nie jemand beigebracht; macht aber ziemlich Spa\u00df.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Mit einer Freundin in einem edlen Restaurant gegessen, dessen Angebot einer Weinbegleitung zum Men\u00fc wir gerne annahmen. Speisen und Wein waren ausgezeichnet; sollte sich das Erlebnis replizieren lassen, stelle ich das Lokal vor. Die Bedienung berichtete von einem \u00f6sterreichischen Winzer, der seinen Wein in Holzf\u00e4ssern in der Erde vergr\u00e4bt, um sie dort reifen zu lassen. Ich r\u00e4tselte mit der Freundin, auf welche Wirkung das wohl abzielt. Wir fragten dann doch nach und bekamen als Erkl\u00e4rung, das sei wegen der Energie im Boden, die der Wein mit dieser Methode aufnehme.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Andererseits erz\u00e4hlte mir letzte Woche eine Kollegin von ihrer Freundin, die abends Leitungswasser in Glaskaraffen f\u00fclle und Zettel aufklebe, auf die sie die W\u00f6rter \u201eFriede\u201c oder \u201eLiebe\u201c schreibt. Am n\u00e4chsten Tag schmecke dieses Wasser unvergleichlich gut. Wenn sie zum Gegenbeweis auf die Zettel \u201eTeufel\u201c oder \u201eHass\u201c schreibe, k\u00f6nne man das Wasser am anderen Tag vor lauter Bitterkeit schier nicht trinken.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Die Deutsche Welle hat mich f\u00fcr ihre \u201eBlogschau\u201c zur Blogstadt M\u00fcnchen befragt. Das Ergebnis wurde gestern gesendet und kann <a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/episode\/0,2144,3534638,00.html\" target=_new>hier<\/a> nachgeh\u00f6rt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Mordsgaudi bei Step-Aerobic: Die Aushilfsvorturnerin erinnerte mich sehr an diese Dame \u2013 nur mit erheblich langweiligerer Brille \u2013, hatte also eh einen Sympathie-Vorschuss. Und dann baute sie auch noch eine abgefahrene Choreografie auf, die sie h\u00f6chst albern vermittelte. 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